Beide Eltern Vollzeit?

    • (1) 16.04.16 - 16:28

      Hallo zusammen,

      ich möchte hier nach Erfahrungen fragen.
      Bisher arbeite ich in Teilzeit und konnte so KiGa und Schule, Krankzeiten, etc gut händeln.
      Jetzt muss ich mich beruflich verändern und vermutlich wieder Vollzeit einsteigen. Beide Kinder sind dann zwar in der Ganztagsschule, aber selbst dann, wie schafft ihr 40 St? Mein Mann kann nicht reduzieren. Ich habe leider auch keine Grosseltern vor Ort. Wie läuft das bei Euch?
      Vielen Dank an Alle die ihre Erfahrungen mitteilen!
      LG
      Juva

      • Hallo,

        mein Sohn ist 9, 3. Klasse, meine Kleine wird 5 und kommt nächstes Jahr in die Schule. Wir arbeiten beide Vollzeit, ich reduziere aber ab Mai. Es geht alles, vor allem dann, wenn man muss. Auch ich habe 2014 meinen Job gewechselt und es ging erstmal nur Vollzeit. Mein Mann ist immer gegen 16 Uhr zu hause, verlässt früh halb sechs das Haus. er holt die Kleine von der Kita, der Große könnte in den Hort, kommt aber nach Schulschluss gegen halb 2 von der Schule, ruft mich dann an und macht seine HA. Zum Glück ist er sehr verantwortungsbewusst und ein guter Schüler. Das erleichtert vieles.
        Dennoch merke ich, dass er mehr Zuspruch braucht. Denn auch wenn er alles gut meistert, so ist er eben doch erst 9 und damit noch ein kind. Aus diesem Grund habe ich jetzt auch reduziert, sodass ich bald 3x die Woche schon halb 3 zu hause sein kann. Mit Gleitzeit auch mal eher. (ich habe einen Fahrtweg einfach von 45 Minuten). Das bringt uns allen mehr Zeit und ich freue mich schon sehr.
        Wenn du musst, dann steig Vollzeit ein und reduziere dann, wenn du kannst.

        vg, m.

        • Danke, es hilft immer zu hören, dass frau es schaffen kann. Eigentlich freue ich mich auch auf einen beruflichen Neustart, habe aber Angst, dass meine Kinder drunter leiden.
          LG
          Juva

      (4) 16.04.16 - 17:41

      Hi,

      ich arbeite wieder "außer Haus", nachdem ich das Glück hatte, bis dato Homeoffice zu arbeiten,
      Mein Mann ist unter der Woche so gut wie nicht anwesend und bei derzeit 25 Std. + 5 Std. Fahrzeit außer Haus und zzg. 10 Std. Homeoffice ....Ja es ist total Stress!
      Wir haben keinen Hort, etc, somit muss ich es neben Kindersport, Musik, Garten, Haushalt alleine wuppen.

      Putzfrauen sind hier total Mangelware, von anderen Hilfen ganz zu schweigen.

      Wichtig bei Vollzeit ist enfach, das die Stunden so gelegt sind, das es mit den Kindern passt.
      Ganztagesbetreuung gibt es erst auf der weiterführenden Schule aber für meine Kinder ist diese Betreuungsform einfach nix.

      lg
      lisa

    • (5) 16.04.16 - 17:47

      Hallo,
      wir haben bisher nur ein Kind (zweites Kind kommt ET August 16) und haben beide 2 Jahre Vollzeit gearbeitet.
      Es ist möglich, aber organisatorisch immer ein Spagat.
      Alles wird geplant und es besteht wenig Flexibilität.
      Nach zwei Jahren war meine Kraft aufgebracht und ich weiß, ich werde in den nächsten 8 Jahren so nicht mehr arbeiten gehen.
      Allerdings verdient mein Mann auch gutes Geld, so dass ich die Wahl habe nach zwei Jahren Elternzeit erst wieder mit 50% zu starten und es dabei belassen zu können.
      Gruß

      (6) 16.04.16 - 18:01

      Hallo,

      Wir arbeiten beide Vollzeit. Mein Mann arbeitet in Wechselschicht und ich habe Gleitzeit. Es funktioniert nur, wenn es so abgesprochen ist, dass immer einer morgens und einer nachmittags zu Hause ist.

