6-jährige nässt immer wieder mal ein - und es ist ihr egal

    • (1) 25.04.16 - 08:49

      Hallo guten Morgen,
      meine Tochter wird übermorgen bereits 7 Jahre alt! Nachts war sie noch nie trocken, sie trägt immer noch Windel. Wir haben es ein paar Mal versucht, aber ohne Erfolg. Was das angeht, bin ich aber noch halbwegs entspannt. Wir waren schon 2 mal bei der Urologin. Rein organisch ist alles in Ordnung. Nur ist ihr Blasenvolumen laut Miktionstest eher gering.
      Was mich aber eher stresst ist die Tatsache, dass sie es auch tagsüber immer wieder mal nicht auf die Toilette schafft. Erst hat sie immer behauptet, dass sie es nicht merken würde. Ich weiß aber aus der Vergangenheit, dass es, wenn sie drauf achtet, eben schon geht (Thema Fernsehverbot - das einzige, was geholfen hat). Und dann hatten wir letzte Wochen ein längeres Gespräch, in dem sie mir gestanden hat, dass sie es schon merkt, aber halt gerade im Spiel ist oder was auch immer und dann zu spät geht. Das Schlimmste aber ist - SIE scheint es überhaupt nicht zu stören. Sie läuft auch die ganze Zeit mit einem nassen Höschen rum, wenn es ist. Das war im Kindergarten schon so. Ich hatte sie in der Kindergartenzeit quasi jeden Tag pitschnass abgeholt. Irgendwie hat dort keiner so richtig drauf geachtet von den Erziehern, obwohl ich es ihnen echt oft gesagt habe. Somit scheint es für meine Tochter nicht anormal zu sein, wenn da unten alles nass ist... und ich kann gar nicht sagen, wie kirre mich das macht!!! Habt Ihr noch irgendeine Idee, wie man so ein Kind motivieren kann!?!?!? Von Nachts spreche ich ja gar nicht mal... wir haben aber im Juli eh einen Termin in der Enuresis-Sprechstunde in einer Kinderklinik....aber eigentlich dachte ich, dass das nur nachts betrifft.... hatte ich mich leider getäuscht :-(

      • Fakt ist: deine Tochter ist inkontinent, aus welchen Gründen auch immer.
        Wer nicht kontinent ist, trägt geeignete Einlagen. Ob Windeln bei Babies oder Pants für grössere Kinder oder Erwachsene oder Einlagen.
        Deshalb verstehe ich irgendwie gerade nicht, warum du deine Tochter ohne rumlaufen lässt?
        Schön wenn es sie nicht stört, aber vielleicht stört es ihr Umfeld? Oder möchtest du irgendwo sitzen wo vorher einer mit uringetränkter Kleidung sass? Möchtest du den Geruch in der Nase haben?

        Inkontinenz an und für sich ist absolut nichts wofür man sich schämen muss, aber keine geeigneten Massnahmen zu ergreifen ist rücksichtslos.

        • Also, ich hatte zu dem Thema ja 2 mal mit der Urologin gesprochen. Der Punkt ist, dass meine Tochter gleichzeitig auch sehr faul ist. Die Befürchtung ist also - wenn sie Windelhöschen, Binden etc. trägt, macht sie erst recht rein und verlässt sich darauf. Außerdem ist es nicht so, dass das jeden Tag passiert. Ich würde mal sagen, 70/30. (70% für Tage, an denen sie trocken ist). Grundsätzlich kann sie sehrwohl einhalten. Bei ihr ist das keine körperliche Sache, sondern rein "Kein Bock". Und da wäre eine Einlage eher kontraproduktiv, weil sie das in ihrer Faulheit nur noch unterstützt

          • Deine Überlegungen mögen bezogen auf deine Tochter richtig sein (individualethisch) , aber aus Sicht auf die Gesamtsituation und ihr Umfeld (sozialethisch) unhaltbar.

            Bei allem Verständnis, wäre ich Mutter eines Klassenkameraden eines inkontinenten Kindes, würde ich auf geeigneten Massnahmen bestehen!
            Nach deiner Rechnung muss also das schulische Umfeld an 3 von 10 Tagen mit allen Konsequenzen eines einnässenden Kindes tragen. Das betroffene Kind selber trägt jedoch keine Konsequenzen, da es sie scheinbar weder stört noch ihr Schamgefühl altersgerecht entwickelt ist.

