5-er Eltern, wie war das erste Jahr auf der weiterführenden Schule?

    • (1) 17.06.16 - 09:57

      Morgen Zusammen,

      heute hat unser Sohn seine letzte Arbeit geschrieben und es bleiben noch drei Wochen bis zu den Ferien. Gestern habe ich mit meinem Mann nach dem ersten Jahr auf dem Gymnasium einmal Bilanz gezogen.

      Unser Sohn hat das wirklich super gemeistert, auch wenn es seit Ostern echt hart war. In den letzten Wochen habe ich manchmal schon gehört - ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr, da haben auch die Feiertage nicht viel geholfen.

      Das hat uns schon auch zu Denken gegeben. Wie kann ein Kind, dass wirklich nicht auf den Kopf gefallen ist, in Klasse 5 schon müde sein!? Es war aber nicht einmal so sehr der Stoff - das zwar anspruchsvoll aber auch viel Wiederholung dabei.

      Dafür waren es andere Sachen, die ihn geschlaucht haben: der lange Schulweg, mehr Stunden, wieder Frontalunterricht, von 80 auf 1000 Schüler. Die Organisation der Hausaufgaben wochenübergreifend, eine neue Klasse, viele Referate und auch allgemein einen hohen Anspruch an Ordnung und Verlässlichkeit.

      Insgesamt ist er aber super happy. Eine schöne Schule, nette Lehrer, viele neue Freunde. Die Noten bewegen sich ausschließlich im 1er und 2er Bereich, da hat er richtig Gas gegeben. Wir sind alle insgesamt zufrieden und stolz, aber auch froh, dass bald Ferien sind.

      Wie ist es Euch ergangen?

      Liebe Grüße

      #tasse Tante

      • Hallo,

        mein Großer kommt zwar erst in die 5, aber ich antworte trotzdem mal ;-)

        Ich denke, die Art des Unterrichts macht auch viel aus. Ich arbeite seit einigen Jahren in Grundschulen und der Unterricht ist ja in vielen Grundschulen .... keine Ahnung wie ich´s sagen soll. So ne Art Schongang?

        Da wird mal 10 min allerhöchstens Frontalunterricht gemacht, der Rest findet statt in Grüppchen, als Werkstatt.. Arbeitsblättchen hier, Arbeitsblättchen da, bisschen malen, basteln, kleben... der Rest wird gesungen, geklatscht und getanzt (jetzt mal überspitzt gesagt). Aber es ist m.M. nach in vielen Grundschulen wirklich so.

        Und dann?!

        6 Schulstunden volle Kanne Frontalunterricht, möglichst immer zu 100% konzentriert sein. Jede Ablenkung, Störung etc. kann ne schlechte Note bedeuten. Das Niveau in der Klasse ist schlagartig anders, es gibt die schwachen Kinder nicht mehr (bzw. sind die schwachen Kinder auf nem anderen Niveau, als die schwache Kids in der Grundschule), auf die ständig Rücksicht genommen wird (wo die guten Kids auch mal abschalten können, weil wiederholt wird). Hausaufgaben/Vorbereitung etc. Hefte müssen immer ordentlich geführt werden, es gibt Tests in Fächern, wo es vorher keine gab usw...

        Ich denke, es dauert locker 1-2 Jahre, bis die Kids wirklich ans Gymnasium gewöhnt sind. Nicht umsonst ist die Erprobungsstufe in NRW 2 Jahre lang! Weil die Kids erproben müssen, ob sie mit dieser Art Unterricht zurecht kommen.

        Bei den Noten könnt ihr doch wirklich zufrieden sein..solange er noch oft genug das Sonnenlicht draußen zu Gesicht bekommt und nicht NUR lernt :-)

        lg

        • Danke für Deine Meinung!

          Wir sagen auch immer - Grundschulzeit war "Ringelpietz im Anfassen".

          Nein, er geht noch dreimal die Woche zum Sport und lernt noch zwei Instrumente #schwitz. Da haben wir aber in den letzten Monaten gezielt mindestens einmal pro Woche geschwänzt, damit es nicht zuviel wird.

          Hi,

          da gebe ich Dir Recht.

