Schulprobleme

    • (1) 11.03.16 - 11:47

      Hallo an alle,
      Ich habe mich gerade hier angemeldet, und ich brauche dringend einen Rat, oder auch nur jemand der zuhört. Wir haben drei Kinder, alles Jungs, 10, 8 und 5. Alle Wunschkinder, Ehe alles prima würde ich sagen. Unser Grosser hatte von Anfang an Schwierigkeiten, spät gelaufen, spät gesprochen, Schreikind. Seit der 1.Klasse Förderung in der Grundschule, seit der 3. Klasse mit Integrationshilfe. Die Psychologin hat ADS und autistische Verhaltensweisen festgestellt. Unser zweiter Sohn war ebenfalls auffällig - spät gelaufen, spät gesprochen, Speikind. Er wurde nicht regulär eingeschult sondern hat erst eine Vorklasse besucht, geht jetzt in die erste Klasse der Grundschule. Die Diagnose hier: hochfunktionaler frühkindlicher Autismus. Es lief anfangs ganz gut, aber jetzt wird es zunehmend schwierig. Auch für ihn ist Integrationshilfe beantragt und wird voraussichtlich in ein paar Wochen eingesetzt. Unser Jüngster soll im Sommer zur Schule kommen, er ist extrem lebhaft, macht im Kindergarten nur Quatsch und hört nicht hin. Ich habe schreckliche Angst, was da noch auf uns zukommt.
      Sorry, ich versuche mich kurz zu fassen, aber es ist kompliziert... Meine eigentliche Frage bzw Grund warum ich hier schreibe ist, dass ich bald wirklich nicht mehr kann. Nachdem ich die Kinder in die Schule bzw Kiga gebracht habe, schaffe ich es oft nur noch so gerade nach Hause und breche dann weinend zusammen. Ich habe das Gefühl, auf ganzer Linie versagt zu haben, dabei liebe ich meine Kinder wirklich über alles, ich arbeite auch zur Zeit nicht und bin für sie da den ganzen Tag. Ich weiss einfach nicht, was ich falsch gemacht habe, ich weiss nur dass ich total verzweifelt bin. Ich glaube auch nicht mehr daran, dass es irgendwann besser wird. Mittlerweile leidet auch der Haushalt darunter, ich habe nicht mehr die Kraft für Waschen, Putzen, Bügeln, Kochen etc. Das gibt dann zusätzlichen Stress mit meinem Mann der verständlicherweise genervt ist, wenn mal wieder kein einziges frisches Unterhemd zu finden ist.
      Vielen Dank an diejenigen, die es bis hierher geschafft haben. Vielleicht fällt ja einem hier etwas dazu ein. Ich bin dankbar für jede Antwort.
      Lg Boxerin

      • Hallo liebe Boxerin,

        gut, dass Du das jetzt mal rausgelassen hast.....

        Solche Gedanken haben/hatten sicherlich die meisten von uns auch schon. Und mit etwas Abstand kann man/ich Dir sagen: Du hast aber rein gar nichts falsch gemacht!!! #blume

        Es ist halt alles viel für Dich und das kann ich gut verstehen.

        Daher fühle Dich erstmal ganz lieb von mir und allen anderen, die das lesen, gedrückt. #herzlich

        Ich weiß auch, dass das alleine Dir nicht reichen kann, aber etwas mentale Unterstützung tut gut. Wichtig ist, wenn man total überfordert zu sein scheint (untestelle ich jetzt einfach mal), dass man sich Hilfe sucht. Wenn es nicht in der Familie geht, weil vielleicht das Verständnis fehlt, suche sie Dir woanders.

        Ich möchte jetzt nicht direkt mit "dem Arzt kommen", denn das hört sich manchmal blöde an, ich weiß. Aber ich würde (jetzt meine ich auch nur mich, vielleicht kannst Du das Dir aber auch vorstellen) das ganz genauso einem (Haus-)Arzt oder wie auch immmer sagen. Da muss dann keine (langwierige) Therapie herauskommen, vielleicht tuns manchmal auch irgendwelche Stimmungsaufheller (Homöopathie...) oder sonstwas. Modern sagt man ja hin und wieder dann: Burnout. Und das können nicht nur überforderte Banker oder was weiß ich bekommen, sondern wir alle.