            Meinen Kindern habe ich beigebracht, dass jeder in erster Linie für die Konsequenzen seines Handeln selber verantwortlich ist und nicht das Umfeld. Ob das Handeln freiwillig oder aufgrund der Umstände geschieht ist dabei irrelevant.

            Die Lösung wäre also für mich:
            Das inkontinente Kind trägt geeignete Inkontinenzhilfsmittel. Wenn es diese wiederum dazu nutzt aus Faulheit nicht aufs Klo zu gehen, dann müssen daraus für das Kind entsprechende Konsequenzen resultieren.
            Da die Ursache der Inkontinenz NICHT geklärt ist, würde ich aus Fairness dem Kind gegenüber auf eine schnelle und umfassende Diagnostik pochen. Juli? Never, so lange würde ich nicht warten.

            • gut, dann habe ich dazu mal eine Frage - wie sähen denn Deiner Meinung nach geeignete Konsequenzen aus, wenn das Kind dann aus Faulheit immer schön in die Windel/Einlage pinkelt?

              und b) wieso genau denkst Du, dass das nicht abgeklärt wurde? Wie gesagt waren wir bereits 2x beim Urologen. Körperlich ist alles in Ordnung. Ihr Blasenvolumen ist noch nicht ausreichend ausgereift, aber wenn sie darauf achtet, geht das. Psychologisch ist auch abgeklärt. Daher kommt es also auch nicht. Was genau kann man denn da noch weiteres abklären!?

              • Vorausgesetzt es gibt keinerlei psychische oder physische Ursachen wären mögliche Konsequenzen (nebst Belohnung wenn es klappt) das selbstständige Einkaufen und Entsorgen der Pants, eine Mitfinanzierung (weniger Taschengeld, oder in Form von Arbeitsleistung im Haus). Nicht als Strafe, sondern als Mitbeteiligung am erhöhten Aufwand welcher durch ihre Bequemlichkeit entsteht.
                Wenn ich im Zug erste Klasse statt zweiter Klasse fahren will, muss ich ebenfalls bereit sein, mehr dafür zu bezahlen.
                Einlagen werden selbstständig gewechselt und zwar rechtzeitig, usw. Geduscht (mindestens im Intimbereich) wird immer wenn eingenässt wurde (Prophylaxe wegen Harnwegsinfekten und aus geruchstechnischer Rücksichtnahme)
                Sie ist 7, da ist bereits sehr viel Eigenverantwortung möglich und eigentlich auch sehr viel Potential um Zusammenhänge zu verstehjen, wenn man sie gut erklärt.

                Was die Abklärung anbelangt: wie und wo sie psychologisch abgeklärt wurde weiss ich nicht, aber sie scheint ja in verschiedenen Bereichen über keine altersgemässe Reife zu verfügen, was wurde dazu gesagt? Wurde das Problem, dass Inkontinenz ein Schutzverhalten sein kann, in Betracht gezogen?

                Ich würde mich nun mal mit der Situation so nicht zufrieden geben.

                • ja, das meiste davon machen wir aber sowieso schon.

                  Wie genau kommst Du darauf, dass sie in verschiedenen Bereichen keine altersgemäße Reife hat!? Diese Aussage finde ich etwas anmaßend!

                  • Wenn du beschreibst, dass deine Tochter mit 7 noch nicht kontinent ist (eher kleines Blasenvolumen kann man kompensieren mit diversen Handlungsmassnahmen), diesbezüglich noch keine Eigenverantwortung ("es ist ihr egal, sie ist bequem, faul") übernimmt, dass ihr Schamgefühl noch nicht vorhanden ist, oder zumindest nicht altersgemäss, dann sind das nun mal bereits einige Punkte in welchen sie nicht ihrem Alter entsprechend entwickelt ist.
                    Das ist doch nicht wertend, anmassend oder schlimm, für mich als Mutter wären dies einfach Indikatoren genauer oder eben noch hinzuschauen, damit ich den Bedürfnissen des Kindes gerecht werde!

                    • Der Punkt ist aber eben, dass ich mir sehr viele Gedanken machen und eher genau hingucke als weniger. Ich hatte das Thema auch schon beim Kinderarzt. Ist ja nicht mal im Ansatz so, dass mir das wurst ist... im Gegenteil. Ich bin nur an einem Punkt, wo ich nicht mehr weiß, was ich noch tun soll..

