Lehrerin liegt im Sterben...

Hallo

Ich weiss, eigentlich gehört mein Beitrag in «Traur & Trost». Aber ich erhoffe mir hier mehr Antworten.

Im Februar haben wir von unsere Schule erfahren, dass die Lehrerin von unserem Sohn (6 Jahre) an einem melignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) erkrant ist. :-( Die Nachricht war für uns alle ein Schock. Sie ist 32 Jahre jung #heul Sie konnte die Klasse zwar weiterhin unterrichten aber im Juni kamen Ableger in Hirn und Organen dazu. Sie wurde bestrahlt, aber genützt hat es leider nichts mehr. Jetzt liegt sie seit 1-2 Wochen wieder im Krankenhaus und es geht ihr jeden Tag schlechter. Sie bekommt wohl nicht mehr viel mit und die Ärzte geben ihr Morphium...! Es wird vielleicht noch ein paar Tage dauern. Ich hoffe, sie wird bald erlöst. #heul Ich kann es einfach nicht begreifen...

Eigentlich geht es ja darum, wie ich das jetzt meinem Sohn sage. Aber es hat gerade sehr gut getan, das alles aufzuschreiben. Danke fürs Lesen. Nun zu meinem Problem... Ich will nicht, dass mein Sohn es auf dem Pausenplatz mitbekommt. Er weiss zwar, dass sie krank ist, aber nicht dass es jetzt zu Ende geht. Wer war schon in einer ähnlichen Situation? Wie erklärt man dem Kind, dass eine Person bald zu den Engeln gehen wird??? Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben. Dazu kommt, ich bin selber nah am Wasser gebaut. Was, wenn mir die Tränen kommen beim Gespräch? Ach... Einfach scheisse.

Danke fürs Zuhören.

Traurige Grüsse
Angela

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Huhu,

Stirbt! Sie stirbt! Zu den Engeln gehen ist viel zu abstrus.

Warum erachtestes du es als Problem wenn dir während eines solchen Gespräches die Tränen kommen en würden? Ist doch vollkommen natürlich.

Gruß

Andrea

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Hallo.

Ich will nicht, dass mein Sohn MICH trösten muss...

Lg
Angela

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Aber gerade dann kannst du sicher sein, dass er es offenbar besser wegsteckt als du ;-)

Ich würde auch nicht um den heißen Brei herumreden.
Meine Schwiegermutter ist an einem Hirntumor gestorben als mein Mann 6 war.
Genau so haben wir es unserer Tochter (damals 5) auch erklärt.
Das die Oma Krebs hatte und dass Krebs eine ganz schlimme Krankheit ist an der die meisten Menschen leider sterben müssen.
Sie hat es auch genau so verstanden und gibt es heute noch so weiter wenn jemand fragt.

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Wurde das denn nicht in der Schule thematisiert? Bei mir ist damals in der 1. Klasse die Klassenlehrerin gestorben. Das würde uns kindgerecht erklärt und zwar exakt so, wie das die Lehrerin und ihre Angehörigen vertreten konnten.
Und dass sie "zu den Engeln" geht, würde ich tunlichst nicht sagen.

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Hallo

Danke für deine Antwort. Leider wurde das bis jetzt nicht thematisiert. Ich werde mal das Gespräch mit dem Schuldirektor suchen. Ich hoffe einfach, dass die Nachricht nicht so schnell auf dem Pausenplatz rumspricht... Sonst hätte ich den Zeitpunkt verpasst #zitter

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hallo angela,

warum werden die kinder denn nicht in der schule psychologisch betreut? bei uns auf der grundschule gab es wegen jeder kleinen streitigkeit gespräche mit extra ausgebildeten pädagogen, die nur für die sozialarbeit zuständig waren.

sprecht doch mal mit der rektorin. das muss doch jemand den kindern ganz schonend beibringen. das ist ja schrecklich. ich hab auch eine freundin mit 31 jahren an gebärmutterhalskrebs verloren. sowas kann man schon als erwachsener nicht verstehen. die kinder brauchen da auf alle fälle professionelle betreuung in der schule.

lg
blucki

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Hallo blucki

Vielen Dank für deine Antwort!

Nein, bis jetzt wurde das leider nicht thematisiert. Ich werde mich gleich heute mit dem Schuldirektor in Verbindung setzen. Ich will halt einfach nicht, dass er es von irgendjemandem anders erfährt. Ich will selbst mit ihm reden können... Aber vielleicht nehmen die Kinder es ja anders/besser auf, als erwartet...