          Das ist auch mein Eindruck von dem, was man/ich so zu hören bekomme, wobei die meisten Mütter das zwar nicht zugeben, es aber rauszuhören ist. Viele sagen dann, dass die Kinder in der 5. Klasse gewaltig zulegen musste, alles soooo anstrengend sei. Sie hätten vorher ohne Mühe/lernen alles bestens gemeistert....

          Ich denke, dass genau das das Poblem ist. Bei den meisten Schulen läufts so, wie von Dir beschrieben, und dann (übertrieben gesagt) der "Schock" - egal auf welcher Schulart.

          Unsere Grundschule unterrichtet im Frontalunterricht und ist - so mein Eindruk - sehr streng. Das wird dann hoffentlich dazu führen, dass unser Kind nicht solch eine rieisige Umstellung ab Klasse 5 zu spüren bekommt. (alles neu/Klasse/zig Lehrer etc. ist ja klar).

          In der (3.-) Klasse unseres Sohnes werden neben den K.-arbeiten und Tests auch schon HÜ's geschrieben, was in Grundschulen anscheinend sehr selten vorkommen soll. So gibt's einen kleinen Vorgeschmack auf später .....

          Machs gut, #winke
          tschüssi

          mm

          • (5) 17.06.16 - 12:45

            Hallo,

            was sind denn "HÜ's"? Ich kenne das nicht. Was heißt die Abkürzung und WIe funktioniert das?

            LG Felisha

            • Hi,

              HÜ' sind Hausaufgabenüberprüfungen, also so ne Art Test zu dem Thema, welches gerade durchgenommen wurde, wie z. B. bei uns diese Woche (halbschriftl. Dividieren). Diese zählen auch, natürlich nicht wie Klassenarbeiten.

              Auf den weiterführenden Schulen ist dies "Gang und Gebe", da laufen diese in vielen Fächern ständig, so die Aussagen einiger Eltern.

              Ciao, #winke

              mm

              • (7) 17.06.16 - 21:17

                Ah! Ist das wie Exen in Bayern? (Extemporalen, Stegreifaufgaben)
                Die werden unangekündigt geschrieben, sind kurz (ca. 15-20 min) und zählen wie eine mündliche Note.

      Mhallo,

      Was bin ich froh, daß bei uns die Grundschule bis zur 6.Klasse geht.

      Hier baut die Grundschule schon Jahr für Jahr mehr auf, das heisst die aufgaben und Stunden werden mehr. Aber eBen nach und nach und nciht so Knall auf Fall.

      Hier ist demzufolge die weiterführende Schule kein grosser Schritt.

      Lg

      • Das halte ich für eine Milchmädchenrechnung.

        Bei uns geht das ganze Drama auch bis zur 6. Klasse und ich kann das Ende (noch ein Jahr) kaum erwarten!

        Klar steigt die Anforderung. Es kommen neue Fächer hinzu. Der Stoff wird umfangreicher. Aber es sind doch immer noch die gleichen Lehrer (meist nicht einmal für die entsprechenden Fächer ausgebildet). Und die gleichen Schüler (also auch jene, die das 1x1 immer noch nicht beherrschen und irgendwie durch Bruchrechnung durchgeschleift werden).

        Das konkrete Niveau des Stoffes ist dann (im Vergleich zu einer 5./6. Klasse Gymnasium) sowas von grottig.

        Und da die Schüler dann statt 4 Jahre 6 Jahre das Einheitsbrei-Kuschelniveau gewöhnt sind, fällt sie Umstellung umso schwerer!

        • Dann habt ihr wohl eine schlechte Grundschule erwischt.
          Ich kann und konnte nichts negatives an unserer Grundschule finden und der Stoff, den sie vermittelt haben, passte zum Gym- Schulstoff (2 haben schon in der 4. Gewechselt)

          Mein Sohn jetzt in der 7 auf dem Gym hat keinerlei Probleme, genau wie seine Klassenkameraden. Ich finde sie sind einfach reifer und wissen schon auf was es ankommt.

          Hast du die anderen Beiträge hier überhaupt gelesen?

          Ja klar, haben wir eine schlechte Grundschule. Aber die meisten Grundschulen sind (vor allem aus der Perspektive der besseren Schüler) schlecht! Genau das schrieben die Leute hier!