                      • Dann ist möglicherweise dein Bauchgefühl richtiger als die (abwiegelnden) Antworten der Ärzte.
                        Du bist allererste Fachperson dein Kind betreffend, du musst Ärzte, bei Bedarf Psychologen finden, welche dies respektieren, die keine Hierarchie herstellen zwischen dir als "nur" Mutter und ihnen als "Fachleuten". Auf deinem Gebiet bist DU die Fachperson, genau so wie der Arzt auf seinem.
                        Beispiel Pants: du als Mutter, was ist dein intuitives Gefühl? Die Urologin hat dir geraten darauf zu verzichten, stimmt dieser Rat für dich? Deckt er sich mit deinem Bauchgefühl?

            (11) 25.04.16 - 16:12

            Wow, ich finde Deine Antwort ganz schön brutal. Woher weißt Du, dass das Umfeld darunter leidet? Bei ein paar Tröpfchen in der Hose bekommt das vermutlich keiner mit, das riecht auch kaum und keiner aus dem Umfeld muss irgendwelche "Konsequenzen" (was auch immer Du in dem Zusammenhang meinst) befürchten. Von der Grundschulrektorin meiner Tochter weiß ich übrigens, dass in der ersten Klasse noch recht viele Kinder Probleme damit haben und gelegentlich einpinkeln. Nur hängt man das nicht an die große Glocke, um die Kinder nicht bloß zu stellen. Vermutlich waren also auch Deine eigenen Kinder schon oft von den "Konsequenzen" einpinkelnder Kinder betroffen, ohne dass Du es mitbekommen hast.

            Was, wenn die TE ihr Kind falsch einschätzt und das Kind tatsächlich darunter leidet? Hast du daran schon mal gedacht? Druck machen ist dann der falsche Weg, wenn man langfristige Probleme vermeiden möchte...

            • (12) 25.04.16 - 17:17

              Gelegentlich? An mindestens 3 von 10 Tagen? Von ein paar Tropfen war nicht die Rede sondern von richtigem Einnässen. Das geht über ein gelegentliches "Malheur" hinaus, per Definition handelt es sich dabei um Inkontinenz.

              Und natürlich haben meine Kinder in dem Alter auch mal eingepinkelt oder miterlebt dass dies Klassenkameraden passiert ist, dabei handelte es jedoch sich um Ausnahmefälle, welche sie ziemlich beschämend fanden.

              Aus dem Dialog mit der Themeneröffnerin habe ich den Eindruck gewonnen, dass sie ihr Kind durchaus sehr gut einschätzen kann und sich sehr reflektiert mit der Situation auseinandersetzt.

              Ich arbeite in der Altenpflege, im hohen Alter ist Inkontinenz völlig normal, nicht inkontinent zu sein ist die Ausnahme, ich habe keinerlei Probleme mit der Thematik, keinerlei Ekel, habe selber sechs Kinder geboren, werde also folglich eines Tages auch betroffen sein, vorausgesetzt ich lebe so lange ;-) aber Ursachen nicht kennen und ohne geeignete Schutzmassnahmen regelmässig die Kleidung voll zu urinieren, nein tut mir leid, geht für mich schlicht nicht.

              • (13) 25.04.16 - 22:23

                So unterschiedlich kann der Eindruck von einem Text sein... ;-) Ich hatte im Ausgangsbeitrag eher den Eindruck, dass die TE sehr gestresst von der Situation ist, es ihr selber peinlich ist und sie deshalb eine schnelle Lösung sucht. Die TE selber: "ich kann gar nicht sagen wie kirre mich das macht!!!" Hört sich für mich eher gestresst und nicht tiefenentspannt und reflektiert an.
                Wenn das "Höschen" voll ist, dann verstehe ich übrigens nur die Unterhose darunter, mehr nicht.

    (16) 25.04.16 - 09:24

    Hallo

    Wir haben auch so Kandidaten im Schulhaus. Passt gar nicht... Auch denke ich, dass das Schamgefühl bei 7jährigen schon so ausgebaut sein sollte, dass es ihnen unangenehm ist und sie daher besser aufpassen. Immer vorausgesetzt, dass es wirklich nicht organisch ist!!!