        Daher würde ich Dir als Tip geben, sag's genauso wie oben jemandem, der Dir wirklich weiterhelfen kann. (Mein Hausarzt hat mir mal von gestressten Berufstätigen erzählt, denen er - weil er nicht wirklich weiterkam - einen Vitamincoctail (mit B12 etc.) im wöchentlichen Rythmus gespritzt hat. Er selbst hätte daran nicht geglaubt (er ist reiner Schulmediziner), aber der Patientin hätte das sowas von geholfen. Es wäre kaum zu glauben gewesen; sie hätte daraufhin alle extrem gestressten Kollegen zu ihm geschickt.

        Was ich Dir damit sagen möchte: Keine Hemmung/Angst oder so, dass einem Mediziner zu sagen. Es kann wie man sieht auch ganz schnelle/unkomplizierte Hilfe kommen, Hauptsache Hilfe!

        Da fällt mir noch ein, dass es sicherlich auch so was wie Haushalts-/Jugendhilfe vom Jugendamt gibt. Ich habe davon aber keine Ahnung, ob das was ist oder es vielleicht eine blöde Idee ist.

        Nur Mut! #winke

        Herzliche Grüße :-)
        mm

        Hallo, das was du mir schreibst, tut mir im Herzen weh. Ich kann nachvollziehen, wie du dich fühlen musst. Dabei tun mir weniger die Kinder leid, denn die würden die Situation wahrscheinlich so hinnnehmen wie sie ist, ohne sich groß Gedanken zu machen. Aber du tust mir leid. Und wenn deine Kinder dich sehen, begreifen sie vielleicht zunehmend, dass etwas nicht stimmt, was ganz schlecht ist. Ich weiß gar nicht, wozu ich dir raten soll, natürlich gibt es Hilfestellen (Jugendamt etc.) , aber da geht man ja wirklich nur hin, wenn man keinen Ausweg mehr sieht. Du müsstest jedoch auf jeden Fall Hilfe bekommen. Entweder du überlegt, zu einem guten Psychologen zu gehen oder du musst dir eine andere Denkweise zulegen: "Es ist schwierig momentan, aber irgendwann sind sie groß und dann erkennt keiner mehr, welche Schwierigkeiten ihr hattet. Es verwächst sich. In spätestens 10 Jahren sind sie erwachsen, gehen ihren Weg, ob sie nun Integrationshilfe bekommen haben etc, danach schreit später kein Hahn mehr."

        Das ist vielleicht momentan für dich ein schwacher Trost, denn immerhin lebst du im Hier und Jetzt. Aber wenn du nicht anfängst, die Dinge gelassener zu sehen, gehst du ein.
        Nachdem hier in Deutschland auch jedes Kind überperfekt sein muss, ist es umso schlimmer. Jeder wird analysiert. Passt er nicht in den Rahmen, ist er "defizitär". Ich kann es oft nicht mehr hören. DAs fängt schon im Kindergarten an, dass lebhafte Kinder ADHS etc haben, nur weil einer dem anderen die Mütze vom Kopf zieht.

        Mag sein, dass deine Kinder einfach ein bisschen mehr Zeit für diverse Dinge brauchen - aber was solls? Ist halt so und später merkt kein Mensch mehr etwas davon. In diesem Sinne - pfeif auf die ganzen Urteile der Umgebung. Liebe deine Kinder so wie sie sind, sie sind gut so. Vertrau mir.
        Lg

        • Weißt du eigentlich, was hochfunktionaler Frühkindlicher Autismus ist? Nicht wirklich, oder?
          Und nein, das "verwächst" sich nicht. Das ist angeboren und bleibt auf ewig erhalten. Das wird höchstens auffälliger ohne Therapie.
          Wieviele gesunde Deutsche kennst du denn, die trotz normalen IQ nicht/kaum/oder nur extrem schlecht sprechen können? Eine Sprachbehinderung ist ein Teil des Frühkindlichen Autismus - als Frühkindlicher Autist kann man einen sonstwie hohen IQ haben, sprechen wird man trotzdem immer nur sehr, sehr schlecht bis gar nicht.

          Mein Ältester hat einen IQ von 100, ist jetzt fast 10 Jahre alt - seine Sprache kann man vergessen. Wie lange soll ich ihm denn noch geben? Was meinst du? Wann wird er es lernen? Ich kann es dir sagen: Er wird es nie lernen. Trotz 7-jähriger Logopädie, Intensivlogopädie, Sprachheilunterricht,...

