Mein Sohn (1.Klasse) stört den Unterricht....

    • (1) 14.06.16 - 14:43

      lt. Lehrerin massiv durch ständiges Reinrufen, er hört nicht zu, wenn Dinge besprochen werden und hält sich oft nicht an Regeln. Die von der Lehrerin üblichen Maßnahmen (z.B. in eine andere Klasse gehen müssen und dort arbeiten) unterläuft er, indem er (ich sage mal aus Angst) sich dann am Tisch festklammert und weint. Inzwischen hat sich die Situation eher verschlimmert seit Schulbeginn, er gibt wohl häufig freche Antworten, sagt Schimpfworte etc.
      Zu Hause ist er auch kein Engel, aber irgendwie habe ich das Gefühl, je mehr Druck er in der Schule und deshalb auch von uns bekommt, desto schlechter wird die Situation.
      Jetzt darf er demnächst nicht zum Schulausflug mit - als einziges Kind der Erstklässler (mehr als 100 Kinder)- da die Lehrerin meinte, sie kann die Verantwortung nicht übernehmen und sieht den Ablauf des Ausflugs gefährdet, wenn er nicht auf das hört, was sie sagt. Aber im Grunde ist es disziplinarisch gemeint, da auch das Angebot eines Angehörigen, als zusätzliche Begleitperson mitzukommen (und so die Verantwortung für die Betreuung des Kindes selbst zu übernehmen) nicht dazu führte, dass er mitgehen darf. Finde ich trotz seines Fehlverhaltens nicht O.K., weil ich nicht glauben kann, dass er das schlimmste Kind des Jahrgangs ist und nicht will, dass er ein Außenseiter wird.
      Wir Eltern sind ja im Unterricht nicht dabei, wir sind im engen Kontakt mit der Lehrerin, erklären unserem Sohn die Problematik seines Verhaltens etc..., aber ich habe das Gefühl, dass er gar nicht mehr aus der Rolle rauskommt, ev. um vor seinen Freunden in der Klasse (ja. hat er welche) gut dazustehen...
      Also: wer hat einen Tipp... Gespräch mit der Schulsozialarbeiterin ist seit einem Monat angedacht, aber sie ist krank. Ich überlege, ob ich einen Unterrichtsbesuch vom schulpsychologischen Dienst erbitten soll oder was sonst noch möglich ist. Leider ist unser Sohn schon immer (also auch schon in der Kitazeit) nicht besonders mitteilsam, auch wenn man sich Zeit nimmt und nach schönen Erlebnissen fragt etc.

      Leistung ist übrigens auch lt. Lehrerin super, rechnet Aufgaben der 2. Klasse, liest ganz gut, in Diktaten macht er keine Fehler. Ihn nervt in der Schule (soviel weiß ist zumindest durch ihn), wenn er sitzen und zuhören soll...

      • (2) 14.06.16 - 14:53

        ich habe selsbt noch keine Kinder (bin schwanger und gespannt was da noch alles auf mich zu kommt) aber ich weiß dass mein kleiner Bruder damals auch solche massiven Probleme hatte - du sagst die Leistungen passen, er rechner Aufgaben der 2. Klasse - war bei meinem Brüderchen auch so.
        Bei ihm hat sich nachher rausgestellt, dass ihm schlicht langweilig war - er war völlig unterfordert und hörte dann natürlich auch nicht zu und hat nur Blödsinn gemacht. Als er probeweise eine Klasse höher durfte hat es sich gebessert, er war schon am Ende des Schuljahres - zum nächsten Schuljahr war er das erste halbe Jahr noch in der zweiten (bekam aber schon mehr und mehr Aufgaebn aus der dritten klasse) das zweite halbjahr wechselte er dann (stolz wie bolle) und hat somit eine Klasse übersprungen und der lernstoff entsprach wieder seinen Fähigkeiten und das Blödsinn machen war (weitesgehend) erledigt. :-)

        Ich weiß natürlich nicht wie dein Sohn ist - aber vielleicht hilft dir der Erfahrungsbericht ein wenig eine andere Perpektive zu sehen =)

        (3) 14.06.16 - 15:35

        :-) Irgendein Kind ist immer das Schlimmste und die Eltern wollen in der Regeln nicht wahrhaben, dass es das eigene ist.

        Schau, wenn die Lehrerin das Kind vom Ausflug ausschliesst, hat das einen Grund. Er klammert sich am Tisch fest und weint.... das ist ganz sicher nichts, was bei einem Ausflug geht. Stell dir vor, die 100 Kids wollen irgendwo hin oder irgendwo weg und deiner klammert sich am Strassenmast fest. Geht ja nicht. Und warum sollen 99 Kinder dann umkehren müssen?

