Wie wirds in der 7. Klasse Gymnasium

    • (1) 07.07.15 - 08:26

      Guten Morgen Ihr Lieben,

      meine Tochter hat mir gestern verkündet, dass heute Notenschluss ist. Sie bekommen noch die letzte Deutscharbeit zurück und dann wars das erstmal. Somit hätten wir dann auch die 6. Klasse geschafft. Aber ich habe Angst vor der 7.

      Mal kurz zur Vorgeschichte:
      Tochter kam nach der Grundschule auf eine Gesamtschule - besuchte dort Klasse 5 und 6. In der 6. Klasse ging das Theater los, dass sie keine Lust mehr auf Schule hatte, weil die Kinder sowie die Lehrer laut ihrer eigenen Aussage zu dumm waren. Hausaufgaben hat sie zum Schluss komplett verweigert. Ich hatte fast jeden Mittag längere Telefonate mit ihrer Klassenlehrerin, die sich darüber beschwerte, dass das Kind keine Hausaufgaben machte.

      Das Ende vom Lied war, dass wir sie von der Schule nahmen und aufs Gymnasium schickten. Aufgrund der anderen Sprachfolge hat sie dort die 6. Klasse wiederholt. Vom Stoff her wars schon so, dass das Gymi ein anderes Tempo vorgegeben hat, sodass es nicht eine generelle Wiederholung in allen Fächern war. Das erste Halbjahr schafften wir mit einem Notendurchschnitt von 2,0 mit einer vier auf dem Zeugnis.

      Das zweite Halbjahr lief nun besser an - keine vier mehr geschrieben.

      Nun kommt aber mein Problem. Sie arbeitet nix. Wenn sie in diesem Schuljahr insgesamt 10 Stunden Hausaufgaben gemacht hat, war das viel. Von den Lehrern habe ich noch keine Beschwerden gehört - die Noten bewegen sich in der Regel zwischen 1 und 2. Aber das kann doch nicht sein, dass sie keine Hausaufgaben machen muss.

      Was passiert jetzt in Klasse 7 ? Kann mir jemand mal Erfahrungsberichte geben ? Wird die Klasse 7 anspruchsvoller als die 6 ? Kommt man auch hier noch mit der bloßen Anwesendheit aus ? Ich bin echt mit meinem Latein am Ende.

      Sie hockt oft Mittags auch alleine zu Hause, weil die Klassenkameraden noch Hausaufgaben machen oder lernen müssen. Nur mein Kind erzählt mir, dass es nix zu tun hat. Ich kann sie ja auch nicht zum lernen zwingen. Ich weiss noch nichtmal so genau was in der Schule durchgenommen wird, weil sie die Bücher erst gar nicht mit nach Hause bringt, sondern in der Schule lässt.

      Ich habe echt Schiss, dass sie mit dieser Arbeitseinstellung demnächst abrutscht - ich weiss nur nicht, was ich dagegen tun soll :-)

      Kann mir jemand etwas Mut machen, dass die Klasse 7 auch so locker flockig ist ?

      Danke und liebe Grüße
      Tiffy

      • Achten die Lehrer in der Schule nicht darauf das die Hausaufgaben gemacht sind ? Bei meiner Tochter auf der Schule gab es für 1 mal umgemachte Hausaufgaben einen Strich(wurde im Klassenbuch gesammelt also geht es um alle Fächer), bei 3 Strichen nachsitzen und bei 3 mal einen roten Eintrag und wenn das mehrmals vorkam wurde es dann doch sehr problematisch

        Es ist zwar schön das sie auch ohne was zu machen gute Noten schreibt aber das ist doch keine Befreiung von den Hausaufgaben

        Was sagt sie denn dazu ? Sie ist doch bestimmt so um die 13, da kann man doch schon ordentlich reden

        • Sie sagt, sie hätte nichts auf. Im Hausaufgabenheft steht auch nix drin, hab ich mir zeigen lassen.

          Die Schule arbeitet wohl mehr nach dem Prinzip, dass die Kinder für sich und nicht für die Schule lernen. Eigentlich sind die dort sehr streng. Aber wenn jemand nichts tut, ist es das Problem des Schülers, nicht das des Lehrers.

          Sie schreiben ja fast in jedem Fach in jeder Stunde eine Hausaufgabenüberprüfung. Davon erfahre ich aber erst, wenn der Lehrer darauf besteht, dass ich die Dinger unterschreibe. Aber auch hier kann ich nix sagen - selbst in den Lernfächern wie Geschichte oder Bio fällt sie nicht auf die Schnauze.

