Noten

    • (1) 18.09.16 - 20:11

      Hallo.

      Soll ich meine Tochter beim üben für die Schule benoten? Also wenn ich mit ihr ein Diktat oder Aufsatz schreibe, soll ich da die Noten vergeben oder einfach nur die Fehlerzahl aufschreiben? Bin mir nicht ganz sicher, wie die Noten "außer Schule" ankommen. Wird sie danach verwirrt sein oder wird sich mehr Mühe geben? Was und wie macht ihr bei euren Kinder?

      • Frag Deine Tochter.

        Weißt Du denn, bei wieviel & es welche Note gibt bei Euch? Ich wär da schon überfordert, die richtige Note hinzuschreiben.

        Meine Tochter ist von sich aus ehrgeizig und will immer weiterüben bis alles richtig ist. Noten kennt sie ja noch gar nicht, ist jetzt gerade erst in der dritten Klasse gelandet.

        Aber selbst wenn sie in der Schule welche bekommt, zu Hause gibts keine. Zu Hause schauen wir, wo noch Übungsbedarf ist und arbeiten daran.

        Meine Taktik ist eher, sie etwas auszubremsen und ihr zu zeigen, was sie schon alles kann, wenn sie Frust schiebt, weil etwas nicht perfekt ist. Auch ein gutes Mittel sind meine eigenen Zeugnisse. Auch wenn ich mein Abi ganz anständig gemacht hab (1,4), in der Grundschule waren meine Noten auch nicht der Superhit. Da freut sie sich immer einen Kullerkeks, wenn sie besser ist als ich es war.

        Hallo,

        frag dein Kind.

        Meine Kinder spielen gerne Schule und benoten sich dann auch gegenseitig im Spiel. Benoten die Schrift, die Fehlerzahl. Und finden das toll.

        Wenn ich aber mit den Kindern übe, dann halte ich mich nicht mit so etwas auf. Außerdem fände ich es zu frustrierend. Ich übe ja nicht mit den Kindern, wenn sie den Stoff schon beherrschen. Also würde sie nur "schlechte Noten" bekommen.

        Wenn ich aber bereits Eingeübtes abfrage, z.B. Vokabeln, dann kommt schon mal die Frage, welche Note das jetzt wäre. Es würde also nur Noten geben, wenn die Noten gut ausfallen. Macht auch nicht wirklich Sinn...

        LG

        Beim Üben zu benoten finde ich schwachsinnig. Wenn du ein Kind hast, das auf sowas anspringt, mach es halt. Aber du kennst wahrscheinlich nicht das konkrete Benotungssystem, das in der Schule deiner Tochter angewandt wird. Und wenn du ein Kind hast, das sich von sowas eher runterziehen und unter Druck setzen lässt, dann ist davon eindeutig abzuraten. Das kannst aber nur du wissen.

        Außerdem wäre ich vorsichtig. Bei was willst du sie denn benoten, also in welchen Fächern? Sei mir nicht böse, aber du hast in deinem Beitrag auch einige Satzstellungs- und Grammatikfehler. Wenn du da Diktate mit ihr üben willst, aber teilweise selbst Fehler machst, wäre das wohl eher kontraproduktiv.

        Ist nicht böse gemeint, aber für sowas dann auch Noten zu vergeben, finde ich schon irgendwie nicht schön. Zu meiner Schulzeit wurde keiner von uns, also weder meine Freunde noch ich selbst, von unseren Eltern Zuhause benotet?!

        Ist deine Tochter denn so schlecht in Rechtschreibung, dass sie extra noch Zuhause mit dir üben muss? Dann würde ich sie am ehesten die Diktate und Aufsätze, die sie bereits in der Schule hatte, schreiben lassen. So prägt sie sich das bereits Gelernte besser ein. Neues kommt dann in der Schule. Das kann sie dann wieder daheim vertiefen :-).

