hausaufgaben und mehr

    • (1) 11.11.16 - 13:27

      hallo zusammen,

      mein sohn geht ans gymnasium und bis jetzt läuft es ganz gut, ab und zu ein hänger aber die noten in tests sind bislang gut!

      jetzt mal eine frage, wie handhabt ihr das? also z.b. hausaufgaben.. mein sohn macht diese zu hause. wenn er fertig ist, hat er frei. englisch wird ab und zu etwas geübt ansonsten hausaufgaben machen, kontrollieren eventuell berichtigen.

      so nun meine frage, mein mann hat auf lehramt studiert und weiß ziemlich viel in den naturwissenschaftlichen fächern. er ist so ergeizig, dass er unserem sohn nach den hausaufgaben immer noch mehr beispiele aufzeigt, erklärt und irgendwann ist er bei formeln der 7 / 8 klasse... ist ja schön, dass er ihm das alles erklären kann aber ist das pädagogisch sinnvoll?

      oder bin ich zu lasch mit meinem hausaufgaben fertig, also geh spielen.

      lg

      • (2) 11.11.16 - 14:07

        Hallo!

        Ich glaube, mein Sohn (13), der im Sommer auf das Gymnasium gewechselt hat, würde mir gepflegt den Vogel zeigen. Zu Recht.

        Seit der ersten Klasse macht er seinen Kram weitgehend allein. Er macht ihn regelmäßig und er macht ihn gut. Wenn er nicht weiter weiß, fragt er. Ich finde, dass das alles eine tolle Leistung ist. Ich kann mich auf ihn verlassen. Mit diesen Fähigkeiten wird er wohl durch das Leben kommen.

        Das andere ist, dass keiner von uns hier auf Lehramt studiert hat und ich jetzt auch langsam merke, dass mein Sohn in vielen Fächern mehr weiß als ich. Wenn ich mich immer noch um seine Hausaufgaben und seine Organisation kümmern müsste, dann wäre er (ich sowieso) wohl bald aufgeschmissen. (Deshalb schon finde ich Hausaufgaben unsozial, aber das ist wohl ein anderes Thema.)

        Wenn ich ihm noch Zusatzprogramm zum schon ausreichendem Schulstoff bieten würde, hätte er sicher ziemlich bald gar keine Lust mehr. Damit würde ich doch auch zeigen, dass seine Leistung nicht ausreichend ist und nie sein wird. Wenn das nicht demotiviert, dann weiß ich auch nicht.

        Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, habe ich Freizeit. Es gibt Jobs, für die Menschen auch zuhause arbeiten müssen (z.B. Lehrer), aber die arbeiten dafür meist weniger Wochenstunden in der "Anstalt". Ich hätte keinen Bock darauf, dass mich meine Kollegen oder meine Chefin nach Feierabend noch zusätzlich fortbilden wollten.

        Wenn ich dein Sohn wäre, würde ich diesen Vater wohl auch nicht um Rat fragen, wenn mir in NaWi irgendwas unklar wäre. Er müsste ja jedesmal eine komplette Unterrichtseinheit absolvieren. Wie schrecklich!

        Vielleicht bin ich aber auch die Ausnahme. Ich finde es schrecklich, wie viel Druck den Kindern heute gemacht hat und wie ehrgeizig Eltern sein können.

        LG

        (3) 11.11.16 - 14:52

        Kommt doch ganz auf das Naturell des Kindes an.

        Meine Tochter würde so einen Vater hassen. Sie ist Minimalistin , macht nur das Nötigste und beschäftigt sich sonst ausschließlich mit Dingen, die sie interessieren.
        Schulstoff gehört mit Sicherheit nicht dazu!

        Mein Sohn fände das gut!
        Macht er mit seinem Papa auch, während seine Schwester angewidert das Weite sucht! :-p

        Also, wenn dein Sohn sich dabei wohlfühlt, dann lass die beiden doch den Schulstoff noch weiter vertiefen.
        Wenn das Bedürfniss jedoch nur von deinem Mann ausgeht, dann
        erlöse dein Kind!!!!!!!!!

        Sehe kein Problem - außer vielleicht zwischen dir und deinem Mann?!- wenn es gut läuft in der Schule ist doch alles okay und wenn dein Sohn sich die Ausführungen von deinem Mann anhört auch okay. Dein Sohn wird schon zeigen, wenn er keine Lust mehr darauf hat.

      • Hallo,

        ich sehe das auch locker. Wenn mein Kind fertig ist, ist es fertig. Aber wenn es noch weitere Infos haben möchte, dann schadet das nicht. Ja, es ist sogar pädagogisch sinnvoll, solange er es freiwillig macht. Mehr Beispiele sorgen dafür, dass es besser verstanden und gemerkt wird. Der Stoff der höheren Klassen ist nicht schädlich, wenn es jetzt schon mal erwähnt wird (auch ohne genau verstanden zu sein) kann es dein Sohn später mit dem jetzigen Stoff besser verknüpfen.

