Raum München - außer Waldorf und Montessori noch gute Privatschulen?

    • (1) 28.01.16 - 12:10

      Hallo,

      wir leben im Raum München und leider sind Montessori- und Waldorfschulen nur spärlich gesät (auch mit sehr blöder Bahnverbindung). Mich würde interessieren, ob es außer diesen beiden Schulformen noch andere gute, "kinder- und elternschonende" Schulen (Real, Gymi) gibt - auch gern Privatschulen, von denen ihr Positives gehört habt und bei denen die Kinder noch Freude am Lernen haben? Lieben Dank für eure Antworten.:-D

      • Hallo, die Montessorischulen haben manchmal einen eigenen Schulbus für Grundschulkinder. Sie haben das Stadtgebiet nach eigenen Schulsprengeln aufgeteilt. Aber bitte nicht die im Olympiapark! LG

        Mein Neffe geht zum Jules-Verne-Campus und das schon seit der Grundschule. Wir können diese Schule sehr empfehlen.

        Hallo,

        in welcher Himmelsrichtung wohnst du denn?
        Die Montessorischule in Biberkor kann ich sehr empfehlen! Da fährt aus vielen Stadtvierteln ein Bus hin, ist aber eben schon sehr außerhalb am Starnberger See.
        Ich kenne noch zwei Kinder, die auf dem Derksen Gymnasium in Hadern waren und eines auf der Neuhof Schule in Sendling. Alle drei Familien haben sehr durchwachsene Erfahrungen gemacht und teilweise gewechselt. Von den Isarschulen hab ich auch immer nur eher Negatives gehört, kenne aber niemanden persönlich.
        Und dann gäbe es da noch das Pater Rupert Mayer Gymnasium in Pullach (Realschule gibt es da denke ich auch) für alle die es katholisch mögen.
        Karin

        • Hallo,
          vielen Dank für eure Meldungen. Und sorry, hatte ich nicht erwähnt: wir sind aus Raum Ebersberg. Also fallen leider einige deiner Vorschläge schon mal weg.
          Es gibt ja am Wochenende eine Bildungsmesse in München. Da werde ich mal hingehen und mich erkundigen. Aber wie gewöhnlich werden da ja alle nur Werbung machen. Genaueres können nur die Eltern der Schüler berichten, deswegen hatte ich auch hier im Forum gefragt. Ja, Neuhof-Schulen und Isar-Schulen kenne ich auch vom Hörensagen.
          Aber oft gibt es ja auch kleinere Gymnasien oder Realschulen, die mit super Konzept arbeiten, die aber nicht gar so bekannt sind. Biberkor klingt sehr gut, ist aber leider auch die ganz andere Richtung, schade. Sollte euch noch etwas einfallen, würde ich mich sehr freuen. Danke trotzdem bislang für eure Hilfe.
          LG :-D

      Hallo, also den Jule Verne Campus kann ich nicht empfehlen. Meine Tochter war eineinhalb Jahre in dieser Einrichtung, wir haben zum Halbjahr der 2. Klasse gewechselt. Die Schule ist auf nur auf Geld ausgerichtet. Die Lehrer wechseln ständig und verlassen nach kurzer Zeit die Einrichtung, das WICHTIGSTE: Die Schule ist NICHT stattlich anerkannt und wird in den nächsten Jahren keine Anerkennung erhalten. Auch wird der bayrische Lehrplan nicht erfüllt. Kritischen Eltern so wie wir wird eine Abmahnung erteilt! VG N.

      • Die Grundschule des Jules Verne Campus (JVC) kann ich sehr empfehlen. Meine Tochter ist seit Eröffnung der Schule dabei. sowohl die Schule als auch unser Kind hat sich in den 4 Jahren seit Eröffnung ganz toll entwickelt. Es stimmt, es gibt Lehrer die Wechseln, ist aber an öffentlichen Schule auch so, dazu kommt dort, im Gegensatz zum JVC, oft die Überforderung der Lehrer mit den vielen Kindern und Stunden die ausfallen. Ja, es kann teuer sein. Der Fahrtweg muss bezahlt werden, die Schulgebühr, das Essen, die Nachmittagsbetreuung usw. Die Schulgebühr ist einkommensabhängig, es gibt dort durchaus das eine oder andere Kind aus einkommensschwachen Familien und nicht nur solche wo Geld keine Rolle spielt. Die Schule ist aber nicht auf Profit aus, es ist eine gemeinnützige GmbH, die laufenden Kosten und das Geld für die Schulentwicklung müssen irgendwie gedeckt werden. Ob das Gebotene einem dieses Geld wert ist muss jeder für sich entscheiden. Unsere Tochter kommt jetzt ins Gymnasium, wir haben uns für ein öffentliches Gymnasium entschieden, hauptsächlich weil der Fahrtweg sehr lang war aber auch, weil das JVC Gymnasium noch in den Kinderschuhen steckt und uns das Angebot insgesamt woanders mehr zusagt. Trotzdem verlassen wir die Schule mit Wehmut. Für meine Tochter war es eine tolle Zeit. Was wir sehr vermissen werden ist die spezielle Form der Zweisprachigkeit, es ist erstaunlich welche Fortschritte unser Kind gemacht hat, es ist so als wäre sie zweisprachig aufgewachsen, sie kann jedem Gespräch folgen und beginnt bereits sich auf Englisch zu unterhalten. Dieses Niveau erreichen Schüler, wenn überhaupt, normalerweise erst am Ende ihrer Schullaufbahn nach ordentlichem Pauken. Am JVC lernen die Kinder es spielend, so wie viele andere Dinge auch. Das die Grundschule nicht staatlich anerkannt ist spielt nur beim Übertritt, z.B. ins Gymnasium eine Rolle, unter Umständen ist dort ein Probeunterricht notwendig. Dieser muss mit mindestens einer 4 in Deutsch und Mathematik bestanden werden. Ein für das Gymnasium geeignetes Kind wird den Übertritt schaffen. Unser Kind wurde im JVC gut darauf vorbereitet, sie ist anderen Kinder die wir kennen und die auf eine öffentliche Schule gehen um einiges voraus, einiges davon ist sicherlich auch dem besonderen Konzept am JVC geschuldet. Wenn sie sich das JVC leisten können und ihr Kind keinen allzu langen Fahrtweg hat, sollten sie es sich überlegen. Wenn ihr Kind dann nach Hause kommt und ihnen sagt, dass sie in der Schule nichts lernt sondern nur spielt, wissen sie, dass es die richtige Schule ist.

Top Diskussionen anzeigen