Ferienprogamm, Wie haettet ihr reagiert?

    • (1) 19.08.16 - 12:54

      Hallo
      Vorab, mir geht es nicht darum einen "Schuldigen" zu finden. Es ist wohl generell etwas bloed gelaufen. Jedoch wuerde ich gerne wissen ob meine Gedankengaenge total falsch sind und ob ich das ganze alleine verbockt habe.
      Wir sind letztes Wochenende hier an unserem Wohnort in Deutschland angekommen. Dieser ist in der naehe von meinem Heimatort und meine Jungs selbst waren vorher noch nie in unserem Wohnort.
      Er ist nicht riesig, mit seinen 17.000 (?) Einwohnern ist er aber auch nicht mini. In den letzten Tagen haben wir uns vorallem im Gebiet um unser Haus rum aufgehalten. Dem Kleinen (6) habe ich auch schon seine GS gezeigt und bin mit ihm den Weg einmal abgelaufen.
      Im Vorab hat es uns die Gemeine netterweise moeglich gemacht das die Jungs beim Ferienprogramm mitmachen koennen um schon ein paar Kinder von hier kennenzulernen. Bei einer Veranstaltung war Ezra gleich am Montag und das hat alles super geklappt.
      Gestern folgte dann Veranstaltung #2. Diese fand auf dem Schulhof der GS am anderen Ende der Stadt statt (hatte jedoch nichts mit der Schule zu tun, die Veranstalter bekamen nur den Platz gestellt da dieser sich wohl anbot). Morgens erklaerte ich ihm das ich ihn wieder hin fahren werde und nach Ende auch wieder abholen werde. Wir sind da also hin gefahren, ich habe ihn abgegeben und alles war super.
      Das Programm sollte 2 Stunden dauern.

      Ich war jedoch schon 14 Minuten vor offiziellem Ende da, das konnte ich mir genau merken weil ich als ich auf den Parkplatz fuhr auf die Uhr schaute weil ich nicht das Elternteil sein wollte das da steht waehrend noch was gemacht wurde.
      Vom Parkplatz aus hat man einen kleinen Einblick auf den Pausenhof und da ich niemanden sah & auch nichts hoerte bin ich doch ausgestiegen.
      Es war weit und breit niemand mehr da. #kratz
      Ich habe mich ordentlich erschrocken und wusste gar nicht was ich tun sollte (hatte auch noch das Baby dabei..).
      Ohne wirklich nachzudenken habe ich mich ins Auto gesetzt und bin die Strassen in der direkten Umgebung der Schulen abgefahren, mit der Hoffnung das er dort irgendwo ist.

      Nach einer gefuehlten Ewigkeit war er dann auch ploetzlich da, auf dem Weg zurueck zur Schule.
      Er hat mir dann erklaert dass das Programm frueher beendet wurde und das die anderen Kinder wohl alle selbst heim durften. Die Veranstalter haben sich dann von ihm, dem einzigen Kind das noch da stand, verabschiedet und sind auch gegangen. Er dachte dann irgendwie das auch er heimlaufen muss. Und hier sehe ich mich schuldig: ich habe ihm nur morgens, und nicht direkt dort, gesagt das ich ihn abhole. Dort habe ich nur "Bis spaeter" ??? gesagt.
      Er ist dann auf gut Glueck los gelaufen und hat das Rathaus gefunden. Da waren wir diese Woche auch schon kurz und er hat es wieder erkannt. Als er dann nicht weiter wusste wollte er wieder die Schule finden weil er dachte ich warte vielleicht da???
      Es ist ja zum Glueck nochmal alles gut gegangen, jetzt frage ich mich aber wie ich haette reagieren sollen?
      Die Veranstalter koennen ja nicht wissen ob ein Kind wirklich alleine heim darf, aber das Programm einfach deutlich frueher beenden ?

      Ausser moralisch sind sie ja sicherlich auch zu nichts verpflichtet, sind ja nicht die Eltern, aber es muss ja doch schon deutlich frueher beendet worden sein und dann mit den Worten "Tschuess" ein Kind stehen lassen? :-(
      Dachte auch erst das ich die Zeiten verwechselt habe aber nein, ich war definititv ueber puenktlich dort.
      Wie haettet ihr reagiert ? Habe ich es total verbockt ?

      Liebe Grueße

      • hi,

        du hast überhaupt nichts verbockt! die aufpasser haben das nicht vernünftig abgesprochen.
        meine söhne waren 1 woche von 8-16 uhr bei einem ferienspaßprogramm. da musste ich alles genau abklären und eine erklärung unterschreiben, dass mein 6jähriger mit seinem 11jährigen bruder alleine nach hause laufen darf. ist das eine einmalige veranstaltung gewesen? in dem fall würde ich wohl nichts sagen, aber wenn dein sohn nochmal an so einer sache teilnimmt, würde ich das auf jeden fall ansprechen.

        lg

        • Hallo
          Das ist hier etwas anders, es sind alles einzelne Veranstaltungen. Die Gemeinde hat uns vorher das Angebot zukommen lassen und es gibt ganz unterschiedliche Veranstaltungen die alle von unterschiedlichen Anbietern sind (angefangen bei den oertlichen Vereinen usw.) bei denen man sich eintragen kann.
          Nacheste Woche fahren sie zum Beispiel beide mit dem Bus wandern. Da sind sie dann wenigstens zusammen und der Große bekommt ein Handy mit.
          Mensch, ich bin einfach froh das alles gut gegangen ist.