Liebe Grüsse
Angela

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hallo angela,

du ich glaube, das wird einige kinder aus der bahn werfen. mein großer (10) hatte jetzt abschlussfest (er war in der 4. klasse) und selbst da haben die ganzen kleinen aus den unteren klassen rotz und wasser geheult. auch beim verabschieden einer lehrerin, die nach der 2. klasse auf eine andere schule ging hat fast die ganze klasse furchtbar geweint.

die lehrerin muss wahrscheinlich sterben, das ist für so kleine kinder was ganz unverständliches. das sollte man nicht unterschätzen. ich verstehe auch gar nicht, warum die schule da nicht schon längst tätig geworden ist.

ich wünsche euch alles gute und dass dein kind gut damit klar kommt. schau doch mal im buchhandel nach einem buch. da gibts sicher etwas, was du dir mit deinem kind gemeinsam anschauen/durchlesen kannst zum thema tod.

lg
blucki

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Hallo!

Was ich machen würde ist, mich zu erkundigen ob die Schule da was plant. Da sollte man dann natürlich nicht vorgreifen. Ich kann mir gut vorstellen das nach dem Tot der Lehrerin etwas gemacht wird. Die Elternvertretung sollte sich mal erkundigen.

Wenn sie dann gestorben ist, werden die Kinder das wohl auch von der Schule erfahren. Ansonsten wenn er fragt: Sag ihm wie es ist, Kindgerecht. Da irgendwas zu beschönigen halte ich für Schwachsinn. Wenn man weinen muss, ist das nunmal so. Dafür sollte man sich nicht schämen. Es ist ja auch traurig.

Auch wenns auf dem Schulhof die Runde macht, was ich nicht wirklich glaube, wäre das auch kein Drama. Wenn die anderen Lehrer das mitbekommen wird ja hoffentlich was dazu gesagt in der Stunde. Ansonsten erklärst du es ihm eben Zuhause.

Ich sehe da nicht wirklich ein Problem. Sicherlich ist das kein schöner Anlass, aber es sterben immer wieder Menschen die man kennt oder denen man nah steht. Das gehört zum Leben dazu. Kinder gehen damit meist besser um und verarbeiten das auch besser als wir Erwachsenen.

LG Sonja

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Vielen Dank für deine Antwort.

Ich werde mich mal schlau machen, ob diesbezüglich etwas geplant ist. Und ich weiss es ja auch, der Tod gehört zum Leben dazu. Trotzdem ist es einfach nicht fair...

Lg
Angela

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Woher weisst du denn das alles?
Ich wüsste das von unserer Lehrerin nur dann, wenn die Schule das an die Eltern als Info weiter geben würde.
Woher also kommt deine Info, wenn doch nach deinen Angaben die Schule gar nichts mache?

Wie auch immer. Die Frau geht nicht zu den Engeln, sag das deinem Kind bitte nicht.

Sie stirbt, weil sie sehr krank ist. Und ich würde das genau so kommunizieren. Heute, wenn der Junge aus der Schule kommt, wenn es dir so dringlich erscheint.

Ich persönlich würde die Information, "dass es nun zu Ende gehe", einsparen. Und wenn mein Kind vorher auf dem Schulhof darüber spricht, dann ist das so.
Denn wenn er nun heute von dir erfährt, dass die Lehrerin "im Sterben liegt", sie dann aber erst in 14 Tagen tot ist, dann rattert der kleine Kopf: Was bedeutet "im Sterben liegen"? Und wie schlimm ist es, wenn das so lange dauern kann?
Ich denke, DAS würde meinen Kindern mehr Angst machen, als das Wissen, dass sie sehr krank ist und dann stirbt. Dass die Lehrerin stirbt, ist traurig genug, da muss nicht auch noch überlegt werden, wie lange es dauern kann, dann letztendlich zu sterben.

Wenn du bei dem Gespräch traurig wirst, dann ist das ganz natürlich. Soll dein Sohn meinen, seine Mama hat keine Gefühle? Oder seine Mama ist unnahbar? DU bist traurig, das kann ein Kind sehen und auch durchaus ertragen.

Ich behaupte mal, das ist sogar gut für jedes Kind, wenn es erlebt, dass auch Eltern Gefühle haben und diese zeigen.

