Plötzliche Trennungsangst

    • (1) 31.08.16 - 06:02

      Hallo,
      meine 11 jährige Tochter geht in die 6 Klasse der Gesamtschule. Sie war schon immer ein sehr sensibles schüchternes Kind. In der Klasse ist sie voll integriert kommt gut mit hat viele Freunde und geht auch gern zur Schule.Sie war schon immer sehr auf mich bezogen. (bin keine Übermuttter!)ein paar Wochen vor den Sommerferien fing es an das ich sie immer wieder aus der Schule holen musste weil sie über Bauchweh und Übelkeit klagte.Sobald sie zuhause war war nach 1-2 std alles wieder gut.In den Ferien hatte sie keinerlei Probleme aber jetzt geht es wieder los.Den ersten Schultag hat sie ganz normal

      hinter sich gebracht,am zweiten wurde ich vormittags angerufen das ich sie abholen soll das es ihr sehr schlecht ginge. Seitdem ist es morgens ein Kampf sie steigert sich so rein das sie anfängt zu spucken. Wir sind ratlos denn sie kann ja nicht permanent fehlen.Zum wiederholten Male waren wir beim Arzt er kann nichts feststellen und sagt es sei psychisch.mein Mann und ich haben lange und oft mit ihr gesprochen ob es Probleme in der Schule gibt das sie geärgert wird oder ihr alles zuviel wird etc.das alles wird von ihr verneint.Ausser dem Gang zu einer Kinderpsychologin wissen wir nicht was wir noch machen sollen,allerdings möchte sie das nicht weil sie selbst nicht weiss was mit ihr los ist.
      Kann mir jemand Tipps geben oder hat ähnliches hinter sich?!
      Lieben Gruß

      • Was sagen die Lehrer dazu? Lass sie (die Lehrer) beobachten. Was sagen die Freundinnen deiner Tochter?

        K

        (3) 31.08.16 - 07:22

        nun gut, dass sie nicht zum psychologen will, ist ja nicht ungewöhnlich. aber wenn sie nicht weiss, was los ist und es anscheinend nichts physisches ist, da soll ihr der psychologe ja helfen, genau das raus zu finden.

        nachdem nicht in die schule gehen keine option ist, muss man dem ja irgendwie auf den grund kommen.

        lg

        leider lässt es dass alles darauf Schlussfolgern dass da etwas vorgefallen ist, was sie für sich behalten will, deshalb werdet ihr einfach mal zum Psychologen gehen müssen auch gegen ihren Willen.

      • Hallo!

        Nun zum Psychologen gehen gegen ihren Willen bringt gar nichts. Die wird dann 20 Stden. stumm rumsitzen - was soll der dann machen???

        Ihr müsst ihr klar machen, dass es Schulpflicht gibt, dass es nichts unmenschliches ist, was da verlangt wird und dass es letztlich ihr Problem ist, wenn sie das nicht kann. Sie muss von sich aus diese "Problem" lösen wollen, und es gibt viele Möglichkeiten ihr zu helfen, wenn sie es denn wollte.

        Es gibt Lehrer und Vertrauenslehrer mit denen man reden kann, es gibt Eltern, die auch viel regeln und unternehmen können (nennt mal ein paar für sei greifbare Beispiele, etwa von Sitzordnung, über Klassenwechsel und Schulwechsel, über Begleitung auf dem Schulweg, etc.), und es gibt letztlich vollkommen Aussenstehende etwa Psychologe oder Schulpsychologe mit dem sie reden kann und sicher sein kann das dass es sonst keiner erfährt. ABER es muss von ihr ausgehen, dass sie zunächst sieht dass sie ein Problem hat und dann da Problem auch lösen will.

        VG, I.

        • Ein Psychologe kann auch mit stummen Kindern arbeiten. Kein Mensch braucht die Lautsprache. Oftmals drücken Kinder ihre Ängste und Probleme sogar viel besser anders aus. Sie können sie nicht benennen.

        • "Nun zum Psychologen gehen gegen ihren Willen bringt gar nichts. Die wird dann 20 Stden. stumm rumsitzen - was soll der dann machen???"

          Ich gehe davon aus, die Psychologen sind dafür ausgebildet und können professionell auch mit Kindern umgehen die keine Lust habe zu reden. Sonst hätte man auch einfach mit Tante Emma reden (oder schweigen) können.