        Mein Nachbarsjunge ist auch so. Auch er kam nicht mehr aus der Rolle raus, wie du so treffend schreibst. Er versuchte wohl irgendwann den Clown zu machen und nervte aber nur noch. Die Eltern haben unglücklicherweise das Problem viel zu lange klein geredet oder abgetan oder halt insistiert, dass es ganz sicher schlimmere Kinder gibt.

        Irgendwann blieb ihnen die Wahl: Entweder 2x die Woche geht ein Elternteil mit in den Unterricht und 2x eine Schulpsychologin - und einmal geht er in den Kindergarten (bei uns sowas wie die Vorschule) oder er geht ganz zurück in den Kindergarten.

        Die Klasse war sehr, sehr genervt. Die Eltern gingen also mit in die Schule - sie wollten sich und der Lehrerschaft beweisen, dass die Lehrer einfach unfähig sind, dieses eine Kind richtig zu behandeln. Und das half zunächst - ist aber mit der Berufstätigkeit nicht zu vereinbaren. UND sie sahen nach kurzer Zeit: Ja, das Kind ist wirklich in der Klasse kaum tragbar. All' die Vorurteile gegenüber Kindern aus anderen Kulturen und wenig sprachlich integriert zerplatzten an dem Bild, dass das eigene Kind - gehobene Mittelschicht, Eltern gebildet und kulturinteressiert, musisch begabt und belesen - wirklich das störendste ist.

        Schlussendlich wurde er in den Kindergarten zurückversetzt, was anfänglich super war. Dann rutschte er dort auch in diese Rolle - und das als Ältester...

        Fazit: Die Verweigerungshaltung der Eltern und die späte Akzeptanz von fremder Hilfe (Empfohlene Elternberatung, Schulpsychologe, Psychiater) haben dazu geführt, dass er aus der Regelschule ganz ausgeschlossen wird und ab Sommer in eine Sonderschule gehen muss. Und: Eine Klasse mit 24 Kindern kam dem Schulstoff kaum mehr nach, hatten allesamt einen schlechten Einstieg in die Klasse, konnten oft nicht spontan etwas machen weil ja immer Eltern oder ein Schulpsycholog in der Klasse abberufen war...

        Warum ich das total aus dem Ruder gelaufene Beispiel erzähle? Hätten die Eltern früher Kooperiert und nicht vehement abgestritten, dass der eigene Sonnenschein das A-...lochkind des Schulhauses wurde (nicht aus Böswilligkeit sondern aus Mangel an Reife und sozialer Kompetenz) hätte das mit grosser Sicherheit verhindert werden können.

        Ich finde nicht, dass nicht tragbare Kinder immer und überall mitgenommen werden müssen, weil sie sonst was verpassen. Ich finde einen Ausschluss richtig. Die Lehrer können die Verantwortung nicht tragen, die anderen Kinder werden gestresst, der Ausflug wird zur Raubtierdressur. Warum sollen 99 andere darunter leiden oder weniger Aufmerksamkeit bekommen wegen eines Kindes, das schon im Unterricht immer stört.

        In der ersten Klasse kann man doch nicht sagen, dass ein Kind einen zeitlich limitierten Klassenausschluss "aus Angst" mit heulen und trotzen verweigern darf. Was soll dann wirken? Ich denke es würde sinnvoll sein, das Kind in eine Schulvorbereitungsklasse zu versetzen (3-Jährige Vorschule) und zudem auch psychologisch abzuklären. Nicht weil ich dein Kind unmöglich finde. Gar nicht. Aber es muss ihm die Chance gegeben werden, zu lernen, wie man sich in Gruppen eingliedert. Und dir als Mutter muss sichtbar werden, wo du eingreifen kannst und helfen und die Lehrer unterstützt statt überforderst.

