Kind will nicht mit Mama lernen - ohne ohne kann er nicht

    • (1) 26.02.16 - 09:44

      Hallo,

      kurze Frage: Kennt ihr das Problem, dass Kind nicht mehr mit Mama lernen will (will ich übrigens auch nicht mehr, da es ständig zu Bockereien und Streitereine kommt), aber allein lernen fällt ihm noch schwer (5. Klasse)? Ok, jetzt höre ich wahrscheinlich: Kind hätte schon viel früher anfangen müssen, allein zu lernen. Aber - auch da war es schwer für ihn und er war dankbar für die Hilfe. Jetzt will er allein lernen, was auch super ist. Aber: Kennt er sich bei einer Hausi nicht aus, macht er nichts statt sich zu erkundigen, sondern sagt: "Ich warte mal bis morgen, wenn wir in der Schule verbessern". Gut. Dann kommt er heim und ich frage: "Na, wo ist die Verbesserung`?" Er: "Hab ich nicht mitgeschrieben, und wissen tu ich es jetzt nicht mehr.". Dann fetzt er die Englisch-Hausi hin, ohne sich mit Buch oder neuen Vokabeln zu behelfen mit dem Satz. "Das ist meine Hausi, ich kann die machen wie ich will." Ich:" Aber du kannst ja schon als Übung versuchen, die Hausi so gut wie möglich zu machen, dann hast du gleich eine Übung und brauchst vor der Schulaufgabe nicht mehr so viel lernen." Wird abgelehnt. Dann sollte Musik und Nut gelernt werden. Er:"Ich check den Sinn des Zettels nicht". Ich:" Lass mal sehen, schreib dir einfach das Wichtigste raus oder markiere die wichtigen Stellen." Er:" Weiß nicht, was wichtig ist.." Und so weiter und so weiter. Zum Schluss macht er dann gar nichts, weil er nicht zurechtgekommen ist. Lässt sich aber auch nicht helfen. Was würdet ihr machen?

      Ja, einfach reinrasseln lassen, oder? Aber wenn er so weitermacht, und er will ja weitermachen, er liebt das Gymi und will bleiben, er bemüht sich ja auch nach seinen Kräften, dann wird er irgendwann so hinterherhinken, dass er nicht mehr aufholen kann. Jetzt sagt ihr wahrscheinlich: Dann muss er halt in die Realschule.
      Aber wie gesagt, das wäre sein persönliche Katastrophe. Was würdet ihr denn in so einem Fall tun? Er sagt, mit einem Fremden würde er sofort lernen, nur mit mir nicht.
      Aber das Geld für tägliche Nachhilfe (es wäre dann ja wohl auch keine Nachhilfe, sondern eher eine Lernhilfe), hab ich bei einem Stundensatz von 27,---wirklich nicht.

      • Naja, wie sind die Noten??? Ich denke wir müssen schon langsam los lassen... Ich schreie immer das sein Mathe Heft un lesbar ist, schlampig.er macht nur die Minimum etc.. ABER hat ein 2... was soll ich dann sagen...???

        Ich würde mich erst erkundigen... denkst DU dass es alles nicht so im Griff hat,, ABER in der Schule bringt er Leistung..

        Wenn Du merkst das die Noten deswegen schlecht sind DANN würde ich dagegen kommen.

        sie sind noch jung genug von die Fehler zu lernen. zb. Gedicht lernen. Sohn sollte ein Gedicht lernen. Für ihm das heisst nur 5 Minuten am Abend vorher vorlesen um die "Betonung" zu üben... dass er es auswendig lernen sollte wollte er nichts davon wissen.. Naja... gestern kam er heim mit "schlechtenachrichten" Ein 3..

        ich habe gesagt 1. ein 3 ist nicht "schlecht" ABER im diesem Fall schon..Veil er einfach zu Faul un Stur war zu wissen wollen er sollte die Einfachste Gedicht ( 8 satze) lernen... ich war schon stinkig... ich habe ihm mehrmals gesagt Du hast dein schatz eine Gute Note ganz einfach zu bekommen.

