Mutter hat "Schulstress"

    • (1) 25.01.16 - 12:27

      Hallo,

      gibt es hier eigentlich auch Mütter, die Schulstress haben? Denn bei uns läuft es fast andersrum, dass ich gestresster bin als meine Kinder. Wer kennt das?

      Habe das Gefühl, das ganze Leben dreht sich nur noch um die Schule, kann abends ab 4 Uhr früh nicht mehr schlafen. Muss dazu sagen, dass mich eines meiner Kinder momentan sehr beschäftigt, da ich das Gefühl habe, es hat ziemliche Konzentrationsprobleme, hat letztlich trotz Lernens (daheim konnte er es) so viele Fehler gemacht, die ich mir absolut nicht erklären konnte. Das macht mich fertig. Dass man eine Aufgabe, die etwas komplizierter gestellt ist, nicht versteht, das ich voll OK. Aber Sachen, die man wirklich konnte, so was von zu vergeigen, das macht mich richtig fertig. Was ist nur los mit meinem Kind? So etwas ist in der Grundschule nie passiert. Geht jetzt in die 5. Gymi. Den Druck ist finde ich nicht um so viel größer als in der 4. Klasse und auch die Themen nicht so schwierig (meiner Ansicht nach). Kann das trotzdem so eine Umstellung für ein Kind sein, dass es absolut nichts mehr versteht?

      • #liebdrueck

        Das Peoblem bei def Sache ist, dass du diese Einstellung bzw deine Fähigkeit mit dem Druck umzugehen bewusst oder unbewusst auf dein Kind überträgst. Es kann genauso sein, dass man irgendwann nicht mehr unterscheiden kann:

        Was vergeigt mein Kind in def Schule, weil es sich unter Druck gesetzt fühlt und was stammt von der persönlichen Situation des Kindes selbst.

        Dies fiel mir auf.

        #winke

        hallo,
        ohne es böse zu meinen: hast du nichts anderes zutun?
        ich habe 3 kinder, 2 davon schulkinder. na klar fiebere ich mit, wenn eine wichtige arbeit ansteht, erkundige mich nach dem schultag, frage mal ab - aber schulstress als mutter? das klingt nicht gesund.
        lg

        Hallo!

        Ja, zeitweise hatte ich mehr Schulstress als meine Kinder, z.B., wenn es um Lehrer geht die fehlen, Lehrer, die beurteilen sollen und das Kind gar nicht kennen, Lehrer die in Diagnostik eingebunden sind, Organisatiosnumwälzungen in der Schule, Auswahl der Schulen, Situationen in denen ich den Eindruck habe / hatte dass die Kinder ausgeschlossen werden werden, krankheitsbedingt lange Fehlzeiten in der Schule, etc.

        Nun ja irgendwie ist das auch Aufgabe der Eltern sich mit so etwas zu belasten und die Kinder dort zu entlasten. Manchmal sind es auch nur Probleme der Eltern, die die Eltern beschäftigen auch wenn es um Schule geht ....

        Und ja die Umstellung von der 4. zur weiterführenden Schule kann auch mal 2 Jahre dauern, bis das Kind wieder so tickt wie es mal getickt hat. Aber auch das ist nur temporär stabil und dann kommt die Pubertät ;-) und da macht man sich garantiert vollkommen andere Sorgen als das Kind, als lebe man in unterschiedlichen Universen ... und das hört nicht so bald auf.

        Eine Bekannte hat 6 Kinder im Alter: 7 - 21. Ganz unerwartet und entgegen aller Pläne musste sie ihren Mann mal kurz zur in Quebec studierenden Tochter über Weihnachten schicken, weil die dort einen Psychischen (Studienabbruch drohte, Freund verlassen, Selbstmorddrohung) vom Feinsten hingelegt hatte. Sie war bis zum Ende der Schule DAS Musterkind der Familie, bei den andere Kindern konnte sie sich schon ab der 1. Klasse auf ein gewisses (hohes) Sorgenniveau einpendeln, aber die Kinder haben alle einen gesunden Schlaf!