          Und wie mimix unter deinem Beitrag schreibt: Klar ist der "Stoff" der selbe (zum Beispiel Bruchrechnung). Aber das Niveau, auf dem dieser Stoff bearbeitet wird, kann und wird nie und nimmer der gleiche sein! Genau das habe ich schon geschrieben!

          Übrigens ist außerdem bekannt, dass in den Bundesländern, in denen die Grundschule bis zur 6. Klasse geht (sind ja nun nicht soooo viele) Gymnasium auch nicht Gymnasium ist. Es ist also tatsächlich fraglich, warum du für euren EINZELFALL (genau das ist es) das anders empfindest als die meisten.

          Ich kann dir nur sagen, dass meine Große auf der Grundschule definitiv falsch ist und dass die Grundschule (wie die meisten) eben eher "schlecht" ist (was das Niveau betrifft). Und da hält meine Große schon jeden Monat mindestens 1-2 Vorträge mit Powerpoint-Begleitung. Sie ist eine sehr gute Schülerin. Sollte sie einen Platz an den eher gefragten Gymnasien (die, die WIRKLICH fordern) bekommen, wird auch sie sich erst einmal umgucken und ihre Einstellung zum Lernen (die in den letzten Jahren massiv gelitten hat und quasi nicht vorhanden ist) komplett überarbeiten müssen! Sollte sie an einem eher "durchschnittlichen" Gymnasium einen Platz bekommen, wird sie das wahrscheinlich genauso easy locker flockig sehen wie euer Sohn jetzt!

      (14) 18.06.16 - 08:13

      Unser Sohn (Berlin) wechselt deshalb jetzt zur 5. aufs Gymnasium. Weil die Lehrer ehrlich gesagt haben, dass die Themen in der 5. auf der Grundschule zwar anspruchsvoller werden, sie aber weiter nicht in die Tiefe gehen können und sie natürlich dann noch mehr Rücksicht auf die schwachen Kinder nehmen müssen. Unsere angeblich leistungsstarke Klasse wiederholt seit über 3 Wochen die schriftliche Division z.B. und diese Wiederholungen werden ihm am Gymnasium (Schnelllernerklasse) erspart bleiben

(15) 17.06.16 - 12:37

Hi,

unsere Erfahrungen sind anders. Das letzte Jahr Grundschule war richtig stressig und hart. Mein Sohn meinte, die 5. ist ok und nicht so stressig wie die 4.

Wir haben aber auch von Mitschülern anderer Grundschulen gehört, dass es genau anders herum ist. Scheint an den Schulen zu liegen, wie sie die Schüler auf die weiterführende Schule vorbereiten. Sein Schnitt wird 1,8 sein. Wir sind zufrieden. Freunde hat er gefunden und fühlt sich außerdem recht wohl. In der Entwicklung ist es so, dass er sich jetzt immer mehr abnabelt fällt mir richtig auf. Da viele in seiner Klasse bereits 11 sind und 12 werden hängt das vielleicht damit zusammen unser Sohn ist erst 10 und wird erst Ende August 11.

(16) 17.06.16 - 14:33

Hallo,

ich persönlich fand die 4. Klasse Grundschule stressigen und heftiger als die 5. Klasse Gym. Bei uns ist in der Grundschule schon Frontalunterricht und auch die Bewertung ist sehr streng. Ich hatte in der 4. zwischendurch wirklich Bedenken ob das Gym das Richtige ist.
Jetzt am Ende der 5. sag ich, dass dieses Schuljahr ein Spaziergang war. Klar, an den Hausaufgaben saß er länger und der Anspruch ist höher, aber kaputt hat sich meiner nicht gemacht. Den genauen Durchschnitt weiß ich gar nicht, aber bis auf Sport bekommt er in keinem Fach eine 3. Ich bin mal aufs nächste Jahr gespannt. Hoffen wir mal, dass es weiterhin gut läuft.

LG
Michaela

Hallo hier Bayern. Hier gibt es zum großen Teil ab Beginn der 1.Klasse Frontalunterricht. In der 4.Klasse wird über den Zeitraum von ein paar Monaten durch mind. 22 Prüfungen vorsortiert werr auf welcher Schule seine Zukunft finden wird. Die Schüler die dann auf einem Gym. landen, sind leitungstechnish änlich aufgestellt, sodas es zügig vorangeht. Wer also nur den gymnasialen Flair schnuppern möchte und nicht mit der nowendigen Leistung, Wille, Einsatz und Anspruch klar kommt, wird relaiv früh wieder "verabschiedet".