        • Dass ich zuviel Rechtschreibfehler und Grammatikfehler habe, weiß ich und bin deswegen nicht böse. Bin keine Deutsche, aber Diktate zu kontrollieren, ist nicht schwer, man hat ja Text vor Augen.

          Ich wollte nur andere Meinungen dazu hören. Grund dafür habe ich in andere Antwort geschrieben.

          Trotzdem vielen Dank für deine Meinung und deine Ehrlichkeit

      Liebe Valentina,
      als Lehrerin würde ich dir davon abraten, dein Kind beim Üben zu Hause zu benoten - aus verschiedenen Gründen. Zum einen kann das permanente Benotetwerden dazu führen, dass sich deine Tochter extrem unter Druck gesetzt fühlt. Besonders demotivierend ist es am Anfang, wenn sie den Stoff noch nicht so gut beherrscht. Schlechte Noten verpasst bekommen macht keinen besonders großen Spaß, ehrgeizigen Kindern erst recht nicht. Außerdem gehe ich davon aus, dass die Lehrer deiner Tochter vor der Arbeit keine detaillierte Liste zu den Bewertungskriterien herausgeben (z.B. im Diktat - Welche Note gibt es bei welcher Fehlerzahl?), da man sich da im Normalfall noch etwas Flexibilität behalten möchte, falls die Arbeit für die Kinder doch schwerer war als gedacht. Wenn du jetzt aber deine Tochter im Diktat benotest und sie bekommt immer mit vier Fehlern eine zwei und im "richtigen Diktat" dann auf einmal eine drei plus, dann ist das für ein Kind ebenfalls frustrierend und sehr schwer zu verstehen.

      Ich rate Eltern immer dazu, ihren Kindern positive und ermutigende Rückmeldungen beim Üben zu geben, d.h. statt "Boah, 15, Fehler?!?!? Das sind viel zu viele!! Da musst du aber noch richtig pauken!" lieber "Das war schon viel besser als beim letzten Mal und wenn wir jetzt noch weiter zusammen üben, dann kriegen wir das bis zur Arbeit bestimmt gut hin!" Im Normalfall ist das für die Kids weitaus motivierender als eine rote "5" unter dem Diktat. :-)

      • Danke für die Antworten.

        Eigentlich will ich mein Kind nicht benoten , mache ich persönlich auch nicht, höchstens nur Fehler aufzählen.

        Die Sache ist: Sie hat am Freitag eine 6 im Diktat bekommen und sollte nur 1-2 Mal üben, damit sie halt besser merken bzw. zu hören kann. Da es aber Papa We war, hat sie da geübt. Alles gut und schön, nur seine neue Frau war der Meinung, die Noten vergeben zu müssen. Ich habe den Vater heute angesprochen, sie moll es lassen und, dass ich nicht möchte, dass meine Tochter benotet wird. Dass seine Frau nicht wissen kann, wie in der Schule benotet wird und dass man das Kind dadurch durcheinander bringen kann, dass die Noten nur in der Schule vergeben werden müssen/sollten und nichts Zuhause zu suchen haben. Darauf hin wurde ich als Kopfkrank und bekloppt erklärt und "Empfehlung" zu Psychiater bekommen.

        • Na, das scheinen ja äußerst sympathische Zeitgenossen zu sein.... #augen
          Vielleicht sollte der Herr Papa sich mal lernpsychologisches Grundwissen anlesen.

          Wenn alles Reden nichts bringt, würde ich vielleicht mal ein gemeinsames Elterngespräch bei dem Deutschlehrer bzw. der Deutschlehrerin deiner Tochter vorschlagen, der/die sicherlich auch bestätigen wird, dass Benotung zu Hause (vor allem, wenn das Kind große Schwierigkeiten hat) ziemlich kontraproduktiv ist.

