Tochter isst in der Schule nichts / nur Süßkram

    • (1) 22.09.16 - 21:00

      Hallo,
      ich habe momentan große Probleme mit dem Essverhalten meiner Tochter. Sie geht seit Schuljahresbeginn auf die weiterführende Schule. Wenn Sie in die Hausaufgabenbetreuung oder eine AG geht, hat sie bis 15.30 Uhr zur Schule. Es gibt dort eine Mensa mit frischem, leckeren Essen. Es stehen jeden Tag 3 Gerichte zur Auswahl. Außerdem gibt es belegte Brötchen, Brezeln usw.
      Ich gebe ihr fast immer Geld für die Mensa mit.
      Sie steht morgens schon auf und will nichts frühstücken. Ich mache immer kleine Stückchen die sich gut morgens essen lassen. Sie beißt einmal ab und der Rest wandert in die Brotdose. Da ist meistens noch belegtes Brot drin. Dazu dann immer unterschiedlich: Mal kleine Melonenstückchen im Glas mit Gabel, Bananen oder Rohkost. Auch mal Würstchen oder Minifrikadellen. Davon isst sie in den Pausen auch fast nichts. Meistens kommt alles wieder zurück. Obwohl es alles Sachen sind, die sie gerne isst.
      Mittags hat sie eine Stunde Zeit in der Mensa warm zu essen. Jetzt hat sie schon ein paar Mal von dem Geld Eis gekauft oder im Supermarkt Schokolade. Das war dann ihr tolles Mittagessen.
      Es interessiert sie auch gar nicht was ich sage. Ich habe ihr jetzt verboten in den Supermarkt zu gehen. Aber stattdessen etwas Anständiges zu essen, macht sie auch nicht.
      Heute der Knaller: Sie hat gestern das heutige Mensageld für Schokolade ausgegeben. Habe ihr dann erklärt, das ich für heute kein Geld mehr übrig habe und ihr stattdessen extra viel Brot usw. mache und es dann abends zuhause warm gibt.
      Sie hat dann heute Morgen nicht gefrühstückt und das Pausen- und Mittagsbrot nicht angerührt. Dann hat sie sich, als sie um 16 Uhr heim kam heimlich ein Eis genommen und ist zum Tanzen gegangen. Die erste richtige Mahlzeit gab es dann vor einer Stunde. Ich war heute arbeiten, da gibt es immer spät essen. Das hat sie mir dann so gestanden.

      Ich weiß nicht was ich noch machen soll.
      Habt ihr eine Idee, wie ich sie dazu bringen kann richtig zu essen?

      • Hallo,

        der erste Weg würde übers ,,Sprechen" führen. Was brongt sie dazu, sich es jeden Tag holen zu müssen. Dies ist schon eine Art Zwang, Macht sie es unbewusst. um dem Stress auf der weiterführenden Schule auszugleichen ?

        Dann die Frage - wenn sie so weiter macht, ende sie krank mit Übergewicht. Willst sie es ?

        Dann die Frage an dich, wie kann es sein, dass sie sich heimlich doch Eis nehmen kann.

        In dem Falle existiert noch die harte Tour. Bei uns gibt es zuhause KEINE Süßigkeiten und wenn ein Kind nicht hört und du bist für seine Erziehung zustöndig, dann würde es bei uns als eine von vielen Alternativen kein Essensgeld geben. Das ist aber schon arg Druck.

        komme dahinter, warum dem so ist. Den Hintergrund.

        • Danke für deine Antwort.

          Sie liebt schon immer Süßkram und ist damit auch schon immer maßlos.
          In der Grundschule hat sie aber in der Betreuung warmes Mittagessen mitessen müssen und hatte nur ihr geringes Taschengeld um sich Süßzeug zu holen.

          Mit Übergewicht kann ich ihr nicht kommen. Sie ist knapp an der Grenze zum Untergewicht und nimmt mich da nicht Ernst.

          Weshalb sie so scharf auf Süßigkeiten ist, weiß ich nicht. Sie hatte früher ihre eigene Schublade und dürfte sich auf Nachfrage täglich eine Kleinigkeit nehmen. Dann hat sie angefangen, heimlich in großen Mengen davon zu essen. Seitdem gibt es hier nur noch selten Süßkram. Aber hier wohnen auch noch andere und denen kann ich wegen ihr nicht das Eis streichen. Sie kann sich Eis nehmen weil ich heute arbeiten war, aber selbst wenn nicht kann ich doch nicht den ganzen Tag die Kühltruhe bewachen. Unser Haus ist groß, ich kann nicht alles mitbekommen.