        LG, I.

      • (5) 25.01.16 - 13:16

        Naja, das die ersten Wochen auch stressig für die Mutter sein kann - klar - da ja alle Abläufe, Wertungen, Lehrer, Mitschüler neu sind.....da müssen sich nicht nur die Kids dran gewöhnen sondern auch die Eltern.
        ABER das Schuljahr ist ja jetzt auch schon zu Hälfte rum und es hat sich noch nicht eingespielt?

        Und wenn Fehler passieren, die sonst nicht passieren....entweder war die Tochter schusselig, stand auf dem Schlauch, etc. etc. ....passiert es Dir nicht mal, das Du Dein Handy nicht findest?
        Achja, ich bemerke immer öfters, das viele Fehler zum Schluss der Arbeiten passieren....da ist die Konzentration vielleicht schon eher abgesackt.

        Mach nicht solch einen Stress, das überträgt sich nur aufs Kind.

        LG
        Lisa

        Nein, das kenne ich nicht.

        Wenn meine Kinder Fehler machen, dann machen sie eben Fehler. Natürlich sind da Fehler bei, bei denen ich mich frage, wie man so schusselig sein kann, aber deshalb raubt es mir noch lange nicht nachts den Schlaf.

        Stressig finde ich höchsten, wenn hin und wieder mal viel Elternarbeit anfällt. Die Elterngemeinde der Schule ist recht aktiv und wenn dann mal größere Aktionen sind, erfordern die auch ein bisschen mehr Zeit. Aber das ist ja auch im Prinzip meine eigene "Schuld", ich muss mich natürlich nicht zu solchen Aufgaben melden (mache es aber gerne für meine Kinder).

        lg

      • huhu,

        ja, hier. wobei ich grad dabei bin, mich freizumachen vom stress. ich habe schon einen 7.klässler auf dem gymnasium, der nur gute noten schreibt und der mich und meine hilfe überhaupt nicht braucht.
        mein 5.klässler ist auf der gleichen schule und als es anfangs wirklich nur schlechte noten hagelte, war ich ein nervenbündel. inzwischen gebe ich hilfestellungen, erinnere ihn immer an seine aufgaben und diktiere haarklein, wann er was zu machen hat. seine innere einstellung aber KANN ich nicht ändern! ich kann mich auf den kopf stellen und la paloma pfeifen--wenn er nicht WILL, dann muss er halt irgendwann die schule verlassen. das kann ICH nicht ändern und es ist letztenendlich auch SEIN leben. egal welche schulform, ich werde natürlich immer für ihn da sein, er ist mein sohn. aber mich dermaßen aufreiben, wie ich es die letzten monate gemacht habe? nein!

        die gründe kann ich dir auch nicht sagen--beispiel: mein sohn hat eigentlich eine sehr gute rechtschreibung. aufsätze sind nicht seins, die schrieb er immer 4. dann kam als letzte arbeit ein diktat. super, endlich mal eine erfolgschance--habe ich gedacht #augen
        45 fehler hat er reingehauen! 45!!!#klatsch sachen wie "ledich" (statt ledig) und "üprig" oder "üperhaupt"--da ist hauptschulniveau noch hochgegriffen....
        ich versteh es auch nicht, grundschule war völlig o.k.

        lg

        Haben deine Kinder keinen Vater?

        Gruß

        Manavgat

        Ich bekenne, dass ich auch dazu neige, mir Schulstress zu machen, weil unser Sohn (sagt er, sagen die Lehrer, sagen wir) einfach hinter seinen Möglichkeiten bleibt.

        Aber es tut weder einer Mutter noch ihrem Kind gut, sich da immer für alles verantwortlich zu fühlen. Hilfe anbieten, erinnern: OK, aber wir Mütter müssen akzeptieren, dass die Kinder an der Umstellung evtl. zu knacken haben, dann aber lernen müssen, selbst Verantwortung zu übernehmen.

        Unser Sohn würde sagen: "Chill doch mal", und so Unrecht hat er nicht.