    Irgenwann werden die anderen Kinder sie meiden, weil sie stinkt. Besonders im Sommer stinkt es nun mal, wenn die Kids immer nasse Hosen haben. Und das kann dann verletztend sein. Aber auch effektiv... Aber es sollte ja sanfter ablaufen.

    Bei uns haben diese Kids Wechselkleider und die Lehrerin/Erzieherin sagt ihnen, wenn sie sich umziehen müssen. Das hilft schon, weil dann ist das Spiel, für das es sich lohnte in die Hose zu pinkeln noch länger unterbrochen.

    Daheim würde ich empfehlen, dass du sie selber die Kleider wechseln lässt, auswaschen, aufhängen, kurz durschen, anziehen - das ist so ein langer Prozess, wenn es ein kleines Kind macht, dass es nach 2, 3mal wirklich abschreckt. So ein Pipi ins Klo dauert eine Minute - das ganze Prozedere unterbricht das Spiel für mindestens eine Viertelstunde.

    Erklär ihr, wie das ab sofort läuft. Sei dann aber im Prozess freundlich. Es bringt nichts, das Kind zu sehr zu verunsichern. Sag freundlich dass sie sich umziehen und waschen soll. Steh nicht daneben, geh nicht auf sie los. Lass dir nur sagen ob sie es merkte oder nicht. Denn dann kannst du ggf. selber schon Rückschlüsse ziehen, in welchen Sitationen es vorkommt... Das hilft beim Arztbesucht.

    Einnässen nachts: Nimm das nicht zu sehr auf die leichte Schulter. Gut, bei deinem Kind ist der Leidensdruck noch nicht so hoch. Bei unserem Sohn war es krass. Mit 7,5 hat er immernoch IMMER ins Bett gemacht. Blasenvolumen okay soweit... Er wollte sooo gerne bei Freunden übernachten aber es war im peinlich. Er war so selbstbewusst tagsüber, fuhr alleine Bus und hatte eine wichtige Rolle ins seinem Freundeskreis. Und nachts brauchte er Pampers. Und die kleine Schwester längst nicht mehr... Da haben wir (obwohl die Kinderärztin noch von "normal" redete darauf bestanden, was auszuprobieren. Die Lösung waren klingelhöschen. Da legst du einen Sensor in die Windeln, später in die Unterhose. Wirds nasse, machts einen saulärm. Da erwacht jedes Kind - oder wird erinnert. So lernen sie, wie sich der Harndrang anfühlt. Nach 2 Wochen konnten wir auf Unterhosen nachts wechseln, nach 8 Wochen oder so war er zuverlässig trocken. Den Sensor hat er selber bedient, er war also Chef der Lage. Ggf. wäre das was für dein Kind. Nachts.... aber eben, wenn der Leidensdruck beim Kind noch nicht so hoch ist, kannst du auch noch ein Jahr warten.

    • (17) 25.04.16 - 09:40

      @ wort75
      Das mit dem Schamgefühl ist, was mich ja auch so sehr wundert. Als ich ihr gestern sagte, dass wir ihr dann halt wieder Windel anziehen müssen, ist sie fast ausgeflippt, weil sie nicht wollte, dass das dann jemand sieht. Aber nasse Hose stört sie nicht!? Ich denke, sie hatte bisher einfach "Glück", dass es tatsächlich noch kein anderes Kind mitbekommen hat. Sie weiß also noch gar nicht, wie peinlich das wirklich ist. Wechselklamotten hatten wir in der Schule auch schon. Das Problem: Meist ist es gerade wenig genug, dass auch die Erzieher es nicht sehen und meine Tochter sagt von allein aber nichts. oft ist es dann nur die Unterhose und die Jeans oder so minimal. Aber von "ein paar Tröpfchen" daneben kann auch keine Rede mehr sein....

      So wie ich meine Tochter kenne, findet sie es auch noch toll, wenn sie ihr Zeug dann selber waschen kann. Sie würde am liebsten alles übernehmen. Bin also nicht sicher, ob das funktioniert. WAS zu Hause dagegen erschreckenderweise funktioniert ist TV-Verbot. Weil sie auch auf der Couch teilweise zu spät geht, wenn sie mit TV abgelenkt ist. Und das ist mal wirklich eklig.... Wenn sie dann nicht mehr Fern kucken darf, klappt es ja komischerweise wieder eine Zeitlang. Also scheint sie es ja zu spüren und es auch faktisch hinzukriegen, WENN sie darauf achtet. Und genau das ist das Problem.