          Ansonsten würde ich an deiner Stelle mit deiner Tochter mal eine Fehleranalyse machen, d.h. überlegen, wo die meisten Fehler liegen und warum sie diese Fehler macht. Oft lassen sich die Fehler clustern und mit Hilfe von einfachen Regeln oder Rechtschreibstrategien (z.B. Silbenschwingen, Ableiten, Verlängern.... einfach mal Professor Google fragen!) relativ schnell beheben. Viel Erfolg für euch beide! :-)

          • Danke.
            Eigentlich ist sie gar nicht so schlecht in der Schule. Beide Jahreszeugnisse mit 1 und 2. Problem ist nur ihre Konzentration, die auch mal nachlässt, besonders zu 3-4 Stunde.
            Bis jetzt waren alle Diktate auch mit 1 und 2 geschrieben, und da sie Freitag am Boden zerstört nach Hause kam, haben wir beschlossen zu üben. Naja, der Rest ist nun jetzt bekannt.
            Regeln und Strategien lernt sie ja auch, aber Kinder brauchen nun mal Zeit um alles einzuprägen. Aber wem erzähle ich das....als Lehrerin wissen, Sie bestimmt besser, wie es ist.

            Tip mit Elterngespräch, werde ich befolgen, vielen dank dafür. Und hoffe auch, dass der Vater auch Zeit dafür findet.

            • Naja, also so ein Ausrutscher darf jedem Kind mal passieren, ohne dass der Papa gleich die schweren Geschütze auffährt. Ich würde das einfach im Blick behalten und abwarten, wie die nächsten Diktate ausfallen - dabei natürlich üben, es aber auch nicht übertreiben. Manchmal haben die Kids auch einfach andere Dinge im Kopf und können sich deshalb nicht richtig konzentrieren - kennt man ja auch von sich selbst. Solange das nicht einreißt, ist das aus meiner Sicht erstmal kein Grund zu übertriebener Sorge. :-) Viel Erfolg für euch beide!

        Wenn Papa und/oder dessen neue Partnerin somit deiner Tochter üben möchten, würde ich gar keine Schulmaterialien mitgeben, jedenfalls nicht für Diktat.

Jüngere Kinder wollen ja ganz gerne benotet werden, ältere eher weniger, verständlicherweise:-p.

Ich selbst finde diese pseudo-Benoterei eigentlich sinnlos. Man muss auch richtig aufpassen, dass man die Kinder nicht in einer falchen Sicherheit wiegt, denn daheim mit den Eltern beim Üben wenige Fehler zu machen ist eine Sache, in der Schule unter realen Bedingungen ist wieder ganz etwas anderes.

Deshalb benote ich nur, wenn die Kinder es wirklich fordern und das quasi als Motivationshilfe wollen. Ich benote auch nur Dinge, die sich auf die Schnelle halbwegs sinnvoll benoten lassen und ich achte darauf darauf, dass die Noten reel sind.

Wenn die Kinder aber keine Pseudo- Noten wollen, ist mir das viel lieber. Freiwilig gebe ich keine Noten.

hallo,
wichtiger als noten/bewertung finde ich, dass du ihr den hintergrund erklärst. warum wird "Hund" mit "d" und nicht mit "t" geschrieben? warum wird "kämmen" mit "ä" und nicht mit "e" geschrieben? das ist viel einprägsamer als "du hast 6 fehler" oder "du hast eine 3"!
vg

Ganz klar - keine Noten...nur Fehler anstreichen und die richtige Schreibweise besprechen.

ich würde das auf keinen Fall machen!

Du kennst ja auch nicht die Fehlerschritte z.b.
Wann gibt es denn in der Schule eine 2? Bei 2 Rechtschreibfehlern? Bei 4?
Oder wird gar nach Punkten gerechnet und es geht nicht um das Falsche, sondern um das Richtige? Und wenn ihr Mathe übt- vergibt der Lehrer Folgepunkte und lässt Folgefehler gelten, oder nicht? Etc. etc!

Also nein, das würde ich nicht tun!

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