        Liebe Grüße
        Anja

        Hallo.

        Jaaaaaaaaaaaa - hier ist eine Gleichgesinnte!!!!!!!!!!!! ;-)

        Mein Großer ist grad in der 5. Klasse auf der Realschule und obwohl er einen guten Notendurchschnitt beim Übertritt hatte, muss er sich derzeitig ganz schön reinhängen. Morgen Matheschulaufgabe, am Freitag dann Englisch. #schwitz Ich freue mich schon auf die Faschingsferien....

        Bei meiner 2. -Klässlerin wurde kürzlich Dyskalkulie festgestellt und wir düsen nun 1 x wöchentlich zur Lerntherapie. Die Mathe-Hausaufgaben dauern eeeeewig - verständlich, wenn man nur Bahnhof versteht. #zitter

        Ich arbeite 30 Stunden/Woche. Und die Kinder haben auch noch Hobbies.

        Ich muss gestehen, manchmal stoße auch ich an meine Grenzen.

        Verständnisvolle Grüße

        #winke

        Mein FÜnftklässler hat das gleiche Problem. In der GS waren 15-17 Kinder in seiner Klasse, jetzt sind es 29. Die Anforderungen sind höher - er hat jetzt große Konzentrationsprobleme.

        Was dahintersteckt kannst du nicht wissen. Es gibt durchaus Konzentrationsstörungen, die sich erst im Gymnasium bemerkbar machen, viele Kinder, die keine Störungen haben brauchen eine ganze Weile um in den neuen Alltag hineinzukommen. Andere sind tatsächlich überfordert. Das kann nur ein Kinderpsychiater feststellen.

        Beruhigt dich der Gedanke, dass man solche Probleme ausschließen bzw. behandeln lassen kann? Dann besorg die einen Termin, man wartet meist mehrere Monate darauf.

        Wenn deine Tochter keine Störung hat: Was raubt dir den Schlaf? Wäre es so schlimm, wenn sie in einer Schulart mit geringeren Anforderungen besser aufgehoben wäre? Macht dir der Gedanke Angst, dass sie vielleicht Hilfe von Außenstehenden braucht um sich ausreichend konzentrieren zu können? So schrecklich finde ich das alles gar nicht - aber es macht mir bei meinem Sohn natürlich auch erst einmal zu schaffen. (Bei ihm ging zumindest die Diagnose schnell, seine Brüder haben das gleiche Problem.)

        (12) 25.01.16 - 23:20

        Hallo,

        ich habe auch eine Rasselbande daheim und keinen Schulstress. Mein großes Kind Übergang Grundschule auf nächsthöhere Schule lernt alleine und selbstständig. Bei Fragen sind wir für ihn da aber ich kontrolliere nicht mehr jeden Tag. Für Arbeiten lernt er - ich suche ähnliche Arbeiten raus die beantwortet werden müssen und dann wird kurz geschaut wo er noch mal drüber lesen muss.
        Auf welche weiterführende Schule er geht ist noch nicht klar. Der Bub könnte wenn er mehr für gewisse Fächer machen würde aufs Gym gehen. Mir ist das egal - es gibt auch noch ein später den Weg zum Abitur. Immerhin hat er einen festen Berufswunsch für den er das Abi irgendwann mal benötigt.
        Mein zweites Kind hat andere Dinge als die Schule im Kopf. Ich weiß was er kann und was ich erwarten kann. Alles andere ist Bonus. Die Hausaufgaben werden gemacht und vor Arbeiten wird wie beim großen Kind drüber geschaut. Die Noten sind deutlich schlechter, aber er ist ein glückliches Kind.

        Wenn mein Nachzügler in die Schule kommt wird es interessant. Bei Madam weiß ich noch nicht so richtig ob sie sich manchmal "kleiner macht als sie wirklich ist", dh wenn sie wöllte mehr könnte. Warten wir es ab. Die Schule werden alle drei mindestens neun Jahre.

