Hyposensibilisierung bei Kindern

Hallo!

mein Sohn (9 Jahre) hat seit mehreren Jahren sehr starke Heuschnupfenallergien. Wir haben ihn in den letzten Jahren auch regelmäßig testen lassen. Er hat auf einer Scala von 1-6 bei Gräsern, Roggen, Hausstaub eine 6 und bei dem Rest zwischen 2-3. Nun hat er in diesem Frühjahr besonders gelitten und wir mussten ihn ein par mal von der schule abholen, weil es gar nicht mehr ging. Unser Kinderarzt ist auch gleichzeitig Allergologe, hat uns für ihn die Hyposensibilisierung empfohlen. Nun waren wir gestern noch mal da, er wurde erneut getestet und wir haben uns dafür entschieden. Nun gibt es anscheinend zwei Möglichkeiten. Erstens: Spritzen, Zweitens: tägliche Tropfen unter die Zunge. Beide Therapien gehen über 3 Jahre. Nun müssen wir uns für eine entscheiden. Der Arzt sagt, beide Therapien versprechen den gleichen Erfolg und er kann beides empfehlen. Wir sollen entscheiden.

Habt Ihr Erfahrung mit der einen oder der anderen Variante? Wofür würdet Ihr Euch entscheiden oder habt Euch entschieden?

Ich würde mich sehr über Tipps freuen.

Vielen Dank #klee
Ivonne

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Hallo,

ich selber wurde als Kind dazu genötigt und hatte auch, ca. 2 Jahre Ruhe vor´m Heuschnupfen. Aber nach den 2 Jahren kam es doppelt und dreifach wieder und noch ne Menge anderer Allergien dazu. Mit den Jahren war es mal mehr und mal weniger, ich konnte damit leben. Es war, bis dieses Jahr, nach der Geburt meiner Tochter, sogar ganz weg. Seit diesem Jahr ist es wieder da, aber mit Zyrtec war alles ertäglich.

Meine Tochter nimmt über den ganzen Sommer über Zyrtec, ich schreibe den Namen dazu, weil wir ganz viele Medikamente probiert haben und mit den Tabletten kommt sie am besten hin. Keine Müdigkeit oder Abgeschlagenheit und sie helfen auch durchgängig.
Wir haben im letzten Jahr Akupunktur gemacht beim Kind und machen im nächsten Jahr noch mal eine, so wurde es uns nahe gelegt. Ob es nun hilft, keine Ahnung, aber wir haben es probiert.

Alles Gute für Deinen Sohn, ich weiß, man leidet mit :-(

LG

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Danke Dir! Euch auch alles Gute :-)

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Guten Morgen,

ich kann mich woodgo nur anschließen.
Ich wurde als Kind jahrelang mit den Spritzen "gequält".
Es war einfach nur nervenaufreibend und hat viel Zeit gekostet.

Dann wurde es etwas besser, bis es doppelt und dreifach wieder zurück kam.
In der Schwangerschaft hatte ich keine Anzeichen mehr einer Allergie, danach wurde es wieder schlimm.

Ich komme sehr gut mit Ceterizin zurecht.
Wenn ihr die Hyposensibilisierung durchziehen wollt, nehmt lieber die Tropfen.
Durch die Spritzen hatte ich oft tagelang einen geschwollenen Arm, der auch schmerzte.

Viele Grüße,

Christin

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Vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe ihm in der ganz schlimmen Zeit auch Cetrizin gegeben. Ich möchte nur gerne etwas machen, was auch auf Dauer hilft, denn bis jetzt ist die Allergie in jedem Jahr schlimmer geworden. Selbst an seinem geliebten Fußballtraining konnte er zeitweise nicht teilnehmen. Zudem kommt, dass der Arzt uns gewarnt hat, dass er starkes Asthma bekommen könnte, wenn wir keine Therapie machen. Wir sind leider in der Familie (Vater/Oma) mit schwerem Asthma und Allergie vorbelastet.

Ich bin momentan echt durcheinander. Man will doch nur helfen! Oje ich glaub ich werde noch eine Weile brauchen #kratz

Danke Dir noch mal.

LG
Ivonne

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Das glaube ich dir, man macht es sich nicht einfach.
Meine Eltern wollten damals auch nur mein Bestes, da ich im Frühjahr und Sommer kaum draußen spielen konnte.

Ich würde da wahrscheinlich auf die Therapie mit den Tropfen zurück greifen. Das erspart deinem Sohn immerhin Schmerzen.

Ich drücke dir die Daumen, dass ihr die Allergie schnell in den Griff bekommt.

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Hi,

ich selbst habe keine Allergien, aber mein Mann dafür umso mehr (mehr als 20). Er reagiert auf Schimmelpilze und alles was blüht - fast das ganz Jahr :-( . Dazu hat er Asthma (liegt in der Familie).

Vor Jahren hat mein Mann einmal eine Hyposensibilisierung gemacht - und abgebrochen, weil er fast erstickt ist - es hat darauf mit einem überaus heftigen Asthmaanfall reagiert.

Wir haben div. andere Dinge auch ausprobiert: Akkupunktur, Bioresonanz, etc. Dauerhaft geholfen hat nichts. Spätestens nach 2 Jahren waren die Allergien wieder da - und heftiger als zuvor. Es kam jeden Sommer mind. 1x vor, dass wir ins Krankenhaus mussten, weil er keine Luft mehr bekommen hat - dann gab es Cortison intravenös. Seit 2 Jahren kommt mein Mann mit Ceterizin, seinem Asthmaspray und ggf. einer Tabletten-Cortisonkur hin.

Ich würde eine Hypo nicht machen - und wenn überhaupt, dann mit Tropfen.

