Hausaufgaben- Katastrophe

    • (1) 06.10.16 - 15:47

      Hallo.

      Ich benötige eure Hilfe.

      Mein Sohn geht seit dem Sommer in die zweite klasse und geht wirklich gerne zur schule. Nur die Hausaufgaben sind jeden mittag eine totale Katastrophe. Er macht einen Teil wirklich toll aber heute zum Beispiel hat er keine Lust auf deutsch gehabt und einfach gesagt er macht es nicht. Hat er keine Lust drauf, brauch er nicht. Nichts hilft, schimpfen, Belohnung versprechen, bestrafen, erklären etc. Alles schon probiert. nach den Ferien habe ich einen Termin mit der Klassenlehrerin. Mal sehen ob sie Tips hat.

      Wie handhabt ihr das? Was mache ich falsch????

      Mein Sohn gehört sowieso schon zu den langsameren Schülern und er ist seit über drei Jahren in logopädischer Behandlung. Deshalb ist es umso wichtiger das er gut mitkommt...

      Ich weiß wirklich nicht mehr weiter...

      Liebe grüße und danke

      • hi,

        gut, dass du einen termin bei der klassenlehrerin gemacht hast! zusammen werdet ihr eine lösung finden.
        hier hilft, wenn ich anfange, eine notiz an die lehrerin zu schreiben, dass mein sohn keine lust hat...dann bekommt er plötzlich doch lust ;-) auf eine diskussion mit der lehrerin hat er nämlich keine lust.

        lg

        • Hallo und danke für deine Antwort. Das mir der Notiz möchte mein Sohn auch nicht, aber wirklich ändern tut es nichts...warten wir mal das Gespräch ab und was er heute sagt wenn er wieder nach hause kommt und ohne Hausaufgaben in der schule war.

          • Ich würde meinem Sohn den Vorschlag machen, dass er entweder vernünftig Hausaufgaben macht, oder du die Notiz schreibst. Du bist nämlich nicht sein Hampelmann, noch hat dein Sohn zu bestimmen, was du machst!

            Würde ihm ein Zeitlimit geben und fertig, danach gibt es die Notiz. Und ich würde auch reinschreiben, dass mein Sohn keine Lust hatte o.ä. (vielleicht noch vorher mit der Lehrerin absprechen, dass die auch richtig darauf reagiert)

            lg

            • Ja das werde ich machen.

              Das eigentliche Problem scheint aber zu sein, dass die Lehrerin die Hausaufgaben gar nicht regelmäßig kontrolliert, so wie mein Sohn mir das heute gesagt hat...dann kann.ich ihn auch irgendwo verstehen...

      Hallo!

      Ich denke, der Weg über die Klassenlehrerin ist schon der richtige.

      Ich lass in solchen Fällen meine Tochter (jetzt auch 2. Klasse) gnadenlos auflaufen. Was soll ich mich da lange stressen. Wenn sie meine Argumente nicht hören will, muss sie die Konsequenzen tragen. Dann muss sie halt die Schelte von der Klassenlehrerin aushalten. Bei uns gibt es ab der 2. Klasse auch Noten - damit kann ich momentan auch noch ganz gut drohen.

      LG

      • Hallo.

        Das Problem ist, dass die Lehrerin die Hausaufgaben nicht regelmäßig kontrolliert u D Noten gibt es bei uns auch nicht. Muss das Gespräch abwarten, vielleicht hat sie ja.eine Lösung

        und wenn Dein Kind den Anschluss verpasst, weil es zu Hause keinen Rückhalt hat, dann werden ihm die Noten irgendwann gleichgültig.

        Solche Fälle haben wir leider viel zu oft bei uns in der Oberschule.

        Es gibt einfach zu viele Eltern, die "keine Lust haben, sich zu stressen".

        Zum Glück ist es unseren Lehrern an der Grundschule meiner Tochter nicht egal, und die Lehrerin vereinbart das erste Elterngespräch, wenn die Hausaufgaben 3x fehlen. Da können sich die Eltern nicht so leicht aus der Verantwortung stehlen.

