Blockflöte: Unterschied Sopran - Alt-Flöte

    • (1) 10.08.16 - 15:03

      Hallo,

      in der Grundschule hat meine Tochter eine Sopranflöte mit dt. Griffweise gehabt. Nun sollen sie in der 5. Klasse eine Flöte mit Barock-Griffweise haben und da wir nun sowieso eine neue Flöte anschaffen müssen, fragte meine Tochter nach einer Altflöte.

      Wie unterscheidet sich die Spielweise von einer Sopran- zu einer Altflöte?

      Muß es komplett neu erlernt werden oder geht es eher um die Größe der Flöte?

      Lg, Sunny

      • Liebe Sunny,

        da du scheinbar von Blockflöten gar keine Ahnung hast empfehle ich dir die Internetpräsenz von Moeck.

        Die Alt Flöte ist etwas größer und von der Tonlage tiefer,aber sonst zu spielen wie jede
        andere Flöte (außer Querflöte) auch.

        LG,Keks

        • (3) 11.08.16 - 07:54

          aha...keine Ahnung.....

          die Altflöte hat teils eine andere Griffweise. Sicherlich kann man sie auch wie eine Blockflöte spielen aber das ist falsch!

          An die TE: Kinder bekommen das schnell raus. Wobei viele zwischen den beiden Flöten oftmals 15-30 Minuten warten und nicht direkt hintereinander spielen. Ist sie dann die Einzige mit Altflöte?

          lisa

          • (4) 11.08.16 - 11:56

            Die Altblockflöte ist ne Blockflöte und wird genauso gespielt. Sie hat eben nur andere "Töne auf den Löchern" (So erklärt meine Tochter das...)

            Der Unterschied zwischen deutscher und barocker Griffweise ist eben, dass die barocke Griffweise Doppellöcher beim c und d bei der Sopranflöte oder beim f und g bei der Altflöte hat. Die deutsche Griffweise hat bei den unteren beiden Löchern nur ein Loch. Daraus resultieren sowohl bei der barock gegriffenen Alt- als auch bei der barock gegriffenen Sopranblockflöte die sogenannten Gabelgriffe bei einigen Tönen, die bei der deutschen Griffweise nicht genommen werden können.

            • (5) 11.08.16 - 12:08

              Wer es mit deutscher Griffweise spielt, spielt beide Flöten nicht "wirklich" richtig sondern nur einfach.

              • (6) 12.08.16 - 01:13

                Nicht ganz richtig, denn es hört sich bei dir an, als könne man auf EINER Flöte sowohl deutsche als auch barocke Griffe spielen.

                Aber es gibt einfach Flöten, die sind für die deutsche Griffweise gebaut, und welche sind für die barocke Griffweise, da mußt du bei den Griffen belieben, für die die Flöte gebaut ist.

      Die Griffe sind ganz anders.

      Kannst du anhand der Grifftabellen vergleichen - wenn du z. B nur mal auf das "a" schaust, wird völlig anders gegriffen. Wenn Sie bei der Grifftabellen der Sopranflöte bleiben möchte, müsste sie Tenorflöte spielen.

      http://www.stretta-music.com/blog/wp-content/uploads/2011/09/grifftabelle_sopranino_altblockfloete1.pdf

      http://www.stretta-music.com/blog/wp-content/uploads/2011/09/grifftabelle_sopran_tenorblockfloete1.pdf

      Hallo #blume

      man muss lernen, die Noten anders in (leicht unterschiedliche) Griffe umzusetzen.

      Bsp: sind bei der Sopranblockflöte alle Löcher geschlossen, hast Du ein c, bei der Altflöte ein f. Das kann verwirrend sein, muss es aber nicht.

      Ich tendiere eher zu eine Altflöte mit deutscher Griffweise. Ich finde sie wesentlich angenehmer zu spielen. Zumindest bei uns waren viele Stücke in F-Dur und gerade da war das super. Aber ich denke, auch das ist Geschmacks- und Gewöhnungssache. Wenn man es nicht anders kennt, lernt man es eben so, wie es ist.

      Ich habe ca. in der 6./7. Klasse einfach mit Altflöte (dt. Griffweise) angefangen. Später kam noch eine (barocker) Tenorflöte hinzu. Wenn man Spaß am Spielen hat, ist das sicher alles kein Problem.

      #liebdrueck
      Sanne #sonne

      Cat_t hat das ja gut erklärt mit den Griffweisen. Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass beim Zusammenspiel verschiedener Flöten die mit barocker Griffweise besser klingen. Die deutsche Griffweise ist einfacher, klingt aber nur in bestimmten Tonarten sauber, in anderen ist der Ton einfach nicht ganz richtig aufgrund der Bohrung.