          K

      Hallo

      wirklich helfen kann ich dir nicht aber ich kenne dein Problem. Meine älteste heute fast 18 Jahre alt macht das seit der ersten Klasse. Es gab Phasen da war es besser und es gab Phasen da bin ich dann ausgeflippt weil sie mir nicht sagen kann was los ist. Die Lehrer wissen nicht was los ist und die Menschen die uns helfen sollten/wollten (Erziehungsberatungsstelle, Psychologe) wussten auch nichts und es hat nur für die dauer der Behandlung eine leichte Besserung gegeben.

      Sie geht immer noch zur Schule allerdings jetzt Ausbildungstechnischer Art und ich bin froh wenn sie fertig ist. Das Dauert nur noch 4 Jahre und ich hoffe meine Nerven schaffen das, denn sie macht immer noch das gleiche Theater wie in der Grundschule. Bauchschmerzen Übelkeit usw.

      Sie kann es mir bis heute nicht sagen was los ist und sie hat Bauchschmerzen. Ich denke das ist eine Reaktion das es ihr zu viel ist aber ich habe immer noch die Hoffnung das es besser wird.

      Geht mit ihr zu einer Beratungsstelle und schildert euer Problem dann fühlt sie sich ernstgenommen. Ich meine nur weil ihr nichts wisst heißt das nicht das euch ein aussenstehender nicht helfen kann. Manche Dinge tauchen einfach auf. Vielleicht liegt es auch mit der Pubertät zusammen das es bei ihr grad auf den Bauch und auf die Psyche schlägt. Zu einem Psychologen zu gehen ist ja nichts ungewöhnliches.

      LG und viel Glück

      Hallo,
      der Psychologe ist nicht der "Irrenarzt" der sie auf dem Sofa solange ausquetscht, bis sie endlich sagt, was Sache ist.

      Es ist völlig klar, dass sie nicht weiß, warum sie so reagiert. Das weiß der Psychologe auch. Es ist seine Aufgabe herauszufinden, warum sie diese Angst bzw. diese Symptome hat. Das kann so Vieles sein. Das muss keinesfalls irgendwie direkt mit der Schule zusammenhängen.

      Es gibt schon einige Möglichkeiten für einen GUTEN Psychologen diese Infos zu bekommen - sprechen muss dein Kind dabei darüber nicht immer. Schon mal gar nicht sich an irgendetwas krampfhaft erinnern und Zusammenhänge erkennen. Das funktioniert anders.

      Bevor bei deinem Kind also eine akute Schulverweigerung einsetzt, würde ich dringend den Gang zum Psychologen gehen. Eine Schulverweigerung ist dann nicht mehr so einfach zu "heilen" wenn sowas dahinter steht und wie schon geschrieben wurde...die Schulpflicht ist Gesetz. Mal abgesehen davon versaut sie sich ja auch durch die Fehlzeiten die gesamte Zukunft. Sie kommt ja irgendwann im Stoff auch nicht mehr mit.

      (10) 31.08.16 - 10:33

      blöd das bei euch nun die Schule schon läuft. Ich würde mein Kind für ein paar Tage rausnehmen, klettern gehen und beim Klettern auf die Probleme zu sprechen kommen, damit anfangen das ich auch Probleme habe, ihr nicht helfen kann solange ich nicht weiß was los ist. Dabei gleich versichern das nichts unternommen wird womit sie nicht einverstanden ist. Kurze klare Ansagen das es eine Schulpflicht gibt, du ansonsten andere Wege gehen mußt, Psychologen.... muß man nach erfolglosem Gespräch anbringen.
      lg

      Was sagen die Lehrer dazu? Möglicherweise ist denen irgend etwas aufgefallen, da würde ich auf jeden Fall nachfragen. Wenn es an der Schule eine Schulsozialarbeiterin oder Schulpsychologin gibt, dann kann auch die eine gute Ansprechpartnerin sein.

      Ansonsten würde ich meiner Tochter schon sehr deutlich sagen, dass Schulpflicht besteht und man ihr nur helfen kann, wenn sie versucht irgendwie zu formulieren, was sie bedrückt. Kann sie dieses nicht (und das ist gar nicht so selten), kann ein KJP schon helfen, da Licht ins Dunkel zu bringen.

      Mein Sohn hat in der Grundschule in einer Phase die Schule vollkommen verweigert und wirklich alles daran gesetzt, da nicht mehr hin zu müssen. Das Hinzuziehen eines KJP war sehr hilfreich: Er fühlte sich dort ernst genommen, konnte seine Probleme artikulieren - zusammen haben wir dann entschieden, dass er auch auf der Schule bleibt (er hatte große Probleme mit seiner Klassenlehrerin und fühlte sich auch in der Klasse nicht wohl).