        • Den Anschluss wird sie schon nicht verlieren. Erstens kommt es bei uns nicht regelmäßig vor, dass sie keine Lust hat, und zweitens ist unsere Tochter ohnehin eine sehr gute Schülerin. Sie wird wohl kaum den Anschluss verlieren, weil sie grad keine Lust hatte, ein Bild anzumalen. Und das sind die häufigsten Dinge, wo ich mit ihr diskutieren muss. Mama, ich hab aber keine Lust, das Bild jetzt anzumalen! Wozu soll das gut sein? Sie ist leider clever genug, um Hausaufgaben auch einmal zu hinterfragen. Das ganze hat wenig mit "stressen" oder nicht zu tun. Aber auf die Frage, warum das Kind in Mathe nicht einfach die Aufgaben ausrechnen kann anstatt ein Bild entsprechend der Ergebnisse anzumalen, wo es ohnehin schon sieht, was auf dem Bild später zu erkennen sein wird, hab ich leider auch keine Antwort. In Deutsch ist das noch etwas anders, da wird oftmals anhand von Ausmalbildern das Leseverständnis überprüft. Aber oftmals müssen die Kinder auch einfach nur etwas anmalen, ohne einen Bezug zum Text oder zu irgendwelchen Rechenaufgaben. Wenn sie da keine Lust zu hat, spricht das zwar nicht für das Pflichtbewußtsein meiner Tochter (was in der 2. Klasse auch noch nicht sehr ausgeprägt sein muss), aber sie wird sicher nicht den Anschluss an die Klasse verlieren, wenn sie das Bild nicht anmalt. Und sie wird schon noch lernen, dass sie manche Dinge einfach machen muss, auch wenn sie sinnfrei sind. Aber da soll sich wirklich der Lehrer mit ihr auseinander setzen - der kann ja auch sinnhafte Hausaufgaben aufgeben.

          LG

          • Es mag ja durchaus sein, dass nicht alle Hausaufgaben Sinn machen.

            Ganz konkret halte ich Hausaufgaben im allgemeinen für wenig sinnvoll - bis auf ein paar Ausnahmen. Aber gerade den Ausmalblödsinn.

            Aber ich finde es trotzdem sehr wichtig, den Kindern beizubringen, dass man seine Pflichten auch dann erfüllt, wenn man keine Lust dazu hat und auch mal keinen Sinn darin sieht. "Sie wird das schon noch lernen" Wann und wodurch? Du würdest es ihr leichter machen, wenn Du es ihr beizeiten beibringst.

            • Ich habe mit meiner Tochter im Allgemeinen nicht das Problem, dass sie sich in irgend einer Form weigert, die Hausaufgaben zu machen. Unser Problem ist eher, dass sie die Hausaufgaben nicht aufschreibt und dann daheim nicht mehr weiß, was sie machen muss. Ansonsten erfindet sie eher Geschichten und interpretiert die HAs anders als sie gedacht waren. Dabei versuche ich natürlich schon, dass sie die kompletten HAs macht, aber bevor ich ne Stunde mit dem Kind rumdiskutiere, was zu machen ist, lass ich sie das lieber mit dem Lehrer ausmachen. Es kommt auf die Zeit an, die die Diskussionen daheim dauern. Und wenn meine Tochter meint, sie müsse eine Aufgabe anders lösen als auf dem Arbeitsblatt vermerkt ist, dann muss sie das mit dem Lehrer klären, ich war ja in der Schule nicht dabei. Und wenn sie Ärger mit der Lehrerin bekommt, wird sie schon lernen, dass Hausaufgaben so zu machen sind, wie es gesagt wird bzw. geschrieben ist.

              LG

          Das mir den ausmalbildern sehe ich genauso. Und auch alles andere was irgendwie gemalt werden soll, Sa mache ich auch keine langen Worte. #pro

      Ja und genau deshalb mache ich mir ja solch einen " Stress" mir den Hausaufgaben.

      Ich möchte nämlich nicht, dass mein Sohn den Anschluss verliert.

      Hi Sannimausi. ICh finde prinzipiell hast du schon Recht mit dem was du schreibst. Denn wenn man nicht hinterher ist dann ist vieles irgendwann dem Kind egal. Aaaaaber ich finde das hier auch zuviel auf die Eltern geschoben wird. Klar sollen und müssen Eltern einfach auch noch ein wenig schauen bei den Hausaufgaben. DAs finde ich auch richtig und OK. Nur wenn die Lehrerin kaum kontrolliert hat die Mutter den schwarzen Peter weil sie ständig hinterher sein muss und somit den Frust des Kindes über Gebühr hat. Die Lehrerin guggt eh nicht also muss die Mutter hinterher sein. Hier hat eigentlich die Lehrerin die Hauptverantwortung und die Mutter sollte eher eine Nebenrolle spielen.

