Vormundschaft - Wer kennt sich aus??

    • (1) 14.08.16 - 20:07

      Hallo.

      Folgende Situation: Eltern (zusammenlebend, nicht verheiratet - Mutter hat das alleinige Sorgerecht), 2 unmündige Kinder.

      Was wäre, wenn ein Elternteil plötzlich verstirbt?

      Beim Tod des Kindsvaters hat die Mutter weiterhin das alleinige Sorgerecht. Bekommen die Kinder von Amts wegen einen Vormund, der sich um das Erbe der Kinder kümmert, oder darf alleine die Mutter darüber entscheiden?

      Was ist, wenn die Mutter stirbt, ohne notariell das Sorgerecht und die Besitzverhältnisse geregelt zu haben?

      #schwitz

      • Oh sorry.... wahrscheinlich die falsche Kategorie erwischt. Bitte ggf. verschieben. Danke!

        Hallo
        Ich sehe keinen Grund warum der Vater mit dem die Kinder ja zusammen leben das Sorgerecht dann nicht erhalten soll.
        Sie haben eine Bindung zum Vater .
        Auch wenn die Eltern getrennt wären würde doch der nächste Verwandte an erster Stelle stehen was ja der Vater ist.

        Wozu sollten die Kinder einen Vormund bekommen? Der Vater kann das genauso. mit dem Erbe regeln.

        Ohne Testament gilt die gesetzliche Erbfolge

        Das ist meine pers. Meinung

        • Ja, ich bin eigentlich auch völlig deiner Meinung.

          Mich hat es nur nachdenklich gemacht, weil ich diese Woche "Raus aus den Schulden" angeguckt hatte. Da ging es in einem Fall um eine Familie, bei der nach dem Tod des Vaters die minderjährigen Kinder (trotz noch lebender Mutter) einen Vormund erhalten hatten. #zitter
          Irgendwie geht mir die Sache nicht mehr aus dem Kopf und ich frage mich, in welchen Fällen das so geregelt wird mit Vormund. #gruebel

          • Hi,

            hab die Sendung nicht gesehen aber das kann sein, wenn hier die Mutter zum Beispiel krank ist und sich nicht selber 100% um die Kids kümmern kann.

            Br. Spears hat doch ihren Vater noch als Vormund, oder?

            lg
            lisa

            • Ja, bei Krankheit ist mir das schon einleuchtend. Aber so?!? Die Mutter in der Sendung war meines Wissens nach nicht krank. Aber wer weiß...... vielleicht einfach "amtlich bekannt" - keine Ahnung.

              Aber im "normalen Leben" wenn der verbleibende Elternteil gesund und fürsorglich ist, dann können die einem doch nicht einfach einen Vormund vor die Nase setzen, denke ich. #kratz

              Werde mich aber wohl doch vorsichtshalber nochmal bei einem Notar erkundigen.

              #winke

      das sorgerecht kann man meines wissens in deutschland eh nicht selber festlegen. man kann natürlich einen wunsch im testament aussprechen, aber für ein gericht ist das nicht zwingend bindend.

      es wäre anzunehmen, dass wenn bei kinder mit dem leiblichen vater leben und er in der lage ist, für die kinder zu sorgen, ein gericht ihm dann auch das sorgerecht zusprechen würde, wenn das andere elternteil verstirbt. wenn die mutter testamentarisch nichts festgehalten hat, dann wird das erbe halt nach der gesetzlichen erbfolge abgewickelt.

      wenn die mutter eh immmer das alleinige sorgerecht hatte, dann bestünde eigentlich ja auch kein grund, einen vormund festzulegen, wenn der vater verstirbt, der nie sorgerecht hatte.

      ich bin aber wiess gott kein rechtsgelehrter, also könnte da wohl nur jemand vom fach ne fundierte auskunft geben.

      lg

      • Das mit dem Sorgerecht ist mal eine Sache - ok.
        Die gesetzliche Erbfolge ist auch klar. Stirbt z.B. der Vater, bleibt das Sorgerecht bei der Mutter (oder halt umgekehrt) und die Kinder erben ja den Teil des/der Verstorbenen.

        Aber da die Kinder ja noch nicht volljährig wären, könnten sie ja auch nicht über das Erbe verfügen. Drum meine Frage: Tritt dann als "Erbverwalter" immer der übrig gebliebene Elternteil ein?? Scheinbar nicht immer?!?#zitter

        • Hallo "gute Fee" ;-),

          also ich habe die Sendung gesehen. Mich hat das im ersten Augenblick auch gewundert, im zweiten aber nicht mehr.... (wobei ich in Erinnerung habe, dass die Eltern verheiratet waren "...mein Mann", kann aber auch anders sein, hatte nicht von Beginn an geschaut).

          Die Mutter war krank, im Beitrag bezog sie "heute" Hartz IV (also AlgII), da sie erwerbsunfähig ist. Ich hatte den Eindruck, dass sie früher ebenfalls krank war oder aber aufgrund des Schocks über den plötzlichen Tod des Ehemannes den Erbfall nicht alleine regeln konnte.