          Vor dem Schulwechsel hatten wir ja mit der Direktorin ein "Vorstellungsgespräch" da hat sie ganz klar zu unserer Tochter gesagt "Du kannst gerne auf unsere Schule kommen aber wer keine Leistung bringt, der fliegt". Tja die Leistung ist ja da (zumindest im Moment noch).

          Das war ja auch schon das Problem auf der alten Schule. Die Lehrerin kam immer mit dem Argument, wer keine Hausaufgaben macht, der Schreibt schlechte Noten.... Witz Witz kommt raus... auch ohne Hausaufgaben stand sie auf eins... Da ist sie sich wohl damals schon etwas veräppelt vorgekommen... Zumal sie nachmittags dann auch oft verzweifelt war.

          Es hat sie einfach gelangweilt. Morgens in der Schule ein Thema durchzunehmen, Übungsaufgaben dazu zu machen und nachmittags nochmal den Kram durchzukauen. Sie hat dann immer geheult und gefragt, wieso man sie mit dem Mist quält, sie hätte ja verstanden worum es geht und es macht die Sache nicht besser, wenn sie es immer wieder tun müsse - das war ihre Aussage

      Solange die Noten auf dem Zeugnis gut sind, wird sie wohl tatsächlich nichts auf gehabt haben ,auch wenn ich mir das nur schwer vorstellen kann, auf dem Gymnasium.

      Und solange sie nicht abrutscht, lass sie doch. Mit 1en und 2en auf dem Zeugnis braucht man m.M. nach auch nicht zusätzlich üben. Worin ist denn die 4?

      lg

      • Die vier hatte sie in Deutsch - über die vier war ich allerdings megafroh :-)

        Sie war noch nie das Rechtschreibass. Hatte auch schon in der Grundschule eine vier in Deutsch und auf der Gesamtschule dann eine 3.

        Jeder hat mir prophezeit, dass sie ja so schrecklich abrutschen wird - notenmäßig. Tja wie gesagt, das erste Halbjahr hatte sie auf dem Gym eine 4 und nun wird es wohl eine 3 auf dem Zeugnis werden.

        • Bei einer 4 in Deutsch würde ich allerdings drauf bestehen, dass sie die Deutschsachen mitbringt und lernt, weil ich Deutsch einfach viel zu wichtig finde. Dazu ist es nun mal eins DER Hauptfächer überhaupt. Aber die Sachen in der Schule lassen und dann ne 4 in Deutsch geht meiner Meinung nach gar nicht.

          Wenn Deutsch so ein Problem ist, dann solltet ihr DRINGEND daran arbeiten.

          Den in den höheren Klassen am Gymnasium wird (je nach Lehrer ab der 8. oder spätestens 9.Klasse) in ALLEN Fächern die Rechschreibung in den Klassenarbeiten mit bewertet. Also auch in Geschichte, Bio etc. werden die Noten schlechter werden, auch wenn sie den ganzen Stoff kann.

          • Ich hatte sie ja schon in die Nachhilfe gesteckt. Dort schreibt sie ohne Probleme auch zu Hause habe ich mit ihr Dikatate geschrieben - ebenfalls ohne Probleme.

            Die Schule bewertet jetzt schon in allen Fächern die Rechtschreibfehler mit, auch da gibts keine Probleme. Erst dann wenn sie in Deutsch einen Aufsatz oder Diktat schreiben soll, geht das Chaos los :-)

            Wobei es bei ihr echt Faulheit ist, sie muss ja ihre Schreibfehler immer korriergen, wenn die Arbeiten zurückgegeben wurden. Auch das geht fehlerfrei, sie muss dann oft nichmals nachfragen oder nachschlagen. Sie hat einfach keinen Bock - das ist das Problem !

      Sie ist bestimmt an einer Schule mit Ganztagsunterricht. Dann haben die oft an langen Tagen nichts auf. An Gymnasium meines Sohnes brauchen die Schüler ín Fächern, die sie am nächsten Tag wieder haben keine Aufgaben machen, nur für übernächsten tag und später.

      Wenn sie fragt, warum sie die Hausaufgaben auch noch machen muß, sag ihr doch klipp und klar, weil es ihre Pflicht ist und das die mit zur Note gehören. Da sie wohl nicht viel lernen muß, sei das doch in ein paar Minuten erledigt.

Hi Tiffy,

ich weiß natürlich nicht, wie es für deine Tochter in der 7. Klasse werden wird.

