Tochter (7 1/2 J.) hat Spritzenphobie

    • (1) 02.05.16 - 18:38

      Hallo,

      nach einer missglückten Blutabnahme im Krankenhaus vor ca 2 Jahren hat meine Tochter panische Angst vor Spritzen.

      Vor ca einem 3/4 Jahr sollte schon mal Blut abgenommen werden und da hat es auch nicht geklappt.

      Heute stand eine U-Untersuchung an, in deren Verlauf die KA leider feststellte, dass die Impfung wieder aufgefrischt werden muss. Nach 1 1/2 Stunden Zureden, Betäubungscreme, eine in Aussicht gestellte Belohnung usw mussten wir wieder gehen obwohl die Spritze schon ausgepackt und gezückt war. Sie hatte so eine Panik, dass es nicht möglich war, ihr die Spritze zu geben. Sie schreit, zittert, wehrt sich und hat Bauchschmerzen. Der Gedanke dass die Nadel sie in die Haut sticht, findet sie ganz schlimm.

      Ich weiss nicht, wie wir das hinkriegen sollen. Es ist ja nicht so, dass sie es nicht will#gruebel Mein Mann wird es beim nächsten Mal versuchen aber ich befürchte, dass der Versuch auch nicht besser endet..

      Hat jemand damit Erfahrungen ? Können wir sie irgendwie auf den nächsten Termin vorbereiten ? Was kann man bloss machen ??

      Danke für Eure Hilfe

      LG Kristina

      • ohje, ich habe dass selber und darf nicht hinschauen, ansonsten kippe ich um, am besten würde ich sagen Überraschungseffekt, wenn sie abgelenkt ist, lest ein Buch oder sowas lass sie auf keinen Fall hinsehen oder wissen wann es passiert, die Impfnadel ist ja zum Glück wirklich klein.
        Naja natürlich solltest du ihr davon erzählen das ihr noch mal versuchen werdet.

        Hallo,

        unser Kinderarzt macht das immer so:

        "Mach mal die Augen zu, stell Dir was Schönes vor und zähl bis 10. Dann geht es los."

        Meine Tochter macht die Augen zu, fängt an zu zählen und da klebt der Kinderarzt schon das Pflaster.

        Wie er das hinbekommt, keine Ahnung, aber wahrscheinlich ist er so fix oder meine Tochter zu sehr abgelenkt.

        Inzwischen geht es aber schon ganz prima.

        GLG

        Oh je, das ist natürlich blöd. Meine Tochter hat leider vor zwei Jahren auch solche Erfahrungen gemacht. Wenn nur ein Arzt sich mit der Nadel nähert ist es vorbei.. Damals wurde sie von 3 Pflegern festgehalten und die Nadel reingeschoben.. Sie hat das nicht vergessen.. uns erwartet auch bald eine Impfung. Ich denke mal es muss einfach schnell gemacht werden..

        Kannst du ihr nicht im Vorfeld ein emla Pflaster geben? Du kannst die Salbe selber schon zuhause schmieren und ein Pflaster auf die Stelle kleben.. Dann tut es wirklich nicht mehr weh.. Das betäubt die Stelle!

        • Nein, wir waren leider davon ausgegangen, dass heute keine Impfung anstand.. Eine Betäubungscreme hatte sie dann aber vor Ort bekommen, wir mussten dann zwischendurch noch zwanzig Minuten warten bis es wirkt. Aber leider kam es nicht zum Einsatz, weil sie im letzten Moment dann doch Panik bekommen hat und sich gewehrt hat. Die Ärztin war dann auch etwas zögerlich und wollte dass meine Tochter selber das OK gibt sie zu pieksen. Vielleicht hätte sie es einfach in dem Moment machen sollen ?#kratz

      Hallo,

      mein KIA stellt den Kindern Rechenaufgaben. Dann sind sie abgelenkt. Ich selber (Arzthelferin) habe auch öfters Blut abgenommen bei Kindern. Wichtig, sie abzulenken. Ein "jetzt piekt es gleich" ist meist schlecht (manche brauchen das aber). Ich habe immer am Anfang gesagt, dass es kurz pieken wird (ja, und auch das es kurz wehtut - das schlimmste ist, da zu lügen) und dann abgelenkt. Welche Hobbys hat das Kind, was macht es in den Ferien ect. Zügig stechen und gut ist.

      Erklären, warum eine Impfung wichtig ist (evtl etwas "dramatisieren" das es auch Sinn macht für die Kinder). Sagen "heute gibt es die Impfung". Und dann muss die Ärztin allerdings auch schnell sein und nicht zögern! Das macht die Sache nur noch schlimmer.

