"Keine Lust mehr auf... "

    • (1) 29.06.16 - 07:28

      Hallo,

      muss hier mal meinen Frust bzw. meine Sorge loswerden.

      Unsere Große ist ein absolutes Drinnen-Kind, die sehr gerne spielt und bastelt und superviel Fantasie hat. Schon vor Jahren war sie kaum dazu zu bewegen irgendein Hobby zu beginnen. Damals probierten wir u.a. Turnen, aber sie war immer ziemlich lustlos und nicht wirklich bei der Sache.

      Ich hatte mich damals so gefreut, dass sie dann Ballett machen wollte und auch gerne hinging. Seit paar Jahren ist sie vom Mini-Ballett zu den größeren gewechselt, die etwas schneller tanzen. Auch dort hat es ihr eigentlich gut gefallen, jedoch kamen zunehmend Krisen (sie kann es überhaupt nicht leiden kritisiert zu werden, und da sie dort öfter mal mit ihrer Freundin schwätzt bleibt das nicht aus). Meist fand sie jedoch ihre Motivation wieder, doch in letzter Zeit will sie gar nicht mehr dort hin und möchte das abbrechen.

      Wir haben ihr gesagt, dass sie dieses Schuljahr noch durchziehen soll, da schon bezahlt. Außerdem haben wir Ihre viele Angebote gesagt, was sie stattdessen im Turnverein machen könnte. Sie möchte jetzt Judo probieren, aber ehrlich gesagt seh ich sie da auch nicht, denn dort sind auch viele Freundinnen von ihr (gleiches Problem?), die schon seit Jahren dabei sind, also viel besser... Überhaupt haben wir den Eindruck, dass sie einfach keinen Bock mehr auf irgendwelchen Sport hat (ihr Klavierunterricht klappt gut und wird nicht in Frage gestellt - ist aber ja auch Einzelunterricht ;-)).
      Bezweifle grade echt, dass sie noch was mit Bewegung machen wird freiwillig und zwingen können wir sie ja nicht. Wenn sie ein Bewegungs- und - draußen-Kind wäre, hätte ich damit kein Problem, aber zu Hause Lego spielen oder beim Opa auf der Couch TV schauen ist ja nun kein Ausgleich für unsere Stubenhockerin.

      Eigentlich wollt ich mir das nur mal von der Seele schreiben, aber wenn ihr vielleicht ähnliche Kinder zu Haus habt, dann dürft ihr mir gerne auch was dazu schreiben ;-).

      LG
      Bianka (Ps. unsere Kleine ist auch dort beim Tanzen und möchte dabei bleiben, aber ob Sie diese Motivation aufrecht halten kann, wenn die große Schwester dann zu Hause spielen darf in der Zeit?)

      • (2) 29.06.16 - 07:58

        Hallo,

        ich habe hier zwar eine andere Ausgangskonstellation (Einzelkind) aber ähnliche Erfahrungen.

        Töchterchen (11) konnte sich auch schon immer teilweise stundenlang in ihrem Zimmer kreativ beschäftigen. Basteln, Malen oder Playmobil, was immer noch alles 3 ziemlich aktuell ist.
        Mir war es, da sie ein Einzelkind ist, aber auch immer wichtig, dass sie unter andere Kinder kommt und sich dort auch bewegt, da sie durchaus auch immer etwas Bewegung braucht um ausgelastet zu sein.
        Nach Mutter-Kind-Turnen, Kinderturnen und Tanzen, zu dem sie dann irgendwann keine Lust mehr hatte, bzw zu alt war, stand hier auch die Frage im Raum, was das richtige für sie ist. Ich habe ihr dann angeboten, dass sie einfach mal im Sportverein in alles reinschnuppern kann und sich dann entscheidet. Meistens kann man in jedem Verein irgendwie 2-3 Stunden mal reinschnuppern.
        Sie hat sich dann vor 3 Jahren für Handball entschieden und das liegt ihr total. Zum einen von der Bewegung her und zum anderen weil es ein Mannschaftssport ist. Da wird nicht "nebeneinander her" gesportelt sondern miteinander als Mannschaft. Alles nette Mädchen dort, die sich toll mit einander angefreundet haben und sich auch abseits vom Handball gerne verabreden. Turniere, Zeltlager, alles schon mitgemacht und das mit einer tollen Stimmung.
        Auch für das Selbstbewustsein hat sich bei meinem schüchternen Mädchen einiges getan. Weil Handball viel mit Bewegung, Kondition, Ballkoordination und auch Denken (wohin spiele ich am besten den Ball ;-) ) zu tun hat und sie das im Laufe der Zeit immer besser gelernt hat, ist sie nun auch in Schule (vor allem im Sport) und insgesamt etwas selbstbewusster)

        Vielleicht wäre ein Mannschaftssport bei deiner Tochter auch besser, wo es einfach mehr um das miteinander geht.