Meine Gymnasialzeit ist schon gute 30 Jahre her, aber auch damals gab es Hausaufgaben und auch damals gab es Kinder, die keine gemacht haben#hicks
Das war kein Probelem, solange man den Stoff trotzdem konnte. Meist hat es wirklich gereicht, im Unterricht mitzuarbeiten. (Das hatte zusätzlich den Vorteil, dass die mündliche Note entsprechend gut war.)
Bei uns damals wurden keine Fleißbildchen gesammelt. Wer ausreichende Leistungen liefern konnte, hatte keine Probleme.

Solange weder die Schule noch die Noten auf Probleme hinweisen, brauchst du auch keine zu suchen.

LG Helga

Hallo!

mein Sohn hat gerade die 7. Klasse hinter sich gebracht. M.E. nach macht er nie HAs oder lernt was. Er wird deswegen oder trotzdem einen 2er Schnitt haben.
In der Schule werden HAs verlangt und Fehlen davon zählt zur mündlichen Note. Die mündliche Note geht mit 50% in HF und mit 70% in den NF in das Zeugnis ein. Ab 3 - 6 (fachabhängig) fehlenden HAs/Material/Stundenvorbereitung in einem Fach ist nur noch eine 3 mündlich in dem Fach möglich.

Ich würde mir keine Sorgen machen: sollte es anfangen schief zu laufen dann wird sie, notfalls auch ihr Eltern reagieren müssen. (Was "schief-laufen" bedeutet ist für jede Familie was anderes bei Euch wäre eine 3er Serie das, bei anderen eine 5er Serie).

Wie ihr reagiert macht sich an den Gründen fest warum es schief läuft.
Bis es aber so weit ist muss man sich keine Gedanken machen.

Genießt die Ferien und freut Euch auf neue Herausforderungen der 7. Klasse.

Was sich geändert hat zur 6.: ab der 7. zählt in Deutsch und in den anderen nicht-FS-Fächer auch die Rechtschreibung in der Bewertung schriftlicher Arbeiten. Ist aber sehr moderat. Klar lernt man immer was neues, das darf eben auch dem Niveau der 7. entsprechen, man wird ja schließlich auch wissender von Jahr zu Jahr und am Ende der Schulzeit sollte dann ein Kind mit einer "breiten Allgemeinbildung" vor einem stehen. Einen überproportionalen Sprung in den Anforderungen konnte ich nicht erkennen.

LG, I.

(13) 07.07.15 - 16:32

Sie wiederholt also aktuell noch die Klasse 6, richtig? Da finde ich es jetzt nicht so verwunderlich, das sie nicht viel tun muss wie ihre Klassenkameraden.

Hausaufgaben macht mein Grosser (5.Klasse Gymnasium) auch eher wenig. Sie haben prinzipiell Doppelstunden, die Lehrer kommen gut mit dem Stoff durch, sodass es in den letzten 10 - 15 Minuten die Übungsaufgaben gibt. Entweder sie schaffen die in der Schule oder sie müssen sie eben zuhause machen. Von daher: Doch, es kann sein, das Deine Tochter sehr wenig Hausaufgaben machen muss.

Und wieso sollte sie lernen, wenn die Noten sich zwischen 1 und 2 bewegen?
Natürlich kann es sein, das sie in der 7.Klasse mit Nicht-Lernen böse auf die Schnauze fällt. Und dann (und erst dann) wird sich zeigen, wie es mit ihrer Arbeitseinstellung tatsächlich aussieht und ob sie den Biss hat, dann einen Zacken zuzulegen.

Grüsse
BiDi

Erst mal finde ich Deinen Beitrag interessant, weil wir auch überlegt hatten, unseren gelangweilten Sohn von der Gesamtschule aufs Gymnasium zu schicken - aber er geht halt sehr gern auf seine Schule und ist derart minimalistisch, dass ihm auch mal 'ne schlechte Note nichts ausmacht.

In der 7. Klasse ist bei ihm das Tempo schon angezogen; nach einem Lehrerwechsel in Deutsch hat er es dort gerade noch auf ein "befriedigend" geschafft (vorher zwischen 1 und 2), weil er einfach derart knapp und auch schluderig schreibt, dass die Aufgabenstellung eben nicht richtig erfüllt ist. Auch in den Naturwissenschaften kommt er über ein "befriedigend" nicht hinaus - er lernt so gut wie nicht, und das reicht dann eben nicht für mehr.

In Deutsch würde ich an Eurer Stelle auf jeden Fall am Ball bleiben und ansonsten damit rechnen, dass Deine Tochter halt ggf. mal auf die Nase fällt, wenn sie wirklich nichts tut, oder aber merkt, dass sie eben doch was tun muss, um gute Noten zu schreiben. Jetzt im Vorfeld würd ich aber nichts machen.

Liebe Grüße
Anja

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