Taschengeld für fast 8jährigen

    • (1) 26.10.16 - 12:49

      Hallo, wie macht ihr das denn mit euren Kids mit Taschengeld?
      Eigentlich bin ich der Meinung unser Sohn braucht kein Taschengeld, da er alles was nötig ist von uns bekommt.

      Aber mir ist bewusst das er den Wert von Geld durch Taschengeld besser lernen kann.

      Jetzt weiß ich aber nicht wie ich das realisieren soll.. Ich habe gelesen das man Kindern die Taschengeld kriegen dann selber ihre Süßigkeiten, Hefte, Spielsachen ect kaufen lassen soll..
      Wie mache ich das mit den anderen Kindern? Wir haben eigentlich immer Süßigkeiten da. Soll ich die dann nur noch für die kleinen zugängig machen und der große muß sich seine selber kaufen?
      Eine Diskusion über Hefte kaufen oder Spielsachen unter der Zeit hatten wir bisher eigentlich nie.. Es gibt Hefte mal von Freunden zu Geburtstagen oder von der Oma mal und das bei Spielsachen ist es auch so das es Geburtstag, Weihnachten ect was gibt und das reicht..

      Der Grund warum ich jetzt überhaupt darauf komme ist der, unser Sohn hat jetzt innerhalb der zweiten Klasse schon seine zweite Mütze irgendwo liegen lassen und ich möchte ihm einfach auch lernen das es die nicht umsonst gibt sondern einfach alles Geld kostet und er deshalb besser auf seine Sachen schauen soll..

      er hat sich letztes Jahr zum Geburtstag nur Geld gewünscht weil er in seiner Sparbüchse immer das wenigste Geld hatte weil er einfach immer große Wünsche hatte.
      Jetzt musste er aber schon zu diversen Sachen zuzahlen, z.b. Fahrrad im Frühjahr, jetzt lernt er Schlagzeug und braucht natürlich eins, auch da hat er eine kleinigkeit aus der Sparbüchse dazugegeben. Allerdings ist es jetzt wieder so das er wahrscheinlich wieder das wenigste Geld in der Sparbüchse hat aber er hat die zwei großen Teile bei denen er selber mitentscheiden durfte über die Anschaffung. Wir hätten auch ein günstigeres Fahrrad kaufen können dann hätte er weniger oder gar nichts zuzahlen müssen, aber er wollte das..
      Es geht mir jetzt gar nicht darum ob es richtig ist ihn mitzahlen zu lassen.

      Er hat einfach noch kein Gefühl was Geld wert ist. Natürlich erkläre ich ihm immer wenn man etwas im Angebot kauft das es dann günstiger ist oder das im Supermarkt an der Kasse alles überteuert ist... Aber das Gefühl für den Wert bekommt er so glaube ich nicht. Dafür ist schon am sinnvollsten wenn er sein eigenes hat.

      Ich dachte so an 1€ pro Woche, aber was muß er dann selber bezahlen?
      Wie genau macht ihr das dann?

      • (2) 26.10.16 - 13:02

        Hallo

        Unser Sohn bekam mit 7 Jahren 2 Euro pro Woche. Mit 8 dann 2,50 €. Da darf er mit machen was er will. Gebrauchsgegenstände wir Räder oder Mützen müsste er nie davon zahlen. Auch darf er trotz Taschengeld selbstverständlich aus dem Familienvorrat naschen. Spardosengeld geht zu 100% aufs Konto. Da wird nichts wieder raus gefischt.
        Er kauft Lego, Sammelkarten oder Dinge die ich weniger notwendig finde, wie z.B. Jetzt ein Accessoire zu Halloween.

        Für uns gehört Taschengeld dazu. Auch wenn er vorher nicht danach gefragt hatte.

        LG

        • (3) 26.10.16 - 13:40

          Zum Fahrrad musste er wie erwähnt zuzahlen weil er das teuere haben wollte.. War seine eigene Entscheidung.

          Zum Schlagzeug zuzahlen wollte er selber und wir haben jetzt die Vereinbarung getroffen das er sich von Oma und Tante einen Zuschuss zum Schlagzeug wünschen kann und diesen Anteil legen wir erstmal aus.. Sollte da soviel kommen das z.b. wir gar nichts mehr bezahlen wird natürlich erst sein "anteil" wieder in seiner Sparbüchse landen.
          Ich habe die Erfahrung gemacht das er besser auf seine Sachen achtet wenn er selber was zuzahlen muß. Und da es dieses Schuljahr schon die zweite Mütze war hätte ich ihm die dritte jetzt mal selbst zahlen lassen wenn er schon Taschengeld hätte damit er sieht das uns die nicht nachgeschmissen werden..

