Realschule 10-Minuten-Abschrift / wer kennt sich aus?

    • (1) 01.04.16 - 12:49

      Mein Sohn geht seit Fasching auf die Realschule 8. Klasse, sprachlicher Zweig (er war vorher am Gymnasium). Nun muss er Ende April im Fach IT einen Test 10-Minuten-Schreiben machen. Die Fachlehrerin hat mir im Elterngespräch gesagt, dass er 800 Anschläge schaffen muss, in der 9. Klasse muss er dann (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) 1.200 Anschläge schaffen.

      Also ich bin jetzt davon ausgegangen, dass er einen Text am PC abschreiben muss, dieser 800 Anschläge haben muss und man dazu 10 Minuten Zeit hat. Hatte aber bei dem Gespräch mit der Fachlehrerin keine Ahnung, wie lang ein Text mit 800 Anschlägen ist.

      Nun wollte ich meinen Sohn mal testen, ob er diese 800 Anschläge schafft (er hat das ja im Gymnasium nicht machen müssen) hab mir so einen Übungstext im Internet gesucht und wundere mich, dass 800 Anschläge ja eigentlich ganz wenig sind. Das schafft er in 10 Minuten ja locker.

      Hab ich da irgendwas falsch verstanden?

      • Hallo
        Meine Tochter war auch auf der Realschule, da hatte sie sowas nicht aber auf dem berufskolleg.
        Das ist ein Programm auf dem ein Text zu sehen ist und ein Feld in dem man schreibt, es werden Anschläge und Fehler gezählt und daraus wird die Note ermittelt.
        Genaue Zahlen weiß ich leider nicht auswendig.

        LG

        (3) 01.04.16 - 13:37

        Hallo,

        ist schon lange her, meine Realschulzeit. Doch soweit ich mich erinnere, ja da waren bei den zehn-MInuten-Abschriften um die 80 bis 130 Anschläge pro MInute verlangt.

        Wichtig ist, daß der Text absolut fehlerfrei geschrieben wird, da sich die NOte durch die Fehler verschlechtert. Zu unseren Zeiten saßen wir noch an Schreibmaschinen ohne Korrekturmöglichkeit, also war wirklich Konzentration wichtig!

        LG

        • (4) 01.04.16 - 14:17

          Ich war auch auf der Realschule im kaufmännischen Zweig, kann mich aber nicht mehr an die Anschlagszahl erinnern. Aber ja, für uns war es sehr viel schwieriger, fehlerfrei zu schreiben mit den alten Schreibmaschinen :-) Anfangs hat die Lehrerin immer noch den Takt mitgeklopft #rofl

          • (5) 01.04.16 - 14:31

            Stimmt, ich hatte eine alte Nonne als Lehrerin, wir mussten immer die Tastatur abkleben, die war zwar sehr streng aber wir haben es alle gelernt blind zu schreiben.

            Ich habe noch auf einer alten mechanischen Schreibmaschine gelernt, (ist lange her ca. 27 Jahre) wir sind oft abgerutscht und waren in der Tastatur eingeklemmt.

            Anschlagszahl waren in der Abschlussprüfung mind. 180-190 Anschläge die Minute, glaube ich. Hatte erst mein Zeugnis von der Berufsschule in der Hand.

            Eine Schulkollegin hatte sogar 210 Anschläge ohne Fehler in der Minute geschafft.

            lg

            klee76

            • (6) 01.04.16 - 16:39

              Genau, wir haben auch noch auf mechanischen Maschinen geschrieben... da hatte ich mitunter so meine Schwierigkeiten beim Klein-Finger-Einsatz.

              Aaaber: Das blinde 10-Finger-System beherrsche ich bis heute...#huepf
              Und der Takt, den bekamen wir über Kopfhörer von einer Kassette... war vor ca. 32 Jahren...

              • Das war auch vor 45 Jahren so #freu
                zuerst mechanische dann elektrische Schreibmaschine, da wurde allerdings auch die Anschlagszahl massiv erhöht :-) Ich hab die mechanische Schreibmaschine gehasst, bin immer wieder mit den Fingern zwischen die Tasten gefahren, das tat so schön weh #zitter
                Ich komm leider nicht mehr auf das Musikstück, welches sie uns damals immer vorspielten - und wehe - der Takt wurde nicht eingehalten.#schwitz
                Aber genauso habe ich es eben dann auch geschafft. dass ich in den Aufnahmeprüfungen der Firmen die erforderliche Anschlagszahl locker schaffte (schaffte 350/min netto - Angebermodus aus) Selbst Steno hab ich nie verlernt, das war auch Drill pur.
                Meine Enkelin möchte nun auch am PC blind so schnell schreiben lernen wie Oma ....tja - da heißt es üben üben üben:-D
                LG Moni

