Übertritt , Bayern

    • (1) 27.04.16 - 21:02

      Hi,

      wie schaut es bei Euch in der Klasse aus, Montag ist bei uns Ausgabe der Bewerbungszeugnisse für die weiterführenden Schulen.

      Wie ist bei Euch das Verhältnis, wer auf welche Schule geht?
      Ich muss sagen, das ich total erstaunt war.

      Bei uns sind 16 Kinder in der Klasse und kein Hauptschulkind dabei, fast 1:1 Gym und Real.
      Parallelklasse hat 3 Hauptschüler und dann auch ca. 1:1 das Verhältnis von Gym zur Real.

      Dafür das es immer heißt, das es so schwer sei, freut es mich um so mehr, das unsere Schule (meiner Meinung nach) einen guten Schnitt hat.

      lg
      lisa

      • (2) 27.04.16 - 21:14

        Hallo,

        wird das bei euch ausgehängt, oder woher weißt du das so genau? #schwitz

        Wenn es bei uns nicht nur die Möglichkeit Gymnasium/Gesamtschule gäbe, wüsste ich das nicht #kratz

        lg

        • (3) 27.04.16 - 21:17

          Naja, es gibt Lehrer die fragen die Klasse aus, wer wohin geht....somit wissen die Kids es von der eigenen Klasse schon einmal.
          Und die Parallelklasse spielt auf dem selben Pausenhof, fährt mit dem Bus oder sie sind befreundet. Sind ja nur zwei Klassen mit gerade mal 34 Kindern...da weiß jeder alles über den anderen .#schwitz

          lg
          lisa

      (4) 27.04.16 - 21:14

      Bei uns dürfte es sich ziemlich genau dritteln, vermute ich mal. Genau weiß ich es aber nicht.

      Aber unsere Schule ist dafür bekannt, dass es nur recht wenige aufs Gym schaffen und ein recht großer Anteil auf die HS kommt (die Hauptschule braucht ja auch Schüler...). In der Nachbargemeinde ist das schon wieder ganz anders, da gehen auch weit über die Hälfe aufs Gym. Das ist halt überall unterschiedlich. Ich glaube nicht, dass das viel über die Qualität der Schule oder das Können de Kinder sagt.

    (7) 27.04.16 - 21:16

    Hallo.

    Mein Sohn ist schon in der 5. Klasse. Letztes Jahr sind von seiner Klasse 7 auf die Hauptschule gegangen, 2 aufs Gym und 8 auf die Realschule.

    Von den Realschülern weiß ich, dass viele von ihnen nen Gymschnitt gehabt haben, sich aber für die Realschule entschieden haben. Auch mein Sohn. Für ihn (und auch seine Kameraden) war das gut so, denn dieses Jahr auf der Realschule wurde nicht geschlafen und die Jungs hatten teilweise echt zu knabbern.

    Also.... der Notendurchschnitt am Ende der 4. sagt noch gar nix, wie die nächsten Jahre ablaufen. #schwitz

    Alles Gute!

    • (8) 27.04.16 - 21:34

      Sehe ich genauso.
      Trotz Notendurchschnitt - und nicht Elternwille - gehen viele Kids eher dann auf die Real statt aufs Gym.
      Nicht umsonst wird im Gym nochmals ordentlich aussortiert.

      Wobei ich bemerkt habe, das eher die Schüler wieder abgehen, die mit hängen und würgen den Schnitt für den Übertritt geschafft haben.

      Nee, hab mich echt übern den Schnitt gewundert.....

      lg
      lisa

      • (9) 28.04.16 - 22:02

        Letzendlich sehen die Lehrer ja auch nicht, wie viel zu Hause geübt wird für die Noten und die meisten Eltern sind da auch nicht wirklich ehrlich.

        Die Wahrheit kommt dann im Gymnasium ans Licht.. ist aber überall so, nicht nur in Bayern ;-)

        lg

        • (10) 28.04.16 - 22:20

          Genau!

          Das ist, was mich so sehr an diese Regelung mit der Empfehlung nur nach einem starren Notendurchschnitt. Abgesehen davon, dass Noten oft nicht sehr aussagekräftig sind...

          LG,
          Natalia

(11) 27.04.16 - 21:16

Hier auch. Aber es wird auch hart gekämpft dass die Kinder eben nicht auf die mittelschwer gehen.

(12) 27.04.16 - 21:21

Und da ist er:

Der mich nicht überraschende und eindeutige Beweis, dass auch in Bayern nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird.