Wie auch immer. Ich wünsche eurer Lehrerin einen ruhigen Tod. Ich wünsche den Kindern, dass die Schule aktiv mit diesem Tod umgeht, damit sie und die Eltern mit möglichen Fragen nicht allein dastehen.

Alles Gute

White

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Sie geht nicht zu den Engeln, sie schläft nicht ein, nenne es beim Namen, die Lehrerin deines Sohnes wird bald sterben!
Kinder gehen mit dem Tod viel normaler um als wir.

Sag es ihm wie es ist. Das sie eine Krankheit hat die sich Krebs nennt. Erkläre ihm das Krebs leider nicht immer heilbar ist und das die Ärzte seiner Lehrerin leider nicht mehr helfen können. So wie es nunmal ist.

Und wenn er dann wissen will was dann mit ihr passiert dann erkläre auch das so wie es ist. Das Herz schlägt nicht mehr, die Augen sehen nichts mehr, das Gehirn denkt nicht mehr, Die Nieren produzieren kein Pipi mehr...... der ganze Körper arbeitet nicht mehr.

Engel, Seele die wegfliegt usw ist viel zu abstrakt für Kinder. Ehrlich gesagt reden wir erwachsenen uns mit sowas das Thema schöner. Den Kindern tut man damit keinen Gefallen

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Ich würde mich da mit der Schule kurzschließen. Es ist u. a. deren Aufgabe, das zum Thema zu machen. Deine Aufgabe wäre es dann, deinen Sohn zu unterstützen, Trost zu spenden, über den Tod aufzuklären etc. Und da darf man auch weinen! Es ist ganz natürlich und kein Zeichen von Schwäche, ein paar Tränen zu vergießen, wenn jemand stirbt, den man gern hatte. Auch das sollte dein Sohn kennen lernen. Ich finde es sehr wichtig, dass auch er, genau wie du, seine Gefühle zeigt.

Ich wünsche euch viel Kraft und alles Gute.
Liebe Grüße ks

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Hallo!

Also ganz ehrlich, für mcih klingt das alles mehr als seltsam.

Woher habt ihr das genaue Krankenbulletin der Lehrerin? Werdet ihr darüber offiziell von der Schule (von wem denn da?) regelmäßig informiert?#schock - Ich kann es mir von keiner mir bekannten Lehrerin / Schule vorstellen, dass das so zum Thema gmacht wird.

Egal, jetzt ist doch die Lehrerin schon länger nicht mehr da, es gibt wohl eine Ersatzlehrerin (oder ihr seid in Ferien?). Diese Vertretung (ggf. die Direktorin, wenn es mehrer Vertreterinnen sind) hat jetzt die Aufgabe die Kinder darüber zu informieren, dass die "echte" Lehrerin wohl nicht mehr kommt und was die Gründe dafür sind. Irgendeine Begründung für die Kinder gab es wohl warum die Lehrerin schon länger nicht mehr kommt. An der Stelle sollte man anknüpfen und den nächsten Schritt (der dann eingetrtene Tod) kundtun. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Kinder in diesen Leidensweg bislang miteingebunden waren. Die Information durch die Vertrteung erfolgt ganz sicher in Abstimmung mit Direktorin (Schule) und Angehörigen und die werden bestimmt eine Vorstellung haben, ob die Kinder nun in eine unendliche Trauer gestürzt werden, an der Beerdigung beteiligt werden, Briefe, etc. Die Lehrerin hatte bestimmt noch ein Leben ausserhalb der Schule und das nennt sich Privatleben. Und dieses Privatleben hat sie ganz sicher mit Menschen geteilt, die ihr wesentlich näher standen als Eltern ihrer Schüler und Schüler. Ich denke das sollte man respektieren.

Ich als Angehöriger, täte irgendwelchen überspannten Mütter den Marsch blasen, wenn die ungefragt mit einer Horde Kinder am Grab auftauchen würden. Vielleicht ist dort anders. Gegen schriftlichen Beileidsbekundungen ist nichts einzuwenden, ich denke das kann ein Trost sein festzustellen, dass die Lehrerin sehr gemocht und respktiert wurde, aber mehr auch nicht.