      In der Frühschicht Woche arbeitet mein Mann von 6 bis 14 Uhr und ich beginne erst gegen halb 9. So bin ich morgens zu Hause, mein Mann dann nachmittags. In dieser Woche komme ich erst zum Abendessen nach Hause und mein Mann übernimmt den gesamten Freizeitbereich.

      In der Spätschicht Woche arbeitet mein Mann von 14 bis 22 Uhr. Dann beginne ich um halb 7 und arbeite bis 15 Uhr. So ist mein Mann morgens da und ich übernehme den Freizeitbereich.

      Unser Sohn geht derzeit in die ogs und wird dort bis 15 uhr betreut. Ab nächstem Schuljahr auf der weiterführenden Schule hat er sich für einen gebundenen Ganztag entschieden. Da hat er 3 mal die Woche bis 15.30 Schule, 2 mal bis 13.30 (Dienstag und Freitag). Freitags arbeite ich nur bis 13 Uhr. Dienstags wäre er dann alleine, bis jemand da ist (mein Mann 14.30 oder ich 15.30).

      Für uns ist das eine super Lösung und allen geht es gut damit. Wir arbeiten beide gemeinsam Vollzeit mit diesem Modell seit dem unser Sohn 2,5 Jahre alt ist.

      Beste Grüße

      Fanta

    • (7) 16.04.16 - 18:18

      Danke an alle, die hier antworten, es hilft doch sehr zu wissen, dass man damit nicht alleine ist. Schwierig bei uns ist, das wir beide Bürojobs haben. Ich hoffe ich finde wieder einen Job in dem ich weiterhin früh anfangen und dann pünktlich gehen kann, während mein Mann sowieso gerne spät anfängt und dafür länger arbeitet. Ich hoffe auch auf einen Anteil Home Office. Habt Ihr die Homeoffice Alternative bei der Bewerbung um eine Vollzeitstelle mal zur Sprache gebracht? Wenn ja, wann? Wie hat der ARbeitgeber reagiert?
      Liebe Grüße
      Juva

      • Hallo,

        da mein Job Mangelware ist in unserer Gegend, habe ich es nicht angesprochen. Bei uns wird es aber so langsam eingeführt, aber bis es bei mir soweit ist, werden wohl noch ein paar Tage ins Land gehen.

        vg, m.

    (9) 16.04.16 - 20:07

    Hallo Juva,

    du sprichst von Teilzeit. Nur was ist es denn ?

    Von 30 auf 40 ist es nicht so schlimm wie 20 auf 40. Dann sage ich - vollkommen verrückt.
    Ja, wenn es Dir um Erfshrung grht. Ich wurde dazu gezwungen. Damals öffentlicher Dienst. Führungsfunktion. Da hat mich keiner gefragt:-[ Ich musste. Wie eine Maschine haben wir es wirklich mit bravur geschafft. Exzellent.

    Aber nieeee wieder. Arme Kinder.

    Ich bin jetzt auf 30 wieder zurück. Ich kann entscheiden, ob ich an einem Tag 10 und am anderen 2 arbeite. Homeffice anteilig ist im Gespräch. Bei solchen Bedingungen traue ich mir noch die 35.

    Meine Tochter war mal schon mit Grippe alleine zuhause, bei meinem Sohn warte ich sehnlichst auch suf diesen Moment,.
    Es ist eben eher nicht der Alltag aber die ganzen Sachen die dazwischen kommen. Bei 40 Stunden wäre ich ihnen nicht auf Dauer gerecht und meine Kinder habe ich nicht bekommen, um sie dem ganztag zu überlassen.

    Jaaa, wären mein Sohn sagen wir mal 5 Jahre älter, stelle ich es mir widerum einfacher vor aber nicht, wenn sie noch so klein sind.