        Schnuppert einfach überall mal rein und dann kann sie sich vielleicht besser zu irgendwas entscheiden.

        LG
        Bunny

        • (3) 29.06.16 - 08:22

          Ja, dazu motivieren wir gerade, also zum reinschnuppern. Leider lehnt sie vieles schon vorne herein ab.

          Ich hoffe, dass dir auch irgendwann ihren Sport findet!

          LG

      (4) 29.06.16 - 08:12

      Naja,

      will man nicht immer das, was andere haben?
      Wir haben einige "Draußen-Spiel-Kinder", die sich nicht bewegen können, Hausaufgaben zu machen, Referate vorzubereiten oder mal zu lernen. Da klagen die Eltern dann, das sie lieber mal Kinder hätten, die auch bereit sind, eine Stunde zu Hause zu verbringen.

      Nimm sie so an wie sie ist und versuche sie nicht umzupolen.Wenn Sie Musik liebt, dann lass sie doch dabei, vielleicht wäre noch ein Orchester etwas für Sie.

      Vielleicht ist auch ein Sport etwas, wo sie sich nicht vergleicht, wo auch keine Freunde dabei sind, denn darunter können die größten Angeberinnen sein und dann macht es echt keinen Spaß. Ist im Gruppensport genauso, da gibt es auch immer bessere.
      Probiert mal Sport aus, wo sie niemanden kennt, wo sie von vorne anfangen kann und wo sie selber Erfolgserlebnisse sieht. Sei es reiten, golfen, etc. oder lasse sie, wenn sie gerne bastelt, etc. Malkurse....besuchen.

      Sport ist bei gesunden Kindern oftmals überbewertet.#zitter

      lg
      lisa

      • (5) 29.06.16 - 08:27

        Hallo,

        ich bemühe mich auch gerade cool zu bleiben und keinen Druck zu machen und ihr eben die Wahl zu geben alles mögliche zu probieren.

        Damals hat sie sich Klavier erst ausgesucht als ich aufgegeben hatte für sie irgendwas musikalisches zu suchen :-p.

        Den idealen Sport, wo man sich nicht vergleicht und einzeln trainiert - gibt es den? und macht sie das dann auch?
        Egal, ich glaub ich muss erst mal meine Denke ändern, vielleicht ergibt sich dann was von selbst.

        LG
        Bianka

    (6) 29.06.16 - 08:15

    Mir kommt das alles sehr aufgezwungen vor.

    Wenn ein Kind etwas gerne macht, wird es dort die meiste Zeit auch gerne und freiwillig hingehen. Wenn nicht, ist es über kurz oder lang zum Scheitern verurteilt.

    Wenn die kleine nicht mehr zum Tanzen will, weil die Große ja auch zu Hause bleiben darf, wird ihr das Tanzen auch nicht all zu viel Freude bereiten.
    Ich würde also nicht versuchen sie massiv zu überreden oder ihr eine weitere Sportart aufzuzwingen. Aber wenn Judo wirklich ihr Wunsch ist, warum nicht? Lass sie schnuppern und, wenn es ihr gefällt, melde sie für ein Jahr fest an. Das wird dann durchgezogen.

    Wobei ich bei deiner Tochter auch mal in eine ganz andere Richtung denen würde. Es muss ja keine Sportart im herkömmlichen Sinn sein, dir gehts ja auch den Ausgleich zum Stubenhocken. Wie wäre es denn mit einer Jugendgruppe, vielleicht Pfadfinder oder etwas in der Richtung. Bei uns gibt es da verschiedene Angebote, einige von der Kirche, etlich aber auch privat. Die Kinder dort machen Bewegungsspiele im wald (die Klassiker halt), lernen Pflanzen und Tiere kennen, kochen, malen, basteln u.a. mit selbstgefundenenMaterialen aus der Natur... vielleicht ist das für deine kreative Tochter eher etwas und macht ihr mehr Spaß als in der Turnhalle herumhopsen.