          Liebe Grueße

            • Der Große haette das schon anders geloest, der Kleine weiss eigentlich auch besser Bescheid aber in der Situation drin kann ich ihm das nicht uebel nehmen. Zudem erinnert er sich an das Leben hier ja quasi nicht mehr und muss den kleine Kulturschock noch verarbeiten..
              Meinst du mit dem Veranstalter die Gemeinde oder die direkten Veranstalter vom gestrigen Programm?

              • den veranstalter vom gestrigen programm müsstest du, wenn du das bedürfnis hast, sofort kontaktieren.
                beim nächsten mal würde ich halt die story zum besten geben und als mahnendes beispiel verwenden, wie du es dir NICHT vorstellst.

      Hi,
      es hätte ein Betreuer mit Deinem Sohn warten müssen.

      Hier wird bei Anmeldung die Handy-Nr. mit hinterlegt, die hätten dann angerufen, und Bescheid gesagt, dann hätte man ja sagen können, wie es ist. Man ist gleich da, oder er kann alleine heimgehen usw.

      Aber bei Dir lag der Fehler ganz sicher nicht.

      Alles Gute
      Claudia

      • Hallo
        Es kann sein dass das einfach vergessen wurde, wir haben das per eMail mit der Gemeinde geregelt. Unabhaengig davon hatten die Veranstalter das scheinbar ohnehin nicht vor..

        Liebe Grueße

    Hallo!

    Meine Tochter ist dieses Jahr auch beim Ferienprogramm der Stadt (Veranstaltung für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren) dabei, und wir mussten im Vorfeld einen Fragebogen ausfüllen, wo wir auch gefragt wurden, ob unsere Tochter alleine heim darf oder ob es abgeholt wird. Allerdings ist das auch ein 2-Wochen Programm, und unsere Stadt ist etwas größer und weitläufiger (wir wohnen z.B. 5km vom Veranstaltungsort entfernt in einem Dorf, was aber offiziell noch Stadtgebiet ist) - viele Kinder werden gar nicht zu Fuß heimgehen können. Von daher ist die Frage eigentlich selbstverständlich. In einer Kleinstadt wie bei Euch, ist es vermutlich fast selbstverständlich, dass die Kids den Ort kennen und eben auch den Heimweg. Von daher hat sich vermutlich niemand etwas dabei gedacht, die Kinder einfach heimzuschicken (wußten die Betreuer, dass ihr gerade erst eingezogen seid?).
    Allerdings finde ich es nicht richtig, die Kinder einfach früher heimzuschicken - der Veranstalter übernimmt ja bei Kindern in dem Alter für den Zeitraum der Veranstaltung auch die Aufsichtspflicht - u.U. stehen dann die Kids daheim vor verschlossener Tür oder treiben sich irgendwo rum... Aus diesem Grund würde ich den Veranstalter vermutlich einfach einmal kontaktieren, ob ein solches Vorgehen üblich ist.

    Ansonsten würde ich meinem Kind klar machen, dass es nicht einfach gehen darf, wenn abgesprochen ist, dass es abgeholt wird, und ich würde ihm auch erklären, dass es die Betreuer ruhig darauf ansprechen darf, dass die Mama noch nicht da ist und es den Heimweg nicht kennt. Und hilfreich wäre es natürlich auch gewesen, wenn du den Betreuern klar gesagt hättest, dass du den Kleinen abholst, weil er sich noch nicht auskennt. Ich war mir bei der Ferienbetreuung für meine Tochter z.B. auch nicht sicher, ob nicht freitags evt. schon früher Schluss ist (in den Kindergärten ist das hier üblich) und hab einfach nachgefragt - schadet ja nichts. Die Kleine kennt zwar den Weg zu meiner Arbeitsstelle und hätte ihn auch alleine gehen dürfen, aber so war ich auf der sicheren Seite.

    In Eurem Fall würde ich also keinem die alleinige Schuld für diese blöde Situation geben - jeder - dein Sohn eingeschlossen - hätte anders handeln können, sodass es nicht dazu gekommen wäre, dass der Kleine alleine in der Stadt herum geirrt wäre. Und bei der nächsten Veranstaltung würde ich auf jeden Fall morgens noch einmla darauf hinweisen, dass die Kinder abgeholt werden.