      • PS: Leidensdruck hat sie von sich aus da überhaupt keinen! Weder tagsüber noch nachts. Ich hätte echt nicht gedacht, dass es einer 7jährigen so egal sein kann... man entwickelt doch irgendwann mal ein Ekelgefühl!?!? und es is doch nicht schön mit ner nassen Hose!? ich verstehe es nicht

        na dann ist das doch ein super ansatzpunkt. solange sie nicht einsieht, rechtzeitig aufs klo zu gehen muss sie halt windel tragen.
        wenn sie sich schon über den gedanke nso aufregt, würde ich das jetzt einfach mal knallhart durch ziehen, sowohl zuhaus als auch in der schule. lg

(20) 25.04.16 - 16:24

Hast Du schon mal überlegt, dass Deine Tochter vielleicht doch darunter leidet und es nur überspielt? Meine eigene Tochter hatte ein ähnliches Verhalten und hat auch in der ersten Klasse noch eingepinkelt. Ich hatte den Eindruck, dass es ihr völlig egal ist. Irgendwann bekam ich aber heraus, dass sie sehr darunter leidet und es nur überspielt.

Wir bekamen das Problem in den Griff, indem ich ihr vorübergehend Damenbinden als "Schutz" in die Schule mitgab (eine in die Unterhose, eine als Reserve). Nicht wegen dem "armen Umfeld", das eine andere Userin hier sehen würde, sondern wegen meiner armen Tochter, der das alles furchtbar peinlich war. Zusätzlich mit einem Belohnungssystem (Smiley für jeden Tag, an welchem keine der Binden voll waren und nach zehn Smileys eine kleine Belohnung) übten wir, alle zwei Stunden aufs Klo zu gehen, egal ob sie musste oder nicht. Es dauerte keinen Monat, bis sie trocken war.

Bis heute übrigens geht sie SEHR ungern auf fremde Toiletten. Zu Hause ist es kein Problem, aber unterwegs weigert sie sich. Neulich waren wir in einer Vorstellung und sie musste zwei Stunden (!!!) dringend aufs Klo, wollte aber partout nicht auf die "ekligen" Toiletten dort und hielt ein, bis wir zu Hasue waren. Inzwischen schafft sie das tatsächlich, so lange einzuhalten, es ging kein einziger Tropfen daneben.

  • (21) 25.04.16 - 16:34

    Das kenne ich von meinem Sohn auch, der in dem Alter nicht nur eingenässt, sondern auch eingekotet hat - vor lauter Scham hat er so getan, als ob gar nichts wäre, und man musste ihm zu Hause gut zureden, dass er jetzt einfach sich wäscht und frische Klamotten anzieht, aber keinen Ärger zu befürchten hat. Und nachts ist er richtig zuverlässig erst mit acht trocken gewesen und hat einfach weitergeschlafen. Nach außen hin hatte er also auch keinen Leidensdruck, aber - später konnte er das gut formulieren - immer die Sorge, man würde mit ihm schimpfen oder ihn auslachen.

    Liebe Grüße
    Anja

Mein Großer hatte auch lange Probleme mit der Blase.

Er hatte ein viel zu kleines Blasenvolumen und eine zu hohe Muskelspannung der Blasenmuskulatur. Das heißt, seine Blase lief einfach über, er konnte da nicht wirklich was für. Er merkte zwar das er mal muss aber wenn er dann nicht sofort lief sondern nur noch gerad 1 Minute was zu ende machen wollte lief die Blase einfach über.

Er hat dann ein Medikament bekommen das die Blasenmuskulatur entspannt damit die Blase sich dehnen konnte (das hieß täglich Blasentraining, 1x am Tag aufhalten bis es nicht mehr geht). Als wir dann auf normalem Blasenvolumen angekommen waren nach einigen Wochen war das tags trocken bleiben kein Problem mehr.