          Nein, es gibt eben Behinderungen, die verwachsen sich leider nicht. Ich musste mir auch jahrelang diese "Das verwächst sich schon..."Leier von meinen Eltern anhören. Nein, das tut es eben nicht! Blödsinn! Glaubst du meine Kinder hätten PS1 bzw. PS2 wegen einer Krankheit, die sich "verwächst"? Sie sind nicht nur ein "bisschen" langsamer, sondern ganz schön viel langsamer. Mein Jüngster braucht doppelt so lange um etwas zu lernen, wie ein gesundes Kind. Heute ist er 8 Jahre - geistig auf dem Stand eines knapp 4 Jahre alten Kindes. Damit hat er auch noch eine eindeutige geistige Behinderung.

      Hallo,

      du musst dir unbedingt darüber klar werden, dass Autismus nicht anerzogen, sondern angeboren ist. Dafür kannst du rein gar nichts.. und die Chance, dass ein Geschwisterkind auch Autist ist, ist leider sehr sehr hoch..

      Ich denke auf euch kommen jede Menge Therapiestunden zu und auch du solltest dir Gesprächspartner suchen.. vielleicht auch Menschen in derselben Situation.

      lg

      • Hallo, ich danke Euch für die Antworten! Es ist so, dass ich mich sehr bemühe, auf diese Vorstellung vom "Standardkind" zu pfeifen, weil ich das total falsch finde. Natürlich sind die Kinder genau so richtig wie sie sind, und ich hab sie lieb genau so wie sie sind. Was mich fertig macht ist dieser ständige Druck von aussen. Dauernd sagt man mir direkt oder indirekt, dass meine Kinder eben nicht richtig sind, so wie sie sind, und das tut so schrecklich weh. Versteht Ihr was ich meine? Und dann kommt noch dazu, dass zwar Autismus genetisch ist, aber die Art wie ich damit umgehe, ist meine Verantwortung und ich habe Angst, dass ich dabei was falsch mache. Ich hab schon öfter überlegt, mir Hilfe zu suchen, aber als ich das letzte Mal vor meiner Hausärztin sass hab ich es einfach nicht geschafft, ihr das alles zu erzählen. Generell ist es so, dass kaum jemand weiss wie es in mir aussieht, ich wirke glaube ich nach aussen hin sehr ausgeglichen und ruhig... Ich bin vielleicht einfach ausgebrannt im Sinne von ich habe keine Reserven mehr. Darum macht mir das ja solche Sorgen, weil wir bestimmt noch viel Kraft brauchen und ich nicht weiss, wo die herkommen soll. Lg Boxerin

        • Darf ich mal fragen aus welcher Gegend ihr kommt?

          Gerne auch über PN.

          lg

          Kein einziges Kind auf dieser Welt ist nicht "richtig". Es gibt nur Kinder, die mehr und andere, die weniger Unterstützung brauchen. Autismus ist eine Behinderung - nicht mehr und nicht weniger.

          Es fällt uns allen schwer zuzugeben, dass unsere Kinder autistisch oder auch nur von ADHS betroffen sind. Ich habe das mit meinem bis dahin pflegeleichten Fünftklässler, der nun eine ADHS-Behandlung braucht auch gerade erlebt. Das ist einfach menschlich.

          Unterstützung brauchst du auf jeden Fall. Deine Kinder sind anstrengender als die meisten anderen. Familienentlastende Dienste sind meist empfehlenswert. Ob eine Förderschule wirklich schlechter ist als ein I-Helfer sei dahingestellt. Wir sind mit der K-Schule für den Jüngsten sehr zufrieden und auch er lernt in der kleinen, für ihn überschaubaren Lerngruppe mehr als in einer großen Klasse. Auch Selbsthilfegruppen können dich entlasten.

          Hallo,

          Ich versuche es kurz zu machen.

          Neben allem, was schon genannt wurde, gibt es evtl. Die Möglichkeit über Selbsthilfe-Vereine Hilfe und Infos, wo es welche Hilfen gibt, zu bekommen. Das ist dist regional sehr unterschiedlich. Hier bei uns bieten die Förderschulen, die auf die Besonderheiten deiner Kinder spezialisiert sind gute Unterstützung, auch in Form der Elternberatung (das ist aber regional wirklich sehr sehr unterschiedlich, muss man ausprobieren)!