          • Lieben Dank für deine Antwort. Deine Tochter scheint ein Suchtproblem zu haben, das sich einer anschauen sollte. Übrigens gibt es aber auch rein medizinische Gründe, die ein Verlangen nach Süßem ,,einfordern können".

            Ich würde zunächst einen Arzt deines Vertrauens konsultieren.

            Dann bin ich anderer Meinung, Meinen Kindern tut Zucker gesundheitlich nicht gut, Mein Sohn bekommt gesundheitliche apeobleme, wenn er Süßigkeiten ißt. Wir haben kein Peoblem,

            Natürlich nimmt der eine auf den anderen Rücksicht und es gibt zuhause keine Süßigkeiten. Für eidh ist es keine Lösung.

            Dein Kind braucht Hilfe.

            Dennoch mit dem Kind im Kontwkt zu bleiben und das Verhalten mit dem Kind und mit einem Arzt zu besprechen halte ich für eichtig.

            #winke

          • >>Mit Übergewicht kann ich ihr nicht kommen. Sie ist knapp an der Grenze zum Untergewicht und nimmt mich da nicht Ernst.<<

            Hallo,

            wenn Übergewicht kein Thema ist, finde ich, solltet Ihr aufhören, das Thema Essen so in den Mittelpunkt zu stellen. Wo ist das Problem, daß sie sich in der Schule Süßkram holt, wenn Du zu Hause keine Süßigkeiten hast und dafür dann die gesunden Sachen auf den Tisch kommen?

            Mein Bruder war z.B. schon immer so ein Fall, der hat regelrecht gefressen, alles und immer noch mehr. Jetzt, mit 35 Jahren, haben sie bei ihm eine Stoffwechselerkrankung festgestellt, bei ihm geht es also oben rein und unten wieder raus, ohne, daß etwas hängen bleibt.

            LG

      Hallo
      Habt ihr zuhause Süßigkeiten ? (Ja, ich habe gesehen das ihr Eis habt. Aber Eis ist ja nicht Eis).

      LG

      • Hallo,
        im Moment nur noch Eis, weil es vor ein paar Tagen so heiß war.
        Ansonsten nichts, nachdem sie es sich immer heimlich nimmt.

        • Hallo
          Vielleicht ist es genau das was es noch schlimmer macht ?
          Ich kenne so ein Verhalten persönlich nur von Kinder die daheim gar nichts haben. Wenn der freie Zugang bei euch nicht klappt, wie wäre es mit einer kleinen Aufklärungsstunde (wieviel muss ein Mensch täglich essen, was ist in (beliebige Süssigkeit) enthalten,was passiert mit dem Körper wenn man sich ungesund ernährt,...) und anschließend rationierten Süssigkeiten?

          LG

          • Wir hatten früher Süßes im Haus und sie hat täglich eine Kleinigkeit bekommen. Trotzdem war sie maßlos.
            Vorträge über gesunde Ernährung habe ich ihr schon mehr als einmal gehalten, es fruchtet nicht.
            Als sie in der Grundschule war, hat sie aber wenigstens Mittags in der Betreung was anständiges mitessen müssen. Jetzt kann man das nicht mehr kontrollieren.

            • Ich meine nicht nur reden sondern auch zeigen, mit Bilder, Würfelzucker/Zucker abwiegen, selbst errechnen wieviel SIE täglich braucht usw.

              • Das haben wir auch schon. Wir haben auch schon Familienkochbücher durchgesehen und sie durfte sich Sachen aussuchen die ihr schmecken und gesund sind oder beim einkaufen verschiedene Sachen für die Brotdose aussuchen. Habe mit ihr auch schon Dokumentationen darüber angesehen.

                Wird dann alles doch nicht gegessen. Es ist ihr einfach egal, ob das was sie macht ungesund ist.

            Das Thema Ernährung war also bei Euch schon immer sehr krampfig?

            Sie hat Süßigkeiten immer nur auf Zuteilung bekommen? Gilt das auch für Obst, Marmeladenbrote usw.?

            Und sie wurde in der Betreuung zum Essen gezwungen? Wie geht das denn? Wenn meine 8jährige das Essen nicht mag, dann lässt sie es stehen und gut. Da könnte niemand kommen und sagen, sie müßte das jetzt essen.

            Die Vorträge bringen nichts, weil Du damit nicht ihr Problem erreichst. Ihr Problem ist offenbar weder die Figur noch irgendwelche langfristigen Folgen. Das interessiert Kids in dem Alter nicht, da haben die meisten noch keinen Sinn dafür. Wenn sie da Heißhunger auf etwas Süßes haben, dann denken sie nicht drüber nach, was das in 10 oder 20 Jahren in ihrem Körper angerichtet haben wird.

