Erfahrungen Einzelkind

    • (1) 29.03.16 - 12:07

      Hallo liebe Mamis,

      ich komme aus dem Kleinkindforum zu euch, möchte aber bewusst Mütter fragen, deren Einzelkinder schon etwas älter sind als mein Sohn.

      Wir haben uns schon zu Kinderwunschzeiten festgelegt, nur ein Kind zu wollen und nun wird unser Sohn auch schon 4 und es geht uns eigentlich gut dabei.

      Aber in letzter Zeit fragen und bohren die Leute so sehr, wann denn das zweite Kind kommt und erklären dann immer, das Einzelkinder nur Nachteile haben.

      Das nagt jetzt die letzte Woche so sehr an mir, klar mein Sohn ist viel alleine und beschäftigt sich auch viel alleine - ich finde aber, er macht das ganz gut; er ist es ja auch nicht anders gewöhnt.
      (Er geht seit er 2 Jahre ist bis 14 Uhr in den Kiga, also hat er eig. täglich Kontakt zu anderen Kindern, Nachmittags sind wir nicht so oft zu Besuch)

      Ich möchte aber jetzt auch beim besten Willen kein zweites Kind, das ja (etwas krass gesagt) nur als Spielzeug für meinen Sohn geboren wird. Trotzdem bekomme ich langsam ein schlechtes Gewissen, das er einsam ist oder ihm ganz extenzielle Sachen fehlen, weil er keine Geschwister hat.

      Was sind eure Erfahrungen? Fehlt euren Kindern etwas? Sind sie einsam?

      #winke

      • (2) 29.03.16 - 12:09

        Hallo,

        Du denkst allen Ernstes darüber nach, ein 2. Kind zu bekommen, weil die Freunde und Bekannten das so meinen? So klingt das.
        Wir wollten auch immer nur ein Kind, haben auch nur das Eine, sie wird jetzt 12, ist nicht einsam und keiner typisches Einzelkind. Ich denke, sie ist glücklich und wir sind es auch.

        LG

      (5) 29.03.16 - 12:36

      Hallo,

      ich habe kein Einzelkind, aber ich kann dir aus meiner Erfahrung als teilweise Einzelkind und teilweise Geschwisterkind berichten.

      Meine Eltern sind geschieden. Auf seiten meines Vaters bin ich Einzelkind. Auf seiten meiner Mutter habe ich noch Geschwister. Dort bin ich auch aufgewachsen. Als kleines Kind habe ich mir immer Geschwister gewünscht und bin auch heute froh dass ich meine Geschwister habe. Wir haben auch ein sehr gutes Verhältnis untereinander; auch mit den Partnern die dazu kamen.

      Meinem Vater geht es zur Zeit gesundheitlich sind so gut. In diese Situation wäre ich manchmal froh wenn auf dieser Seite auch noch jemand wäre. Meine Geschwister sind zwar für mich da wenn ich sie brauche aber es ist nicht ihr Vater. Da auch die Trennung meiner Eltern nicht so gut war ist das Verhältnis bis heute schlecht. Hier wäre ich wirklich manchmal froh wenn ich die "Last" mit jemandem teilen könnte.

      Aber auch das ist kein Grund ein weiteres Kind zu bekommen ;-)

      Hallo,

      ehrlich gesagt, uns beiden fehlt etwas, meiner Tochter das Geschwisterchen, das sie sich sehr gewünscht hat, mir ein 2. Kind.

      Die Natur stand dem entgegen und wir müssen es so akzeptieren.

      Wobei meine Tochter uns auch schon manches Mal gedrängt hat, ein Baby zu adoptieren.

      Sie wird halt als Ausgleich halt doppelt und dreifach von uns verwöhnt. Ob das nun gut ist, wer weiß, lässt sich aber kaum ändern.

      Dafür ist sie eine ganz Liebe :-)

      GLG

    • Hallo
      Meine Tochter war Jahre lang ein Einzelkind und ehrlich gesagt kann ich immer noch kein Nachteil erkennen, genau so wie ich jetzt mit Geschwistern kein Nachteil erkennen kann. Es sind einfach 2 verschiedene Modelle.
      Generell finde ich es ebenfalls total idiotisch wenn man sich für ein weiteres Kind entscheidet weil das Kind dann jemand zum Spielen hat oder einen Freund usw.
      Ob die Kinder das dann auch so machen kann man doch nicht sagen, sie sind verwandt aber das alleine ist doch kein Grund oder keine Garantie dafür das sie sich dann auch prima verstehen.
      Ich kenne Geschwister die sich bis aufs letzte nicht ausstehen können und daran hat sich auch als Erwachsene nichts dran geändert..
      Ich bekomme Kinder weil ich sie will und Punkt.
      Mach dir kein schlechtes Gewissen und vorallem, lass dir nix einreden!