Ich finde als Info fürs Kind ist es ausreichend zu sagen, dass die Lehreirn eine schwere, unheilbare Krankheit (nenne es auch Krebs - falls du es so genau weißt!) hatte (ich würde es vor dem Tod nicht thematisieren) und daran gestorben sei. Das kommt vor, und ist der Lauf des Lebens. Bei jungen Menschen, so wie bei der Lehrerin ist es eher selten. Ihr könnt ja diskutieren darüber was jetzt nun verloren geht, dass es traurig ist, dass sie fehlen wird, euch an schöne Momente erinnern, ...

LG, N.

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Hallo N.,

ganz meine Meinung. Da ist eine junge, schwerkranke Frau, die bald sterben wird. Eine Tragödie, ganz sicher, für ihre Freunde und Angehörigen (vielleicht hatte sie sogar selber Kinder).

Sicher muss für die Schulkinder eine Erklärung gefunden werden. Unerträglich finde ich persönlich die Betroffenheit von Personen, die direkt gar nichts mit der Sterbenden zu tun haben. Davon kann sich nämlich niemand etwas kaufen.

Ich weiß, wovon ich rede: Vor 4 Jahren verstarb überraschend der Vater meiner Tochter. Es gab Unmengen von Beileidskarten, Anrufen, Telegrammen - auch von Personen, die uns nur ganz flüchtig kannten. Das Schlimmste daran war: Alle erwarteten noch, dass man sich dafür bedankt - verbunden mit einer Schilderung der genauen Umstände ("Und er hatte vorher keine Herzprobleme?" "Ging es ihm denn morgens noch gut?" "Das ist bestimmt schlimm für Sie und die Kleine, oder?" "Die Schmerzen bei einem Infarkt sollen ja ganz furchtbar sein!" "Und der Notarzt konnte gar nichts mehr tun?")

Die größte Hilfe waren diejenigen, die einfach ein bisschen mitgeholfen haben, sich für mich in bürokratischer Hinsicht eingesetzt haben, sich um mein Kind gekümmert haben. Oder welche, die mir so nahe standen und mich ein bisschen bemutterten.

Alle anderen konnte ich seinerzeit nicht in meiner Nähe haben.

LG,

Claudia

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"Ich als Angehöriger, täte irgendwelchen überspannten Mütter den Marsch blasen, wenn die ungefragt mit einer Horde Kinder am Grab auftauchen würden."

stand das mal zur Debatte?

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sorry, ich finde dich furchtbar.

die krankengeschichte geht dich doch überhaupt nix an. warum musst du weinen?
es gibt bestimmt viele menschen in deren näheren umfeld, welche ihr tod wirklich hart treffen wird.
wenn die lehrerin verstorben ist, würde ich dies dann meinem kind einfühlsam erklären.

gruß anja

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"sorry, ich finde dich furchtbar.
die krankengeschichte geht dich doch überhaupt nix an. warum musst du weinen?"

du solltest Dich schämen für dein fieses Geschreibsel. Die Threaderöffnerin ist doch nicht furchtbar. Und warum darf sie nicht weinen? Bei Dir läuft wohl so einiges nicht rund....

Wenn die Lehrerin meiner Tochter sterben würde, dann wäre das wirklich schlimm. In erster Linie für meine Tochter. Die hat eine sehr enge Bindung zu ihr, was ja explizit bei Grundschülern oft der Fall. Auch wir Eltern haben regelmäßig mit der Lehrerin Kontakt und ich wäre auch sehr traurig, wenn sie so krank wäre.

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Geht's noch?

Es ist völlig in Ordnung, wenn ihr die Tränen kommen. Es ist traurig, wenn eine 32jährige Frau, zu der man regelmäßig Kontakt hat und die eine Bezugsperson für's Kind ist, sterben muss. Und es ist traurig, das seinem Kind erklären zu müssen.

Und was soll die Aussage: "Die Krankengeschichte geht dich doch überhaupt nix an"?
Sie hat sich ja nicht heimlich die Krankenakte geklaut. Vielleicht hat die Lehrerin selbst mit ihren Schülern oder mit den Eltern darüber gesprochen, dass sie krank ist.

Wie auch immer, sie weiß Bescheid und es berührt sie.

Das ist völlig in Ordnung, Menschen fühlen mit anderen Menschen mit, Gott sei Dank!!

Es soll sogar Leute geben, die im Kino heulen.

Du kannst das ja finden, wie du willst. Aber hier als Antwort zu schreiben "Ich finde dich furchtbar", finde ich einfach nur garstig.