            Die Frage ist also eher herauszufinden, was den Heißhunger auslöst, da kannst Du (z.B. am Wochenende) mit ihr mal rangehen. Sie sagt, wenn sie Süßes möchte und Du schaust mal, ob es Parallelen gibt zu anderen Situationen, in denen sie danach verlangt.

            Zeitgleich kannst Du mit ihr Alternativen erarbeiten. Wenn sie z.B. Lust auf etwas Süßes hat, dann kannst Du sie fragen, ob jetzt auch Wassermelone gehen würde statt Schokolade oder ein Vollkornbrot mit Honig oder...

            Aufdrücken kannst Du ihr in dem Alter aber gar nichts mehr. Geh da partnerschaftlich mit ihr ran.

            • Nein krampfig eigentlich nicht. Ganz früher konnte sie jeden Tag was haben, meist eine Sache. Wenn es mal mehr war ist es auch nicht schlimm gewesen. Oder bei der Oma noch was gab. Sie war trotzdem so.
              Als es nicht geklpatt hat, habe ich das auch kein Drama draus gemacht. Es gab dann halt nur noch selten was. Und natürlich habe ich ihr versucht, gesunde Ernährung nahe zu bringen. Aber nicht krampfig.
              Sie wurde in der Betreuung nicht gezwungen. Aber es gab den Grundsatz: Immer erst probieren, bevor man ablehnt. Und dann hat es meistens doch geschmeckt. Und alle anderen haben da auch gegessen. Das steckt an.

              Jetzt muss sie alleine in die Mensa gehen und selbst entscheiden.
              Obst usw. werden hier nicht ratoniert. Das sie aber kaum etwas davon isst, müsste ich das auch gar nicht.
              Sie isst gelegentlich: Apfel, Birne und Bananen. Außerdem Honigmelone.
              Dann noch Gurken, Brokkoli und Blumenkohl.
              Das war es eigentlich schon mit gesunden Sachen die sie mag. Marmelade und Honig rührt sie nicht an. Auch keinen Joghurt, dann lieber schön Vanillepudding. Salate nur Eisbergsalat, davon aber nur ganz wenig. Käse fast gar nicht. Am liebsten nur Räucherlachs auf dem Brot.

              • Für mich klingt das krampfig.

                Wir haben auch so ein Kind (anders als die Zweite), die nie ein Ende fand. Schon im Kleinkindalter war sie einmal die Woche bei Oma, die ihren theatralischen Auftritten nicht widerstehen konnte... Sie hat dann bei Oma immer so viel gegessen (Süßigkeiten, Würstchen und alles schön durcheinander), dass es abends wieder draußen war.

                Und diese Maßlosigkeit hat sich von ganz allein geregelt. Sie hat doch so und nur so gemerkt, dass es nicht gut für sie ist.

                Heute hat sie ein ganz normales Essverhalten (mit 9). Sie ist bestimmte gesunde Sachen (bei weitem aber nicht alle), sie liebt bestimmte nicht so gesunde Sachen (Eisbein #rofl) und sie "verschlingt" auch ab und zu Süßigkeiten (Chips, wenn sie MAL eine DVD gucken, das ist so einmal im Monat, dann sind die Chips aber alle!)

                Und ja, sie hat einen absolut gesunden Körperbau.

Also erst mal: Wenn sie nicht entscheiden darf, was sie davon kauft, gib ihr kein Geld mit.

Dann: Zucker gibt schnelle Energie, richtiges (Mittag-) Essen macht auch richtig müde. Einer der Gründe, warum ich auch immer erst abends zu Hause richtig esse. Auch frühstücken ist so gar nicht meins, da kann ich Deine Tochter gut verstehen.

Bei meiner Großen ist es so, dass ich zu Hause viel Rohkost anbiete, die sie hier (frisch aufgeschnitten) auch isst. In der Schule undenkbar. Dann ist das angetrocknet und IIIH (auch mit Folie geht nur selten etwas Obst oder eine Mini-Gurke), was zu Hause gerne verschlungen wird. In der Schule isst meine Große fast ausschliesslich das Süßzeug, das ich ihr mitgebe, also Eierkuchen, mal ein Stück Kuchen, selbst vor Nutellabrötchen schrecke ich nicht zurück.

Mir ist wichtig, dass sie etwas im Bauch hat, also bekommt sie genau das, was sie in der Schule will. Einfluss auf die Ernährung nehme ich morgens beim Frühstück, beim Essen am Nachmittag und beim Abendbrot, indem ich ihr da das anbiete, was ihr Körper braucht. Das funktioniert bei uns ganz hervorragend.
Süßigkeiten sind bei uns übrigens immer frei zugänglich, und wenn Eis da ist, dann muss man das auch nicht heimlich essen.

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