      LG

      (8) 29.03.16 - 13:26

      Unsere Tochter ist Einzelkind, da wir medizinisch ordentlich "nachhelfen" mussten um überhaupt ein Kind zu bekommen. Das ist allerdings in unserem Bekanntenkreis kein Geheimnis, deshalb stellt sich die Frage so nicht.
      Ich finde unser Einzelkind nicht anders als die Kinder, die mit einem oder mehreren Geschwistern aufwachsen. Sie hat immer schon viel Kontakt zu anderen Kindern, war vor dem Kindergarten auch in der Krippe und jetzt, als Schulkind, hat sie regelmäßige Verabredungen und Aktivitäten.
      Sie wird von uns nicht übermäßig verwöhnt und da wir beide berufstätig sind, ist sie auch nicht der absolute Mittelpunkt um den sich alles dreht.
      Sie kann sich super alleine beschäftigen.
      Wir sind gestern aus einem kurzen Osterurlaub gekommen. U.a. haben wir Verwandte besucht. Die haben zwei Mädchen (jetzt schon knapp 20) und meine Schwägerin meinte, sie habe noch nie ein so pflegeleichtes Kind gesehen, wie unsere Tochter.

      • Das kann ich nur unterschreiben. Auch meiner Tochter wird oft nachgesagt, dass sie absolut unkompliziert und selbständig sei. Und dass sie glücklich ist - steht außer Frage. Es ist unser Lebensmodell und sonst nichts. Sie wächst ganz normal damit auf - natürlich wünscht sich sich mal Geschwister, genauso wie ihre Freundin mit mehreren Schwestern unbedingt einen einzigen Bruder hätte ;-)

    (10) 29.03.16 - 13:42

    Hallo, ich denke, dass ist Gewohnheitssache. Wie soll ein Kind was vermissen, was es nicht kennt. Ich habe 2 Brüder, die aber 8 u.10 Jahre älter sind als ich. Wir verstehen uns erst seit ich erwachsen bin. Als Kind konnten sie mit mir nix anfangen. Also war ich dahin gehend auch ein Einzelkind. Ich konnte mich allein beschäftigen und war fast immer mit meinen Freundinnen zusammen. Jetzt im Erwachsenenalter, bin ich froh meine Brüder zu haben. Als Kind hätte ich sie gern auf den Mond geschossen. Ich selbst habe auch 3 Kinder. Mir war wichtig, dass sie keinen großen Altersabstand haben. Sie verstehen sich gut und sind es gewohnt, dass immer ein Geschwisterteil da ist. Nachteil ist, dass sie sich nicht allein beschäftigen können. Mein Mann ist ein Einzelkind. Er hat nichts vermisst. Eher im Gegenteil, er hat die volle Aufmerksamkeit der Eltern genossen. Und es hat ihm auch nicht geschadet, dass er verwöhnt wurde.

    Ich finde, in dieser Sache gibt es kein Richtig und Falsch. Jeder macht es so wie er es für richtig hält und Außenstehende hat das nichts anzugehen.

    LG
    Michaela

    (11) 29.03.16 - 13:51

    Hallo,

    meine Tochter (8) ist ein Einzelkind und wird auch eines bleiben. Sie ist sehr selbstständig, hat einen großen Freundeskreis und sie hat sich noch nie ein Geschwisterchen gewünscht.

    Klar ist ihr mal langweilig, aber ich denke so geht es Geschwisterkindern auch mal. Aber bis jetzt ist das nur kurz, und dann findet sie eine Beschäftigung, oder sie ruft eine ihrer Freundinnen an und trifft sich mit ihr.

    Lass dir kein schlechtes Gewissen einreden. Die Fragerei der Leute wird mit steigendem Alter deines Sohnes weniger ;-)

    lg
    Silvia

    (12) 29.03.16 - 14:33

    Hallo,

    unser Sohn ist 10 Jahre und Einzelkind....allerdings nicht bewusst gewollt.Ich hatte vor 5 Jahren eine Fehlgeburt und danach wurde ich nicht mehr schwanger.
    Schon bei unserem Sohn mussten wir ärztlich nachhelfen.

