Plötzlich nur noch schlechte Noten

    • (1) 13.01.16 - 12:39

      Hey,

      unser Sohn ist im Sommer auf die weiterführende Schule gekommen, hier vor Ort gibt es nur eine Gesamtschule, welche praktisch alle Zweige unterrichtet. Also, man kann pro Fach mal einen Gymnasialarbeit, mal eine Realschularbeit etc. schreiben. Die Klasse ist demnach leistungsmäßig auch gemischt...das System an sich ist ja nicht schlecht. Unser Sohn hatte eine reine gymnasialempfehlung. Das nächste Gymnasium ist allerdings 40km entfernt. Somit blieb nichts anderes als die jetzige Schule.
      Klar gab es auch in der Grundschule mal eine schlechte zensur, aber das war soooooo selten, dass es fast nicht erwähnenswert ist.

      Nun gibt es aber plötzlich nur noch 4er und abwärts, egal auf welchem Level er schreibt und welches Fach, ich verzweifel bald....
      Er ist doch nicht von jetzt auf gleich doof geworden.

      Und nein, Eingewöhnung auf der neuen Schule ist für mich kein Argument bei den meisten Sachen. Für bestimmte Fächer oder Anforderungen lasse ich das gelten...aber nicht für so Schnullisachen wie normale Mathearbeiten (keine wirklich neuen themen), Englisch (stures Vokabellernen wie in der Grundschule) oder Deutsch (auch nichts neues) ...

      Tipps? Wahrscheinlich nicht! Aber es musste mal raus.

      LG

      • (2) 13.01.16 - 12:44

        Hallo,

        ich will mal vorsichtig sagen, das ist alles normal. Meiner Tochter ging es ähnlich auf dem Gymnasium im letzten Jahr. Sie begann mit super Noten, auf Weihnachten hin ging es bergab und auf das Ende hin wieder bergauf. Sie hat jetzt in der 6. Klasse Ihr Maß gefunden. Von den Grundschulnoten haben wir uns längst verabschiedet, die waren traumhaft, aber wie gesagt, sie hat sich gut eingepegelt.
        Auch das Vokabellernen muss "gelernt" sein, die höheren Anforderungen an das Lernen, daß nicht nur gelernt wird, was im Hefter steht, sondern auch in Verbindung mit dem jeweiligen Lehrbuch.

        LG

        (3) 13.01.16 - 12:45

        Hallo.

        Lass ihn Zeit. Er muss erst mal ankommen.

        Alles Gute.

        LG

        • (4) 13.01.16 - 13:13

          Hallo Hermina,

          bis zu einem gewissen Punkt hast Du ja recht, aber wie lange sollte man warten...Nein, bei uns reicht es jetzt...denn ich habe das Gefühl, wenn wir noch länger warten, ist es zu spät.

          Es sind auch teilweise Fleißaufgaben, da muss noch nicht mal gelenrt werden...das gab es in der Grundschule schon...nur das Ergebnis ist meilenweit davon entfernt.

          Ich möchte keinen 1er Schüler, ich weiß, das wird nichts. Aber so kann es nicht weitergehen...

          LG

          • Hallo!

            Ok, wenn es Euch "jetzt reicht" was wollt ihr machen???
            Nachhilfe? Von der Schulpflicht befreien? Er scheint ja auf einer Gemeinschaftsschule zu sein, was anderes als Schulform steht doch nicht zur Debatte, außer die Förderschule!

            Es gibt nun mehrere Möglichkeiten:
            1. DU organisierst Deinen Sohn und kontrollierst engmaschig seine HAs und sein Gelerne, so dass Du ergründen kannst woran es liegt. An der Lerntechnik, am Wiederholen, am Kapieren, an der Desorganisation,. an der Verpeiltheit, etc.
            2. Ihr macht einen Termin mit den Lehrern aus und beredet die Situation und holt Euch Ratschläge was zu machen wäre.
            3. Ihr nehmt Euch einzelne Fächer vor Englisch oder Mathe oder Deutsch oder Erdkunde (Lernfach) und arbeitet da mustergültig an dem, so dass er ein "Muster" für alle anderen Fächer bekommt und umsetzt.

            LG, I.

