Gedanken zum 1. Schultag

    • (1) 13.09.16 - 22:51

      Guten Abend zusammen,

      so wir in Bayern (und ich glaube Baden Württemberg?) waren jetzt so die letzten Schulanfänger dieses jahr #fest

      Ab heute habe nun auch ich mein erstes Schulkind #verliebt Im dem Sinne wünsche ich auch allen anderen Schulanfängern und Eltern einen schönen Start und viel Erfolg #klee

      Neben ein paar Tränchen bei den Ansprachen mache ich mir schon die ganze Zeit Gedanken, was wohl auf uns zu kommt...

      Wird ihm die Schule weiterhin Spaß machen? Fällt es ihm eher leicht oder wird er sich schwer tun...?

      Wird es irgendwelche Probleme mit ihm geben?

      Generell ist er ein sehr Cleveres Kerlchen, eher der Kopfmensch und weniger der Handwerker, ich könnte mir ihn sehr gut irgendwann auf dem Gymnasium und später in einem Theoretischen Beruf vorstellen.

      Das schreibe ich jetzt nicht um mein Kind groß heraus zu geben, mein 2. Sohn ist nämlich genau das Gegenteil #rofl

      Aber ich bin natürlich gespannt ob das auch so passieren wird oder was sich in den nächsten Jahren noch ändert...

      Sind euch solche Gedanken auch durch den Kopf gegangen?

      Vielleicht können ja auch mal die Eltern der älteren Kinder erzählen was sie so am ersten Schultag gedacht haben und was letztendlich eingetroffen ist? :-)

      Schönen Abend euch allen #winke
      Mimi

      • Hallo
        Ich muss ehrlich sagen, ich empfand (so wie meine Kinder auch) die Einschulungen jetzt nicht als riesen Ding. Klar, man macht sich schon seine Gedanken aber ich persönlich fand das "Schulende" spannender.
        Meine älteste Tochter ist letztes Jahr mit der Schule fertig geworden und nachdem sich ihr eigentlicher Plan zerschlagen hat weiß sie nicht genau was sie machen soll.
        Eine grobe Richtung hat sie aber tatsächlich und die war auch für mich schon immer deutlich.
        Interessant ist bei ihr aber eins, sie war nach der Realschule erst auf dem WG und war dann irgendwann an einem Punkt so wie mit ihren Leistungen absolut unzufrieden war und keinen Weg mehr auf dieser Schule sah. Betonung auf die eigene Unzufriedenheit, im Fach Mathe war sie sicher nicht die beste aber bei allem anderen stand sie sich selbst im Weg, auch mit der Meinung das absolut nichts das sie macht gut genug ist. Jetzt ist dieser "Ausbruch" schon wieder eine ganze weile her und siehe da, mit BWL hat sie sich mehr als angefreundet. Gerade macht sie im Ausland ein Praktikum in der Richtung in der sie hofft mal zu arbeiten. Alternativ/Nebenbei strebt sie eine Karierre als Trainerin an.
        Alles in allem ist aber wirklich alles so gekommen wie es uns schon ihrer Lehrerin in der ersten Klasse prophezeit hat.

        Die Kleine ist fast 8 und hat schon eine ganz genaue Vorstellung. Sie will Ärztin werden und in der Forschung arbeiten. Darin kann ich sie mir total vorstellen. Bin mal gespannt ob sie auch in den nächsten Jahren daran fest hält.
        Zusätzlich will sie als Fußballerin groß rauskommen ( und wie sie betont, natürlich beides gleichzeitig #schock). Ihre Lehrerin sieht sie jedoch ganz wo anders. Mal sehen ob jemand richtig lag :-D

        LG

        • Das hört sich ja spannend an :)

          Wenn ich an mein Schulende zurückdenke war das nicht so spektakulär, ich bin eher so das "Standartsystem" gelaufen... Hauptschule-Wirtschafsschule-Ausbildung Bürokauffrau-Arbeit

          Da haben die Schulabgänger heutzutage irgendwie ganz andere Interessen, Weltreise nach dem Abi oder Auslandsstudium etc. :-D Finde ich ja super und bedauere etwas, dass ich sowas nicht angestrebt habe...

          Vielleicht lesen wir ja in den nächsten Jahren noch mal voneinander, was bei deiner kleinen Tochter letzendlich raus kam #danke

          • Da hast du echt recht, aus ihrer Klasse hat der Großteil erstmal ein Jahr Work&Travel, ein FSJ,... gemacht. Fand ich im Vergleich zu damals echt interessant denn auch ich kannte von damals nur den direkt Weg ( bei dem wenn überhaupt erst weitaus später irgendwas anderes kam).
            Wenn es mich so lange auf urbia hält bestimmt #rofl
            Gibt ja wirklich Menschen die gefühlt seit sie reden können wissen was sie werden wollen. Ob sie auch so einer ist wird sich zeigen.