    Er ist manchmal froh ein Einzelkind zu sein.....kennt es ja auch nicht anders.Sein bester Freund hat noch zwei Brüder ....dort ist er gerne und hat diese auch oft zu Besuch...
    Aber er weiß danach auch seine" Ruhe" zu schätzen ;-)
    Sicher ist er auch etwas "verwöhnt" allerdings nicht materiel sonder mit Nähe und Zuwendung.Wir haben schon eine enge Bindung.Vater wie Mutter....wir sind halt eine kleine tolle Familie:-)

    Er ist sehr selbständig und sehr sozial.Sehr gut in der Schule und hat recht viele Freunde.Er spielt zweimal die Woche Hockey und schwimmt im Verein.Also viel Kontakt zu Kindern und Mannschaftssport ist sicher von Vorteil.
    Natürlich hätte er sich sicher über Geschwister gefreut....aber das ist ja nun bei uns nicht zu ändern.Das weiß er auch.....

    Für mich war es lange Zeit sehr schwer es zu akzeptieren aber eher der Gedanke das er später ,wenn er älter ist keine Geschwister hat und so eine recht kleine Familie.
    Nun hat mein Bruder zwei Kinder die allerdings 8 und 10 Jahre älter sind......da besteht aber guter Kontakt und wir sagen immer....wenn die mal Kinder bekommen ...wird unser Sohn dann dort der "Onkel" sein.Oder er heiratet mal eine Frau mit Geschwistern.....dann hat er eine große Familie...;-)
    Mein Mann ist Einzelkind und fand es nie schlimm.

    LG Kerstin

    (13) 29.03.16 - 14:53

    Huhu,
    ich bin zwar eigentlich nicht angesprochen (unsere Tochter wird im Sommer 3), aber ich möchte trotzdem was dazu schreiben.

    Wieso lässt du dich so durcheinanderbringen von Leuten die es scheinbar nicht haben können, wenn jemand eine andere Meinung hat?
    In unserem Umfeld, auch in der Verwandtschaft, haben auch alle mehrere Kinder und die meisten können nicht verstehen, warum wir kein zweites Kind wollen. Wir haben allerdings direkt dagegen gehalten und allen erzählt, dass mein Mann nach der Geburt direkt sterilisiert wurde. Punkt.
    Seitdem kommen eigentlich keine blöden Sprüche mehr. Und wer selber verallgemeinert (von wegen nur Nachteile für Einzelkinder), dem würde ich einfach mal aufzählen, dass es nur Vorteile gibt (auch wenn das vielleicht nicht deine wahre Einstellung ist).
    Zum Beispiel, dass man einem Einzelkind mehr bieten kann, schon rein finanziell und dass aus Einzelkindern später eher was wird als aus Geschwisterkindern.
    Das stimmt natürlich so nicht, aber wer nicht den Mund halten kann...

    (14) 29.03.16 - 15:23

    Mein Sohn ist 8 Jahre alt und meine Tochter 7 Monate. Sie sind Geschwister, aber dennoch irgendwie Einzelkinder. Der Altersabstand ist da doch zu groß.

    In erster Linie musst du gucken, wie DU damit zurecht kommst. Wenn das Baby kommt, ist dein Sohn schon mind. 5 und kommt quasi kurz darauf in die Schule. Du hast dann ein Baby zu Hause und einen Erstklässler.

    Was ich damit sagen will: So wirklich ein Spielkamerad wäre das nicht für deinen Sohn. Dennoch wäre er immer ein großer Bruder, das kann auch Vorteile haben. ;-)

    Es gibt viele positive und negative Seiten, die Entscheidung wird dir niemand abnehmen können. ;-)

    es gibt musische Kinder
    es gibt mathematisch begabte Kinder
    es gibt sportliche
    gesellige
    ruhige
    teamplayer
    vergeistigte

    usw usf.....

    und es gibt
    einzelkinder-eigenschaften bzw. Lebensweisen und
    geschwisterkinder-eigenschaften bzw. Lebenweise, die natürlich prägen.

    Jeder Mensch ist verschied und vom Umfeld geprägt, und natürlich sind Einzelkinder hier mit anderen Erfahrungen aufgewachen, wie Geschwisterkinder.

    Die Welt ist bunt und mit vielen Talenten gesegnet, weil eben jeder Mensch anders ist -- es wäre schlimm, alles anzugleichen. aber genau auf so etwas zielen solche Fragen ab.

    Jedes Kind muss in den Sport, -- muss in die Musik und natürlich auch ein Geschwisterkind haben etc.....

    Sieh´ solche Fragen nach einem "Geschwisterkind" mal in diesem Zusammenhang....

    Natürlich ist etwas anders... aber das muss nicht schlecht sein.....

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