      Ela
      PS: Ich schaue im übrigen selbst bei meinem Sohn schon noch mit so ist das nicht, aber er kriegt eben auch eine gewisse Verantwortung übertragen. Wobei ich wohl das Glück hatte das unsere Lehrerin immer kontrollierte

(15) 06.10.16 - 18:14

Hi,

Logopädie und deutsch....das kann der Knackpunkt sein, denn das ist dann ein schweres Fach!
Unsere Logopädin hat sehr viel aus dem Deutschunterricht auch in die Therapiestunde bearbeitet.....Bildergeschichte, Satzanfänge, freies erzählen, nacherzählen, Inhaltsangabe, etc....somit hatte meine Tochter total viel Lust auf die Schule bekommen da es für sie kein schweres Thema mehr war.

Unsere Logopädin hat sogar immer aktiv nachgefragt, was in der Schule gerade läuft, Hausi angeschaut, etc.

LG
lisa

(16) 06.10.16 - 19:07

Weswegen ist er denn beim Logopäden? 3 Jahre sind kein Pappenstiel - da hat er schon etwas ernsteres.
Mein Ältester ist auch seit Kigastart beim Logopäden - jetzt ist er in der 4. Klasse und eine Rückstellung in die Vorklasse gab es dazwischen auch noch.
Sind die Ohren mal vom Pädaudiologen getestet worden? Wie sind die Fähigkeiten deines Sohnes (realistisch gesehen) bezüglich Lesen und Schreiben? Habt ihr mal an eine LRS gedacht? Sowas verdirbt den Schulspass in jedem Fach.
Bei meinem Sohn bin ich auf die Idee erst am Ende der 3. Klasse gekommen. Der Test war positiv. Sowas ist therapierbar...man muss es nur wissen.

  • (17) 07.10.16 - 08:27

    Hallo. Wir haben unseren Sohn vor den Sommerferien "durch Checken" lassen, bei einer föderschule und die Ergebnisse waren mehr als zufriedenstellend. Also es liegt keine LRS vor o.ä. Er bekommt Unterstützung durch eine Förderung in der schule, zweimal die Woche und eben Logopädie.

    Er liebt es zu lesen und ist darin auch wirklich gut.

    Vielleicht ist es ja auch nur eine Phase das er so konsequent dagegen ist, seine Hausaufgaben zu machen. Mal abwarten.

    • (18) 07.10.16 - 08:55

      Welchen Förderbedarf hat er denn? Zweimal die Woche Förderung - das wäre hier mindestens Lernen. Wie du geschrieben hattest, dachte ich, dass er lernzielgleich beschult wird.

      Wie darf man denn zufriedenstellende Ergebnisse bei einer Förderschule werten? Mmh...mein Jüngster hatte sehr gute Ergebnisse bei der Förderschule für Geistige Entwicklung, d.h. er war auf dem Weg zur Lautsprache, konnte sich mit Hilfe an- und ausziehen, mundgerechte Stücke mit den Fingern selbstständig essen,...

      (19) 07.10.16 - 09:05

      Ach so...wenn er eh nicht lernzielgleich unterrichtet wird, soll die Lehrerin den Druck rausnehmen. Er hat doch sowieso einen anderen Lehrplan.

      Bei meinem Ältesten wird zwar lernzielgleich unterrichtet, allerdings wurde hier auch der Umfang ganz gehörig reduziert. Er ist einfach viel, viel langsamer, versteht aber alles inhaltlich. Hausaufgaben gibt es nur in riesigen Abständen über mehrere Wochen. Er hat eine Hausaufgabenmappe. Dort liegen aktuell so um die 50 Seiten für Deutsch, 4 Blätter für Mathe und 1 Mathearbeitsheft drin. Die Lehrerinnen haben mir Anfang des Schuljahres gesagt, dass er das bis zu den Oktoberferien machen muss. Wann ist völlig egal. So ist das viel entspannter für ihn. Mal hat er einen guten Tag, da schafft er viel und macht das freiwillig. Mal hat er einen schlechten Tag, da macht er nur eine halbe Seite und ist danach genervt. Manchmal hat er noch nachmittags Therapien (Logo, Ergo, Autismus) da geht auch nichts mehr danach. Das war aber eine individuelle Regelung, die die Lehrer mit uns getroffen haben.

(20) 07.10.16 - 08:01

bei uns war es auch die KLassenlehrerin: sie hat eine Zeitlang extra überprüft und smileys vergeben.. --

dieses Gefühl "beobachtet" und kontrolliert zu werden (mit belohnung und strafe) hat gereicht, bei uns zuhause den druck, rauszunehmen...

bei uns war es schon die Mama-Karte, die er da ausgespielt hat....