      Auch er reagiert schnell psychosomatisch, hat dann also wirklich Bauchweh, wenn eine Situation in der Schule schwierig ist. Auf der weiterführenden Schule ließ sich das aber im Gespräch mit den Lehrern und der Schulsozialarbeiterin relativ schnell lösen - er hat dann auch verstanden, dass zu Hause bleiben keine Alternative ist und er die Gründe für sein Unwohlsein wirklich ansprechen muss: Manche Dinge lassen sich regeln (etwa Sitzen neben einem Kind, das ihn dauernd stört), manche Dinge (blöde Lehrerin) muss er eben akzeptieren.

      Liebe Grüße
      Anja

      Hallo magapas,
      Ganz genau dasselbe Problem hatten wir auch: Ständig Bauchschmerzen vor der Schule, wir hatten jeden Tag Horror, wenn das Kind zur Schule mußte. Oft ist ist der Schulbesuch nicht möglich gewesen. Das ging fast ein ganzes Jahr, auch das gleiche Alter wie Deine Tochter.
      Wir kamen glücklicherweise an einen Arzt, der die richtige Vermutung hatte, da er selbst betroffen war: Es war eine Weizenunverträglichkeit, das hat sich auch psychisch stark ausgewirkt: Ständig Schulangst.
      Glücklicherweise waren die Lehrer sehr verständnisvoll, auch, weil der Schulstoff zu Hause gelernt wurde.
      Nach der Feststellung der Weizenunverträglichkeit und der Nahrungsumstellung gab es keinerlei Probleme mehr: keine Schulangst und die Leistung in der Schule war auch zufriedenstellend.
      Kann man sich nicht vorstellen, dass eine Nahrungsunverträglichkeit so eine Auswirkung haben kann. Das kann durch eine Blutuntersuchung leicht überptüft werden. Vielleicht hast Du Glück und es ist etwas ähnliches.

      Gruß Bernd

      (13) 31.08.16 - 14:19

      Hallo,

      http://anja-weyers.de/
      Ich kann dir nur raten zu ihr zu gehen wenn es von der Entfernung einzurichten ist.

      LG marci

      (14) 01.09.16 - 20:21

      Hi
      Ich würde auch mit ihr zum Psychologen gehen, vielleicht hilft auch schon ein guter Heilpraktiker.
      Manchmal muss gar nichts gravierendes vorgefallen sein. Ich habe auch immer mal wieder Zeiten gehabt wo es mir schlecht wurde teilweise bis hin zu Durchfallattaken. Der Grund dafür War die Angst vorm Kontrollverlust und davor andere zu entäuschen. Also zu sagen ich will das nicht, ich habe keine Lust dazu oder Nerv mich nicht mit deinem Scheiß. Damit ich nicht Nein sagen musste ging es mir schlecht, anfangs wird man noch bemitleidet und geschont. Irgendwann merkt man aber es kommt gar nicht mehr gut an so oft krank zu sein, der Körper reagiert aber weiterhin so und es kommt die Angst dazu das es einem wieder übel wird....die Angst vor der Angst.....
      Mir hat schon alleine geholfen raus zu finden wann reagiere ich und dadurch worauf. Danach habe ich geübt Nein zu sagen, Grenzen zu setzen..... immer mal wieder habe ich Rückfälle, gehe diese aber mit einer Heilpraktikerin an, die arbeitet mit Aufstellungen.

      • (15) 02.09.16 - 05:40

        Hallo ,ich glaube das sie genau diese"Probleme "sie kann sich sehr schlecht durchsetzen und hat unheimliche Angst davor etwas falsch zu machen.Auf neue Situationen reagiert sie immer mit viel Stress d.h alles dreimal bei mir nachfragen... Mama was ist wenn etc..!wir stehen in engem Kontakt mit ihren Lehrern die wirklich super sind ihnen ist nichts auffällig bzgl das sie stress in der Klasse hat geärgert wird o.ä.sie ist zwar wie gesagt eher das ruhigere Kind aber hat vollen Anschluss. Wir haben jetzt einen Termin bei einer Kinder/Jugendpsychologin ich hoffe das ihr geholfen werden kann.
        Danke u lieben Gruß

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