In unserem Bundesland liegt das Verhältnis für das Gymnasium bei knapp unter 50%. Ich finde dieses Verhältnis absolut ungesund und für mich hat das absolut nichts mehr mit "Förderung von Leistungsträgern" zu tun!

Ein Verhältnis von 20 bis 30% würde ich absolut angemessen finden. Alles andere ist politische Augenwischerei - in Bayern und in anderen Bundesländern auch!

  • (13) 27.04.16 - 21:28

    Naja, wenn ich mich mit der Lehrerverwandtschaft (NRW) unterhalte schütteln die eher die Köpfe, wenn die sehen, welche hohe Leistungen in Bayerns Grundschulen verlangt wird.

    Zu meiner Schulzeit, hab mich heute noch mit meinem Mann unterhalten, da waren vielleicht 5 Schüler, die aufs Gym gegangen sind, aber vergleichen lässt es sich einfach nicht mehr, da andere Lernmaterialien, Förderungen, etc. heutefür Kinder vorhanden sind.

    lg
    lisa

    • (14) 28.04.16 - 08:03

      Das sehe ich anders. Natürlich lässt sich das vergleichen.

      Früher gab es eben für 20% der Schüler ein Abitur (allgemeine Hochschulreife), heute bundesweit für über 50% der Schüler.

      Bundesweit. Das ist also keine Entwicklung in einem bestimmten Bundesland, sondern überall in Deutschland so.

      Bist du echt der Meinung, dass die 30% mehr schon immer für das Gymnasium geeignet waren, aber damals nicht die Möglichkeit hatten? Ich sage ganz klar: NEIN!

      Das Niveau des Abiturs sinkt erheblich und übrig bleibt eine große Masse an Schülern, die zwar die formale Voraussetzung für ein Studium haben, aber mitnichten die Qualifikationen dafür. Sie studieren erst gar nicht (werden Physiotherapeuten und Bäckereifachverkäuferinnen) oder brechen das Studium bei Gelegenheit ab.

      Und dann gibt es noch die andere Seite (und für die würde ich gern mal Bewusstsein schaffen). Da gibt es echt Schüler, lasse es 10% sein, die ganze 12 oder 13 Schuljahre noch nie nachhaltig an ihre kognitiven Grenzen gebracht wurden, OBWOHL sie die höchste Schulbildung in Deutschland gewählt haben. Wie kann sowas sein?

      Für mich ist das ein Unding!

      Und es ist völlig egal, wie "schwer" eine Grundschule ist, wenn ja doch 50% der Kinder ans Gymnasium gehen. In Bayern sind die Kinder nicht schlauer. Das heißt, die Anforderungen sind wie überall in Deutschland so "angepasst" (runtergeschraubt), dass 50% der Kinder das Gymnasium erreichen.

      In Bayern ist der Schnitt (glaube ich) 2,3 (korrigiere mich, wenn ich falsch liege). Hier ist das auch so. Ein Kind, was 2 mal 2 in den Hauptfächern und dazu eine 3 hat, gehört für mich nicht aufs Gymnasium (wenn die Noten einigermaßen die Leistung wiederspiegeln)!

      • Das stimmt leider, dass das Niveau sinkt. Man braucht nur die Professoren zu fragen. Die Gymnasiallehrer wissen das natürlich auch.

        Hier wird am örtlichen Gymnasium (NRW ) ordentlich gesiebt. Sie starten 6 zügig und gehen ab Klasse 7 auf 4 oder 5 Klassen. Die Realschule starten ebenfalls 6 zügig und wird dann 8 zügig.

        Ich kenne aber auch Gymnasien, in denen weniger gesiebt wird. Eine Schule nimmt nur bis 1, 4 Notendurchschnitt. Einige Gymnasien planen auch direkt Förderstunde ein.

        Viele Grüße

        Julia

        (16) 28.04.16 - 10:42

        HI,

        naja, für mich ist Abi eine SchulausBILDUNG, das ist für mich keine Voraussetzung mehr, um zu studieren! Ob man nun Verkäufer, Handwerker oder Jurist wird, ist doch total egal!
        Weißt Du in der 5. Klasse schon, was Dein Kind mal wird, welche Vorlieben es hat, etc. ? Nein, man wählt die Schulform wo man meint, das das Kind hier am Besten aufgehoben ist.