        • Also von den Noten her ist von 1-4- alles dabei. Aber es ist auch ganz einfach, ne 5 zu schreiben. Hatte letztlich bei Deutsch-Ex bei 30 Punkten 4 Fehler (2-seitiges Blatt) und hatte schon ne 3 . Zwei Fehler davon waren auch nur undeutliche Schreibweise, wurde aber als Fehler berechnet. Also kurz gesagt, auch bei relativ guter Leistung ist man bei manchem Lehrer schnell bei einer schlechten Note. Aber Mathe liegt ihm momentan gar nicht. Zu ungenau, schludern, schlampig zeichnen, Aufgabenstellung nicht verstehen. Und das Blöde am Gymi ist halt wirklich, dass sie oft nicht mal eine Übungsaufgabe machen und als Hausi sollen sie sich dann selbst das Wissen mittels Buch aneignen. Schon schwierig. Auch in Deutsch. Im Heft stehen 4 Seiten nur Merktexte zu Wortarten. Kein einziges Übungsbeispiel, keine Beispielsätze, null.
          Jetzt mache ich dann halt Übungsblätter für ihn (aus Internet), aber die hasst er abgrundtief. Im Übungsbuch sind aber nur ganz wenige Übungen. Also was machen? Er hat sich dann allein an den Computer gehockt und eine Homepage gefunden, wo er Pronomen üben konnte. War ja ganz süß, dass er es allein versucht hat, aber als ich dann gesehen habe, was er übt (viel zu einfach - für 2-3. -Klässler), habe ich ihm dies eben mitgeteilt und er war wieder sauer.

          Vater kann in Sachen Schule aus zeitlichen Gründen leider nicht herangezogen werden.

          • Moment mal: Eine 3 ist keine schlechte Note , auf dem Gymnasium wird der Stoff erklärt wie auf jeder anderen Schule auch und es ist nicht deine Aufgabe ihn mit Zusatzaufgaben zu bombardieren.

            Ich bin von den normalen Hausaufgaben ausgegangen, die die Lehrer aufgeben.

      Hallo!

      Ja das "Problem" kenne ich. Kind ist mittlerweile 8. Klasse und mittlerweile auch schulisch im oberen Bereich.

      Er war in der Ganztags-GS - und hatte schon immer "keine HAs" auf. In der 5. kam das böse Erwachen dass man eben Bundesländer, Flüsse, Gebirge, Städte, Vokabeln usw. einfach mit "gut zuhören" nicht lernen kann. Wollte sich aber dabei nicht helfen lassen und ich bin daneben ausgeglüht. Beruhigend war es zu wissen, dass ebenfalls ca. 1/4 der Kinder noch nie in der GS zu Hause irgendwas gelernt hatten UND auch keine Einsicht hatten, dass sie jetzt mal lernen müssen UND auch keine Ahnung und keine Böcke darauf hatten das Lernen zu lernen und langsam in der 7. / 8. (sofern sie sich bis dahin über Wasser gehalten haben) klappt es wie von Zauberhand ganz alleine und der Ehrgeiz ist erwacht und sie können sich sehr gut einschätzen.

      Lessons learned: nicht verzweifeln, nicht schwarzsehen, trotzdem daneben stehen dem Kind Konsequenzen und mögliche Lösungen aufzeigen und dazu senfen, aber HANDELN im Namen oder gegen den Willen des Kindes das geht nicht bei allen Kindern.

      LG, I.

      • Wenn du ein ähnliches Problem hattest und es jetzt in der 7./8. Klasse gelöst ist, dann darf ich ja noch hoffen. Ich habe auch gerade einen Artikel im Internet gelesen (hieß glaube ich "konzentrationlernen.de"), der unser Problem anspricht. Habe mich 1:1 darin wiedererkannt in der Thematik "Mutter-Sohn". Muss ihn nochmal durchlesen, da gab es auch ein paar Selbsthilfe-Tricks, um zu verhindern, dass die Mutter-Sohn-Beziehung völlig auseinanderbricht.