    • (7) 29.06.16 - 08:31

      Hm, Pfadfinder gibt es hier leider nicht - ich glaube da müssten wir ziemlich weit fahren, aber ich verstehe was du meinst. dafür finde ich eure Anregungen gut, denn man kommt vielleicht auf ganz andere Ideen.

      Erst mal muss ich erst mal meinen Druck abbauen, dass sie unbedingt was machen muss - und dann offen sein für alles, was irgendwie in die Richtung geht.

      LG
      Bianka

      • (8) 29.06.16 - 08:32

        Ich nehme ein erst mal zurück, ;-).

        (9) 29.06.16 - 09:22

        Es müssen ja nicht unbedingt Pfadfinder sein. Es gibt ja die unterschiedlichsten Jugendgruppen, von Stadjugendring, von der Bergwacht, den Maltesern, der Feuerwehr, THW... oder eben auch nur einfach so.

        Wobei ich sie zu nichts drängen würde. Das muss schon von ihr selbst kommen.

        Wenn du wirklich Angst hast, dass sie zu wenig rauskommt, könnt ihr ja als Familie auch am Wochenende gezielt bewegungsintensive Dinge an der frischen Luft unternehmen oder sie gewissen Wege regelmäßig zu Fuß zurücklegen lassen.

(10) 29.06.16 - 08:46

wie meinst du denn, wäre sie geneigt, wenn du sie z.b. zu den pfadfindern oder der freiwilligen feuerwehr schickst? das ist ja nicht sport per se, ist sehr gesellig, aber immerhin hockt man nicht nur im haus rum. da hat man auch mehr gelegenheit zum schwätzen, als beim balett.
sie zwanghaft in einen sportverein schicken würde ich nicht. zum einen macht es keinen sinn, wenn jemand null antrieb hat und zum anderen gibt es für trainer und die kinder, die wirklich da sind um sport zu machen, nichts nervigeres, als irgendwelche desanimierten kinder, die eh nur schwätzen, nicht gescheit mitziehen und den anderen das training vermiesen. wir haben auch so ein paar im verein, die haben überhaupt kein intresse am sport, sind eigentlich nur da, weil ihre papas früher aktive waren und unbeldingt ihre söhne auch auf der matte sehen wollen (meine töchter sind ringer). die versauen den anderen regelmäßig das training und machen auch keine wirklichen fortschritte, weil sie nie ernsthaft bei der sache sind. dann gibt es noch das kontingent unsportlicher kinder, deren mütter unbedingt wollen, dass sie sich bewegen und die armen kerlchen sollen sich dann auch noch freuen. wer kaum die fussspitzen berühren kann, quält sich total, wenn er aus der rolle rückwärts in den handstand gehen soll und das auch noch vor versammelter mannschaft. da frag ich mich dann auch, ob die eltern eigentlich ihre kinder hassen.

lg

(11) 29.06.16 - 09:08

Hallo!

Warum "muss" sie denn unbedingt eine Sportart betreiben?

Ich habe ein ähnliches Töchterchen zu Hause und genau wie du haben wir vieles mit ihr ausprobiert, nichts hat ihr wirklich gefallen.
Auch sie spielt Klavier.

Und weißt du was, ich habe es aufgegeben. Sie ist einfach nicht der sportliche Typ.

Ich sehe zu, dass sie genügend Bewegung hat: Wir haben ein Trampolin, sie ist oft bei Ihrer Freundin (mit großem Garten) oder ich (nötige) sie hin und wieder mit mir joggen zu gehen und hab sie auch schon in meinen Zumba-Kurs mitgenommen.

Ich selbst war als Kind auch nicht sportlich und ich lebe noch (ohne Übergewicht :-)).

LG, Lilly

  • Ja, ich muss da wohl auch aufgeben ;-).

    Trampolin liebt sie, leider haben wir nur nen Gemeinschaftsgarten und können dort keins aufstellen.

    Und ja, ich denke wir müssen uns dann wohl mehr selber engagieren und mit ihr zum schwimmen gehen oder ähnliches (Joggen tu ich selber nicht gern ;-)) .