        • (4) 14.06.16 - 16:03

          Sorry - jetzt noch kurz und gestaffelt die Vorschläge, was man tun kann

          - akzeptieren, dass das Kind nicht auf den Ausflug darf
          - -dies dem Kind durchaus auch erklären
          - Allgemein Sanktionen der Schule akzeptieren - wie soll es sonst der Kleine tun??
          - Lehrer um ruhiges Gespräch bitten, mit Vorschlägen und Hilfeangeboten kommen, nicht mit Anwürfen (nicht zu viel - die Lehrer haben noch 20 andere Kids...)
          Z.B : -- Eine Woche lang mit zum Unterricht kommen, beobachten, reinfühlen wie es läuft. Dann Feedbackgespräch (Zum Besuch klare Regeln erbitten: Was dürft ihr im Unterricht, wo dürft ihr aktiv werden, wo stört ihr)
          -- oder Schulpsychologe in den Unterricht bitten (geht meist nur via Lehrerin)
          -- Anbieten, das Kind psychologisch oder psychiatrisch abklären zu lassen (das würde ich persönlich nicht über den Schuldienst machen sondern privat)
          Bei diesem Gespräch mit der Lehrerschaft das Kind nicht dabeihaben. Es soll offen und ehrlich geredet werden können.

          - Dem Kind klar machen, dass es sich an Regeln zu halten hat und du hinter den Sanktionen und Entscheiden der Lehrer stehst, wenn es sich nicht tragbar verhält.

          - Mit dem Kind einen Psychologen aufsuchen

          Es bringt oft wenig, Kinder in der Situation "sozialisieren" zu wollen, in dem man es in Sportgruppen bringt etc. Meist vertiefen sich die Aussenseiterrollen dann sogar noch. Es gibt Kinder, die nur mit keinen Gruppen klar kommen oder halt Einzelkämpfer sind.

          Diesen Kindern eine grosse Gruppe (oder grosse Klasse) anzutun, bringt nichts. Und nervt wiederum die anderen Kinder. Je nach Empfinden des Psychologen kann es Sinn machen, dass das Kind z.B. Sport ausübt, welches es alleine macht, aber doch in den "Mannschaftsfarben" also als Teammitglied und dort dann auch Anerkennung erfährt.

          Klassisch dafür sind z.B. Leistungs-Schwimmen (nicht Kinderschwimmen!), Leichtatlethik, Verteidigung oder Kampfsport etc.

          Auch Musik (Einzelunterricht) kann helfen. Gruppenunterricht würde ich nicht mal andenken - wenn es schief geht, stehen die anderen, teuer zahlenden Eltern bald vor deiner Türe...

          Du siehst - da hat man ganz viel Chancen, was zu machen. Wichtig ist zu erkennen, dass das eigene Kind (nach deinen Angaben schon vom Kindergarten her) anders ticket als der Durchschnitt und es trotzdem liebenswert ist. ABER dass es andere stört und alle anderen Kinder auch das Recht auf eine entspannte Lernatmosphäre haben.

          • (5) 14.06.16 - 19:45

            Seht gut auf den Punkt gebracht!

            (6) 14.06.16 - 23:17

            Danke für die ausführliche Antwort. Als Eltern ist man natürlich nicht ganz objektiv, aber vieles haben wir getan bzw. tun wir. Wir haben unserem Sohn den Ausschluss auch mitgeteilt und mitgetragen, ihm erklärt, dass er durch sein Verhalten das bewirkt hat. Wir lehnen Hilfe ja gar nicht ab, haben allerdings mit bisherigen (mit der Lehrerin abgestimmten) Maßnahmen leider keine Verbesserung erzielt und die Schulsozialarbeiterin kann erst in 2 Wochen (war zuletzt erkrankt), weshalb ich noch keine weiteren Hilfsangebote gesucht habe, da sie die Klasse sogar aus dem Unterricht kennt.
            Aber einen Ausschluss vom Ausflug mit der Schwierigkeit der Verantwortung und des Ablaufs zu begründen und dann beim Ausschluss zu bleiben, wenn eine Person extra für ihn mitgefahren wäre, um ihn zu betreuen fand ich merkwürdig, dann muss man von Anfang an von seiten der Lehrkraft sagen, dass es v.a. als Disziplinierungsmaßnahme stattfindet - das ist für mich etwas anderes...

            • (7) 15.06.16 - 04:01

              Die Schulsozialarbeiterin wird aber von ihrer Ausbildung nei solchen Peoblemen kaum was können.

              Es ist wie warten auf Godot. Du solltest umgehend Termin neim Fachmann machen, der nichts mit der Schuke zu tun hat und vollkommen unabhängig arbeitet.

              Wenn die Schulsozialarbeiterin dazu ihre Tipps gibt, ist nur jut. Aber die Diagnostik dahinter sollten andere machen.

              #winke

      (8) 14.06.16 - 16:01

      Leistung ist übrigens auch lt. Lehrerin super, rechnet Aufgaben der 2. Klasse, liest ganz gut, in Diktaten macht er keine Fehler. Ihn nervt in der Schule (soviel weiß ist zumindest durch ihn), wenn er sitzen und zuhören soll...