                • Ja, ich finde es schade, daß das heute in den Schulen teilweise gar nicht mehr gelehrt wird. Mein Sohn hat mit ca. 11 J. einen VHS-Kurs belegt (10-Finger-Schreiben) - er war am Gymnasium und dort sieht der Lehrplan das nicht vor... anscheinend geht man am bay. Kultusministerium davon aus, daß die Abiturienten später alle eine persönliche Sekretärin an ihrer Seite sitzen haben oder nur noch per Sprachnachricht schreiben oder was weiß ich....#kratz
                  Steno - ja das hatte ich auch in der Realschule und dabei kläglich versagt. Da hat zum Schulende ein glatter Fünfer mein Zeugnis versaut. Dann kam ich in die Lehre - erster Berufsschultag - und es war klar: Ich werde die Abschlußprüfung in Steno leisten müssen (als Rechtsanwaltsgehilfin). Also hab ich mich auf meine 4 Buchstaben gesetzt, verbissen geübt.. und siehe da: plötzlich konnte ich auch das! Bis heute kann ich mir dadurch manchmal "geheime" Notizen machen, die keiner meiner Familienangehörigen lesen kann...:-p:-p
                  LG

                  Hi

                  Steno hatte ich auch gelernt, kann es aber nicht mehr, dieses Fach habe ich auch gehasst, habe es danach nur noch in meiner Lehrer gebraucht danach nie mehr.

                  350 Anschläge wow so gut war ich nie, müsste mal testen wie schnell ich heute bin.

                  LG

                  klee76

      (10) 01.04.16 - 21:24

      Was hat denn die Schnelligkeit des Tippens mit Informationstechnik zu tun? (Fach IT bedeutet doch "Informationstechnik" , oder?). Da ist doch was ganz anderes wichtig, nicht mal mein Sohn, der eine Ausbildung im IT- bereich macht, muß da einen Schreibtest machen.

      • Deine Frage finde ich cool! Ich hab da nämlich auch immer Probleme mit der Abgrenzung zwischen IT und IT.

        Es ist tatsächlich so, dass in vielen offiziellen Schriftstücken und Regelwerken (und offensichtlich auch in Schulen und Lehrplänen) unter IT noch im Wesentlichen die Grundfertigkeiten der EDV verstanden werden. Angefangen von Lochkarten richtig rum einlegen bis hin zum 10-Finger-Schreiben, sowas halt.

        Ich persönlich bin schon sehr lange (für meine Verhältnisse) in der IT unterwegs, hab einen Uniabschluss in einem naturwissenschaftlichen Fach und arbeite heute "denkend" in der IT.

        Glaube mir, in meinem Arbeitsbereich kann NIEMAND, wirklich NIEMAND wirklich tippen #rofl

        Wenn man aber davon ausgeht, welche Berufe zukünftige Realschulabsolventen ergreifen können oder wollen, macht das schon absolut Sinn.

        • Dankef ür deine Antwort, finde es halt komisch, dass in der Schule eher das Schreibmaschineschreiben in dem Bereich vermittelt wird und anscheinend nicht so sehr was kommunikatives bzw. die verschiedenen Medien der Komunikaion. Aber die Lehrer dort wissen sicher, was sie machen.

    (13) 02.04.16 - 07:04

    Hallo,

    du hast das schon richtig verstanden. 800 Anschläge in 10 Minuten. Berechnet werden die geschaffen Anschläge minus die Fehler. Bei meiner Ausbildung war es aber so, dass 800 Anschläge das Mindeste war und es gerade so die Note 5 war. Ich würde es nicht unterschätzen, denn sicherlich muss er blind "tippen". Da passiert es oft, dass man zwar viel Text hinbekommen, man aber zum Schluss erschrocken ist wie oft man die Tasten nicht getroffen hat oder wie oft Wörter doppelt oder gar nicht da stehen. Erkundige dich am besten mal genau welche Note es bei welchen Anschlägen gibt und ob komplett blind oder nicht.

    LG
    Michaela

    800 Anschläge in 10 Minuten ist jetzt nicht so viel, aber er kommt wirklich darauf an, sich für 10 Minuten gut zu konzentrieren und möglichst wenig Fehler zu machen, also so langsam zu schreiben, dass man nicht dauernd Fehler reinhaut.

    Für den PC gibt es Übeprogramme wie zB Tipp10 - da kann man ganz gut kontrollieren, wie schnell man ist und auch üben.

    Lg
    Anja

    (15) 02.04.16 - 14:25

    Hallo Vivia,
    die Note - glaube ich mich zu erinnern - wurde bei uns folgendermaßen berechnet:
    Die Anzahl der Fehler (klein statt groß, fehlender Buchstabe,...) wurde mit 100 multipliziert. Das Ergebnis anschließend durch die Anzahl der geschafften Anschläge dividiert. Anhand des errechneten Quotienten ergab sich dann die Endnote.
    0,000 - 0,1 Note 1
    0,101 - 0,2 Note 2

    0,201 - 0,3 Note 3 usw.
    Pro 50 fehlender Anschläge wurde die Note um eine Notenstufe herabgesetzt.
    Wenn sehr viele Anschläge fehlten (ich glaube mehr als 200, so war das dann automatisch die Note 6, auch wenn 0 Fehler im geschriebenen Text waren)
    Es musste absolut "blind" geschrieben werden (d. h. es gab eine Abdeckung über der Tastatur). Wer unter die Abdeckung "spickte" wurde mit der Note 6 bewertet.
    Liebe Grüße
    bradl

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