    LG
    Bianka

    • (13) 30.06.16 - 10:14

      Was machst du denn als Sport? Und dein Mann? Unsere Kids haben zwar viel ausprobiert weil wir sie nicht in unsere Richtung drängen wollten, aber sind im Endeffekt beim selben wie wir gelandet.

      Oder wie wäre es denn mit Kinder Zumba oder einfach normalen Kindertanz, nicht Ballet?

      Ich denke aber auch wie die anderen hier, man muss nicht unbedingt einen Sport machen. Und nicht jedes Kind ist ein draußen Kind. So lange sie nicht übergewichtig ist oder total bewegungsfaul würde ich sie einfach so lassen wie sie ist. Vielleicht ergibt sich ja was. So lange kannst du ja mit ihr laufen, Rad fahren, schwimmen.

      • (14) 30.06.16 - 14:07

        Ich war schon imme ne Tanzmaus. Hab als Kind Ballett gemacht, dann später Jazzdance, nochmal später Bauchtanz und ganz normalen Tanzkurs mit Partner über Jahre. Ansonsten hab ich mich auch tanzend in der Disko abreagiert (fehlt mir heutzutage bisschen).
        Seit einigen Jahren mach ich jetzt Linedance, weil das eben auch ohne Partner geht.

        Mein Mann ist eher für Radeln, Inliner Fahren und Fitness Studio und war mal ein guter Schwimmer (Rettungsschwimmer-Abzeichen...).

        Tanzen war ja auch bisher das Hobby von beiden, aber eher weil unsere Große vor Jahren Ballett machen wollte. Schwimmen können auch beide, aber richtiges Schwimmtraining mag die Große auch nicht.

        Übergewichtig ist die Große nicht, wobei sie auch nicht zu den ganz dünnen Mädels gehört. Unsere Kleine ist da schon eher an der Grenze nach oben, weil sie wirklich gern isst, aber auch noch im Rahmen - außerdem bewegt sie sich gern und auch gut.

        LG
        Bianka

Hallo,

ich war als Kinder selbst ab der Schulzeit wenig motiviert was Gruppensachen anging. Das war einfach nicht mein Fall! Vor allem wenn es um Sporr ging! Der absuloute Horror wäre das für mich gewesen! Ich hatte in der Schule irgendwie genug davon. Da ist ja alles in Gruppen und habe in der Freizeit dann lieber Akkordeon gespielt (6 Jahre lang)und bin geritten (18 Jahre lang).
Ich habe da einfach vorgezogen etwas zu machen, wo ich alleine bin und Ruhe habe, oder mir aussuchen kann, ob ich alleine oder mit anderen sein möchte. Da war reiten natürlich ideal.
Es gibt einfach Kinder, die eben nicht alles in der Gruppe machen möchten und gerne auch mal was ruhiges tun und für sich sind.
Meine Tochter ist genau das Gegenteil. Die kann den ganzen Tag zum Turnen, auf den Spielplatz und überall dort sein wo viele Menschen sind.
Die fühlt sich wohl, wenn viel Trubel ist und hat am liebsten 24/7 andere Kinder um sich herum und ist ein totales draußen Kind.
Mal schauen, was sie sich später so als Hobby aussucht!
Wichtig ist doch eigentlich nur, dass die Kinder ein Hobby haben, was ihnen Spaß macht und ihnen irgendwie etwas gibt.
Kontakt zu Kindern ist natürlich wichtig, aber wenn sie sich da nicht isoliert und ab und zu mit anderen Kindern was spielt o.Ä. ist doch alles prima!

Meine Schwägerin z.B. ist auch eine Ruhige Sie macht Akrobatik in der Schule und tanzt im Karnevalsverein und damit ist ihr Bedarf an Gruppenaktivitäten gedeckt. Sie liest viel in ihrer Freizeit und ist auch viel zu Hause, trifft sich aber regelmäßig mitfahren 2-3 Mädels. Die hocken dann auch oft nur im Zimmer und kichern vor sich hin. ;)
Das ist aber alles irgendwie normal denke ich. Wenn ich da an uns früher denke... :D

Denk die Interessen und Bedürfnisse deiner Tochter werden sich auch immer mal wieder ändern, je nach Alter.