    So oder ähnlich kennen das wahrscheinlich viele Eltern. Mein Rat kurz und knackig: bleib dran. Meiner Erfahrung nach schaffen die Kinder es in diesem Alter einfach noch nicht, sich selbst sinnvoll und gut zu organisieren und zu strukturieren (Ausnahmen bestätigen die Regel). Reinrasseln lassen ist keine Lösung, denke ich (obwohl ich mir das auch immer wieder vornehme, wenn Sohnemann beim Vokabel-Büffeln mault)...:-). Eltern sein kostet leider manchmal sehr viele Nerven, aber für mich gehört es eben auch zur Erziehungsaufgabe dazu, die Kinder beim "Lernen lernen" zu begleiten. Es ist sicher löblich und gut, dass Dein Sohn sich emanzipieren will - prima! Soll er es vielleicht vor allem erst mal in den Nebenfächern versuchen: Geschichte, Bio etc. - probier mal mit ihm aus, wie selbstständig und durchdacht er sich da zum Beispiel auf den Unterricht und Exen vorbereiten kann (die Noten werden's zeigen). Bei den Hauptfächern würde ich vor allem bei den Hausaufgaben so lange nicht locker lassen bis Dein Sohn zeigt, dass er der Sache gewachsen ist. Ich finde es nicht schlimm, wenn Hausis mal falsch sind - aber dann muss (wie Du sagst) die Verbesserung her und da würde ich dann auch drauf bestehen. Notfalls zum Lehrer in die Sprechstunde und gemeinsam überlegen, wie auch der Lehrer drauf achten kann, dass die Kinder dann auch wirklich die Hausis verbessern. Bei uns gibt es bei schlecht oder nicht gemachten Hausaufgaben Nachsitzen, das hat die Arbeitsmoral der Schüler schlagartig verbessert...:-). Ist vielleicht nicht immer der Königsweg.....aber man sollte nichts unversucht lassen.

    LG, evi

    Hi,

    hat Dein Mann/sein Vater Zeit zum Helfenß es gibt einfach Kids, die lernen mit dem anderen Elternteil viel lieber/besser.
    Ansonsten die Hausaufgabenbetreuung in der Schule in Anspruch nehmen.

    Je nachdem auf welcher Schule ihr geht, gibt es gute Konzepte, bis dann zur Nachhilfe durch ältere Schüler.

    lg
    lisa

    Hallo,

    am besten ist es, zu delegieren.

    Das können Verwandte sein, Freunde, Studenten, professionelle Nachhilfelehrer.

    Die Große meiner Schwester hat immer zusammen mit dem Großen meines Bruders gelernt. Das hat sie ab und zu eine Einladung ins Kino oder McDonalds gekostet.

    Meine Tochter hat einmal die Woche eine Lernhilfe, die 8 €/Stunde kostet.

    Theoretisch wäre das erweiterbar, da sie aber auch andere Termine hat (wegen Legasthenie und sie macht auch Kampfsport, was ich ihr nicht nehmen mag).

    GLG

    Hallo,

    >>Dann muss er halt in die Realschule.
    Aber wie gesagt, das wäre sein persönliche Katastrophe. Was würdet ihr denn in so einem Fall tun?<<
    Ihm das genau so erklären, will er eine Katastrophe vermeiden, muss er etwas tun und zwar von selber, sackt er ab, ist das Gymnasium keine Option mehr.

    LG

    Ganz ehrlich gesagt gibt es auch Nachhilfen für weniger Geld.

    Dein Sohn sollte langsam mal Selbstständigkeit lernen. Darin solltest du ihn unterstützen. Zeig ihm, wie man die wichtigsten Infos aus so einem Zettel herausfindet und nimm ihm nicht jedes Mal diese Arbeit ab! Wie soll er das dann denn lernen? In der Schule bist du nicht dabei. Bei Ausarbeitungen, die er dann mal abgeben muss, also irgendwelche Projekte (solche Dinge, bei denen man eigentlich seine Noten verbessern kann), geht er doch nur baden.
    Ansonsten wäre mal eine ernste Aussprache mit BEIDEN Elternteilen über den Sinn und Unsinn des Lebens und des Lernens angebracht. Das sollte nicht nur an dir hängenbleiben. Und ja, ich würde hier auch direkt mit anbringen, dass die Realschule droht, wenn er das nicht schafft.