    LG

    • Hallo
      Mir geht es ja genau um das einfach frueher aufhoeren. Das wir erst kurz hier sind koennen und muessen die Veranstalter ja nicht wissen.
      Aber einfach so viel frueher aufhoeren fand ich schon irgendwie befremdlich :-S
      Ich werde mir meinen Teil aber defintitiv merken und es die nachsten Male auch besser machen

      Liebe Grueße

Also hier würde ich auch mal deutlich aber freundlich nachfragen. Denn ich sehe auch dich nicht in der SChuld sondern den Verantstalter. Die haben ein Programm, das dauert von x bis x. In der Zeit sollte eine Betreuung verlässlich geregelt sein. ER wußte möglicherweise schon das ihr erst wieder neu in der Ecke seid und dein Kind sich möglicherweise nicht so gut auskennt. Und schon aus diesem und den anderen Gründen würde ich nicht einfach mich verabschieden und einfach das Kind da lassen! DAs finde ich nicht Ok und würde daher auch das Gespräch suchen. Je nachdem wie sie drauf eingehen ist meine Laune dann gut oder nicht!

Ela

  • Hallo
    Ich rede nochmal mit der Gemeinde.
    Die selbst kann aber nichts dafuer denn die einzelnen Programme sind von ganz unterschiedlichen Gruppen, angefangen von oertlichen Vereinen bis Unternehmen aus der Umgebung. Diese bekommen eine Namensliste und nicht mehr ??

    LG

    • Wenn die Stadt das organisiert ( die Anmeldung entgegen nimmt und Namenslisten weiter gibt) sind die auch im Gespräch mit den einzelnen Gruppen - als Ansprechpartner also nicht verkehrt!

      Wenn ich mich nicht irre (wer es besser weiß, möge mich korrigieren), dann muß es bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum einen sog "Veranstalter" geben: dieser ist für den reibungslosen Ablauf verantwortlich und hat die Aufsichtspflicht oder benennt diejenigen, die die Aufsichtspflicht über teilnehmende Kinder haben. (Wenn ihr einen Flyer habt, steht doch bestimmt irgendwo der Veranstalter: Gemeinde, Verein..)

      Sechsjährige Kinder vor Ende der Veranstaltung ohne Aufsicht zu verlassen ist juristisch zumindest fragwürdig...! Allerdings wird das natürlich je nach Größe des Ortes und Alter der Kinder in der Praxis schon mal unterschiedlich lax gehandhabt. Aber weh dem Aufsichtspflichtigen, wenn einem Kind in so einer Situation doch mal was passiert, und sei es nur eine verhältnismäßig harmloser Unfall.

      Meine Kinderchor-Kinder dürfen z.B. nach der Probe alleine nach Hause, wenn sie glaubhaft versichern, dass das mit den Eltern so abgesprochen ist. Andernfalls behalte ich sie am Probenraum bis die Eltern da sind - sonst verpassen sich Eltern und Kinder, wie bei euch geschehen, und aus wenigen Minuten wird eine verhältnismäßig lange Zeit, in der das Kind ohne Aufsicht ist!

      Und wenn doch mal was Schlimmes passiert, was ja zum Glück extrem selten ist, nützt die Frage, wer jetzt Schuld war, niemandem mehr - deshalb finde ich es gut, wenn du noch mal nachbohrst (Zur Not auch an zwei verschiedenen Stellen). Gerade auch im Interesse anderer Kinder: auch Kinder, die den Heimweg kennen, sollte man nicht einfach los schicken, wenn man nicht sicher ist, ob die Eltern Zuhause sind!!

      LG!

      OK dann ist die Gemeinde ja nicht für alles Veranstalter, aber jemand hat doch sicherlich hier die Oberhand und ist ja auch für die Unfallversicherung zuständig würde eben genau während der Veranstaltung etwas passieren.

      Ela

Hallo!

OK es ist blöd gelaufen.
Nun bei uns haben diese Ferienprogramme eine andere Zielrichtung und die heißt: KINDERBETREUUNG! - Da ist JEDEM klar, dass bitte diese Betreuungszeit gebucht ist und man nicht eben mal mittendrin aufhört. Auch wenn die fertig sind mit dem Programm, dann sollen die eben da sitzen und meinetwegen Löcher in die Luft glotzen, aber nicht die Kinder vor die Türe setzen.

Bei einem 2-Stden.-Programm ist das was anderes - das ist dann eher Kinderbespaßung. Trotzdem halte ich eine Beendigung um etwa ein 1/2 h früher sehr fragwürdig. Das sind ja dann mal gerade 75% Leistungserbringung ....

Wenn das Ferienprogramm für Schulkinder gedacht ist, kann es sehr gut sein, dass automatisch davon ausgegangen wird, dass die selbständig den Weg nach hause finden.

Ich glaube 2 Takte würde ich mit dem Veranstalter schon reden, aber außer mir Luft machen zu können bringt es wohl gar nichts. Was sollte da passieren? Geld-Zurück wäre jetzt mal so gar nicht mein Interesse.

LG, I.

PS. Sei stolz auf Deinen Sohn, dass er so besonnen reagiert hat. #pro#pro#cool#cool

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