          Er fragt auch nicht nach Taschengeld weil er eigentlich (meiner Meinung nach) alles hat.. Kinder denken da natürlich anders.
          Ich würde ihm dann wahrscheinlich kein Geld mehr in die Schule mit geben sondern da kann er dann sein Taschengeld nutzen wie auch an Wandertagen oder Ausflügen kommt von uns ein kleiner Beitrag und wenn er der Meinung ist er braucht mehr muß er sein Geld nehmen.

      (4) 26.10.16 - 13:05

      Hallo

      Unser Sohn bekommt 1,50 € in der Woche, packt die meistens auch in sein Portemonnaie...

      Er bekommt auch von uns zwischendurch mal ein Heft, Süßigkeiten muss er sich davon auch nicht kaufen, das finde ich Quatsch... Sein Taschengeld ist dafür gedacht, dass er sich mal ein Hot Wheels Auto oder eine CD davon kaufen kann, wenn wir der Meinung sind, dass es nicht nötig ist... Oder wenn er einfach ein Spielzeug sieht, was er uuuunbedingt haben muss, uns aber in dem Moment nicht als passend erscheint, weil kurz vor Weihnachten, Geburtstag etc... Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass er sehr sparsam ist... Teure Hobbies hat er nicht und selbst wenn, weiß ich nicht, ob ich da Taschengeld dafür verlangen würde...

      Angefangen mit Taschengeld haben wir mit Schulbeginn, dann passend für beide Kinder... Er bekam 1 € die Woche, unsere noch Kleine bekam 50 Cent... Wir haben beschlossen, den wöchentlichen Betrag um 50 Cent pro Schuljahr zu erhöhen, zumindest in der Grundschulzeit... Das finde ich auch absolut ausreichend... Er geht jetzt in die 2. Klasse, bekommt also wie oben schon erwähnt 1,50 €, die Kleine ist in die 1. Klasse bekommen und bekam eine Erhöhung auf 1 €... Die Kinder sind damit auch zufrieden...

      LG

    • Hallo,

      Taschengeld ist meiner Ansicht nach dafür da, um sich eigene kleine Wünsche selbst erfüllen zu können, also z.B. mal ein Päckchen Kaugummi nach der Schule selbst kaufen gehen, oder so.
      In diese kleinen Ausgaben solltet ihr als Eltern dann auch nicht reinreden, denn es ist sein Geld.

      Alles andere sollte so weiter laufen wie bisher gehabt, also weder sollte er von den Süßigkeiten, die es bei euch zu Hause gibt, ausgeschlossen werden, noch von sonstigen Aktivitäten, die ihr als Familie unternehmt oder z.B. Dingen, die die jüngeren Geschwister bekommen. Das wäre unfair und ist m.E. nicht der Sinn von Taschengeld. Er ist ja euer großes Kind und darf daher auch ruhig anders behandelt werden als seine kleinen Geschwister.

      1 € in der Woche ist super in dem Alter. Eventuell sollte er dann noch eine 2. Spardose bekommen, in der er aufgespartes Taschengeld aufbewahrt. In der anderen hat er ja u.a. sein Geburtstagsgeld und ich finde davon kann er bei größeren Investitionen, wie z.B. dem Schlagzeug, schon etwas dazu geben. Das gesparte Taschengeld würde ich da aber davon ausnehmen. Sollte er viel ansparen, dann würde ich aber evtl. mit ihm eine Vereinbarung treffen dass immer am Jahresende die Hälfte des angesparten Taschengeldes auf ein Konto gelegt wird. So verhindert ihr, dass er allzu große/ teure Dinge von diesem Geld kaufen kann. Das kann nämlich in einigen Fällen auch nach hinten losgehen, wenn die lieben Kinderchen dann Dinge kaufen, von denen die Eltern nicht möchten, dass sie sie kaufen ...

      Ich hoffe, mein Geschreibsel ist verständlich :-p.

      LG
      Yvonne

      Hallo,
      wir haben Taschengeld mit Schuleintritt eingeführt. Es gibt pro Klassenstufe einen €, also aktuell 2€ die Woche. Es gibt dieses Taschengeld allerdings nicht einfach so, die Aufgaben die dafür anstehen werden je nach Alter und Können neu verhandelt. Im Moment sind es Tischdienst, gelegentliches Müll runter bringen (mancher Müll ist einfach zu schwer und die Treppe in den Keller sehr steil und dadurch gefährlich) und gutes Benehmen. Pro Verstoß werden 50 Cent abgezogen. Für besondere Verdienste an der Familie und Pflichterfüllung kann man aber 50 Cent dazu verdienen.
      Selbst bezahlt werden muß davon Süßes, Kaugummi (Hubba Bubba; Zahnpflegekaugummi bezahle ich nachwievor), Zeitschriften, zusätzliche Spielsachen (sonst gibt es nur an Geburtstagen und Weihnachten was).
      Gelder die an Geburtstagen und anderen Feiertagen geschenkt werden werden nicht einfach so raus gehauen. Im Moment wird zum Beispiel für ein neues Rad gespart, also mein Kind leistet eine Zuzahlung. Vom letzten großen Betrag wurden Inliner gekauft.