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      Kann es ein, dass er unterfordert ist und sich deswegen langweilt und Spökes macht?

      Macht er irgendeinen bewegungsfreudigen Sport zum Ausgleich?

      • (9) 14.06.16 - 16:52

        :-) Das mit der Unterforderung ist auch das, was alle Eltern von auffälligen Kindern sagen. Mach das nicht - sieh der Sache ins Auge: Primär stört es.

        Warum stört es? Das ist hier der Knackpunkt. Und ich denke, bevor es ausartet macht es Sinn, das Kind psychologisch abzukären...

    (10) 14.06.16 - 16:14

    Ehrlich gesagt würde ich hier nicht zögern und den Kinderarzt umgehend mit ins Boot holen. Dir rennt die Zeit davon.

    Dein Sohn steuert auf eine Unbeschulbarkeit hin und du verharmlost da. Er ist schon in einer üblen Spirale. Er ist gut in der Schule, versteht offenbar alles "nebenbei" ohne zu lernen, ohne sich anstrengen und auch ohne richtig zuhören zu müssen - offenbar ein schlaues Kerlchen. Leider schlägt das oft ins Gegenteil um bei den "falschen" Lehrern, die sowas nicht erkennen. Solche Kinder hören nicht mehr zu, klapsen rum, lenken die anderen ab - kurzum: sie benehmen sich total daneben. Die Lehrerin versucht es mit Sanktionen - nur offenbar mit den falschen.
    Die Lehrerin scheitert am Kind und lehnt immer mehr das Kind ab. Das Kind verweigert vor lauter Sanktionen immer mehr die Schule.
    Ich würde das Kind testen lassen und ggf. eine Schulbegleitung beantragen. Sie KÖNNTEN eventuell das ganze entwirren. Das muss ja nicht auf Dauer sein. Vielleicht reicht die Hilfe schon für ein halbes Jahr.

    Eine Frage: Sind die Freunde denn echte Freunde oder erscheint es deinem Sohn nur so? Will er vielleicht gut dastehen vor seinen Klassenkameraden um Freundschaften zu gewinnen? Dein Sohn wird also nachmittags nach der Schule auch von seinen Freunden eingeladen und bei deren Geburtstagsfeiern ist er auch mit dabei?

(12) 14.06.16 - 18:00

"Jetzt darf er demnächst nicht zum Schulausflug mit - als einziges Kind der Erstklässler (mehr als 100 Kinder)- da die Lehrerin meinte, sie kann die Verantwortung nicht übernehmen und sieht den Ablauf des Ausflugs gefährdet, wenn er nicht auf das hört, was sie sagt. Aber im Grunde ist es disziplinarisch gemeint, da auch das Angebot eines Angehörigen, als zusätzliche Begleitperson mitzukommen (und so die Verantwortung für die Betreuung des Kindes selbst zu übernehmen) nich..."

Das ist korrekt. Irgendwann kommt der Punkt, wo man nicht mehr eine Extrawurst gebraten kriegt, wenn man sich daneben benimmt. Himmel, es ist ein Schulausflug. Wenn da noch x Mamis, O is und Opis mitgehen weil Emma nicht so weit laufen darf, der Peter seinen Asthma-Spray sonst nicht findet, die Julia immer gemobbt wird, Der Bilal sonst vom Schweinswürstchen abbeisst und der Sonnenschein sich heulend auf den Boden wirft....

(13) 14.06.16 - 18:10

Hallo,

wenn dein Kind Halschmerzen hätte, würdes du such ein Monat warten. Nein.

Dein Kind hat Problem, recht ernsthaftes Peoblem und diesem ist nachzugehen und zwar umgehend. Ich arbeite im öffentlichen Dienst, wir begutachten Kinder, wenn sie irgendwie aus der Reihe tanzen. Und bei mir lauten bei dieser Beschreibung die Alarmglocken.

Es führen unterschiedliche Wege nach Rom.

Vom Gefühl her würde ich einen Spezialisten hinzuziehen -einen Kinder- und Jugendpsychiater. Genauso gibt es beim Gesundheitsamt der Kinder - und jugendosychiatrischer Dienst. Diese müssen auch Kinderpschologen haben. Die Palette ist echt breit bis zu Kliniken, bei denen man Kids testen lassen kann.

Handle undn warte nicht. Wir haben schon ein Jahr zu Ende, jetzt wird er ausgeschlossen. Hallo????

#winke

  • (14) 14.06.16 - 19:47

    Ich gebe dir vollkommen Recht!