LG

(16) 29.06.16 - 10:16

Ehrlich gesagt verstehe ich deinen Frust nicht, weil das Kind nicht die Hobbys pflegt, die du für angemessen hältst. Auch weiß ich nicht, warum Grund zur Sorge besteht. Ist sie unleidlich, weil ihr Zuhause ständig langweilig ist oder ist sie übergewichtig?

Was gibt es an Spielen und Basteln und Ausleben ihrer Fantasien auszusetzen? Warum darf sie nicht Kind sein und ihre Zeit damit verbringen? Bist du so erzogen worden, dass man nur mit möglichst viel Aktivität und Aktionismus etwas gilt? Ich habe irgendwo mal gelesen, dass jemand schrieb: "uns wird von Eltern und der Gesellschaft immer aufdiktiert........TU WAS.......dabei solltest es heißen: SEI ETWAS! Vorzugsweise man selbst und authentisch. Und deine Tochter ist kommunikativ, kreativ und fantasievoll........... Und du willst sie in etwas zwingen, was damit aber nichts zu tun hat, nur weil sie sich mehr bewegen soll. Bei ihr bewegt sich im Kopf vielleicht mehr als bei anderen.

Hast du sie mal gefragt, was SIE gern möchte? VHS Kurse mit neuen Bastelideen, Kindernähkurs, Malkurs......... Es gibt so viele Möglichkeiten.

(17) 29.06.16 - 10:25

Hallo,

ich muss sagen, meine Tochter hat bis zum 6. Lebensjahr viel ausprobiert, bis wir da hängen geblieben sind, wo sie jetzt ist.
Talent hat sie irgendwie für alles und wie gerne hätte ich sie in der Acrobatic-Gruppe gesehen, in der ich war. Aber sie hat sich für Judo entschieden und ist jetzt mit 12 Jahren auch sehr erfolgreich. Nebenher tanzt sie noch einmal die Woche, so als Ausgleich eben.
Wenn Deine Tochter jetzt 9 ist, musst Du schon auch mal am Ball bleiben und nicht gleich bei jeder Unlust klein bei geben. Entweder geht sie gern da hin, und das kannst Du als Mutter sicher beurteilen, oder eben nicht, aber dann wird im Gegenzug etwas Neues gemacht, so hatten wir uns das immer vorgenommen, denn Sport war uns immer wichtig und wir bereuen keine Tag unserer Entscheidung. Im Übrigen, Judo ist toll ;-)

LG

(18) 29.06.16 - 11:36

Hallo!

Warum willst du denn so unbedingt, dass sie in ihrer Freizeit Sport macht? Offensichtlich ist sie nicht unbedingt ein aktiver Typ, dass muss aber erst einmal nicht schlecht sein. Wenn sie am organisierten Sport keine Freude hat, kann man doch auch versuchen, so mehr Aktivität in den Alltag zu bringen, indem man möglichst viele Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrrad macht.
Und wie wäre es denn, wenn ihr am Wochenende mit der Familie irgendwelche Aktivitäten plant? Das kann mal ne Radtour sein, oder eine Wanderung / Spaziergang, auch im Zoo bewegt man sich zwangsläufig. Und für schlechteres Wetter gibt es auch reichlich Indoor- Bewegungsmöglichkeiten...
Bau die Bewegung in den Alltag ein, macht gemeinsam etwas, dann schadet es nichts, wenn deine Tochter ihre Freizeit lieber im Haus verbringt.

LG

(19) 29.06.16 - 12:11

Hi,

vielleicht ist Turnen, Ballett etc einfach nicht das richtige. Ich habe als Kind (bis 11 Jahre) zwar auch Ballett getanzt, aber eher, weil meine Freundinnen da waren. Talent hatte ich etwa wie eine deutsche Eiche #rofl#zitter

Und ich war auch ein Kind, was sich sehr gut alleine mit malen, lesen, Lego, etc beschäftigen konnte. Ab und zu hat meine Mutter mich einfach raus geworfen ;-) - so nach dem Motto: malen, basteln etc kann man auch bei Regenwetter.

Ich weiß nicht, was ihr schon vorgeschlagen habt, aber wenn sie eher der Einzelkämpfer ist (klavier spielen), dann wäre vielleicht schwimmen oder reiten oder Leichtathletik einen Versuch wert.

