Fehlzeiten, evtl Klasse wiederholen?

    • (1) 30.05.16 - 08:53

      Hallo Ihr Lieben,

      meine 18jährige Tochter besucht die Höhere Berufsfachschule Hauswirtschaft. Sie ist im 1.Jahr. Leider hat Sie wegen schweren Depressionen und einer Essstörung verschiedene Klinik-Aufenthalte sehr viele Fehlzeiten .Sie war ca über ein halbes Jahr in versch. psychiatrischen Kliniken. Im Moment wieder stationär in Langzeittherapie. Sie wird wohl nur noch 1-2 Wochen in diesem Schuljahr in der Schule sein.Das vier wöchige Praktikum könnte Sie in den Sommerferien nachmachen(Es wäre kurz von Ferienbeginn).

      Da Sie sich zum ersten mal in einer Klasse so richtig wohl fühlt und wirklich gute Freundinnen gefunden hat, möchte Sie die Klasse nicht wiederholen. Die Noten sind ausser im Mathebereich(4) nur Einsen und Zweien. Sie ist sehr ehrgeizig . Die Hauptfächer fallen Ihr sehr leicht und Sie hat eigentlich ein gutes Verhältnis zu ihren Lehrern. Sie hatte immer eine Entschuldigung von den Kliniken . Einer meiner Freundinnen (die zufällig eine Fachlehrerin dieser Schule ist) meinte das Sie aufgrund der vielen Fehlzeiten die Klasse wiederholen müsste. Das wäre für Sie absolut schlimm.

      Weiß irgendjemand wie das evtl rechtlich aussieht?? Werde wohl ein Gespräch mit der Schulleitung ausmachen. Aber lohnt es sich da zu kämpfen??

      Danke fürs lange lesen und Antworten:-).......Lg Verena

      • (2) 30.05.16 - 10:26

        Hallo,

        das tut mir sehr leid für Deine Tochter. Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, sie sollte vorallem erst sich komplett genesen und so stabil sein, daß sie den nächsten Schritt gehen kann. Ich glaube, es bringt nichts, sie unbedingt weiter zu lassen, wenn das so nicht möglich ist. Eventuell kommt wieder ein Rückschlag und sie fällt wieder aus. Kann sie nicht komplett aussetzen, bis sie genesen ist?

        LG

        (3) 30.05.16 - 12:14

        Hi,

        ich weiss nicht ob das vielleicht bei den unterschiedlichen Schulformen variiert.

        Ich erinnere mich an die grobe Formel: Wer über 50% der Unterrichtszeit nicht anwesend war, musste die Klasse wiederholen. Die Noten spielten dabei keine Rolle.
        Es fehlte einfach zu viel Stoff, um dann in die nächste Stufe übergehen zu können.

        Ich würde dir auch zu einem Gespräch mit dem Klassenlehrer und der Schulleitung raten.
        Aber nicht, um sie "auf Krampf" in die nächste Klasse schieben zu wollen, sondern einfach, damit du schildern kannst, was in deiner Tochter vorgeht und wie sie das empfindet, wenn sie die Klasse wechseln müsste und damit du dir die Meinung der Lehrer anhören kannst, ob das sich mir ihrem Wissenstand trotz fehlender Schulzeiten gut vereinbaren lässt.

        Zusammen könnt ihr dann abwägen, was die beste Entscheidung in diesem Fall wäre.

        Denn: Was bringt deiner Tochter ein gutes und bekanntes Umfeld in der Klasse, wenn ihre Noten sehr absacken, weil sie mit dem neuen Stoff nicht hinterherkommt?

        Das neue Wissen baut nunmal auf dem alten Wissen auf. Und wenn das fehlt, dann gestaltet sich so etwas schwer und seeehr mühsam.

        LG #klee

        (4) 30.05.16 - 12:35

        Hi,

        Also ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen. Ggfs. Müsstest du das Schulgesetz deines Bundeslandes konsultieren.

        Ich war auf einem Gymnasium in Bayern und habe in der 10. ein halbes Jahr gefehlt weil ich in England auf der Schule war. Ich musste Nachprüfungen in allen Fächern schreiben (alle 1-2), und habe die 10. ganz normal weiter gemacht.
        In der 11. hatte ich ziemliche Probleme mit einer langfristigen Lungenentzündung, war von November bis zu den Osterferien krank. da musste ich auch ein paar Schulaufgaben nachholen und gut wars. die 11. habe ich auch mit recht guten Noten abgeschlossen, ich meine der schnitt war 1,5.

        Wenn man nur wegen Fehlzeiten eine Klasse wiederholen soll wenn die Noten stimmen (was ja beweist dass man den Stoff kann) erschließt sich mir nicht.
        Wie gesagt, ich würde da nicht nach Hörensagen von irgendwelchen Lehrerinnen gehen, sondern zur Not einen Anwalt einschalten.

        Lg

      • Vielleicht gäbe es auch die Möglichkeit eines Vorrückens auf Probe oder alternativ eines normalen Vorrückens mit der Möglichkeit eines freiwilligen Zurücktretens ins erste Jahr, falls es sich im nächsten Schuljahr wirklich schwierig für sie erweisen sollte.

        (6) 30.05.16 - 13:56

        Hallo,
        Normalerweise ist sie doch während der Klinikaufenthalte in die Schule für Kranke gegangen. Das zählt dann als normaler Schultag und nicht als "Fehltag". Ich würde da ganz genau aufpassen.
        Viele Schulen "vergessen" das.

        • (7) 30.05.16 - 14:02

          ...nur eines darfst du natürlich bei allem "Wollen" nicht vergessen: der psychische Zustand deiner Tochter ist ziemlich schlecht. Sie hat 2 wirklich schwere psychische Erkrankungen, die sie ihr Leben lang begleiten werden.
          Sie macht derzeit eine Langzeittherapie nach vielen KH-Aufenthalten (wegen Akutgefahr?). Du weißt ja noch nicht einmal, ob die Therapie anschlägt und wenn ja, in welchem Umfang. Du verplanst schon das gesamte Jahr. Ich würde hier mein Augenmerk erst einmal auf die Gesundheit legen und dann Schritt für Schritt tun.

          • (8) 30.05.16 - 14:35

            Hallo,

            ja genau so werden wir es machen. Ich sehe auch keine Lösung darin sie beschulen zu lassen, wenn es ihr so schlecht geht. Als Sie noch in der 10. war, wurden in der Klinikschule die drei Hauptfächer unterrichtet. Im Moment ist Sie in der Akutpsyichatrie , dort findet keine Beschulung statt.

            Schritt für Schritt...Danke

            #herzlichLg Verena

      (9) 30.05.16 - 14:36

      Wende dich ans Schulamt.

      Gruß

      Manavgat

      Hallo, in jeder Klinik gibt es Sozialarbeiter, die sich um solche Probleme kümmern.

      Zuerst muss deine Tochter wieder stabil werden und dann wird der Arzt mit ihr zusammen einschätzen, wie es weitergeht.

      Dann nimmt die Sozialarbeiterin Kontakt mit der Schule auf. Ausnahmen gibt es fast für alles, da würde ich mich jetzt noch nicht verrückt machen.

      Momentan steht die Genesung im Vordergrund. Die Ausbildung halte ich beim momentanen Kampf ums Überleben für zweitrangig.

      Vielleicht will sie dann etwas ganz anderes machen, wenn es ihr wieder besser geht.

      LG

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