Nachts produzierte er viel zu viel Urin. In Kombination mit dem Blasenproblem war es ihm also gar nicht möglich trocken zu werden. Oft lief sogar die Windel noch über weil es so viel war. Nachdem die Blase dann das entsprechende Volumen hatte sind wir das an gegangen. Er bekam eine Hormontherapie nach einem bestimmten Schema über fast 6 Monate. Seit dem ist er trocken.
Das du bei einer Urologin warst heißt nicht das euch da geholfen wird. Ich war mit meinem Kind bei insgesamt 4 Urologen.

1. mit ca. 4 Jahren, weil mir da schon auffiel das andere Kinder die mal einen Unfall haben nass sind bis in die Schuhe, meiner hat einen nassen Fleck der nicht mal bis zu den Knien reicht und außerdem kann kein Mensch so oft auf Klo rennen und trotzdem noch so oft in die Hose machen. "Das sind Jungs, Geduld. Beschneiden könnte helfen". (er hatte nicht mal versucht die Vorhaut zu bewegen oder meinen Sohn gebeten das zu tun).

Einige Monate später Nr. 2 "Jungs tun sich da oft schwer. Ignorieren, wieder kommen wenn es bis zur Einschulung nicht besser wird",

Nr. 3 hat dann endlich festgestellt wo das Problem ist, aber die Tabletten die sie verschrieb halfen nicht, andere verschrieb sie nicht ("Irgendwann werden die schon anschlagen, es gibt zwar andere aber die verschreibe ich nicht".....wozu soll mein Kind jeden Tag was schlucken ohne Effekt in der Hoffnung das es irgendwann vielleicht doch noch wirkt? War ja nicht so das ich nach 3 Tagen gleich gesagt hab das es nicht wirkt). Nr. 4 war dann unser Retter "Wenn die nicht helfen, dann schreib ich ihnen die anderen auf. Ist gar nicht so selten das die keine Wirkung haben, mit den anderen hab ich bessere Erfahrung. Allerdings steht im Zettel ab 12. Aber nur weil es keine Studien mit Kindern gibt.......allerdings, würden sie ihr Kind Medikamententester sein lassen? Aber das Mittel ist schon ewig auf dem Markt und wird auch Kindern gegeben ohne Probleme".......nach wenigen Tagen eine deutliche Besserung.

Und alle 4 hatten auf ihren Schildern stehen "Kinderurologie, Enuresissprechstunde, Inkontinenzsprechstunde......."

Zu Früh abgeschickt.

Wie nass ist deine Tochter wenn sie nass ist? Bei meinem Sohn war oft nur die Unterhose betroffen. Und wenn dann war in der Jeans nur ein kleiner Fleck der oft nicht wirklich auffiel (ich achtete natürlich drauf)
Damals hat er auch immer behauptet es nicht zu merken oder es störe ihn nicht. Später hat er mir dann gestanden das er so getan hat als wenn nichts wäre weil er dachte dann merken die anderen nichts. Was in seinem Fall geklappt hat da es ja nie so nass war und Jungs haben den Fleck eher vorne in der Hose, nicht zwischen den Beinen, da kann man dezent den Pulli drüber ziehen. Umziehen wäre ja aufgefallen, da hätte ja jemand fragen können warum er plötzlich eine andere Hose an hat.

Mein sohn ist auch 7 jahre und trägt noch windeln in der Nacht er wird nächste Woche 8 jahre alt. Er schläft viel zu fest

Hallo guaranamate,

also.... Mein Sohn ist im Mai 7 Jahre alt geworden, seit 2 Jahren gehen wir regelmäßig in die "Pipi-Ambulanz", also eine Spezialabteilung in der Kinderklinik. Hier meine Erfahrung:

Anfangs ging es bei uns auch um Tag und Nacht, mittlerweile ist er tagsüber ganz trocken, nachts mal mehr - mal weniger.

Leider habe ich anscheinend von der Pipi-Ambulanz Wunder erwartet, denn ich wurde bitter enttäuscht. Nachdem eine körperliche Ursache ausgeschlossen war, bekamen wir erstmal einen Plan mit nach Hause, in den mein Sohn nach jedem Toilettengang einen Stempel machen durfte. Er sollte mindestens 7x am Tag auf Toilette gehen und hinterher immer einen Schluck trinken, damit die Blase immer arbeitet (so der Arzt). Mein Sohn, damals 5, war total erpicht darauf, zu stempeln, deshalb hat es erstmal gut geklappt. Bis er im Kindergarten von einer Erzieherin gesehen wurde, wie er sich einen Stempel gemacht hat. Sie hat ihn sehr geschimpft deswegen weil sie nicht wusste, worum es geht (hier stimmte die Kommunikation zwischen den Erziehern aber nicht, ich hatte es seiner Erzieherin nämlich gesagt, dass er einen Stempelplan dabei haben wird). Obwohl sich diese Erzieherin später bei ihm entschuldigt hat, hat mein Sohn seit dem Moment keinen Stempel mehr gemacht und die Hose war wieder nass. :-(