    • (15) 14.06.16 - 20:17

      #liebdrueck

      Ich habe oft an dich gedacht.

      Hältst du es sinnvoll ein Kind bei Verhaltensauffälligkeit auch dem Sonderpädagogen vorzustellen ?

      Ich kenne Förderschule mit dem Schwerpunkt soziales und emotionales Verhalten und dann frage ich mich, was passiert eigentlich, wenn in einem Förderausschuss dieser Schwrrpunkt rauskommen würde, wie werden die Kinder da gefördert ?

      #winke

      • (16) 14.06.16 - 21:53

        Hallo!
        Es ist auf jeden Fall sinnvoll. Bei uns ist es möglich, dass die Grundschule Lehrer zur Beratung anfordern können. Dann muss die Schule vorab einen kurzen Beratungsbogen ausfüllen (Problemlage, Fördermaßnahmen). Nach Beobachtung und Gesprächen mit allen Beteiligten sprechen wir dann Empfehlungen aus. Das System funktioniert gut.
        Kinder mit emotionalen Auffälligkeiten brauchen manchmal ganz andere Dinge als den aktuellen Lehrplan. Der muss dann mal ausgesetzt werden, bis die Ursache für die emotionale Schieflage gefunden und "behoben" werden kann. Dafür ist der Besuch einer Förderschule, wenn auch nur temporär, manchmal sinnvoll.
        Eltern raten wir immer eine umfangreiche Diagnostik bei Fachleuten machen zu lassen (KJP). Wir können und dürfen zwar testen, aber im emotionalen Bereich gehören immer Fachärzte mit ins Boot.

(18) 14.06.16 - 19:03

Vom Schulausflug ausschließen bei einem so jungen Kind....find ich widersinnig.
Genau wie als elterliche Konsequenz für schlechtes Verhalten als Strafe Verabredungen absagen (machen ja manche). GERADE ein Kind mit Sozialverhaltensproblemen braucht doch solche Situationen zum Üben. Mit einer besonderen Betreuungsperson natürlich, wenn nur so die "Sicherheit" gewährleistet werden kann. So wie die Lehrerin das aufzieht, ist es jedoch Strafe im Sinne von Vergeltung, und da nimmt selbst die deutsche Gesetzgebung von Abstand, bei erwachsenen Straftätern.

Ich würde alle Hilfe in Anspruch nehmen, und zur Not eine Schulbegleitung in Anspruch nehmen. Vielleicht hilft auch ein Klassenwechsel, denn ich finde es nicht schön, wenn ein Kind so "in die Ecke gestellt" wird, schon gar nicht in der Grundschule.

  • Die lehrerin hat aber die Verantwortung für eine ganze Klasse und nicht nur für den jungen

    • Die Mutter hat sich ja als Begleitperson und die Beaufsichtigung ihres Sohnes angeboten. Damit wäre die Lehrerin ja entlastet. Man könnte das auch mit der Schulleitung besprechen und der Klasse eine extra Begleitkraft zuweisen lassen. Gewöhnlich gibt es genug Referendare oder nicht eingebundene Lehrer die an solchen Tagen zur Verfügung stehen.

      • Mir scheint die Lehrerin überfordert zu sein.

        • (22) 14.06.16 - 21:17

          Finde ich nicht! Wie soll man als Lehrerin reagieren? Ich sehe es auch als Konsequenz für Fehlverhalten ! Warum sollte ich dieses Kind mit einem Schulausflug *belohnen*?

          • (23) 14.06.16 - 21:25

            Das Kind braucht Hilfe, keine Rache oder ausgrenzende Strafe. Sowas - und wie man eine differenzierte Strategie erarbeitet- lernt man aber eigentlich in den sechs Jahren Studium und den zwei Jahren Referendariat oder zumindest dann in der Praxis.

            • Ein Schulausflug ist auch für brave Schüler keine Belohnung sondern Teil des pädagogischen Auftrags einer Schule, genau wie eine Klassenfahrt und ein Wandertag.

              Moment- und das sage ich jetzt als Mutter eines jungen der einen ähnlichen weg wie der junge der threadstarterin hinter sich hat. ...
              Stelle die lehrerin Bitte nicht als rachsüchtigen Vollversagerin ihrer berufssparte hin.
              Das Kind braucht Hilfe und keine falschen schuldzuweisungen. Es kann nicht sein dass immer mehr Eltern ihr Kind so verkennen ständig ausflüchte suchen und stur ihre Schiene weiterfahren. Hauptsache nicht behelligt werden und sich mit dem verhalten des Kindes ausenandersetzen.

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