        VG Geli

        • (13) 26.01.16 - 09:49

          Hallo, vielen lieben Dank für eure Beiträge,

          ja, die Kinder haben auch einen Vater - der aber den ganzen Tag in der Arbeit ist und leider das Lernen auch nicht erfunden hat. Desweiteren habe ich eine Tochter in der 3. Klasse, die momentan von Proben überschwemmt wird und mit der ich auch lernen muss. Mich zweizuteilen ist der größte Stressfaktor. Bei großem Kind stehen Schulaufgaben, Exen und Ausfragen an, da kommt die Kleine und sagt. Wir sollten dies lernen und das lernen - letztendlich kommt dann unvorbereitet ein drittes FAch zur Abfrage, die beiden anderen werden verschoben usw. Dies alles setzt mir zusätzlich zu.
          Was eine andere Schulform betrifft: Kind wollte unbedingt aus Gym, will auch unbedingt bleiben. Bei ihm geht es von Lernverweigerung bis voll engagiert. Und wenn er sich dann voll reinhängt und es kommt trotzdem nur eine 3- raus, dann ist er voll deprimiert. In Mathe hatte er 4-, das hat ihn echt umgehauen. Solche Noten ist er nicht gewohnt. Aber wenn ich mir die Fehler anschaue, denke ich mir nur: Kind, das ist jetzt nicht wahr. Alles, was daheim flutschte, vergessen. Ich kann das nicht verstehen. Mit dem Lernen hat sich Kind nie extrem leicht getan, aber der Fleiß hat ihm bislang geholfen. Jetzt kommt er oft mit den Formulierungen der Aufgaben (Mathe) nicht zurecht. Und das Auswendiglernen von Lernfächern ist für ihn sehr mühsam.

          Mir bricht es halt das Herz, wenn er meint, es sei ihm super gut gegangen und dann kommt wieder eine schlechte Note wegen Schusselfehlern.

          • (14) 26.01.16 - 11:48

            Hallo Smartie,

            wenn du von "Proben" sprichst, dann kommst du wahrscheinlich aus Bayern. Hier in Hessen werden Klassenarbeiten geschrieben und der Lernstreß hält sich in Grenzen. Deshalb kann ich es auch nicht beurteilen wie die Lage in Bayern ist.

            Ich kann deinen Frust schon verstehen, weil man dann Nachmittags meist zuhause hockt und für die Schule lernt. Und dies mit 2 Kindern - das kann in manchen Zeiten ziemlich heftig sein.

            So als Rat von meiner Seite: Unterstütze deine Kinder soweit es geht, aber einen gewissen Teil müssen sie schon selbst tun.

            Letzendlich wird es die Zeit zeigen, ob dein großes Kind auf dem Gymnasium bleibt. Vielleicht ist es die Umgewöhnung ? Vielleicht gehört er aber auch nicht dorthin und muß wechseln.

            Wie ist denn der Notendurchschnitt in der Klasse ? Haben alle Kinder solche Schwierigkeiten ? Sind es bekannte Themen in der Klassenarbeit ? Flüchtigkeitsfehler ? Oder richtige Wissenslücken ?

            Was mich auch etwas stutzig gemacht hat, ist der Satz "Mit dem Lernen hat sich Kind nie extrem leicht getan, aber der Fleiß hat ihm bislang geholfen."

            Ich glaube, dass Fleiss auf dem Gymnasium nicht reicht und ebenso sollte Auswendiglernen kein Problem sein. Das klingt fast schon so, als ob er mit dem Gymnasium überfordert ist. Ist er denn auch sensibel ?

            Wie sieht die Alternative für ihn aus, wenn er das Gymnasium nicht schaffen sollte ?