Ich habe mit 11 Jahren mein Hobby beim Reiten gefunden, obwohl ich bis 13 Jahre auch Leistungsschwimmen gemacht habe.

Oder eben wirklich ein richtiger Mannschaftssport wie Handball, Volleyball, Basketball, Fußball, etc.

Unser Sohn (13) liebt Handball und spielt in seiner Mannschaft seit 8 Jahren. Er hatte vorher auch Turnen, Fußball, etc ausprobiert.

Mir war immer nnur eins wichtig: entscheideet er sich nach dem Schnuppern für ein Hobby, dann wird das so lange gemacht, wie bezahlt werden muss bzw. bis man kündigen kann.

Gruß
Kim

(20) 29.06.16 - 13:58

Hallo,

und wenn sie Judo in einem Verein macht, wo eben nur Kinder sind, die sie nicht kennt?

Meine Tochter geht reiten und macht Kung Fu. Sie kannte niemanden da, versteht sich aber mit den meisten Kindern sehr gut (besonders beim reiten, da sind nur Mädels).

Im Kung Fu kommen auch immer wieder neue Kinder ohne Erfahrung, so dass in einer Altersklasse Kinder mit verschiedenen Gürtelfarben sind. Die Trainer verstehen es aber, die Kinder da abzuholen, wo sie stehen und es gibt keine Probleme.

GLG

Hallo bianka

Ich kenn das.
Meine Mädels sind totale Stubenhockerinnen, 6 und 8 sind sie aktuell.
Freundinnen staunen das total an, beklagen sich eher noch über das Gegenteil bei ihren Kids.

Wenn ich mal raus will, was erledigen, einkaufen oder was auch immer, krieg ich vor allem von der Größeren gern zu hören "keine Lust" und Diskussionen, dass wir ja "immer" rausmüssen, und sie in den Ferien in Ruhe zu Haus bleiben wollen... nur dass sie das dann während der Schulzeit auch sagen...
Oft bleiben sie dann mittlerweile alleine zu Hause.

Sie basteln, malen, spielen Puppen, Lego, Playmobil, spielen mit ihren Tablets oder schauen TV.
Das alles wollen sie rund um die Uhr.
Hausaufgaben machen sie gerne.

Manchmal fahren sie mit den Fahrrädern zum Kiosk in der Nähe. Das macht ihnen zumindest Spaß.

Und sie schwimmen gerne.

Nachmittagshobbys haben sie keine. Ich finde auch die sind überbewertet.
Früher war mal Kinderturnen.
Der Älteren hat das irgendwann keinen Spaß mehr gemacht.

Ich hab als Kind Sport gehasst und für einen Zeitraum hab ich Ballett und später Flamenco gemacht, war aber immer genervt regelmäßig hin zu müssen und hab mich jedes mal gefreut wenn es ausfiel...
Ich hab es wie Schule als Belastung und Freizeit raubend empfunden...

Ich war als Kind immer schlank.

Meine Kids sind schlank und gesund.
Für mein Empfinden bekommen sie ausreichend Bewegung.

Für mich ist da nichts Besorgnis erregend und ich kann sie eh nicht verbiegen.

  • Danke für deine erfrischende Antwort #blume. Ich glaub Du hast Recht und ich sollte das auch viel gelassener angehen und einfach akzeptieren, dass sie darauf keine Lust mehr hat.

    Was Du über allgemeine Aktivitäten geschrieben hast, trifft auf unsere Große wie Faust auf Auge. Du hast es super beschrieben wie sehr sie sich dagegen wehrt raus "zu müssen". Sie ist inzwischen 9 und dürfte schon relativ weit alleine raus, aber da müsst ich sie schon dazu zwingen - soviel zur Selbständigkeit :-D. Zum Bäcker um die Ecke geht sie nur ausnahmsweise und nur, wenn die kleine Schwester mitgeht. Die Kleine würde sich das allein zutrauen, aber das wollten wir bisher nicht.

    Ich hätte als Kind so gerne mehr ausprobiert, aber vieles war nicht möglich, weil wir auf dem Land lebten und meine Eltern da keinen Aufwand betreiben wollten.

    Ich muss mich da echt bremsen ihr nix aufdrängen zu wollen und sie wirklich so sein zu lassen wie sie ist.