          Wichtig für dich ist: erst einmal irgendwo Anzufangen und Hilfe zu suchen.

          LG Joeri

    (11) 11.03.16 - 13:41

    Hallo,
    warum setzt du dir überhaupt das unmenschliche Ziel, alles ALLEIN schaffen zu wollen?
    Nein, das kannst du nicht! Nicht auf Dauer.
    Nicht umsonst gibt es in Deutschland für Behinderte und deren Angehörige viele Hilfen. Die gibt es einfach, dass du nicht völlig zusammenbrichst.

    Also, bei den Diagnosen und so, wie du das beschreibst sind einige Schritte HEUTE noch unabdingbar:
    - formloser Antrag an die Pflegekassen der Kinder: Pflegestufen beantragen!

    - Antrag für einen SBA zumindest für die ältesten Kinder - dafür gibt es Formulare beim Versorgungsamt als Download für jedes Bundesland andere ;-)
    - unbedingt mal eine Auszeit nehmen am Tag (fest einplanen)
    - Pflegeberatung in Anspruch nehmen/alternativ das Pflegetagebuch von MichaelK lesen...aber ob du dafür Zeit hast? - jedenfalls muss das schnell geschehen, die Begutachtung kommt schnell, du solltest vorbereitet sein!

    Bei den Pflegestufen bekommst du bei Autismus MINDESTENS die PS0. Das sind 123€/Monat/Kind zusätzlich an Geld zu deiner freien Verfügung. Natürlich steigt der Betrag beinerner höheren Pflegestufe. Dafür kannst du dir für deine Kinder vieles leisten. Ansonsten hast du allein dadurch bereits Anspruch auf Verhinderungspflege. Das sind jährlich 1612€/Kind/Jahr, welches du für Babysitter frei ausgeben kannst. Außerdem übernimmt die Pflegekasse durchaus die Kosten für eine Haushaltshilfe. Diese Haushaltshilfe hat nichts mit der Haushaltshilfe der Krankenkasse zu tun. Darauf hat man einen Rechtsanspruch, der sich allein aus der Pflegestufe ergibt. Das muss man nicht extra beantragen.

    Ansonsten würde ich dir dringend eine MuKiKur raten. Du musst mal raus aus diesem Alptraum und verschiedene Techniken lernen, mit den Behinderungen umzugehen. Aufgrund der Behinderungsart deiner Kinder kommt eh nur ein einzigstes Kurhaus in Frage...und das ist immer schon 1 Jahr im Voraus zu reservieren. Versuche es mal im Haus Elstersteinpark.

    Hallo,

    ich glaube, du bist in die typische "Mütterfalle" geraten. Deine Kinder und deren Bedürfnisse stehen im Vordergrund und du funktionierst nur noch wie ein Rad im Uhrwerk und setzt dir Vorgaben, die du nicht erfüllen kannst.

    Du musst in erster Linie in der jetzigen ganz dringend nach dir selbst schauen. Sprich klar mit deinem Mann und schildere die Situation und deine Gefühle. Schau, wen ihr noch ins Boot holen könnt, der euch entlastet (Putzfrau, Verwandte, Schulbegleiter ...). Schaffe dir selbst Freiräume.

    Geh nicht immer vom "Worst Possible Case" aus (das tut man als Mutter ja gerne). Versuche auch ein Netzwerk mit anderen betroffenen Eltern zu bilden und hole dir dort Rat und auch Konzepte und Unterstützung.

    Dir alles Liebe
    Miss Mary

    (13) 11.03.16 - 17:18

    Hallo Boxerin,

    ich kann annähernd nachvollziehen, wie es dir geht und was du fühlst.

    Ich bin alleinerziehend, meine Tochter ist seit einem Jahr schwerst depressiv, hat autistische Züge, elektiven Mutismus, Hochbegabung, Hypersensibilität und weiß der Kuckuck, was noch alles kommt.

    Wie ich dieses Jahr bis hierhin überstanden habe?

    Ausschließlich damit, dass ich mich vor Jahren selbst sehr erfolgreich mit guten Strategien aus einer Depression gekämpft habe und jetzt die Dinge, die ich brauche; die mir gut tun; die mich runterbringen, einfach einigermaßen noch weiß und auf die Kette bekomme.