          Denn der "Vormund" (heute wäre es ja ein Betreuer) war nur dazu da, den Haus-Erbfall (mit Annanhme der Erbschaft für die Kinder) zu regeln. Mir machte sie den Eindruck, dass sie gar keinen Überblick hatte oder persönlichkeitsbedingt haben konnte . Sonst hätte sie damals sagen müssen, dass sie komplett überschuldet waren -> dann wäre die Erbschaft womöglich ausgeschlagen worden.

          Ich denke, dass dieser Fall nicht mit dem von Dir angenommenen Beispielfall vergleichbar ist. (Wenn der Vater der nichtehelichen Kinder stirbt, regelt die sorgeberechtigte Mutter alles alleine; es sei denn, sie möchte/kann das dann nicht.) Dann kann sie aus freiem, eigenem Entschluss einen solchen Antrag stellen.

          Viele Grüße #winke
          moselmuppes

          PS: In der Sendung wurde eh so einiges gesagt/gezeigt, was garantiert so nicht sein kann (Mutter Anfang 30, 3 Kinder, nur 3,5 Jahre gearbeitet, laut eigenen Angaben erwerbsunfähig, würde eine Erwerbsunfähigkeitsrente von NETTO 800 - 850 Euro erhalten, sofern denn der Antrag tatsächlich durchgeht, also die Erwerbsunfähigkeit definitiv medizinisch bestätigt wird. Das würde ich gerne mal sehen! Dann könnten wir alle aufhören, die wir die Arbeitsjahrzehnte buckeln ...) Antrag wurde ja auch abgelehnt.....(im Abspann gesagt)

          • Hallo.

            #pro#pro#pro

            Zu Familie A (der Fall, in dem die Tochter die 115.000 Euro übernehmen hätte sollen):
            Ja, ich wollte es nicht sooo direkt schreiben, aber die Mutter machte mir (zumindest jetzt, 20 Jahre nach dem Sterbefall) einen eher asozialen Eindruck. Gut möglich, dass das früher auch schon so oder so ähnlich war. Sicher war sie mit der gesamten Situation maßlos überfordert. Aber einfach diese überschuldete Wohnung zurück zu lassen und mit den Kindern nen Abgang machen.... Nunja... Das dürfte ihr schon klar gewesen sein, dass die Schulden sich dann nicht in Luft auflösen.

            Umso weniger verstehe ich, dass dann dieser besagte Vormund/Betreuer nichts dagegen unternommen hat, dass die Kinder aus dem Schneider sind. Denn GENAU DAFÜR wäre der Betreuer doch eigentlich gedacht?!?!? :-[:-[

            Familie B:
            "PS: In der Sendung wurde eh so einiges gesagt/gezeigt, was garantiert so nicht sein kann (Mutter Anfang 30, 3 Kinder, nur 3,5 Jahre gearbeitet, laut eigenen Angaben erwerbsunfähig, würde eine Erwerbsunfähigkeitsrente von NETTO 800 - 850 Euro erhalten, sofern denn der Antrag tatsächlich durchgeht, also die Erwerbsunfähigkeit definitiv medizinisch bestätigt wird. Das würde ich gerne mal sehen! Dann könnten wir alle aufhören, die wir die Arbeitsjahrzehnte buckeln ...) Antrag wurde ja auch abgelehnt.....(im Abspann gesagt) "

            Du sprichst mir aus der Seele. Mich hätte es fast von der Couch gehauen, als Zwegat diese Aussage so stehen ließ.

            Ja, es kann gut sein, dass die Dame (:-[) 800 Euro Erwerbsunfähigkeitsrente gekriegt hätte - aber nur für EIN JAHR (meines Wissens nach). Danach wäre sie wieder ein Hartz IV Fall gewesen. Soweit ich das in Erinnerung habe, wird in "solchen Fällen" dieses Jahr EU-Rente berechnet, als ob die Person 45 Jahre lang den erlernten (oder zuletzt ausgeführten) Beruf ausgeübt hätte. Aber halt zeitlich begrenzt. Kenne (leider) auch so ein Fräulein.......#aerger

            33 Jahre alt, so gut wie nie gearbeitet, das Geld für die Kita lieber verraucht und wg. Herzinfarkt nicht arbeitsfähig. Klar - war mal wieder voll ein Beispiel fürs übliche Klischee......

            "(Wenn der Vater der nichtehelichen Kinder stirbt, regelt die sorgeberechtigte Mutter alles alleine; es sei denn, sie möchte/kann das dann nicht.)"

            WEISST du das - oder vermutest du das?