            Gruß
            Gotschie

            (15) 26.01.16 - 13:16

            Hallo,

            ich kann sehr gut nachvollziehen wie es Dir geht da ich vor Jahren alles und jeden unterstützen wollte. Aber das geht nicht. In einem Elternabend sagte uns die Klassenlehrerin folgendes:
            * Leistungskontrollen sind ein Kontrollen wo die Schüler zeigen was sie im Unterricht alles mitbekommen haben
            * Klassenarbeiten werden angekündigt mit den Themenschwerpunkten
            * Hausaufgaben sind zu machen, wenn nicht und es gibt eine Note darauf fällt diese dementsprechend aus

            Wir lernen nur für die Hauptfächer dh. Mathe, Deutsch & Sachkunde, da diese für die Bildungsempfehlung relevant sind. Alles andere wird wenn nicht gerade wegen Faulheit akzeptiert, bei guten Leistungen wird jedoch gelobt.

            Wenn Dein Junior auf dem Gymnasium nicht die Leistungen hat dann ist das so. Es ist aber nicht Deine Aufgabe dafür mit ihm zu büffeln. Nicht umsonst gibt es verschiedene Schulformen.

            Mein großes Kind hat theoretisch alles das was ein Kind braucht um aufs Gymnasium zu gehen.(Aussage der Klassenlehrerin) Dummerweise haut die Deutschnote nicht für den Durchschnitt von 1,9 hin. Da wir dieses Jahr ein Schuljahr haben was vier Wochen kürzer ist, Lehrer die immer krank sind ist es nicht verwunderlich wenn eine schlechte Note den gesamten Durchschnitt versemmelt. Mein Junior hat den Ehrgeiz, geht zur Eignungsprüfung und weiß dass er bis zum Schuljahresende noch eine "Gnadenfrist" bekommt und den o.g. Notendurchschnitt zu erreichen. Wenn er es nicht packt "Pech gehabt". Die für ihn zuständige Oberschule ist vom Weg her deutlich näher und daneben gibt es gleich eine Eisdiele;-). Das weiß er aber nicht und ich werde es ihm erst dann sagen wenn das Schuljahr vorbei ist.

            Mein anderes Kind hat gerade eine "Hausaufgabenvergessioditis" und das obwohl es eine Hausaufgabenbetreuung im Hort gibt! Trotz alledem kann ich entspannt meinen Kaffee trinken und ein Buch lesen. Die Lehrerin hat mir schon mitgeteilt das das Zeugnis dementsprechend ausfällt weil irgendwie auch noch die Aufmerksamkeit vom lieben Nachwuchs gerade eher bei den Mädels #verliebt sind als bei der Schule. Es ist aber auch nicht einfach so ziemlich der einzigste Kerl in einer Mädelsklasse zu sein ;-)

            Und meine Nachzüglerin stellt sich dümmer als sie ist. Ich hoffe sie macht es nicht noch bei der Schuluntersuchung.

            In diesem Sinne - trink einen Kaffee - gönne Dir ein gutes Buch und freue Dich am Frühlingswetter.

            Die Rolle meines Mannes bei der ganzen Sache sieht so aus. Der Nachwuchs zeigt die mehr oder weniger guten Noten, je nach Fach gibt es einen sinnvollen bzw. sinnfreien Spruch dazu. Mathe & Sachkunde wird bei uns entweder mündlich gelernt oder praktisch erklärt. Mit Deutsch stand mein Mann schon eh auf "Kriegsfuß" und dann bekommen meine Kids auch zu hören was der vermittelte Unterrichtsstoff mit dem zukünftigen Leben zu tun hat. Die total verkorkste Ethikarbeit zum Thema "Streit" (Junior kam heulend heim) unterschrieb mein Mann kommentarlos und ging danach mit den Jungs Fußballspielen. Später wurde die Arbeit zusammen durchgesprochen, jedoch stellten wir Eltern fest dass wir zu einem Teil der gestellten Fragen nicht die passende und richtige Antwort gehabt hätten.

            Geli

      (16) 26.01.16 - 09:40

      Hallo,

      das klingt mir ja so, als ob du sehr sensibel bist, was ich als absolut positiv bewerten würde. Du machst dir halt Gedanken um dein Kinder und natürlich willst du das Beste.

      Leider können wir als Mutter nicht beeinflussen, welche Auswirkungen das Lernen auf die Schule hat. Letzendlich hast du mit deinem Kind gelernt und er hat trotzdem eine schlechte Arbeit geschrieben. Dafür kannst du nichts und diese Schuld würde ich auch nicht auf mich nehmen.