    Zugegebenermaßen habe ich Anfang voriges Jahr (Ausbruch der Majordepression meiner Tochter) 6 Wochen zu Hause bleiben müssen und auch Anfang dieses Jahr 4 Wochen. Die Batterien waren leer.
    Ich kann nicht behaupten, mich in dieser Zeit erholt zu haben, aber meine Arbeit (bzw. meine Kollegen) geben mir sehr viel Abwechslung und Halt.
    Das hast du ja nun leider nicht.

    Ich nehme in für mich harten Phasen zusätzlich Neurexan - das ist homöopathisch und hilft mir ganz gut.
    Zusätzlich habe ich eine sehr gute Bekannte, mit der ich über all diese Probleme gut sprechen kann.

    Wenn du es nicht schaffst, mit Ärzten zu reden, dann musst du den Weg für dich finden. Innerlich zu dir finden.
    Kleine Inseln am Tag schaffen.
    Die Kaffeetasse in Ruhe, als "Belohnung" für die angestellte Wäsche.
    Immer kleine Schritte, kleine Belohnungen.

    Wenn was mit den Kindern gut läuft, dies vor Augen führen - nicht das negative.
    Immer und immer wieder das Positive herausstellen.

    Und, was ich sehr hart lernen musste, dem Druck der Gesellschaft (Schule, Verwandte, Bekannte - all die dummen Sachen, die gesagt werden) ein Stück entfliehen. Der Druck ständig auf dem Sprung zu Unternehmungen, Haushalt etc. zu sein.
    Stell dir diesen Druck, diese Sprüche wie ein Ball vor, der dich versucht hart zu treffen und du weichst ihm aus. Immer wieder.

    Das ist wirklich harte harte Arbeit, aber es kann funktionieren.
    Schritt für Schritt.

    Und natürlich, wie eine anderen Usern schrieb, mit den Diagnosen arbeiten - Dinge "einfordern" usw.
    www.reha-kids.de bietet sehr viele Anleitungen zur Beantragung von Sachen.
    (Vorsicht allerdings, dort liest man sich gern fest ;-) )

    Ich wünsche dir alles alles Gute #klee

    Du kannst nichts dafür, dass deine Kinder hochfunktionalen Autismus und/oder ADHS haben. Du hast wahrscheinlich auch nicht mehr Fehler gemacht wie alle anderen Mütter auch. Ganz im Gegenteil leistest du als Mutter wahrscheinlich mehr als fast alle anderen Mütter. (Ich kenne das aus Erfahrung, ich habe auch drei Jungs mit solchen Problemen.)

    Was du bescheibst klingt nach einer Depression. Daran wäre genau ein guter Aspekt - man kann das so gut wie immer behandeln. In deiner Situation mutet dir niemand eine großartige Psychotherapie zu, aber es bewirkt schon sehr viel. wenn du wieder schlafen kannst und wenn sich die Stimmung aufhellt. Das kann man mit Medikamenten erreichen.

    Mir haben Selbsthilfegruppen immer viel gebracht - vor allem das Gefühl kein Außerirdischer unter lauter Erdenbürgern zu sein :-). Gibt es eine in deiner Nähe?

    Wie läuft es zu Hause? Klappen die Hausaufgaben oder ist das ein Dauerdrama? Wenn ja: Gibt es eine geeignete Hausaufgabenbetreuung, etwa eine heilpädagogische Tagesstätte? Gibt es Freizeitangebote eines familienentlastenden Dienstes, die für deine Kinder interessant wären?

    Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass Jugendämter Familienhilfen und/oder Erziehungsbeistände bereitstellen. In deiner Situation, in der die Behinderung der Kinder und deine depressiven oder zumindest depressionsartigen Probleme im Vordergrund stehen würde ich dringend davon abraten, weil du damit auch noch einen nervenaufreibenden Prozess um das Aufenthaltsbestimmungsrecht riskierst.

    • Ich möchte hinzufügen, dass die Familienhilfen und Beratungen des Jugendamtes in der Regel nichts bringen, weil sie sich NULL mit den Störungen der Kinder auskennen und es teilweise nur noch schlimmer machen!

      Hier oft schon in der Beratung erlebt.

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