Gruß
Kim

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Hallo Kim,

das klingt ja furchtbar. Vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich habe das jetzt schon recht häufig gelesen, dass die Allergien wieder zurück kehren. Bin mittlerweile echt am Zweifeln. Ich denke ich werde mir noch einige Zeit lassen bis ich mich entscheiden ob und wie. Jetzt kommt es auf ein par Tage mehr oder weniger eh nicht an, da ja nun der Blütenfreie Winter bald vor der Tür steht.

Ich danke Dir und wünsche Euch alles Gute.

LG
Ivonne

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Hallo,

mein Sohn hat auch Allergien + evtl Asthma (noch nicht sicher). Als ich mich letztens mit meinem Schwager unterhalten habe, meinte er nur: Macht bitte keine Hyposensibilisierung. Er wurde als Kind auch jahrelang damit gequält. Geholfen hat es nicht viel. Er hat heute noch stark mit Allergien zutun.

Wenn überhaupt würde ich die Tropfen nehmen.

Lg alex

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Spannend - normalerweise schreien hier alle pro Hypo und man wird als Gegner fast gesteinigt....

Auch ich bin als Kind "gequält" worden und bin trotzdem noch stark belastet!!!

Mein Großer hat Neurodermitis, Ashtma und Allergien. Ich habe mich bewußt GEGEN eine Hypo entschieden. Das Nachbarkind wurd gleich zugeballert (Beschwerden kamen bei beiden zum selben Zeitpunkt), trotzdem hat sie noch Probleme.

Am Montag habe ich vom Fachmann die Bestätigung bekommen das wir den richtigen Weg gegangen sind. Das Asthma ist zu 99% infektbedingt (da hilft ne hypo eh nicht) und er hat seit 9 Monaten kein Cortison mehr gesprayt, die Neuro ist dank Bioresonanz weg (seit 2 Jahren!) und die "Heuschnupfensymptome" sind mit Euphrasia-AT und DHU-Heuschnupfentabletten sehr gut im Griff. Meinem Sohn wurde der Streß für Körper und Freizeit erspart (denn das zehrt wirklich).

Ich persönlich werde es auch so weiter machen - es gibt tolle alternative Sachen die deutlich weniger belastend sind. Erstmal würde ich Bioresonanz, Homöopathie usw. austesten bevor ich dieses Teufelszeug auspacken würde.

Und zu Tropfen oder Spritzen:

Die herkömmliche Tropfen versprechen eigentlich deutlich weniger "Erfolg" wie die Spritzen! Das wurde mir von der Kinderärztin und 2 Fachkliniken so gesagt. Ausnahme sind wohl Tabletten die recht neu und nicht für alle Allergene verfügbar sind. Da würde ich nochmal genauer nachfragen.
Und die Blutwerte sagen eigentlich garnix über die Therapie aus. Man sollte versuchen genau raus zu bekommen worauf er wirklich reagiert (Symptomkalender) und unsere Klinik will da mind. 1 Saison einen Kalender geführt haben um gezielt behandeln zu können.

LG,
Hermiene

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Hallo Hermiene,

vielen Dank für Deine Antwort. Genau deswegen habe ich hier das Tread geschrieben, weil ich gerne wissen wollte was andere für Erfahrungen gemacht haben.
Bisher habe ich leider noch gar nichts gutes gehört, was mich momentan die ganze Hypo noch mal echt überdenken lässt.

Den Symptomkalender führen wir schon seit zwei Jahren. In dem habe ich auch immer eingetragen welche Medikamente er zur Linderung der Symptome bekommen hat und wie sie gewirkt haben oder nicht oder nur leicht. Hier habe ich auch die Ausfalltage in der Schule und beim Training markiert. Diese Kalender liegen dem DOC vor.

Ich habe gezielt nach dem besseren Behandlungserfolg der einzelnen Therapien nachgefragt. Lt. seiner Erfahrung und seinen Kenntnissen ist der Erfolg bei "Gräsern & Roggen" Kombi - Hypo bei Spritzen und Tropfen gleich. Nur bei Tieren und anderen Allergien ist es wohl noch nicht ausreichend getestet.

Ich werde mir einfach noch ein bisschen Zeit nehmen und noch die Alternativen abklären, dann kann ich mich sicher auch besser entscheiden.

Vielen Dank noch mal und Euch alles Gute

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Hallo,

hast ne PN

LG

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Ich würde bei einem Kind die Tropfen geben. Ich habe die Spritzenkur gemacht (musste sie leider gegen Ende abbrechen, weil ich wieder schwanger wurde), aber sie hat super geholfen!
Klar, die Ergebnisse sind unterschiedlich, wie du lesen kannst. Aber euer Leidensdruck ist so groß, auch wenns nur wenig hilft, ist es doch schon gut.

Und jede Allergie kann wiederkommen bzw. sie verändern sich andauernd (hatte in meinem Leben schon Tierhaar, starke Birken-Kreuzallergien, Hausstaubmilbeb, Gräser, etc.). Alles kam und ging nach ein paar Jahren wieder. Meistens kam ich mit Medikamenten gut zu recht, aber die Milbenallergie musste ich behandeln, da war es zu schlimm.
Alles Gute!

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Hallo,
meine Tochter (9 Jahre) hat auch stark mit Heuschnupfen zu tun. Seit einem Jahr nimmt sie nun 1x täglich eine Tablette und es ging ihr dieses Jahr schon viel besser.

Näheres bitte per PN.

LG NaKeMa

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Hallo,

Ich habe als Kind auch eine hypo mit Spritzen gemacht. Mir hat sie sehr geholfen. War früher nur am Augen jucken und dauer niesen. Sah immer echt schlimm aus. Manchmal habe ich noch etwas niesen, aber wirklich nur ganz wenig. Ich würde es wieder machen. War damals nicht schön.

Lg