            • Hey Arthurmama...

              mir wird im Moment nichts anderes übrig bleiben, als den Elternsprechtag abzuwarten. Die 3 Wochen müssen wir nun noch da durch.

              Nachhilfe? Vielleicht...
              Von der Schulpflicht befreien? Ganz sicher nicht, aber das war von Dir sicher auch nur überspitzt gemeint...
              Gemeinsaschtsschule? Nein, es ist eine Gesamtschule...wie geschrieben, kann je Fach und selbst je Thema entschieden werden, welchen Standard man schreiben möchte (Hauptschulniveau, Realschuln. odwer Gymnasialn.)...Seine lehrer scheinen Potenzial zu sehen, denn trotz der Lesitungen bekommt er überwiegend die Gymnasialarbeiten. Da ist Klärungsbedarf, ganz klar.

              Dein Punkt 1 und 3 werde ich in Angriff nehmen...scheint ja akut keinen andere Lösung zu helfen....mal sehen!

              Danke auf jeden Fall!

              LG

              • OK, mir fehlt das Verständnis wie das funktionieren kann, dass alle Kinder in derselben Mathe-Stunden sitzen und hinterher nur Schulaufgaben auf unterschiedlichen Niveaus bekommen.

                Entweder langweilen sich die Gym-Kinder stundenlang, wenn sie den 5. Durchlauf durch dasselbe Thema bekommen, so dass es nun auch jedes HS-Kind verstanden hat oder es langweilen sich die HS-Kinder weil sie komplett abgehängt werden, weil eben auf Gym-Niveau unterrichtet wird.

                Ich kenne es hier nur so, dass die Kurse schon differenziert sind nach 3 Niveaus und man schreibt eben die Klausur des besuchten Kurses. Sollte der Kurs nicht passen wird man zu einem Kurs passenden Niveaus ab dem nächsten HJ sortiert. Welcher Abschluss dann aber hinterher rauskommt weiß keiner so genau.

                LG, I.

                • Tja,

                  ich kann es ja leider nicht ändern....wir haben keine Alternative. Es ist das System der Schule, damit arbeiten sie wohl schon erfolgreich seit knapp 8 Jahren und es scheint ja zu laufen, sonst wäre es ja schon geändert worden. ich kenne es auch anders, aber so ist es nun mal.

                  LG

                  • es gibt immer alternativen die heisen Bus ,Bahn oder Fahrgemeinschaft 40km ist nicht die Welt, viele Kinder fahren solche Strecken gerade im Bus verfliegt die Zeit oft wie im Flug.

                    Und zu dem System es funktioniert nicht gut Kinder auf verschiedenen Niveau zu unterrichten das ist ja schon in der Grundschule schwierig, an unserer Grundschule läuft es so, dass die Kinder verschiedene Lernpläne erhalten also je nachdem wie gut sie sind, diese werden selbstständig bearbeitet im eigenen Tempo und dann wird ein Test geschrieben wenn das Kind sich bereit fühlt und nur so kann man Über und Unterforderung entgegen wirken , die Kinder die schnell sind fangen einfach das nächste Thema an usw.

                    Und was Schulen betrifft nun ja oft lässt man es einfach laufen , das einzigste was hilft ist sich als Eltern die beste Schule aussuchen und sein Kind entsprechend fördern... dafpür muss man halt einiges in kauf nehmen, denn auf langeweile folg oft blödsinn wie rauchen und später alkohol und kleinere Straftaten

                (10) 13.01.16 - 15:50

                Bei uns ist das auch so. alle sind zusammen im Unterricht.
                Differenziert wird erst in der 7. Klasse.
                Bei meiner Tochter gibt es aber zwei Lehrerinnen, wobei eine davon die schwächeren Kinder unterstützt.
                Ist meine Tochter z.B. in Mathe mit den Aufgaben fertig, bekommt sie Zusatzaufgaben, wobei das Material grundsätzlich ein anderes ist als bei den leistungsschwachen Kindern.

                (11) 13.01.16 - 15:53

                Kennst Du das Prinzip der 'inneren Differenzierung' oder 'Binnendifferenzierung'? Klar, ist es möglich auch heterogene Lerngruppen zu unterrichten, ohne das sich irgendwer langweilt oder abgehängt wird.

                Grüsse
                BiDi

        (12) 14.01.16 - 06:17

        Morgen.

