Lesenlern Methoden?

    • (1) 02.11.16 - 13:16

      Hallo ihr lieben

      Die Kita meiner Tochter sprach mich an meine 3,5 jährige Tochter würde versuchen sich selber das Lesen beizubringen. Sie sitzt also wirklich wohl da, mit dem Finger auf den Buchstaben uns versucht zu lesen (und ist entsprechend frustriert dass es nicht klappt) Es war nur eine Info für mich, ohne "Handlungsanweisung".
      Jetzt überlege ich, sollte man es ihr beibringen? Oder sie weiter alleine probieren lassen? (Gefrustet?)
      Ich weiß aber gar nicht Recht welche lesenlern Methoden jetzt gerade so verwendet werden. Sie hat ein Poster bekommen mit Buchstaben und einem Tier daneben dass so beginnt (gab es neulich bei einem Discounter, wollte sie unbedingt haben). Das ist ja im Grunde eine Anlaut Tabelle.. reicht das vielleicht als Hilfe zur Selbsthilfe aus?
      Zuhause zeigt sie eher Interesse am Schreiben.. kann aber bis auf ihren Namen, Mama und Oma nicht wirklich Wörter schreiben (manchmal stehen auch Buchstaben durchaus auf dem Kopf oder sind in der Reihenfolge verdreht usw)..

      Nach welchen Methoden haben eure Kinder lesen gelernt bzw sich selber beigebracht vielleicht? (Nicht dass ich nicht helfen will aber ich bin unsicher ob das sinnvoll ist...)
      Danke
      Julchen

      • Hallo.

        Ich denke mal, in diesem Alter ist vorlesen und mit lesen lassen von Vorteil. Direkt üben bringt nichts. Wenn sie es alleine versucht, lass sie. Nur nicht korrigieren, dass kann nach hinten los gehen.

        Mein Sohn hat vor der Schule alle Buchstaben lesen können. Als er in die Schule kam und sie dann anfingen, Wörter zu lesen, hat er das Prinzip verstanden. Er kann seit dem sehr gut lesen und das ging dann ganz fix. War aber von ihm gewollt. Seit dem brauche ich nichts mehr vorlesen, sondern er liest mir alles vor. Ein Makel hatte es, dass man ihn nichts mehr falsches vorlesen konnte, also tricksen war dann nicht mehr. Er ist jetzt dritte Klasse und auch die Schnelligkeit seines Lesens ist super. Das gleiche war auch mit den Zahlen. Er kannte die Zahlen bis 100 Hundert, da ihm das interessierte. Somit konnte er sie schnell "anwenden".

        LG

        • Hallo,
          Ja genau Zuhause lese ich viel vor. Ich hatte Zuhause nicht das Gefühl dass sie versucht zu lesen. Ich vermute ein bisschen dass sie es in der kita versucht weil dort sicher weniger vorgelesen wird. Sie hat zwar Interesse an Buchstaben an sich, vielleicht 6 kann sie schreiben und ihren Namen (Mama und Oma haben zum Teil gleiche Buchstaben), aber auch da sind Buchstaben spiegelverkehrt, auf dem Kopf etc. Aber lesen war da kein Thema bisher..
          Ich spreche vielleicht nochmal mit der Kita, was deren Meinung dazu ist..
          Lieben Dank für deine Antwort

      Hallo,

      meine Tochter hat sich mit Hilfe des Tintohauses und dem Lied das Lesen selbst beigebracht. Das Material hat sie bei ihrem Bruder gesehen, der da grad im 1. Schuljahr war. Also mit Anlauttabelle quasi. Sie konnte ziemlich flott flüssig lesen und vieles schreiben. Die verkehrten Buchstaben habe ich bis zum Eintritt in die Schule nicht korrigiert.

      Sie war allerdings schon immer sehr neugierig, was Sprache und Buchstaben betrifft und hat mit nicht mal 3 Jahren auf das Apothekenschild gezeigt "Aaaaa" #schock.

      Auf keinen Fall würde ich mich mit ihr hinsetzen und richtig üben. Meine Tochter hat das komplett alleine gemacht, hat aber auch ein nahezu fotografisches Gedächtnis. Keine Ahnung, ob das noch mit dazu beigetragen hat #schein

      lg

      • Hallo,
        Danke für deine Antwort
        Ja Buchstaben erkennen auf Schildern könnte sie mit einigen Buchstaben mit 2,5 ca. Aber wenige natürlich (ihren Anfangsbuchstaben usw) schreiben kann sie inzwischen ein paar, erkennen viele. Aber lesen war bisher nicht so das Thema, wenn auch ich ihr den ganzen Tag vorlesen könnte wenn es nach ihr geht.
        Ich bin auch unsicher ob es sinnvoll ist ihr da etwas zu zeigen. Ich meinte auch nicht dass ich mich da stundenlang mit ihr hinsetze und was übe (um Gottes Willen), sondern vielleicht mehr mal das Prinzip zu erklären, ihr ggf Material zur freien Verfügung bereitzustellen einfach.