    Alles Gute#sonne,

    (10) 16.04.16 - 21:40

    Hallo,

    ich würde es nicht machen.

    Ich arbeite 20 Stunden an drei Tagen, und habe keine Ahnung, wie Familien, wo beide Vollzeit arbeiten, Arbeit, Haushalt, Garten und Besorgungen unter einen Hut bekommen, ohne dass keine Zeit mehr für die Kinder bleibt, oder die Eltern selbst nach ein paar Monaten am Stock gehen.

    Wir rotieren außerdem schon seit Anfang diesen Jahres, weil dauernd eines unserer beiden Kinder krank ist. Zum Glück "treffen" sie öfter mal meine freien Tage (wobei so hier zu Hause alles stehen und liegen bleibt). Wenn ich da jedesmal dem Büro fern bleiben müßte, wäre mein Chef vermutlich schon kurz davor, mir zu kündigen. Mein Mann kann zumindest ab und zu Home Office machen. Die Betonung liegt aber auf "ab und zu", nicht "ständig".

    Ein Kollege von mir und seine Frau arbeiten beide Vollzeit. Sie haben nur ein Kind. Der Junge macht nichts außer OGS, weil keiner Zeit hat, ihn zu irgendwelchen Hobbies zu bringen. Verabredungen mit anderen Kindern sind auch schwierig, und beide Eltern sind gestresst hoch drei. Der Kollege erzählt mir jede Woche, dass er es nicht mehr lange schafft, so weiter zu machen (und sieht auch entsprechend fertig aus), dass aber weder er noch seine Frau von ihren Chefs aus reduzieren dürfen.
    Ich kenne nur Familien, wo das einigermaßen läuft, wo Großeltern mithelfen.

    LG

    Heike

    Ich habe immer Vollzeit gearbeitet ,mein Mann ebenso.
    Als die Kinder klein waren, hatten wir für die Randzeiten eine Kinderfrau.
    Die Kinder waren in der Grundschule bis 17.00 in der OGS. Zeit für Hobbies bleibt dann nicht mehr, wäre aber eh keiner daheim gewesen um sie zu fahren.
    Bei uns war es wohl so, dass die OGS gute Nachmittagsangebote hatte, meine Kinder hatten Tennis, Judo, Tanzen oder Fußball, sogar Reiten war möglich und Tauchen.
    Verabredungen waren nicht nötig, die hatten ihre Freunde ja eh bis 17.00 um sich.
    Und hier gehen fast alle Kinder in die OGS, denn hier arbeiten die meisten Frauen Vollzeit.
    Ohne die guten Ganztagsangebote schon für Kinder ab 3 Monaten und die Kinderfrau wäre es nicht gegangen. Wir haben aber auch beide Jobs ohne geregelten Feierabend. Um 17.00 Schluss machen kann ich vergessen, manchmal komme ich auch nur am Wochenende nach Hause und meist erst so spät am Abend, dass die Kinder schon schlafen, jetzt zwar nicht mehr, aber die ganzen Jahre als sie kleiner waren schon.
    Da hab ich sie oft nur am Wochenende gesehen. Ich hatte aber nie die Sorge dass was nicht läuft, da wir alles wirklich gut organisiert haben. Mein Mann konnte auch im Ausnahmefall mal Home Office machen wenn ein Kind mal krank war.
    Wenn man natürlich Kinder hat die dauernd krank sind, wird es eng.
    Überleg es dir gut: unterstützt dich dein Mann zu 100%? Bleibt er zu 50% zu Hause wenn ein Kind krank ist? Seid ihr bereit ein ganzes Stück Geld für eine vernünftige Betreuung auszugeben?