        Zu meiner Zeit waren nur die super Begabten auf dem Gym, die ELITE! Und wenn ich sehe was aus denen geworden ist, obwohl es damals doch alles besser war, dann muss ich sagen, das die Real(mit)schüler heute einen viel besseren Job haben, da sie sich mehr innerhalb ihres Jobs weitergebildet , ein Studium angehängt , etc. haben und sich nicht auf ihrem Abi und Studium ausgeruht haben.

        Die Bildungselite wird auch auf dem Gym erkannt und gefördert (wenn sie es denn möchten!!!) , um hier nochmals eine Abgrenzung zu den normalen Gym Schülern zu erhalten. Das gibt es übrigens auf jeder Schulform, das begabte Kinder in anderen Kursen, AGs, etc. gehen können, sei es Real, Haupt, Gesamt...etc.

        Im Endeffekt kommt es auch drauf an, was Schüler, Eltern, Lehrer draus machen.

        Lisa
        P.S. Mich wundert es auch immer wieder, das Grundschullehrer studieren müssen, um jahrelang Aufgaben zu kopieren#rofl

        • (17) 28.04.16 - 21:20

          Hallo,

          was aus Leuten später wird, hängt eh nicht davon ab, wie gut sie in der Schule waren, sondern von vielen anderen Faktoren.
          Deswegen verstehe ich auch nicht so ganz, warum heute so viele Leute ihre Kinder auf Biegen und Brechen auf's Gymnasium schicken müssen, obwohl sie dort nicht mithalten können. Wenn jemand die Noten hat, ok. Aber es gibt auch andere Wege zum guten Job.

          Ich bin mir z.B. ziemlich sicher, dass man in 20 Jahren ein halbes Jahr und länger auf Termine bei Handwerkern warten müssen wird, weil es viel zu wenige davon geben wird. Und das wird sich auch in der Bezahlung der Handwerker niederschlagen...

          LG

          Heike

      Darf ich fragen, wieso 2, 2, 3 für dich nicht aufs Gymnasium gehört? Das waren damals exakt meine Übertrittsnoten und ich war in Unter- und Mittelstufe mehrere Jahre Klassenbeste (mit 1er Schnitt) und habe ein sehr gutes Abitur gemacht - Gleiches hätte ich sicherlich auch auf der Realschule erreicht, aber für mich war das Gymnasium definitiv die beste Wahl.

      Wie schon jemand schrieb sind die Noten eben nicht alles und nicht 100% aussagekräftig. Ich war z.B. damals mit Abstand Jüngste der Klasse, auch in der 4. noch sehr verspielt, verträumt und verquatscht und habe die Noten quasi im Vorbeigehen gesammelt, aber deren Relevanz noch überhaupt nicht einzuschätzen gewusst.
      Dieser Schritt kam erst in der völlig neuen Schulumgebung, in der auch mir dann bewusst wurde, was es heißt, Abitur zu machen bzw. aktiv Leistung bringen zu wollen.
      Ich erinnere mich noch gut daran, dass mir ein Leistungsdenken damals in der Grundschule noch völlig fremd war (und ich mich auch nicht erinnern kann, dass das damals schon so gehypt worden wäre), ich aber sicherlich, wäre ich dazu angehalten worden, problemlos mit geringem Zusatzaufwand 3x 1 hätte erreichen können.

      Hätte ich also mit meiner 2, 2, 3 deiner Meinung nicht aufs Gymnasium sollen?

      "Bist du echt der Meinung, dass die 30% mehr schon immer für das Gymnasium geeignet waren, aber damals nicht die Möglichkeit hatten? Ich sage ganz klar: NEIN!"

      Ich denke schon. Damals ist viel Potenzial verloren gegangen. Wenn ich alte Geschichte höre wie es "damals war" war es einfach so am Land: Arbeiterkind bleibt Arbeiter.. Bauerkind Bleibt Bauer, Akedemikerkind macht Abi. Junge Studierte, Madel lernt backverkauf Frau und bekommt Kind und wird hausfrau. Wenn dann nur als Lehrerin/ krankenschwester.

      Ich kenne viele die Jahrgang 50, 60er Jahren die Schulerishe Leistung hätte ABER trotzdem aufs Hauptschule gegangen sind. weil "es wird Zuerst GELERNT und GEARBEITET" . Viele Eltern hatten NICHT die Mut ihr Kind auf Gyms zu schicken.. Oder im Dorf oder Landkreis gabs nur ein HS und damals Bus/Bahn verkehr Hieß eine Weltreise aufs Gym zu gehen.. viele Eltern hatten selbst kein Autos..