        LG

        (6) 12.11.16 - 07:17

        Lehrerkinder halt!!!!
        SIe müssen nicht nur das Verhalten des Lehrer-Elternteil übernehmen, sondern werden auch in bestimmte Richtungen gedrillt.

        Wenn Dein Sohn das freiwillig mitmacht....dann lass die beiden doch ihren Spaß!

        Lisa

      • Hi,

        Wenn dein Sohn Spaß daran hat, super!

        Wenn er Interesse an Themen hat, die erst später dran kommen, würde ich ihn bestimmt nicht vertrösten.

        Die meisten sind hier allerdings gegen vorlernen :

        http://m.urbia.de/forum/6-kids-schule/4796760-lernt-echt-niemand-vor?page=1

        Viele Grüße

        Julia

        Hallo!

        Nun was ist denn falsch daran?!

        Der Sohn des Bäckermeisters, muss / darf auch schon früh in die Backstube, der Sohn des Tischlers darf auch schon früh "Meisterstücke" vollbringen, .... warum soll der Sohn eines Lehrers nicht vom pädagogisch ausgebildeten Elternteil profitieren?
        Solange die es zusammen gerne machen - las sie doch! Wenn Du mit deinem Sohn über die HAs hinaus nichts machst ist es eben so - ist bei sehr viele Leuten so. Offensichtlich hast Du nicht soooo viel Spaß daran und Dein Sohn fordert es auch von Dir nicht ein, also lass es!

        LG, I.

        (9) 12.11.16 - 15:03

        Was sagt denn euer Sohn dazu? Hört er wirklich aufmerksam zu und ist interessiert oder schaltet er auf Durchzug bis Papa mit seinen Ergüssen fertig doziert hat?

        • (10) 13.11.16 - 10:18

          hallo,

          das ist unterschiedlich. in der woche ist er mit der schule eigentlich ausgelastet und leidet eher noch an der neuen situation. schulwechsel etc.. nach den ersten beiden wochen sagte er mal, er hätte das gefühl, sein vater hält ihn nicht für gut genug.. habe ihn beruhigt, weil wir beide an ihn glauben ..

          • (11) 13.11.16 - 10:26

            Ok....dann empfinde ich es als den falschen Ansatz. Letztlich bringt es auch nichts, weil er sich die Fülle an zusätzlichen Informationen sicher nicht merken kann. Sowas funktioniert nur,,wenn jemand für ein Thema brennt und nicht genug Input dazu bekommen kann. Der liest und recherchiert alles, was er dazu kriegen kann und saugt es auf wie ein Schwamm und behält das Meiste auch.

            Das scheint bei euerem Sohn ja nicht der Fall zu sein. Da ist das Steckenpferd Naturwissenschaften eher auf Seiten des Vaters und eurem Sohn vermittelt ihr ein schlechtes Gefühl. Irgendwann hat er u. U. auch nicht mehr die Kapazitäten für zusätzlichen Heimunterricht. Die ersten Jahre sind recht leicht. Das zieht noch mächtig an.

      (12) 13.11.16 - 15:58

      Hallo,

      ich bin so ein Kind von hochstudierten Eltern - Mathe, Physik, Chemie, Ernährungswissenschaften und ich hatte immer den Leistungsdruck. Ich habe irgendwann vor Jahren den Kontakt eingestellt weil meine Eltern es nicht begriffen haben dass ihre Vorstellung vom Leben nicht die meine ist. Als sie ihre Vorstellungen dann auch an meinem Nachwuchs versuchten umzusetzen und der rebelliert hat war Schluss.
      Ich wollte auch studieren, aber nicht das was meine Eltern wollten. Mein Vater hat in dem Moment wo er (aus welchem Grund auch immer) was geahnt hat binnen Stunden mir eine Lehrstelle organisiert.

      Wenn Dein Mann seinen Sohn liebt dann sollte er das sein lassen. Ich habe hier so ein wandelndes Lexikon daheim. Wenn der was wissen will kommt er alleine.

      Lass Deinen Sohn spielen und das Leben als Kind genießen. Die Zeit ist leider viel zu schnell vorbei.

      Alles Gute Geli

      (13) 14.11.16 - 12:45

      So lange Dein Sohn interessiert ist, an dem, was Dein Mann da erklärt, so lange ist es o.k.

      Nicht o.k ist, wenn es Drill wird, das Kind bis ins Koma gequatscht wird.

      Gruß

      Manavgat

Top Diskussionen anzeigen