      Morgen wird mein Jüngster eingeschult. EIGENTLICH nichts besonderes mehr für mich, weil es schon die 8. Einschulung ist (3 leibliche Kinder, 3 Dauerpflegekinder, 2 Bereitschaftspflegekinder), aber es ist eben auch ziemlich sicher die letzte Einschulung und das macht mich ein bisschen sentimental #verliebt
      Auf der einen Seite zeigt es mir wie "groß" meine Kinder schon sind und auf der anderen Seite auch, dass ich langsam alt werde#rofl

      Gedanken habe ich mir mal mehr und mal weniger gemacht. Richtig Sorgen habe ich nur bei unserer Pflegetochter gehabt. Durch ihr FAS hatten wir keine Ahnung, ob sie dem Unterricht an einer Regelschule überhaupt würde folgen können. Aber sie packt es gut. Ansonsten war mir auch klar, dass selbst mein stinkfauler und ziemlich chaotischer Sohn seinen Weg gehen wird. Gut, er musste schon häufiger vergessene Hausaufgaben in der Schule nacharbeiten als alle seine Geschwister zusammen und bei einigen seiner Unterrichtsmitschriften frage ich mich wie er da noch durchblickt, aber er schafft es irgendwie und ich halte mich raus. Auch weil er mir grade in der Grundschule einige graue Haare beschert hat;-)
      Letztlich war ich mir aber immer sich, dass meine Kinder ihren Weg gehen werden. Auch wenn der Weg manchmal kurvig sein wird. Und bis jetzt hatte ich mit dieser Einschätzung recht.

      Meine großen Töchter (11. und 9. Klasse am Gymnasium) wissen schon seit gefühlten Ewigkeiten was sie später machen wollen und arbeiten auch gezielt daraufhin. Und auch bei unserem Sohn war irgendwie schon im Vorschulalter absehbar, dass seine Talente im mathematischen Bereich liegen. Und tatsächlich hat er sich jetzt an der Realschule für den mathematischen Zweig entschieden. Ein bisschen kennt man sein Kinder ja auch, obwohl es natürlich trotzdem noch genug Überraschungspotenzial gibt.;-)

      Ganz ehrlich?
      Als ich meine Kinder so zum ersten Schultag brachte, so fröhlich, voller freudiger Neugier und großen Erwartungen, hatte ich so ein bisschen das Gefühl, als würde ich sie heimlich zur Schlachtbank führen. Ich wusste ja, was Schule wirklich bedeutet, die Kinder nicht.

      Zumindest bei meinem Sohn hat sich das aber so nicht ganz bewahrheitet. Er lernt super schnell, war in der GS ein richtiger Überflieger und hat sich auch auf dem Gym bislang eigentlich recht leicht getan. Aber, das Gymnasium ist voll mit kleinen Grundschulüberfliegern und man merkt von Jahr zu Jahr, wie der Stoff immer mehr anzieht. Langsam wird es auch für ihn eng, aber die 10. Klasse muss er jetzt noch irgendwie durchhalten, ab der 11. wirds meist wieder etwas leichter. Die Leichtigkeit der GS ist schon sehr lange vergessen...

      Bei meiner Tochter wusste ich von Anfang an, dass sie es nicht so einfach haben wird wie mein Sohn. Sie kann sich nicht so konzentrieren, verhudelt sich gerne. Dann hatte sie auch noch das Pech eine absolut schreckliche Klasse zu bekommen und unfähige Lehrer dazu und eine deutliche Rechtschreibschwäche. Die Grundschulzeit war also eher eine einzige Katastrophe.

      Heute ist ihr zweiter Realschultag. Eigentlich habe ich dabei ein ganz gutes Gefühl, schlimmer als die letzten Jahre wird es wohl nicht werden und meine Tochter hat sich inzwischen ein ziemlich dickes Fell zugelegt und kommt auch mit Chaos einigermaßen klar. Aber Sorgen bleiben natürlich trotzdem, sie ist halt kein Selbstläufer...

      • "Als ich meine Kinder so zum ersten Schultag brachte, so fröhlich, voller freudiger Neugier und großen Erwartungen, hatte ich so ein bisschen das Gefühl, als würde ich sie heimlich zur Schlachtbank führen. Ich wusste ja, was Schule wirklich bedeutet, die Kinder nicht."

        Wirklich? So schlimm? Ich weiß, dass ihr aus Bayern kommt und da einiges anders läuft, aber Schlachtbank? Ich finde, das ist ein krasses Beispiel #zitter#schock

        Ich habe meine eigene Schulzeit als wunderschön in Erinnerung und habe mich mit beiden Kindern gefreut, dass sie das jetzt auch erleben dürfen.

        Der Große ist jetzt in der 7., auch ein kleiner Überflieger und es gab bis heute nicht einen einzigen Tag, wo er nach der Schule auf meine Frage "wie war es heute?" nicht mit "toll" geantwortet hat. Mal sehen, was die Pubertät daraus macht.

        Der Kleine (2.Klasse) würde auch ohne Schule klar kommen, aber auch er kommt jeden Tag fröhlich zurück.