(18) 17.06.16 - 20:36

Hallo,

ich denke, das ist abhängig vom Bundesland und letztendlich auch von den einzelnen Schulen.
Bei meinem Sohn (Bayern) waren die ersten beiden Schuljahre noch "Schongang", ab der 3. Klasse wurden die Anforderungen aber kräftig angezogen und in der 4. Klasse wurde schon einiges an Konzentrations- und Durchhaltevermögen sowie Transferleistungen verlangt.

Das geforderte Leistungsniveau ist in der 5. Klasse eigentlich fast konstant geblieben im Vergleich zur 4. Klasse, auch die Hausaufgaben sind vom Umfang her ähnlich und das, obwohl mein Sohn auf dem Gymnasium um 13 Uhr nach Hause geht und in der Grundschule im Ganztag war (und somit jetzt auch weniger Unterrichtsstunden hat).
Was sich für ihn verändert hat, ist die Klassenstärke (von 12 auf 28 Kinder war eine Umstellung) und dass noch mehr eigenständige Organisation verlangt wird. Dafür haben sie in den ersten Wochen auch viele Arbeits- und Lerntechniken geübt.

Was für die Kinder auch neu war, ist die Tatsache, dass sie praktisch jede einzelne Unterrichtsstunde vor- und nachbereiten sollten, da es ständig mündliche Abfragen und Exen gibt. Da mein Sohn da von Anfang gut ohne Vorbereiten durchgekommen ist, hat sich das für ihn erst mal erledigt.
Alles in allem ist er sehr zufrieden mit der neuen Schule.

LG

Hallo,

bei uns ist jetzt auch das erste Jahr Gym durch und ich bin sehr angenehm überrascht, wie gut unsere Maus das gemeistert hat.

Wir haben sie von Anfang an laufen lassen, so wie sie es von der Grundschule gewöhnt war. Sie hat uns gebeten, ihr zu vertrauen und das haben wir (anfangs mit Bauchschmerzen später viel lockerer) getan. Am Anfang hat sie sich (außer Vokabeln lernen) nicht auf Arbeiten oder Tests vorbereitet. Sie hat halt weiter gemacht, wie auf der Grundschule. Als sie eine drei zurück bekam, war sie so schockiert, dass sie ihre Arbeitsweise verändert hat.

Sie tut (aus meiner Sicht) immer noch nicht viel, aber sie bereitet sich gezielt vor, so dass sie ihre Vornoten aus der GS halten konnte und in Englisch jetzt 1 anstatt 2 (in der Grundschule) steht. Ihre persönliche Einschätzung ist allerdings, dass sie jetzt sooooo viel lernen muss. Wir reden hier über 30 Minuten bis 1 Stunde pro Tag inkl. Hausaufgaben und Vokabeln und akut vor einer Arbeit schaut sie auch am Wochenende nochmal in ein Buch, aber sie empfindet das schon als große Umstellung.

Nach dem Empfinden von uns als Eltern war die größere Herausforderung allerdings die Umstellung auf eine völlig neue Umgebung. Ganz neue Klassenkameradinnen, neue Freundinnen zu finden, die Umstellung auf die neuen Lehrer. Das war schon mächtig anstrengend. Aber auch das hat sie wunderbar geregelt und sich gut in der neuen Schule eingefunden. Wir haben jetzt neben den alten Freunden viele neue Freundinnen bei uns zu Hause :-)

Unsere Tochter hat sich in dieser Zeit allerdings extrem verändert. Sie hat sich vom Kind zur Jugendlichen entwickelt. Sie übernimmt sehr viel mehr Verantwortung für sich selber und wünscht sich dem entsprechend von uns auch das Vertrauen, dass sie die Dinge gut macht.

Es werden uns bestimmt noch viele Höhen und Tiefen begleiten, aber jetzt im Moment kann ich sagen: "Sie macht das alles super und ich bin stolz auf sie"!

Liebe Grüße
Grizzy

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