Daraufhin bekam er von der Pipi-Ambulanz 7 Murmeln. Die solle er sich in 1 Hosentasche stecken und jedesmal eine Murmel in die andere Hosentasche, wenn er auf Toilette war. Totaler Quatsch in meinen Augen: Wir waren noch keine Stunde zu Hause, da waren schon zwei Murmeln verloren. Außerdem hat er ständig vergessen, von welcher - in welche Tasche er die Murmeln wechseln soll, ein heilloses Durcheinander.

Unser Glück war, dass er unbedingt einen sogenannten Pieselpiepser haben wollte für nachts. Also auch ein Klingelgerät, das laut piepst sobald die Unterhose nachts nass wird. Unsere liebe Schwester Michaela von der Pipi-Ambulanz hat ihm aber gesagt, dass er das erst bekommt wenn es tagsüber klappt. Von da an ging er immer auf Toilette. Also das war im Prinzip kein Verdienst der Ambulanz, sondern mein Sohn hat es sich lediglich anders überlegt...

Nachdem er den ganzen Sommer über tagsüber trocken war, mittlerweile war er 6 geworden, bekam er also eine Pieselmaus verschrieben. Es hat nicht sofort geholfen, aber mit der Zeit ist er wach geworden, bevor die Maus gepiepst hat. Allerdings muss ich auch sagen, dass er nachts immer viel geweint hat wenn es gepiest hat. Er wurde in dem Moment aus einer Tiefschlafphase gerissen und war total durcheinander und hat bestimmt 15 Minuten geweint. Jede Nacht. Das war nicht einfach für mich, aber am wenigsten wohl für ihn.

Nach einigen Wochen mit Pieselmaus konnten wir sie weglassen und er blieb trocken. Ca. 3 Monate hat das geklappt, dann ging es plötzlich wieder los und wurde öfter, schlimmer und schlimmer. Sodass wir die Pieselmaus wieder anlegen mussten. Also alles wieder auf Anfang.

Als wir sie das nächste Mal weglassen konnten hat es wieder einige Monate geklappt, und dann das gleiche Spiel wieder: Es ging nachts immer öfter wieder ins Bett. Ich war total verzweifelt, denn so sehr man sein Kind liebt und Verständnis hat: Irgendwann war ich an dem Punkt wo ich total geschimpft habe :-(.

Ich rief in der Pipi-Ambulanz an: Dort wurde mir geraten, ihm eine Belohnung anzubieten: Wenn er es schafft, nachts trocken zu bleiben bekommt er eine kleine Belohnung. Achso, was ich eben vergessen habe zu sagen war, dass er meistens von der Pieselmaus gar nicht geweckt wurde, sondern so fest geschlafen hat dass ich ihn rütteln musste. Ich dachte "so ein blödsinn, er wird nicht mal von der Pieselmaus wach, wie soll er dann aufstehen und aufs Klo gehen?" Aber ich wurde eines besseren belehrt: Seit wir ihm gesagt haben, dass er morgens eine kleine Süßigkeit (z. B. ein paar Gummibärchen) mit in die Schule bekommt wenn er trocken bleibt, seitdem war er nicht mehr nass!!!!!!!!

Mittlerweile ist er 7, und leider leider fängt es seit ca. 1 Woche wieder an, dass es nachts ins Bett geht. Ich verstehe es einfach nicht und weiß auch nicht, was ich noch machen soll.

Ich wollte dir eigtl. nur meine Erfahrung mit der Pipi-Ambulanz schildern, damit du nicht genauso enttäuscht bist wie ich, denn hexen können die leider auch nicht.. Aber vielleicht ist es bei deiner Tochter was anderes, weil sie ja könnte wenn sie wollte.

Ich wünsch dir alles Gute, vielleicht magst du nach deinem Termin ja mal über deine Erfahrung berichten?

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