            LG
            #winke

            • Huhu,

              ja, mein Eindruck der Mutter war wohl der gleiche als Deiner.... Wieso der Betreuer nicht ablehnte? Es gab ja eine Lebensversicherung, von der man damals ausging, dass sie zahlte. Dann wären die Schulden weg und die Kinder hätten das Haus. Voilà.
              Das ist damals sicherlich blöd gelaufen, da der "Vormund" ja nicht so lange bleibt, bis dass die zähen Verhandlungen der Versicherung dann endeten..... wie auch immer. Ich denke, dass es so ging, dass "alles klar schien" und damit die Vormundschaft aufgehoben wurde.
              Die Mutter hätte bei Nichtauszahlung der Versicherungssumme müssen dagegen vorgehen oder sich jemanden (JA oder wieder Betreuungsantrag dann selbst wohl stellen) hierfür suchen.
              Mit der Mutter war es sicherlich kein Zuckerschlecken....das einzige (sympathische) Kind, von dem überhaupt Geld zu holen war, tat einem echt leid....

              Zum anderen Fall: Uns hat es auch bei Nennung des Betrages von der Couch gehauen! Ich glaube aber nicht, dass das nur für 1 Jahr ist, egal welcher Betrag rauskommt. Ich meine, dass die EU-Rente bis zum Eintritt der regulären Altersrente regelmäßig/monatlich gezahlt wird. Kann mich da aber schlau machen....

              Zu meinem Schluss-Satz: Ja, das vermute ich nur! Aber: Eine der TE schrieb, dass man das aus § 1638 rausbekäme. Den finde ich schon etwas kompliziert verfasst, aber hiernach verstehe ich (Absatz 1), dass - um beim Beispiel zu bleiben - die Mutter alles dann regeln kann, es sei denn der Erblasser hätte testamentarisch was anderes verfügt. Sprich: Bei normaler / gesetzl. Erbfolge müsste Mutter alles regeln können.

              (Hoffe ich mal...;-), wir Eltern sind auch nicht verheiratet, ich habe das alleinige Sorgerecht. Ich hätte aber überhaupt kein Problem damit, wenn mir das Jugendamt einen amtl. Betreuer mit entspr. Ausbildung (!) zur Überwachung an die Seite stellt. Also "keinen von der Straße". :-[

              Viele Grüße #winke
              mm

              • Noch was:

                Dieser Link unterstützt das Ganze...
                http://www.iww.de/ee/rechtsgeschaeftliche-vorsorge/familienrecht-vermoegenssorge-fuer-minderjaehrige-im-erbfall-f66712

                Also wenn keine "Verwaltungsbefugnis testamentarisch ausgeschlossen wurde" müsste die Mutter des Beispielsfalles das ererbte Vermögen alleine verwalten können.

                Es sei denn, ich verstehe das falsch #schein

                Ciao,
                mm

                Bin mir ziemlich sicher mit der 1-Jahres-Begrenzung. Diese Lady, die ich kenne, hatte mir Arbeit noch nie viel am Hut und ist seit vielen Jahren arbeitslos. Nun hat sie tatsächlich eben für 1 Jahr diese Rente in Höhe von ca. 1200 Euro bekommen, da sie ihre Alkoholprobleme nicht in Griff kriegt. Habe den Rentenbescheid nicht selber gesehen, muss mich da auf die Erläuterungen meiner Freundin (Verwandte von ihr) berufen. Wie dem auch sei..... 800 Euro für 3 Jahre Arbeit und 3 Kinder - #klatsch#klatsch#klatsch dann wären wir arbeitenden Mütter alle Vollpfosten.:-[

                Gut, wenn der Vormund in Ordnung wäre, hätte ich auch kein Problem damit. Habe allerdings auch schon mit anderen "Betreuern" berufsbedingt schlechte Erfahrungen gemacht. Diese waren oft tagelang nicht telefonisch erreichbar oder hielten einen mit mehr oder weniger seltsamen Ausreden hin, um sich nicht um die finanziellen Belange der zu betreuenden Personen kümmern zu müssen (oder können). Da frage ich mich schon, WELCHE Voraussetzungen da erfüllt sein müssen, um so ein Amt übertragen zu bekommen. Zuverlässigkeit wohl eher kaum....#zitter

                #winke

    Deshalb ist das gemeinsame Sorgerecht eine gute Sache, weil im Todesfall ein weiterer Sorgeberechtigter vorhanden ist und kein Klärungsbedarf besteht.

    Hinsichtlich der Vermögensverwaltung würde ich mal die Paragraphen 1638ff BGB lesen. Vielleicht schafft das schon Klarheit.

    Grüße Küstenkönigin

    huhu!
    wenn du beim ja einen termin machst könnt ihr ja die urkunde zwecks gemeinsamen sorgerecht unterschreiben und gleich die vaterschaftsanerkennung wenn noch nicht gemacht.

    in Versicherungen kann man ja einen begünstigen eintragen und somit wäre das ja dann auch schon geklärt.

    wie es sich dann weiter verhält kommt auf die lebensumstände sowie den sachberater an... also wie immer!
    falls ihr euch da absichern wollt frag doch mal beim notar nach oder beim anwalt für erbrecht! denn habt ihrs von jemanden mit durchblick????

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