        LG,
        Natalia

        • Naja, ich bin wirklich nicht gern in die Schule gegangen, obwohl ich eigentlich auch immer gut war und ohne große Anstrengung durchgerutscht bin. Aber wir hatten mehr als genug fiese Lehrer (nicht nur natürlich), denen es Spaß gemacht hat die Schwächsten und Labilsten in der Klasse zu gängeln. Durch meine Arbeit habe ich auch schon etliche unschöne Situationen erlebt. Schule bedeutet eben auch immer ausgeliefert zu sein, man hat nicht wirklich die Möglichkeit sich zu wehren und ist eben auf das angewiesen, was man zugeteilt bekommt. Und es gibt genug Kinder, die an der Schule zerbrechen.

          Ich glaube nicht, dass das was mit Bayern zu tun hat. Unser Schulsystem ist bestimmt nicht schrecklicher als anderswo.

          Meine Abneigung gegen die Schule bezieht sich eigentlich auch nicht auf die Grundschule. Die ist ja meist ganz nett, vorallem die ersten beiden Klassen (außer man hat das Pech meiner Tochter), aber der Schulanfang ist eben auch der beginn in einem fragwürdigen System aus dem man so schnell nicht wieder raus kommt und dem man mehr oder weniger ausgeliefert ist.

          Allerdings habe ich mich immer sehr bemüht, meine Kinder nicht merken zu lassen, wie schlimm ich das alles finde. Daher kommt wahrscheinlich auch das Schlachtbankgefühl (wobei das natürlich schon ein bisschen übertrieben ist). Ich geleite meine Kinder mit einer fröhlichen Feier, einer bunten Schultüte, meiner gespielten Euphorie in einen Lebensabschnitt, bei dem ich genau weiß, dass er ihnen ihre Unbekümmertheit nehmen, sie oft nachts sorgenvoll nicht einschlafen lassen und sie so mancher Ungerechtiglkeit aussetzen wird.

          • Wir haben dann einfach zu unterschiedliche Erfahrungen in Sachen Schule gemacht.

            Ich kann nichts bestätigen, von dem was du erzählst. Wirklich nicht! Aber ich bin auch in einem anderen Land und in einem anderen Schulsystem zur Schule gegangen.

            Für mich war die Schule im Großen und Ganzen wirklich eine wunderschöne Zeit. Die gute, nette Lehrer waren definitiv die Mehrheit.

            LG,
            Natalia

            • (10) 14.09.16 - 10:27

              Ja , wahrscheinlich sind unsere Erfahrungen ganz unterschiedlich. Und das kann tatsächlich (auch) am Land liegen.

              Mein Sohn hat das meiste ja schon geschafft, die letzten 3 jahre wird er auch noch irgendwie hinbekommen und meine Tochter ist ein so fröhlicher, positiver Mensch, dass ihr die Maschinerie Schule hofftenlich nicht zu viel anhaben kann:-D.

              Und keine Schule ist ja auch keine Lösung:-D

              Ich wünsche deinen Kinder, dass sie die gleichen ungetrübt positiven Erfahrungen machen dürfen wie du.

              • "Ich wünsche deinen Kinder, dass sie die gleichen ungetrübt positiven Erfahrungen machen dürfen wie du."

                Danke dir :-)

                Beim Großen mache ich mir da weniger Sorgen. Er liebt die Schule tatsächlich. Auch in der 7. weiter.

                Beim Kleinen werden wir noch sehen....

                LG,
                Natalia

        Hallo
        Wenn du hier bei urbia in den "Rückstellungen" Themen und ähnlichen mitliest wird Schule oft generell als grauenvoll, das Ende der Kindheit,.. gehandelt.
        Das so generell zu sagen finde ich auch immer sehr #kratz interessant.

        LG

        • Ja. Ich kann das auch nie verstehen. Aber wie es aussieht, habe ich nur viel Glück gehabt und es gibt tatsächlich Leute, die Schule mit was Negatives verbinden.

          Ich habe meinen Kindern keine Märchen erzählt, als ich ihnen sagte, wie schön es in der Schule ist, sondern ganz einfach wie ich das empfunden habe.

          LG,
          Natalia

          • Das an Schule nicht immer alles schön ist und das es auch Menschen gibt die aufgrund der Gegebenheiten eher negative Erfahrungen gemacht haben auch.
            Aber ich verstehe es auch nicht wie man Schule generelle als was grauenvolles dar stellen kann #schwitz
            So extrem kenne ich persönlich das aber auch nur von Urbia. Vielleicht wohne ich auch einfach am falschen Ort..

            LG

    Ach Du liebe Güte, was hast Du denn für Erfahrungen gemacht? #zitter
    Ich denke so gerne an meine Schulzeit zurück, es war eine ganz besondere und tolle Zeit.
    Von daher verstehe ich Deinen Satz "Ich wusste ja, was Schule wirklich bedeutet, die Kinder nicht." überhaupt nicht.
    Und bezüglich Deiner Tochter: gibt es nicht die Möglichkeit, die Klasse oder Schule zu wechseln, wenn sie so schrecklich ist?

Top Diskussionen anzeigen