    • Danke für deine Antwort. Ich wollte ihm eigentlich nicht das Taschengeld streichen wenn er sich daneben benimmt oder nur unter der Vorraussetzung das er was mit hilft. Mit helfen tun bei uns alle Kinder ohne dafür Geld zu bekommen einfach weil ich ihnen erkläre das ich nicht alles allein tun kann und dann auch noch Zeit habe mit ihnen was zu machen sondern das es einfach schneller geht wenn jeder mit anpackt..
      Der große holt z.b. Wasser und bringt meist den Müll raus und die zwei kleinen räumen den Tisch nach dem essen ab. Damit möchte ich das Taschengeld nicht in verbindung bringen..

      Ihr bezahlt euer Kind für gutes Benehmen? #schock
      Das ganze Rechensystem finde ich schon ziemlich krass, was ihr da habt.

      Nie im Leben würde ich mein Kind für Hilfe im Haushalt bezahlen.
      Ich werde dafür ja auch nicht bezahlt. Ein Kind sollte meiner Meinung nach lernen, dass Hilfe im Haushalt selbstverständlich ist und dass man viele Sachen im Leben machen muß, weil sie notwendig sind, obwohl es dafür kein Geld gibt. Man tut sie, weil das zum gemeinschaftlichen Zusammenleben eben zwingend dazu gehört!
      Ich möchte nicht, dass meine Kinder nur deshalb helfen, wenn sie sich mal wieder was dazu verdienen müssen. Ich möchte, dass meine Kinder lernen, dass man aus Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe hilft und nicht aus einem Gewinnstreben heraus.

      (11) 26.10.16 - 18:37

      Also, hier deine urbia habe ich in 10 Jahren schon sehr viel "Bullshit" gelesen. Aber das hier ist bei den Top 10...

      Wie kommt ihr auf so eine Idee? Wer hat sich diese Art des Erpressen ausgedacht? Ich bin echt entsetzt...
      Wer bestimmt denn bei euch, ob ein bestimmtes Verhalten evtl berechtigt ist und es deshalb nicht zum Abzug des TGs führt?

      Und was bedeutet "gutes Benehmen" an einem, für dich, guten Tag oder einem schlechten Tag?

      Das "System" finde ich total ungeeignet und kann viel zu leicht willkürlich eingesetzt werden.

      Egal wie man es macht, man macht es verkehrt und egal was man sich dabei denkt, man denkt das falsche, schon klar.
      Es gibt Gründe warum wir uns für diese Form entschieden haben und warum wir Sanktionen verhängen, aber das werde ich hier nicht erläutern. Ich denke, es gibt nicht DIE Methode. Jeder muss das an seine Gegebenheiten anpassen.

unser zwerg bekommt 2 euro die woche. davon kauft er sich, was er moechte. ist ja schliesslich sein geld und wir reden da nicht rein. schulsachen kaufen wir. knabberzeug oder schoki muss er davon nicht kaufen, kann es aber. aber grundsaetzlich haben wir das hier. also im grunde kauft er davon spielzeug, zeitungen und alles, was ihm sonst noch einfaellt.

Ich finde, dass Kinder ab der Einschulung Taschengeld erhalten sollten, u.a., um den Umgang mit Geld zu lernen, was ich für SEHR wichtig halte.
Bzgl. der Höhe halte ich mich an die allgemeine Empfehlung: pro Schuljahr 1,-€ pro Woche, also 1,-€/Woche in der 1. Klasse, 2,-€/Woche in der 2. Klasse usw.

Das Taschengeld sollte das Kind zu freien Verfügung haben - was es davon kauft, bleibt ihr/ihm überlassen.
Süßigkeiten bekommen von mir beide Kinder gleichermaßen. Ich decke den sog. Grundbedarf ab. Ebenso gibt es auch mal ein kleines Extra zwischendurch (mal eine Zeitung, mal ein Eis). Aber wenn sie aus purer Leichtfertigkeit mehrfach Sachen kaputt macht oder verliert, dann kann es auch sein, dass sie dann mal einen Teil von ihrem Taschengeld dazu geben muß. Hatten wir bislang aber noch nicht, es half die Drohung, dass wir das machen...

Du schreibst etwas vom Geldwert lernen.
Mir ist der UMGANG mit Geld viel wichtiger: das Kinder lernen, dass man sein Geld schnell für Unnützes zum Fenster rauswerfen kann oder eben für etwas Sinnvolles sparen kann.

(15) 26.10.16 - 13:54

Hier gibt es kein Taschengeld.

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