    Unsere Kleine ist da viel offener und will zumindest ganz viel mal ausprobieren oder mit uns nen Ausflug machen ;-).

    Tut mir gut, wenn Du schreibst, dass du gleich zwei von der Sorte Stubenhocker hast und ganz cool dabei bleibst. Ich nehm dich als Vorbild #cool, ok?

    GLG
    Bianka

    • Hhh
      Ok.

      Ehrlich gesagt finde ich viele Familien übertreiben mit den Aktivitäten.

      Eine Freundin formulierte damals mal ihr 7-Jähriger sei "völlig ausgebucht" und das fand ich dann schon schockierend.
      Welches Kind ist denn wirklich glücklich so, komplett ohne freie Zeitgestaltung und mal zu Hause schimmeln?

      Eine andere Freundin widerrum hat ne winzige Wohnung, für mittlerweile 4 Kinder nur ein kleines Kinderzimmer, demnach fast nichts an Spielzeug und als einziges Entertainment den Fernsehr. Das finde ich grundsätzlich furchtbar, aber verstehe natürlich dass sie dadurch solche "Draußen -Kinder" hat.

      Mein Mann hat sich die Tage mal wieder verblüfft in den Kinderzimmern umgesehen, mit den Worten "das ist ja ein Paradies für Kinder, und ihr wünscht euch noch mehr?" Und wenn er als Kind nur ein Zehntel davon gehabt hätte...
      Joa...*schäm* wir haben ordentlich Auswahl...
      Ich rechtfertige das aber immer damit dass ich eben solche Stubenhocker habe. Wer viel zu Hause ist braucht einfach auch was zu tun hier...

      Ich gebe aber zu dass meine Gelassenheit darüber dass sie so gern nur zu Hause sind auch daher rührt, dass es eben so auch meiner Einstellung entspricht. Wie gesagt, ich hatte als Kind wenig übrig für Nachmittagshobbys. Auch heute noch habe ich eher kreative/ ruhige Hobbys wie schreiben, lesen, nähen, und mag kein Sport.
      Und mit 3 Kindern ständig jemanden holen und bringen... puh das wäre mir auch viel...

      • Tja, mir war es in letzter Zeit auch zu viel, denn wir hatten jeden Nachmittag Programm - aber halt abwechselnd die Große, die Kleine und einmal ich wegen Krankengymnastik. Ich hatte mich schon auf nächstes Jahr gefreut, weil dann ein Nachmittag weniger geworden wäre, weil die Kleine auch Klavier machen möchte und dann beide donnerstags Klavier gehabt hätten und dienstags Tanzen. Mittwochs ich meine KG und am Freitag wäre der Kinderkirchenchor, aber der wäre mir nicht so wichtig (will unsere Große auch aufgeben).

        Also wäre der Montag ganz frei geworden und je nach Lust der Kinder der Freitag auch - und mittwochs haben die beiden ja auch nix, bloß dass ich halt nicht so gern Besuchskinder bei uns hab, wenn ich ned da bin wegen KG.

        Tja, mit dem eventuellen Wechsel unserer Großen zu nem neuen Hobby hätten wir dann den Montag auch wieder verplant ;-) oder ich hätte Stress mittwochs ihren Sport auch noch unter zu bringen. Hab mich einfach zu früh gefreut #rofl, denn man sollte wohl als Mama nicht so viel planen - hätte gedacht die großen Veränderungen kämen erst mit der weiterführenden Schule der Großen - falsch gedacht:-p. Könnte mir gut vorstellen, dass unsere Kleine angesteckt durch die Große auch paar neue Sachen probieren will und dann noch mehr verplant ist und dafür die Große fast alles hinschmeißt#rofl. Und ich such mir dann nen Kurs in Lach-Yoga oder Meditation ( ooohhhhmm...) und übe mich in Gelassenheit ;-).:-)

        LG Bianka

(25) 29.06.16 - 18:21

Hi, geht es dir denn um Bewegung oder mehr um die Gruppe. Bei letzterem wäre es für deine Tochter vielleicht schön im Chor zu singen? Meine Jungs sind auch nicht die klassischen Sportler, aber trotzdem fit und aktiv. Sie lieben Musik, Schach und eben den Chor, den ich für ihre Persönlichkeit als enorm befruchtend empfinde. LG Ines

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