        Man sagt, das erste Schuljahr beim Wechsel ist das Ankommjahr. Also ab dem nächsten Schuljahr sollte es dann besser werden. Wie war er denn in der ersten Klasse. Gleich konzentriert und mitarbeitsfreudig, oder eher noch verspielt etc. Die brauchen einfach auch eine Zeit. Und mal ehrlich, ist noch nicht mal das erste Halbjahr um. Wenn das Zeugnis da ist, kann man drüber reden. Dann sieht er es auch selbst an den Zensuren, wenn es dann wirklich so schlimm sein soll.

        Alles Gute.

        LG

        (13) 14.01.16 - 08:11

        Dann kannst Du Dein Kind nur zur Nachhilfe anmelden.

        Uns wurde damals in der 4. Klasse gesagt, keinen Druck machen. Abwarten. Die Kinder sind anfangs gut, sacken komplett ab und pegeln sich dann ein und genau so war es.

        LG

(14) 13.01.16 - 12:50

auch wenn andere sagen erst mal ankommen lassen, meine Tochter war auf einer Gesamtschule, die Noten waren dort um einiges mieser als gewohnt. Erst nach einem unfall und schulwechsel kamen die gewohnten Noten wieder. Meine Meinung: Nie würde ich wieder warten und hoffen sondern mein Kind umschulen
lg

  • (15) 13.01.16 - 13:04

    Hey,

    umschulen funktioniert hier leider nicht. Wie gesagt, das nächste Gymnasium ist 40km entfernt...da wir berufstätig sind, können wir ihn nicht fahren, mit dem Bus ist er, da es schön gemütlich über Land geht, fast 2 Stunden unterwegs. Auch keine Lösung... andere Schulen (nur 2, allerdings auch 20km entfernt) haben einen, nennen wir es vorsichtig, unterirdischen Ruf und Gewalt, gerade gegen die jüngeren Kinder. Auch nicht die Wahl!
    So, was bleibt...?

    LG

(17) 13.01.16 - 15:51

Hallo,

was sagen denn die Lehrer dazu? Hast du ein Gespräch mit ihnen gesucht?
Das wäre für mich der erste Schritt.

Bietet die Schule Fördermaßnahmen an? Die Schule von meinem Sohn bietet Intensivierungs- und Förderunterricht in den Hauptfächern an, wenn die Noten im schlechten Bereich liegen.

Ansonsten kann ich dir nur sagen, dass in der Klasse von meinem Sohn (5. Klasse Gym) ein Drittel der Kinder Förderunterricht bekommen, die Anforderungen sind im Vergleich zur Grundschule deutlich gestiegen.

LG

(18) 13.01.16 - 18:12

Hallo,

was sagt er denn selber?

Hat er Probleme, Sachen zu verstehen oder geht es ihm einfach nicht gut in der Klasse?

Ich würde erst einmal mit ihm sprechen und gemeinsam überlegen, wie man die Situation ändern/verbessern und ihm helfen kann.

Liebe Grüße und alles Gute!

Gut Ding will Weile haben ... Ich würde wirklich das Elterngespräch abwarten: Ist Dein Sohn gut organisiert, über- oder unterfordert, fehlt es an Lerntechniken etc. Welchen Eindruck hast Du denn, wie Dein Sohn sich fühlt? Kommt er gut (vielleicht so gut, dass er auch Quatsch mitmacht) mit seinen Mitschülern zurecht, mag er seine Lehrer zumindest so einigermaßen, welche Aufgaben langweilen ihn, welche Fächer liegen ihm?

Ich kenn das von meinem Sohn (inzwischen 13, 8. Klasse Gesamtschule), dass er vieles kann, wenn er nur will! Und gerade in Fächern oder auch bei Lehrern, die er doof findet, musste er eben lernen, dass er da doch mal was tun muss.

Versuch, das richtige Maß zu finden an Begleitung, die er vielleicht noch braucht, ohne dass er sich ständig kontrolliert fühlt bzw. "klein".

Liebe Grüße
Anja

Das ist ein klarer Fall von Unterforderung und Langeweile , es wird auch garantiert nicht besser sondern im Gegenteil, eurer Kind braucht herruas forderung deshalb wechselt die Schule .

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