    • Hallo,

      sorry, ich will Dich jetzt nicht persönlich angehen aber mich stört:

      "Ich hatte aber nie die Sorge dass was nicht läuft, da wir alles wirklich gut organisiert haben"

      Die Kinder haben nichts von Mama oder Papa, warum hat man in so einer Situation eigentlich Kinder?! Das frage ich mich. Prima, erst OGS, dann Kinderfrau am Abend. Natürlich werden die Kinder nicht sagen, schade, dass du nicht da bist. Würde man sie aber vor die Wahl stellen: Mama oder mehr Geld aufm Konto, würden sich 99% der Kinder Zeit mit den Eltern wünschen.

      Ich bin da zu doof für. Ich hatte jetzt seit 2 Jahren einen Teilzeitjob auf Papier. Letztendlich bin ich Vollzeit und mehr Woche für Woche arbeiten gegangen und ja, es hat nicht funktioniert. Mein Mann ist kaum zu Hause - er hat keine geregelten Wochenende und auch keine geregelten Feiertage, er kommt auch nicht täglich um 16.30 Uhr nach Hause, alles blieb an mir hängen, zusätzlich. Ich bin bald wahnsinnig geworden, genervt und aggressiv meinem Mann gegenüber.

      Ich kann nicht alles haben - steile Karriere und Kinder. Da erzählt mir keiner, dass nicht irgendetwas auf der Strecke bleibt. In unserem Fall war es die Familie. Nein danke, das brauche ich nicht mehr so schnell. Ich habe nun mal Kinder und für die möchte ich auch gerne da sein und nicht nur beim Schlafen zusehen. In 5 Jahren schaut die Welt wieder anders aus.

      Ich habe zum April gekündigt und gleichzeitig ab April wieder einen ganz kleinen Job mit 15 Stunden die Woche. Mir langt das voll und ganz, die Kleine geht nicht mehr in den Hort und der Große kommt jetzt auch wieder direkt nach Schulende nach Hause. Alle sind wesentlich entspannter und auch wieder besser gelaunt. Herrlich. Endlich kann ich auch mal wieder selbst die Kinder zu Verabredungen bringen, bei Turnieren zuschauen und Vokabeln abfragen. Der immense Zeitdruck ist einfach weg.

      Natürlich ist es machbar wenn es sein muss. Aber dieser Spagat, gerade dann, wenn die Kids krank sind oder die ganzen Ferien alle 6 Wochen. Geil! Wie ich es gehasst habe, ständig sagen zu müssen, du, da kann Mama leider nicht, ich muss arbeiten, Papa kann aber auch nicht, der hat auch Dienst.... Furchtbar. Das geht ein paar Stunden, ein paar Mal. Aber nicht von Montag bis Samstag täglich über 10 Stunden in den Ferien.

      Schönes Wochenende Euch!

      LG
      Caro

      • Unser Leben passt für uns so. Das hat keine Allgemeingültigkeit. Du schreibst ja selbst, dass es Dir nicht gut getan hat und du nur noch genervt warst. Dann geht es halt nicht. An diesen Punkt bin ich aber nie gekommen. Ich arbeite gerne und habe diese Erfahrung die du gemacht hast, nicht gemacht.
        Mein Beruf ist meine Berufung, nicht nur ein Job um Geld zu verdienen. Das ist vielleicht der Unterschied. Könnte ich nicht mehr arbeiten, wäre ich sehr unglücklich.

        Du hast ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn du deinen Kindern sagen musstest , dass du keine Zeit hast, das hatte ich so nicht. Ich habe meine Berufstätigkeit nie als Belastung empfunden, sondern als Bereicherung.
        Ferien haben wir auch abgedeckt gehabt, Ferienbetreuung für4 Wochen und 2 Wochen Urlaub.... ist nie ein Problem gewesen. Hier sind nie kritische Situationen entstanden, wahrscheinlich weil ich ausstrahle, dass es mir gut geht.

        Jeder sollte es so handhaben wie es funktioniert, da gibt es keinen Kardinalsweg.
        Das muss man auch nicht rechtfertigen oder sich irgendwie schuldig fühlen, dass man es anders macht als andere oder dass man Dinge nicht durchhalten konnte.... so ist das Leben, man muss eben flexibel sein...
        ich habe selbst im Krankenhaus nach den Geburten gearbeitet und im Kreisssaal noch Telefonate geführt...das war sicher übertrieben im Nachhinein betrachtet, aber damals kam es mir richtig vor.

