Versetzung auf Probe / Aussetzung der Versetzung

    • (1) 06.06.16 - 08:50

      Hallo zusammen,

      im Febr. habe ich Euch geschrieben, da mein Sohn eine Schulphobie hatte. Seit 5 Wochen ist er nun in stationärer Behandlung in der KJP. Es läuft super und er wird bald in die Tagesklinik entlassen. Seit letzter Woche geht er wieder in seine Schule.

      Jetzt ist es natürlich so, dass er seit Februar ja nicht mehr am Unterricht teilgenommen hat und deshalb auch bisher noch keine Noten für das 2. Halbjahr der 6. Klasse hat. Die Klinikschule schätzt ihn so ein, dass er das verpasste auf jeden Fall aufarbeiten kann und rät deshalb ihn in die 7. Klasse zu versetzen, was auch meinem Sohn gefallen würde, da er auch keinen Fall von seinen Klassenkameraden getrennt werden möchte.

      Nun meine Frage: kennt sich jemand von Euch mit diesem Problem aus? Wenn Kinder lange Zeit krank sind? Habe gelesen es gibt die Möglichkeit der Versetzung auf Probe? Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen, der das evtl. schon erlebt hat? Kann die Schule dies ablehnen? Wer entscheidet das? Muss man da einen Antrag stellen für den Nachteilsausgleich? Fragen über Fragen.....;-)

      Vielen lieben Dank bereits jetzt für Eure Antworten!

      LG
      stevensmama

      • (2) 06.06.16 - 08:52

        Hallo,

        ich würde mit dem Thema einzig und allein an die Schule heran treten, die kann Dir sicher alle Fragen beantworten.

        LG

        Hallo!

        Soweit ich das weiß ist es immer eine Einzelfallentscheidung und gesetzlich gibt es da eine Rahmen mit vielen "kann" und "soll" und "grundsätzlich ... aber ... " und sehr wenig "muss".
        Besorg Dir das Schulgesetz Deines Landes und besprich das mit der Schule.

        VG, I.

        Das Problem ist einfach, dass du hier keine Antwort für dich finden wirst.

        Es gibt so viele unterschiedliche Schulgesetze, wie Bundesländer und jede einzelne Schule hat da nochmal sehr, sehr viel Handlungsfreiheit.

        Eine Versetzung auf Probe gibt es hier nicht. Wer soviel gefehlt hat, hat das Lernziel schlichtweg nicht erreicht. Vielleicht kann derjenige das noch aufholen im neuen Schuljahr, vielleicht aber auch nicht. Eine Versetzung ist jedoch in dem Fall nicht gerechtfertigt. Mal sehen, bei meinem Sohn passiert das dieses Jahr auch das erste mal. Soweit ich weiß, steht dann auf dem Zeugnis: "Der Schüler rückt aus pädagogischen Gründen in Klasse.... vor." - er wird also keinesfalls versetzt. Für ihn ändert sich rein äußerlich natürlich nichts. Er bleibt in der gleichen Klasse und wird von den gleichen Lehrern unterrichtet. Nur diesmal wird im Zeugnis eben auch ganz klar aufgeführt sein, wo er das eben nicht bestanden hat.

        Du solltest dringendst mit den Klassenlehrern und dem Schulleiter reden diesbezüglich. Was willst du denn für einen Nachteilsausgleich? Ich wüsste jetzt nicht, was da in Frage kommen sollte.

      • Hallo,

        für uns steht aus gleichem Anlass die gleiche Entscheidung zur Debatte.
        Also theoretisch.

        Praktisch steht für mich diese Entscheidung längst fest.
        Ich werde, trotz das meine Tochter gern auf ihrer Etage und in ihrer Klasse bleiben möchte, einer Versetzung nicht zustimmen.

        Sie hat auch ein halbes Schuljahr dann voll gefehlt und im ersten Halbjahr auch häufiger.

        Zweifelsohne könnte sie all das aufarbeiten, aber in der Schule meiner Tochter gibt es zusätzlich ein paar Besonderheiten, die meiner Meinung nach den Druck zu groß werden lassen können.

        Und eine Rückstufung nach erfolglosem Testen ist grundsätzlich wieder eine (gefühlte) "Niederlage".
        Dies möchte ich vermeiden.

        Aus diesem Grund steigt mein Kind (hoffentlich) zum Schuljahresanfang normal in die 7. Klasse wieder ein. Ich denke es wird gut tun, wenn sie zu Anfang ein bissl "abhängen" kann, weil sie den Stoff schon hatte.

        Achso, und ob man als Erziehungsberechtigter auf eine Versetzung bestehen kann, weiß ich nicht.
        Bei uns war es so, dass es die Schulleiterin gern gehabt hätte, ich es aber ablehne. Dies wird respektiert, aber ob das "rechtlich" auch durchsetzbar wäre, weiß ich alles nicht.

        Ruf mal beim Schulamt an, die müssten dir das doch sagen können?!

        Um welche Schulform geht es bei deinem Sohn?
        Stehen denn im Wechsel von 6. auf 7. Klasse noch größere "Herausforderungen" an, oder ist es normaler Schulalltag?
        Wie schätzt du selbst die Situation des Druckes ein?
        Einen Nachteilsausgleich wird es (für meine Begriffe) definitiv nicht geben, wenn es keine Krankheiten dafür gibt.

        Beste Grüße

        • Hallo mel1983,

          bei meinem Sohn geht es um den Wechsel von der 6. Klasse in die 7. Klasse Gymnasium. Es verändert sich an den Fächern im nächsten Jahr nichts. Wir müssen einfach sehen und beobachten wie er sich fühlt.

          Wenn die Behandlung abgeschlossen ist werden wir nochmal alles mit Klinikschule und Gymnasium besprechen. Ich glaube ein "Klassenwechsel" würde ihm momentan mehr schaden als nützen.... naja abwarten.

          Ich danke Euch allen für Eure Antworten.

          LG
          stevensmama

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