      Lerne weiterhin mit Deinem Kind und laß dich nicht entmutigen. Jetzt dürfte es doch auch bald Zeugnisse geben und da siehst du wie die Leistungen sind.

      Hat er denn generell schlechte Noten ? Falls es die falsche Schulwahl war, dann kannst du immer noch etwas ändern. Aber auf der anderen Seite ist das Gymnasium eine ganz andere Hausnummer wie die Grundschule. Vielleicht hat er einfach andere Probleme zur Zeit und muß auf der Schule erst einmal ankommen.

      Wie fühlst Du dich bei einer neuen Arbeitsstelle ? Bestimmt aufregend am Anfang. Auch Erwachsene machen da Fehler.

      Fühl dich gedrückt
      Gotschie

      • (17) 26.01.16 - 11:12

        Hallo Gotschie,

        danke für deine mitfühlende Antwort.
        Ja, vielleicht bin ich wirklich zu sensibel. Oft glaube ich, meine Mutterliebe ist einfach zu groß. Und wenn ich sehe, dass das Kind enttäuscht ist und leidet, leide ich noch viel mehr. Oft denke ich, wenn die Kinder ein wenig größer wären, könnten sie besser oder cooler mit den Enttäuschungen umgehen, dann würde es mir nicht selbst immer so das Herz brechen. Aber wenn man dann die kleinen Körper abends im Bett schlafen sieht und weiß, welchen Stress die kleinen Geschöpfe schon aushalten müssen, dann tut es einfach weh. Klingt übertrieben, aber ich bin - leider - so doof gestrickt.
        Aber trotzdem vielen Dank für deine Anwort.
        #herzlich

    (18) 27.01.16 - 09:34

    Hallo, versuche mal lockerer zu werden, dann wird es dein Kind auch. Mein Sohn war in der Grundschule ein super Schüler, dem auch alles zufliegt. In der 4. Klasse fing ich an, mir und auch dem Kind Stress zu machen weil das HJ-Zeugnis für den Übertritt aufs Gymnasium entscheidend war. Der Druck ging über aufs Kind. Er schrieb Arbeiten, da bekam man das Grauen. Konzentrieren konnte er sich auch nicht mehr. Er hat sich selbst unter Druck gesetzt. Resultat 2x die Note 3 am Zeugnis und nicht gymnasialtauglich. Ich habe es dann so hingenommen und mir gesagt, ok, geht er auf die Realschule. Kaum war der Druck weg, stiegen seine Leistungen wieder und er schrieb ohne zu lernen nur gute und sehr gute Noten. Also habe ich Widerspruch eingelegt und mein Kind doch aufs Gym getan. Ich mache mir und ihm keinen Stress. Lass ihn machen wie er meint und gebe ihm nur Hilfestellung wenn er mich fragt. Und es läuft. Er hat keine 3 am Zeugnis, er organisiert sich selbst und macht sein Ding so wie er es meint.

    • (19) 27.01.16 - 11:32

      Hallo,
      der Unterschied ist, dass dein Kind allein wohl super zurechtkommt. Meines weiß absolut nicht, wie es an die Sachen rangehen soll, versteht Aufgaben nicht allein, ist schlampig. Dein Kind ist anscheinend gut organisiert und ihm fliegt alles zu. Das kann ich von meinem nicht behaupten. Ich sehe, dass er sich wirklich oft Mühe gibt (wenn er seine guten Tage hat und auch viel lernt), aber leider lernt er oft falsch und das Ergebnis ist dann dementsprechend. Ich weiß, Druck ist immer schlecht, aber wenn du siehst, dass dein Kind lustlos wird, weil es trotz Arbeit nicht das erreicht, was es will, dann hilfst du halt automatisch. Das ist ein Teufelskreis. Zumal er auch in ein Alter kommt, wo er keine Lust mehr hat, mit Mami zu lernen... was ich auch verstehen kann.

Top Diskussionen anzeigen