    Mein FÜnftklässler wollte anfangs auch alles allein machen und er hat es auch nicht geschafft.

    Wichtig ist, dass die Hausaufgaben gemacht sind - wie er sie macht ist erst einmal unwichtig. Er soll sein Glück allein versuchen und wenn das nicht klappt muss er sich eben helfen lassen. Sonst ist auch ein intelligentes Kind auf dem Gymnasium irgendwann überfordert.

    Und nein: Gymnasiasten müssen nicht alles allein können, sie dürfen auch noch Probleme mit der Arbeitshaltung haben und sie dürfen auch noch das Lernen lernen. Ein zehnjähriges Kind muss auch nicht selbstständig die Folgen von Schulversagen abschätzen können - also halt keine Predigten, sondern kürze nach Absprache Taschengeld, Computerzeit oder sonst etwas, wenn das nicht klappt und wenn er sich nicht helfen lassen will. Dein Kind ist 10 und nicht erwachsen.

    • "Ein zehnjähriges Kind muss auch nicht selbstständig die Folgen von Schulversagen abschätzen können - also halt keine Predigten, sondern kürze nach Absprache Taschengeld, Computerzeit oder sonst etwas, wenn das nicht klappt und wenn er sich nicht helfen lassen will. Dein Kind ist 10 und nicht erwachsen. "

      Aha, ein 10-jähriger kapiert also nicht, dass man mit schlechten Noten sitzen bleiben oder sogar von der Schule fliegen kann.

      Komisch, meine Tochter hatte schon mit 7 verstanden, dass Kinder mit zu schlechten Noten eine Klasse wiederholen müssen, und dass sie da nicht scharf drauf ist.
      Sie hat jetzt, mit knapp 9, sogar verstanden, dass man langweilige, schlecht bezahlte Arbeiten, wie Putzen gehen, machen muss, wenn man zu schlecht in der Schule war.
      Ich glaube, ich lasse sie mal auf Hochbegabung testen. #augen

      Statt mit Konsequenzen, aus denen ein Kind lernt, arbeitest Du mit Strafen, aus denen das Kind nur lernt, dass es Ärger gibt, wenn man nicht tut, was Mama will, und Du erklärst ihm noch nicht einmal, warum Schule wichtig ist, weil er noch zu klein und dumm dafür ist. #klatsch

      • Jedes normale Kind weiß, dass Schule wichtig ist und dass es ein Privileg ist lernen zu dürfen.

        Bei einem Kind, das nun einmal gerade keinen Bock auf seine Hausaufgaben hat, ist es trotzdem sinnlos mit Konsequenzen zu drohen, die Monate oder Jahre später eintreten. Dann ist eine vorher abgesprochene Konsequenz - z.B. Nacharbeiten in der Zeit, die für Fernseher oder Computer vorgesehen war - weit sinnvoller als ein Vortrag über die Wichtigkeit des Lernens.

        • Sehe ich persönlich ganz genauso. Unmöglich für Kinder, die Tragweite von Wurschtigkeit in der Schule wirklich zu durchschauen - in der grauen Theorie WISSEN unsere Schlauköpfchen das ja alles, aber das ist doch komplett fern und hat mit dem JETZT (in dem die Kinder nun mal leben) nichts zu tun. Ich kann mich übrigens noch lebendig genug an meine eigene Kindheit erinnern um zu wissen, dass es bei mir haarscharf dasselbe war. Hätten meine Eltern mich nicht konsequent und ohne Federlesens durch die Schule gescheucht hätte ich mich in meinen Träumen verloren.
          Übrigens finde ich die Eltern, die ihren Kindern regelmäßig vorhalten, sie würden dann eben putzen gehen müssen oder bei Aldi an der Kasse enden super perfide und erst recht schlimm - sorry, also DAS ist ja wohl das Letzte, auch, weil es viele Menschen gibt, die genau so ihren Lebensunterhalt verdienen müssen - und die sind auch nicht weniger wert.

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