        • Du sprichst doch da aber nur für Dich.
          Wie gefällt Euer Modell den Kindern, hast Du sie mal gefragt?

          Natürlich muss man selbst auch zufrieden sein, aber die Kinder sollten nicht in ein System gesteckt werden, nur damit Mama sich verwirklichen kann. Wenn mein Beruf mein Leben ist, warum brauche ich dann Kinder?

          • Es kann in dieser Fragestellung ja nicht nur um die Mutter und deren beruflichen Ziele gehen.
            Diese Frage richtet sich doch dann auch an den Vater oder nicht?
            Er muss genauso schauen ob dich seine beruflichen Pläne mit der Familie vereinbaren lassen.
            Es stört mich dass du nur von der Mutter schreibst.
            Ausserdem halte ich es für normal berufstätig zu sein das hat nichts mit Selbstverwirklichung zu tun.
            Ich verdiene Geld um unsere Kinder zu finanzieren, denn das möchte und könnte mein Mann nicht durch sein Gehalt stemmen.
            Und natürlich haben wir die Kinder gefragt aber erst als die ins Schulalter kamen.
            Wären die nicht fernen die Betreuung gegangen dann hätte wir es auch möglich gemacht dass die um 14.00 nach Hause können...dann wäre die Kinderfrau halt eher gekommen.

            Als die klein waren haben wir eine gute private Kita gehabt mit erstklassiger Betreuung und sehr kleinen Gruppengrößen.
            Wenn die Kinder signalisiert hätten dass die das nicht mögen , wären wir auch da in der Lage gewesen, Plan B, C oder D zu realisieren.

            Auch hätte mein Mann als letzte Möglichkeit seine Arbeitszeit etwas verringert, aber an den Punkt sind wir nie gekommen.

            Man kann auch die Bedürfnisse der Kinder berücksichtigen ohne auf Ding zu verzichten die einen selbst zufrieden machen.
            Ich habe meine Freizeitgestaltung schon angepasst, weniger weg gehen, kaum noch Sports , etc.
            Da stecke ich dann eher zurück, aber am Beruf spare ich keine Zeit ein.
            Hier hat es funktioniert, für uns.

            Wie andere das regeln und wie die ihre Kinder groß zehn ist deren Sache.
            Und wie ich Kinder und Beruf und Partner und Freizeit vereinbare, habe ich wie andere Eltern auch geregelt.

            • Natürlich sollten sich auch die Väter Gedanken machen, allerdings behaupte ich einfach mal, dass Mütter in der Regel eine viel intensivere Bindung zu ihren Kindern haben, alleine durch die Zeit der Schwangerschaft.

              Und ich würde wirklich gerne verstehen, mit welcher Intention ich Kinder bekomme, wenn sie dann größtenteils fremdbetreut werden.
              Super, dass Ihr Eure Kinder gefragt habt und dass es zumindest momentan für alle passt.

              • Ich finde diese Logik die man immer bezüglich der angeblich stärkeren Bindung der Mutter an die Kinder nicht unbedingt nachvollziehbar.
                In der Schwangerschaft entwickelt nicht jede Mutter eine Bindung, besonders nicht wenn das Kind ungewollt ist.
                Und ich habe auch keine enge Bindung entwickelt, ich War halt schwanger aber da war noch keine persönliche Beziehung.

                Für mich War das alles so lange abstrakt bis das Kind da War und auch dann habe ich noch Monate bis Jahre gebraucht um eine Bindung aufzubauen.

                Erst jetzt wo die Kinder älter und langsam erwachsen werden, komme ich als Mutter in meiner Rolle an.
                Als die Kinder klein waren hatte mein Mann und die Kinderfrau viel mehr Einen Draht zu den Kindern.
                Mein Mann hat such die engere Beziehung zu allen drei Kindern...er hat sie getragen, gefüttert, gewickelt. ...ich habe das nur ungern und ausnahmsweise gemacht. ...es musste halt sein. ..daher kann ich diese angeblich natürliche Bindung zum Kind absolut nicht bestätigen.