      Die Umstellung von deutscher auf barocke Griffweise fand ich nicht so schwer - nur wenn die Hände klein sind, sind Gabelgriffe auf der Altflöte am Anfang etwas anstrengend.

      VG
      Anja

      Sorpanflöte wird auch C- Flöte genannt, die größere Altflöte auch F- Flöte. Das bedeutet, der tiefste Ton (alle Löcher sind verschlossen) ist bei Ersterer ein tiefes C, bei der Altflöte ein noch tiefes F (also 4 Töne unter dem Sopranflöten C)

      Die Griffe sind wie bei der Sopranflöte, nur muß man etwas umdenken, das ja gleiche Griffe verschiedene Töne auf den beiden flöten sind. Ich kann dir aus jahrelanger Erfahrung sagen, dass man sich schnell daran gewöhnt. Ich habe es sogar als Jugendliche hinbekommen innerhalb eines Konzert unserer Flötengruppe bei den Stücken mal die Sopranflöte mal die Altflöte gespielt.

      Da die Lehrerin deine Tochter die Altflöte spielen lassen will, wird sie ja auch wohl hauptsächlich oder sogar nur diese spielen müssen. Und das ist nach ner kurzen Umgewöhnung so einfach wie die Sopranflöte spielen.

      Ah, noch eins: der Unterschied zwischen deutscher und barocker Griffweise ist nur bei EINEM Ton ein anderer Griff, lso auch schnell gelernt.

      • (11) 12.08.16 - 10:28

        Nur noch einmal klugscheißern von mir ;-)

        Es sind schon ein paar Töne mehr, die sich unterscheiden: Neben den (Sopranflöten) Gabelgriffen beim f und ggf. auch beim b (kann vom Flötenbauer abhängen) wird bei der barocken Griffweise auch das fis nur mit zwei und nicht mit drei Fingern gegriffen. In den oberen Oktaven kann es sich auch unterscheiden, also insgesamt etwas mehr als nur ein Ton.

        Ansonsten ist das aber wirklich einfach zu lernen. Ebenso wie Du habe ich als Kind/Jugendliche im Quartett gespielt und habe auch innerhalb eines Konzerts alle fünf Flötenarten ohne "Umstellungsprobleme" durchgespielt, von der Sopranino bis zum Baß; ich habe bloß darum gebeten, dass ich nicht grade das erste Stück auf dem Baß und das zweite gleich auf der Sopranino bekommen habe, denn da rutschen die Finger doch automatisch etwas zu weit auseinander ;-)

        LG
        Punkt.

    Hallo!

    Erst einmal: Das Umlernen auf Barocke Griffweise halte ich für sehr sinnvoll, da Flöten mit dieser Griffweise von der Intonation her einfach sauberer sind. Beim Zusammenspiel zwischen 2 Blockflöten mit gleicher Griffweise) fällt das nicht auf will man aber beispielsweise mit einem Klavier zusammenspielen, klingen gewisse Töne unsauber.
    Dieses Umlernen sollte aber eigentlich kein Problem sein. Meine Tochter ist 7 und spielt jetzt seit 2,5 Jahren Blockflöte. Sie hat eine mit deutscher Griffweise, ich hab eine mit barocker Griffweise. Die Unterschiede hatte die Kleine schnell raus, und jetzt spielt sie auf meiner Flöte genauso gut wie auf ihrer.
    Die Altflöte wäre allerdings noch einmal eine Herausforderung für deine Tochter, von daher finde ich ihren Wunsch gut. Die Altflöte klingt nicht in C sondern in F. Die Notation bei Literatur für die Altflöte ist allerdings in C, und somit muss deine Tochter lernen, zu transponieren (das ist z. B. beim Saxofon oder bei der Klarinette anders: Das Altsaxophon klingt in Es, das Tenorsax in B - der Abstand ist also wie bei Alt- und Tenorflöte. Beim Saxophon ist die Notation aber in der jeweiligen Instrumentenlage, sodass man ohne Umdenken und Umlernen vom Alt- aufs Tenorsax umsteigen könnte).
    Deine Tochter muss also im Grunde mit der Altflöte immer transponieren - und das zu können, finde ich schon sinnvoll. Wo ein F notiert ist, muss deine Tochter ein C spielen, statt G D usw.

    Das würde ich dem Kind ruhig ermöglichen, und wenn sie nicht ganz untalentiert ist, hat sie das auch schnell raus.

    LG

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