      Viel Glück

    • (7) 03.05.16 - 08:43

      Hallo,
      ich selbst versuche immer meinem Sohn zu vermitteln, dass das alles keine so große Sache ist. Ist es ja auch nicht! Es ist nur eine Spritze.

      Also z.B. sage ich ihm: "morgen bekommst du eine Impfung. Die Spritze geht in den Arm oder ins Bein. Nach 10 Sekunden ist alles vorbei. So wie letztes Jahr." Fakten darlegen, fertig.

      Wenn er mich fragt ob es weh tut sage ich ihm die Wahrheit. Das es bei mir manchmal ein bisschen weh tut aber nicht immer. Es kann auch Muskelkater entstehen an dem Arm oder Bein. Das auch ich nicht hinsehen kann wenn die Spritze kommt und die Luft anhalte.
      Wenn es so weit ist, halte ich ihn fest, nicht die Arzthelferinnen. Die haben immer einen angsteinflössenden Griff der auch weh tut. Auch zum Termin hin bin ich entspannt und versuche ihm Sicherheit zu vermitteln. Er sagt dem Arzt, wenn er soweit ist. Was bei meinem Sohn gar nicht geht, ist ein Überraschungsmoment. Das findet er ganz schlimm. Er muss das Kommando haben.
      Wenn ich mir vorstelle, deine Tochter hatte 1 1/2 Stunden zeit sich da reinzusteigern wäre bestimmt bei keinem Kind mehr was gegangen. Das Spray würde ich vielleicht einfach weg lassen. Die Vorbereitungszeit macht vielleicht Angst.

      Ich wünsche euch viel Glück beim nächsten Versuch

      Huhu,

      also unsere Tochter ist zwar noch klein und schrie bisher sowieso, aber ich selber habe schon immer eine extreme Phobie. Ich kann mich erinnern, dass mich immer 2-3 Leute festgehalten haben, damit ich die Spitze bekommen kann. Horror!

      Ich würde es Zuhause zum Thema machen, mir einige Bücher zum Thema Arzt holen und erklären, erklären, erklären.
      Mir bringt es heute sehr viel beim Arzt alles genau zu wissen und früher hätte es mir sicher auch mehr geholfen wie lügen und dann festgehalte.

      (9) 03.05.16 - 21:16

      Oh je, ich kenne das von meinem Sohn. Er war da auch immer empfindlich und als er dann in der 1.ten Klasse in die Notaufnahme eingeliefert werden musste und ihm dort und festhalten eine Nadel gelegt wurde (er hat gebrüllt wie am Spieß) war es völlig vorbei mit Thema Spritzen. Er fiel sogar um, als er sah wie sein Papa eine Spritze bekam.
      Ich kann dir nun keinen absoluten Rat geben, ich kann dir nur schildern, wie wir vorgegangen sind.

      Wenn eine Impfung anstand, habe ich ihm das vorher gesagt und mild aber bestimmt durchgesetzt, daß er da nicht drum herum kommen wird. Ich habe mit Engelszungen auf ihn eingeredet, einen Termin zur Impfung vereinbart und evtl. schon vorher mit dem Arzt im Vertrauen gesprochen. Ich habe meinem Sohn gesagt, du setzt dich auf meinen Schoß, kuschelst dich ganz eng an mich, schaust die Spritze überhaupt nicht an und ich sag dir dann wann du ganz fest ein- und ausatmen sollst. Du wirst merken, es ist wirklich nur ein pieks. Wenn wir nicht Impfen lassen, kann es passieren, daß du richtig krank wirst und dann musst du evtl. ganz viele Spritzen bekommen.

      Ich glaube, daß die Situation in der sich deine Tochter da befand, ansich unglücklich war.

      Mein Sohn ist heute 18 - er reißt sich noch immer nicht um Spritzen, aber es ist besser geworden.

      LG

      Hallo,

      genau aus diesem Grund erlaube ich keinem mein Kind festzuhalten.

      Was wann wie gemacht wird, kläre ich mit meinem Kind und wenn der Arzt oder die Helferin es festhalten will und dann nicht sagt was passiert, dann sind wir weg.
      So haben wir das von Anfang an gemacht. Da er das Vertrauen zu mir hat, haben wir überhaupt keine Probleme beim Zahnarzt, bei der Impfung, Blutabnahme oder sonst wo.

      Allerdings wird das gemacht was ich das sage und das weiß mein Sohn. Es gibt nun mal Dinge im Leben die nicht schön sind, aber trotzdem gemacht werden müssen.
      Zeig deinem Kind Bilder im Internet und erkläre was die Folgen sind, wenn es z.b. Nicht geimpft wird.
      Gruß Spielkarte

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