  • (21) 07.10.16 - 08:29

    Hallo

    Ja mein Sohn brauch diese regelmäßige Kontrolle auch. Das ist für ihn eine Regelmäßigkeit die ihm Sicherheit gibt und er kann dann eben auch direkt den " Sinn " seines Tuns nachempfinden. Mal abwarten was die Lehrerin meint.

(22) 07.10.16 - 08:18

Meine kam auch Grad in die zweite Klasse. Sie gehört zu den schnellsten, dafür auch unordentlichsten. In der 1. Klasse waren die hausis kein Problem, aber jetzt fängt sie auch an, sie nicht machen zu wollen etc.

Aber da gibt es bei mir kein Pardon! Sie ist Schülerin und die hausis sind ihr Job. Solange die nicht gemacht sind, kann sie auch nicht raus zum Spielen, in ihr Training oder sonst was machen. Spätestens, wenn ich an die Lehrerin schreiben möchte, dass sie heute eben nicht wollte, macht sie es doch, denn das will sie dann doch nicht.

Aber wie schon geschrieben wurde: in Verbindung mit der langen Logo muss man bei deinem evtl schauen, ob da mehr im Argen liegt

  • (23) 07.10.16 - 08:35

    Hallo. Das mit der Logo habe ich etwas weiter oben erklärt. das haben wir alles abgeklärt.

    Ich habe es auch mehrfach mit der Konsequenz versucht aber selbst das interessiert ihn nicht wirklich. Na jetzt sind erstmal herbstferien... Also etwas durchatmen

Ich denke, Du solltest herausfinden, ob das Problem ist:

- Dass Du nicht in der Lage bist, Dich gegen Deinen Sohn durchzusetzen, dann wird das noch andere Bereiche als die Hausaufgaben betreffen. oder
- Ob Dein Sohn total überfordert ist und es gar nicht schaffen kann.

Was die HA angeht: Die sind Pflicht und werden gemacht, da gibts gar keine Diskussion. Meine Tochter darf mitentscheiden, WANN sie gemacht werden (manchmal hilft es, einfach eine halbe Stunde nach hinten zu schieben, um einen Tiefpunkt zu überstehen) und WO sie gemacht werden (von mir aus auch auf dem Bett, wenn das Ergebnis ordentlich ist), aber ganz sicher nicht, OB sie gemacht werden.

Hast Du denn sonst auch Schwierigkeiten, Dich durchzusetzen oder nur in dem Bereich?

Hast Du ihm Unterstützung angeboten im Sinne von danebensitzen oder so etwas?
Wie man von der Logopädie (die haben ja heute sehr viel Kinder ohne weitere Probleme) auf ein langsames Kind kommt, erschließt sich mir nicht ganz. Aber wenn er allgemein Probleme hat, dann solltet ihr vielleicht schauen, ob er nicht prinzipiell überfordert ist mit der Schule und den Hausaufgaben und schauen, ob ihr da etwas ändern könnt, z.B. Schulwechsel. Wie gesagt, wenn es kein Problem zwischen Euch ist, sondern er es tatsächlich seine Einschränkungen sind, die ihn hindern.

  • Hallo.
    Also ich bin mir ziemlich sicher, daß ich mich durchsetzen kann bei meinem Sohn. Er ist auch wirklich ein sehr gehorsames Kind auf das ich mich verlassen kann.

    Mit der Logopädie hat seine Langsamkeit definitiv nichts zu tun. Er macht alles, wirklich alles etwas langsamer wobei er dies begründe, dass er es lieber richtig hat als schnell und falsch. Damit kann ich mehr als Leben.

    Ich hatte sogar mal mit der Kinderärztin gesprochen und auch sie meinte, dass es eine Art vorpupertät sein kann, denn dieses ausprobieren kommt ständig vor. Ist aber auch völlig in Ordnung.

    Seit dem er zur schule geht möchte er, dass ich bei den Hausaufgaben daneben sitze und wenn möglich den Mund halte. Und das mache ich auch. Wenn er dann in seinem Zimmer Hausaufgaben machen möchte, darf er das auch.
    Wir haben auch schon mit den Zeiten ausprobiert was uns beiden am besten gefällt, aber wenn er sich nicht direkt nach dem essen dran setzt wird es gar nichts mehr.
    Das mit den unterschiedlichen Orten werde ich mal mit ihm besprechen, danke

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