Jemand Erfahrung mit FörSchL (Matheförderung f.Rechenschwache Kinder)?

Hallo!

Mein Sohn hat eine diagnostizierte Dyskalkulie.
Er soll endlich in der Schule eine spezielle Förderung mit FörSchL bekommen.
Kennt sich jemand damit aus?
Wenn ja,hat es was gebracht und was wird da gemacht?

Gruß

Muschu

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Probleme beim Erfassen von Mengen beruhen in der Grundschule oft auf einer verzögerten Reife.

Ich habe mal Tante Google gefragt und das hier gefunden: http://www.gs-ehrentrup.de/index.php/schulprogramm-grundschule-ehrentrup/147-foerderung-mathematik.html

Imho wenig aussagekräftig. Allerdings denke ich nicht, dass es schadet. Ich würde an Eurer Stelle auf jeden Fall eine Beratung bei der Schulpsychologin in Anspruch nehmen und bei einer Reifeverzögerung eine Klassenwiederholung in Erwägung ziehen.

Wichtig ist auch immer, dass Hör- und Sehprobleme sowie Probleme der auditiven und/oder visuellen Wahrnehmung festgestellt/ausgeschlossen werden.

Gruß

Manavgat

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Hallo!

Danke für deinen Antwort.

Die Probleme haben wir schon in der ersten Klasse auschließen lasse.Da ist alles ok.
Beim Schulpsychologen waren wir schon,auch beim normalen Kinderpsychologen mit IQ Testung und Test auf Rechenschwäche bzw.Dyskalkulie.
IQ normal Rechenschwäche eindeutig vorhanden.
Seltsamerweise kann er aber, bei z.B Spielen wie Halli Galli etc. Mengen problemlos erfassen und zusammenrechnen.
Kaum geht es aber um Rechnen im Mathebuch etc. versagt er.
Änliches Problem hat er in Deutsch im schriftlichen Bereich.
Ist er wütend,schreibt er mir fast fehlerlose Briefe,in der Schule bekommt er kaum einen Satz zustande.
Ich bin mit meinem Latein am Ende.Er blockiert sich selbst völlig und ich weiß nicht,wie ich ihn da raus bekomme.
Nächste Woche habe ich nochmal einen Termin bei der Schulpsychologin.

LG

Muschu

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Hallo, mein Kind hat auch eine festgestellte Dyskalkulie und kommt jetzt in die 5. Klasse. Seine damalige Lehrerin hat uns in der 2. Klasse (oder war es schon in der 1. Klasse?) darauf angesprochen. Ich kannte die Leserechtschreibschwäche, jedoch dass es sowas auch in Mathe gibt, habe ich vorher nicht gewusst.

Es ist schon sehr nervendaufreibend. Ich habe mich selbst seeehr unter Druck gesetzt und dadurch auch mein Kind. Die Schule wollte es damals über einen Schulpsychologen testen lassen, aber dass hat mir alles zulange gedauert, daher hatte ich mich selbst um einen Termin bemüht. Letztendlich wurde es dann im Rechenzentrum getestet und der Schule empfohlen, die Benotung vorerst auszusetzen. Er bekam dann auch ca. 1-1 1/2 Jahre keine Benotung sowie teilweise Sonderaufgaben aber auch den aktuellen Lehrplan und oftmals einen Lehrer der nur mit ihm Mathe lernte. In dem Rechenzentrum kann ich mir die Nachhilfe bzw. Förderung nicht leisten. Die Kosten belaufen sich auf ca. 250,00 Euro monatlich. Ich habe mich um eine private Förderung bemüht, allerdings wichtig, dass sie auf Dyskalkulie spezialisiert ist, was schon sehr schwierig ist.

Auch habe ich mich damals belesen. Eine Dyskalkulie kann sich wohl auch auf die Rechtschreibung auswirken. Aber du meinst ja, dass er es eigentlich kann. Vielleicht fühlt er sich in der Schule zu sehr unter Druck gesetzt???

Ich versuche heute entspannter zu sein. Ab der 4. Klasse / 2. Halbjahr hat mein Kind dann wieder Noten bekommen. Zwar eine andere Benotung aber es war ihm und dann auch mir wichtig, um zu sehen, wo er ungefähr steht. Meist schreibt er in Tests eine 4 aber diese Note ist für mich mittlerweile als ob er eine 2 in Mathe bekommen würde.

Viel Glück und Nerven wünsche ich ;-)

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Hallo,

mein Sohn hat auch eine diagnostizierte Dyskalkulie + ADS, die Förderlehrerin die in die Schule kam brachte uns sehr wenig, da sie ja nur einmal die Woche kam, anschließend bekamen wir aufgrund eines Gutachtens eine Dyskalkulietherapie, das Problem war aber dann, das dieselbe nach kurzer Zeit ein Baby bekam und es bei uns weit und breit#winke keine Therapeuten gibt. Außerdem muß ich ehrlich gestehen dass ich immer das Gefühl hatte dass es nicht viel bringt, es wurde mit Arbeitsblättern gearbeitet und einfach nicht anschaulich genug. Nach langer Suche haben wir jetzt eine Ergotherapeutin gefunden die ausschließlich mit Montessorimaterial arbeitet - und siehe da - es tut sich was. Langsam aber sicher bekommt er ein Gefühl für Zahlen und wir hinken auch nicht sonderlich hinterher das sie mit ihm auch den Unterrichtsstoff durcharbeitet. Zahlenübungen machen wir zuhause, ich habe mir Montessorimaterial besorgt und da üben wir jeden Tag 10-15 min. Vielleicht ist dir das ja eine kleine Hilfe.

Liebe Grüße Sigrid