      Damals waren Leute ihr eigene Bremse... Heute... das gegen teil.. fast genau so schlimm.. Nur vollgass für mein Kind.. " mein Kind kann und sollte alles erreichen" "nur das Beste" etc... " Kind sollte gefördert werden"

      denke an nach Kriegszeiten, bis so spät 80er Jahren.. war es nicht so... Mann war schon in eine Social/Bildung welt geboren und geblieben.

Ist es auch. Ich bin ehrlich gesagt froh wenn sohn den Schnitt zur realschule schafft. Er ist kein Kind fürs Gymnasium. Und ich sehe genug hochgradig überforderte Kinder und Eltern die am hochgelobten Gymnasium scheitern. Leider...

  • Ich habe hier 2 Kids zu sitzen. Und während die eine wirklich ein herzerfrischend NORMALES Kind ist, das auf dem Gymnasium nicht wirklich gut aufgehoben wäre, ist das andere Kind ein Leistungsträger, die wahrscheinlich davon betroffen sein wird, aufgrund der Schwämme von "Gymnasiumskindern" bis ans Ende ihrer Schulzeit Rücksicht auf Schwächere nehmen zu müssen (und kognitiv nie ausgelastet wird!!!).

    Ich finde diese Entwicklung einfach zum Kotzen!

    • Ich auch. Ich bin der Meinung- und werde jetzt dafür jetzt wahrscheinlich verbal notgeschlachtet- dass wirklich nur Kinder aufs Gymnasium gehören, die den EIGENEN Willen, die Struktur und Leistung vorzeigen können und wollen.
      Darum habe ich mich bei Sohn schon lange vom Gymnasium verabschiedet. Nicht wegen der Noten, sondern wirklich nur dass er mit strukturiertem Lernen, in dieser Menge, NICHT klar kommt.

      • (23) 28.04.16 - 11:24

        Du hast absolut recht!

        LG,
        Kim

        (24) 28.04.16 - 12:44

        Aber auch diese Kinder schaffen es nicht unbedingt bis zum Abi, da dieses

        Eigener Wille
        Stuktur
        Leistung

        von Grundschulkinder, die gerade mal 9/19/11 Jahre alt sind, bewertet werden und das sind keine fertigen Erwachsene, die ständig alles abrufen können, keine Schwächen zeigen und man nicht vorausahnen kann, ob sie mit den zusätzlichen neuen Fächern, Lehrern, Mengen, etc. auch zurecht kommen.

        Weiß ich denn von meinem Kind, ob es die o.g. aufgezählten Punkte, die nächsten Jahre auch so explizit abrufen kann, um ja nicht die Elite Schüler aufzuhalten?

        Sicherlich können in manche Bundesländer "dumme" Schüler aufs Gym (Elternwille) kommen aber die werden doch auch sehr schnell und knall hart aussortiert.
        Die Lehrer halten sich nämlich nicht an den langsamsten und schlechtesten Schüler sondern an das mittlere Niveau der Klasse! Entweder kommen sie dann mit oder fallen runter.

        lg
        Lisa

    (25) 28.04.16 - 10:52

    Weißt Du, was ich nicht verstehe?
    Du hast solch ein intelligentes Kind, das Du Angst hast, das es Nachteile erleidet, weil es Mitschüler gibt, die ein paar IQ-Punkte weniger haben.

    Warum wählt ihr denn kein Internat für hochintelligente Kinder, damit er unter Gleichgesinnten ist? Hier gibt es sogar Förderprogramm für Eltern, die es sich nicht leisten können.

    Du weißt aber auch, das in der Pubertät die Intelligenz und der Fleiß auch mal einbußen erleiden und die Kinder neben sich stehen (können), da hoffe ich doch stark, das Dein Kind sich nicht davon betroffen ist, nicht das andere Mütter wie Du jetzt über Dein Kind herzieht, weil Dein Kind die anderen hemmt, weil es mal schlechter im Unterricht ist.

    Bei uns auf der Schule gibt es gesonderte Programme für 1er Schüler, die sich von der Masse abheben, somit haben sie hier einen Ausgleich zu den schlechteren Schülern.

    lg
    Lisa
    P.S: vor solchen Leuten aber ich eher Angst, die sich in kleinen Grüppchen zusammen rotten und meinen, das Ihre Kinder die Besseren sein. Was aus denen mal wird, besonders im Sozialenbereich....#zitter

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