        Liebe Grüße

        • Prinzip erklären würde ich auch nicht. Entweder sie schafft es alleine oder sie lernts in der Schule. Glaub mir, Kinder die wirklich lesen wollen vor Eintritt der Schule , schaffen das alleine. Zeig ihr die Buchstaben.. zeig auf ihren Namen und les ihr den vor. Sie wird irgendwann schnallen, dass man die Buchstaben aneinander zieht.

    Ehrlich gesagt weiß ich überhaupt nicht, wie mein Sohn sich das Lesen selbst beigebracht hat - im Jahr vor der Einschulung konnte er es plötzlich und saß dann oft morgens am Esstisch und las mir die Bestandteile des Müslis oder was auch immer vor ...

    Vorgelesen haben wir früher viel, und er hatte so ein Buchstaben-Puzzle von Janosch, das er echt geliebt hat. Ansonsten hat er sich für irgendwelche mehr oder minder wertvollen Vorschulmaterialien nicht die Bohne interessiert, abgesehen von einem Buch seiner geliebten Oma, in dem man rechnen konnte.

    Dass Buchstaben spiegelverkehrt, auf dem Kopf oder sonstwie verdreht sind, ist ganz normal - ich würde da gar nicht groß was machen bei Deiner Tochter.

    LG

    Anja

    • War bei unserer Tochter genauso. Ich weiß zwar, dass dieses Anlautzeug von ihrem Bruder dabei geholfen hat. Aber sie hat sich ja nicht die Schulsachen rausgeholt und gelernt. Sie hatte diesen Buchstabenrap im Kopf und das Bild dazu im Kopf und irgendwann las sie einfach.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten lesen bei zu bringen.

Auf urbia gabs auch einen Artikel. Buchstaben lernen und dann Silben lernen ( zB abc der Tiere ) und dann gibts auch die anlauttabelle. Jede Methode hat ihre Schwächen und Stärken.

Ich persönlich denke dass man schon einen Kind da entgegen kommen sollte , weil in diesem Fall sich das Kind ja dafür interessiert. Warum jetzt das Interesse abblocken und dann in 3 Jahren sagen " jetzt darfst du "

In vielen anderen Ländern gehen die Kinder schon früher in eine (vor) Schule wo Buchstaben und lesen lernen ab ca 4 Jahren bei gebracht wird.

  • Lieben Dank für deine Antwort, die eine der wenigen darstellt die nicht "Oh Gott bloß nicht" ausdrückt..
    Ich bin vorallem ins Grübeln gekommen, weil die Kita mich informiert hat weil sie den Eindruck gewonnen haben, dass es sie zunehmend frustriert. Es ist ja toll, dass es so viele Kinder ganz alleine lernen, aber meine scheinbar bisher nicht und sie wirkt auf die Kita frustriert (auf diesem Gebiet nur natürlich)
    Aber Langeweile in der ersten Klasse ist auch etwas worüber ich nachdenke.. was konkret würdest du machen? Ich bin ehrlich gesagt auch unsicher welche Methode ich sinnvoll finde..
    Lieben Dank!

Mein Sohn hat mit dem Intraactplus Konzept lesen gelernt. Die Buchstaben kannte er bereits vorher.

hallo,
meine große fing auch mit 3 an, kannte alle buchstaben und hat erst angefangen zu schreiben und dann erst zu lesen. sie hat "b" und "o" dann einfach selbstständig zusammengezogen zu "bo". wichtig dabei ist, es "b" zu nennen und nicht "beeee", sonst wird aus "bo" gleich "beeeo".
sie konnte auch weit vor der einschulung lesen, es war einfach ihr interesse :-).
vg

  • Hallo
    Ja meine schreibt auch Zuhause. Richtig schreiben kann sie aber nur vielleicht 6 Buchstaben, vielleicht ein paar mehr, sie führt das ja nicht so vor ;-). Erkennen kann sie mehr.

    Deine Tochter hat also eher über die Silben lesen gelernt?

    Lieben Dank dir für deine Antwort

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