                Und ich glaube auch nicht dass das bei allen Frauen so ist.
                Nur reden nicht alle drüber.

                Ich habe zwei mal eine Schwangerschaft abgebrochen , einmalig der 21. Woche.

                Und ich hatte noch keine Verbindung zu diesem Kind denn es war für mich noch keins. ...

(19) 16.04.16 - 22:13

Ich persönlich arbeite Vollzeit, seit meine Kinder 2 und 3 Jahre alt sind. Mein Mann hat damals auch Vollzeit gearbeitet. Allerdings hatten wir sehr flexible Arbeitszeiten. Er hat seine Stunden von morgens 6:00 Uhr bis abends 22:00 Uhr in "Häppchen" abgegolten (das war vom Arbeitgeber so gewollt und hat einfach für alle Sinn gemacht). Ich habe in der Zeit geregelt gearbeitet, hatte aber auch Gleitzeit. Homeoffice war hin und wieder möglich, aber ich war auch mal ein paar Tage komplett weg.

Dann kam eine Zeit, in der mein Mann aus beruflichen Gründen Teilzeit gearbeitet hat. Das war schon fast ein wenig zu langweilig. Bei erst bester Gelegenheit (nach nur wenigen Monaten) hat mein Mann wieder auf Vollzeit erhöht.

Inzwischen haben wir beide Gleitzeit, beide Dienstreisen und beide Tage, an denen es länger geht oder Phasen, in denen wir beruflich eingespannt sind. Und wir machen das schon seit Jahren.

Ja, es ist manchmal anstrengend, aber welches Familienleben ist das nicht? Allerdings sind wir beide Menschen, die gerne viel geben und grundsätzlich belastbarer sind als andere Menschen. Wenn es also gut läuft, der Job Spaß macht und die Kollegen toll sind (wir hatten da zwischendurch auch Durststrecken), können wir uns das gar nicht anders vorstellen.

Da, wo ich heute beruflich bin, sind wenige in meinem Alter. Ich fühle mich da so wahnsinnig wohl und erfüllt. Dementsprechend wirke ich auch auf meine Kinder. Im Moment sind wir alle 4 glücklich (mal abgesehen von in den Weg gelegten Steinen, aus denen man ja was Schönes bauen kann ;-) ). Wir sind uns also sicher, dass das unser Weg ist.

Eine Garantie, ob das bei euch passt, habt ihr nicht. Ihr müsst es ausprobieren.

(20) 17.04.16 - 08:15

Hallo,

ich antworte mal, obwohl mein Mann nicht Vollzeit arbeitet ... Ich arbeite seit einigen Jahren (zwangsläufig) wieder Vollzeit und es ist ziemlich heftig (für mich). Ich habe das mit meinem Chef so geregelt, dass ich täglich von 7.00 - 13.00 da bin (so ca.), einen Mittag die Woche haben wir Teambesprechung, dann bin ich einen Abend da und dann habe ich einen Schlüssel, wo ich den Rest flexibel arbeite.

Dadurch bin ich meistens drei - vier Mittage die Woche zu Hause, die Kinder leiden also nicht darunter ... aber ehrlich gesagt ich. Mein ganzer Tag, meine ganze Woche ist komplett durchgeplant. Habe ich mal zwei Stunden frei, hüpfe ich ins Büro und arbeite an meiner Wochenarbeitszeit. Ich mache es ehrlich nur aus finanziellen Gründen, meine eigene Lebensqualität leidet immens.

GLG
Miss Mary

(21) 17.04.16 - 08:32

Wir arbeiten auch beide 40 Stunden die Woche, mein Mann im Schichtdienst, ich mit Gleitzeit. Die Große ist bis 15:30 im Hort. Passt wunderbar, beim kiga hatten wir die Zeiten auch ähnlich.

Bisher hat das immer reibungslos funktioniert. Großeltern leben auch 500km weit weg, daher müssen wir auch alles selbst organisieren.

Wenn möglich mach ich ab und zu ein paar Stunden mehr, falls irgendwas bei der Maus anfällt, damit ich flexibler bin.

(22) 17.04.16 - 13:00

Hi.
Wie schafft man Vollzeit...?
Gestresst;-)
Nein, eigentlich geht es ganz gut!
Ich habe letztes Jahr auch Vollzeit angefangen und hatte arge Zweifel- ob alles passt, Schulbetreuung, Sport, Haushalt, Freizeit uswusf....
Aber es klappt, die Betreuung in der Grundschule ist super, die Kinder machen gut mit (in der Schule und zu Hause), Haushalt packen alle mit an, die Chefs brechen nicht zusammen, wenn man mal wg der Kinder ausfällt oder frei braucht- ziehe ich Bilanz, bin ich echt stolz drauf, obwohl ich wie gesagt vorher echte Bedenken hatte!
Es ist halt manchmal eine Herausforderung, alles unter einen Hut zu bringen, aber andererseits hat sich alles immer regeln lassen.

Glg, Locke

(23) 17.04.16 - 17:21

Hallo,

wir haben es anders gelöst (allerdings bin ich mir darüber im Klaren, dass dies nicht immer so möglich ist).
Ich habe bei Geburt unseres ersten Kindes mein Angestelltenverhältnis aufgegeben, habe mir ein wenig Zeit gegönnt für Fort- und Weiterbildung und mich dann irgendwann selbstständig gemacht. Zusätzlich habe ich mir aus einer Laune heraus ein zweites Standbein gegönnt, welches mittlerweile auch ganz nett läuft.
Seit einigen Jahren arbeite ich so gesehen wieder Vollzeit, jedoch zu meinen eigenen Bedingungen. Arbeitsschwerpunkt ist zu Hause, ich kann mir meine Zeiten einteilen, wie es bei mir am besten reinpasst.

Mein Mann ist wenig da, Familie haben wir keine greifbar, auf Hausangestellte verzichten wir.
Haus und Kinder mit allem drum und dran manage ich zu 90%, mein Mann kann meistens nur am WE oder ausnahmsweise mal abends helfen.
Die Jungs sind nicht im Ganztag, haben viele Freunde und Hobbys, wir haben ein großes Haus mit Garten, häufig Gäste und ich lege viel Wert darauf, dass unser "Familiengefühl" trotz komplizierter Zeitpläne immer vorhanden ist.

Im Grunde genommen läuft alles sehr gut. Natürlich ist es häufig stressig, aber alles eine Frage der Organisation. Der Große ist bereits sehr selbstständig, der Mini braucht noch sehr viel Unterstützung und Begleitung. Ich habe mir ein gut funktionierendes soziales Netzwerk aufgebaut und wir haben einen zuverlässigen Babysitter, der immer mal wieder einspringt.
Ohne meinen Terminplaner wäre ich verloren. ;-)

Das alles bedeutet für mich allerdings auch, dass ich in Stoßzeiten auch am WE oder nachts arbeiten muss, um berufliche Termine einhalten zu können.

Wäre ich in meinem ursprünglichen Beruf geblieben, hätten wir das so nicht durchziehen können. Vollzeitstelle für uns beide wäre nur mit Ganztag und hohem, zusätzlichem Betreuungsaufwand für die Kinder möglich gewesen. Das war es mir nicht wert.
Ich mache zwar so keine große Karriere mehr im üblichen Sinne, aber für mich reicht es durchaus; ich fühle mich wohl, bin absolut flexibel und ermögliche uns als Familie dadurch viel Freiraum.

LG

(24) 17.04.16 - 18:28

Hallo,

Wie deckt Dir denn Krankheiten und Ferienzeiten ab? Der Urlaubsanspruch deckt das in der Regel nicht ab.

Halte das für nicht machbar und auch nicht sinnvoll.

LG

Carola

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