Mündl. Mitarbeit 5.Klasse

    • (1) 17.11.16 - 10:39

      Hallo..
      Ich bräuchte mal den ein oder anderen Tip.
      Gestern war Elternsprechtag in der Schule unserer Tochter.(5.Klasse, Gymnasium, NRW)

      Die Gespräche ergaben folgendes:
      Unsere Tochter ist etwas zu ruhig. Sie beteiligt sich einfach zu wenig.

      Wenn sie spontan drangenommen wird, weiß sie immer die Antwort. Vom Kopf her ist sie voll da.

      In Mathe haben wir oft das Problem, dass sie die Sachen nicht verstanden hat und sich nicht traut zu fragen. Sie vertraut darauf, dass mein Mann es ihr zu Hause erklärt. Das klappt jetzt noch...aber später können wir ihr auch nicht mehr helfen.

      Die Gründe warum sie so zurückhaltend ist, sind bekannte Klassiker.:-p
      - die Antwort könnte falsch sein
      - es könnte gelacht werden
      Sie hadert so lange mit dem Aufzeigen..bis andere Kinder ihr zuvorkommen.

      Die letzte Mathearbeit war auch nicht so berauschend. In der ganzen Klasse hagelte es 4er und vereinzelt 5er.. Die Mathelehrerin sagte:" Siehst du, A. ? Die anderen haben es auch nicht verstanden und nicht gefragt. Du bist nicht die Einzige. Trau dich ruhig mich anzusprechen."
      Der Lehrer für darstellendes Spiel und Politik (Tochter ist im Kulturzweig der Schule) ist zufrieden und hat sie nicht als zurückhaltend in Erinnerung..

      Wir haben ihr jetzt einen kleinen Block fertig gemacht mit den einzelnen Fächern.
      Immer wenn sie sich gemeldet hat, gibt es einen Strich...fürs drankommen ein Kreuz.
      In jedem Fach sollten mind. 5 Striche ggf. Kreuze sein.( Es wird in Doppelstunden unterrichtet)

      Wie sind eure Erfahrungen? Was habt ihr gemacht um eure Kinder zu motivieren und vor allem....ist es besser geworden ?

      VG Sandra#blume

      • Hallo, mein Sohn war in der Grundschule auch sehr faul in der Mitarbeit . Da haben sich die Zeugnisnoten aber nach den schriftlichen Arbeiten berechnet , und da war er immer sehr gut bis gut. Also keine Veranlassung , sich im Unterricht anzustrengen .

        In der 5. Klasse Gymnasium wurde das schlagartig anders .
        Die Lehrer sagten uns gleich : Note = 60 % mündliche Mitarbeit , 40 % Klassenarbeiten

        Im 1. Halbjahr hat ihm das 3 Sehr Gut vermasselt . Er hat dann eben nur 11 und 12 bekommen , , obwohl er im Schriftlichen glatt auf 13-14 stand .

        Seitdem reißt er sich sehr zusammen . Er hat erkannt , wie wichtig eine gute Mitarbeit ist . Auf dem Jahreszeugnis hat es dann für die begehrten 13 - er gereicht, und jetzt in der 6. Klasse läuft es , weil mein Sohn weiß , wie es auf dem Gym läuft :-)

        Euch alles Gute ...VlG Winny

        Hallo,

        war sie in der GS auch so? Falls doch, warum ist sie damit auf ein Gymnasium gekommen?

        LG

        • Auf der GS war sie auch als ruhiges Kind bekannt, hat aber trotzdem gut im Unterricht mitgemacht.
          Außerdem hatte sie ein sehr gutes Arbeitsverhalten und ist fleißig und ordentlich.
          Evtl. muss sie sich noch sicherer in der Klasse fühlen und ist noch nicht ganz angekommen.
          Sie fühlt sich eigendlich wohl in der Schule und sagte letztens noch:"Mama, ich könnte mir nicht mehr vorstellen noch in die Grundschule zu gehen."

          • Das klingt schon gut und ich nehme meine Aussage zurück ;-)
            Die 5. Klasse ist wirklich besonders und läuft über Höhen und Tiefen und so richtig angekommen und eingepegelt haben sich die Kinder meist im 2. Halbjahr. So erging es uns und einigen anderen Kindern, die wir kennen, auch. Und ja, das Kind muss sich einleben, Vertrauen zu den anderen Kindern fassen. Das wird schon ;-)

            LG

        Hallo,

        ich habe auch zwei Kinder, die bei der mündlichen Mitarbeit in einigen Fächern deutlich noch mehr machen müssen. Auch ich war auf dem Gymnasium nicht gerade für die beste mündliche Mitarbeit bekannt. Hat trotzdem zum Hochschulstudium gereicht. Auf das Gymnasium können durchaus intelligente Kinder gehen und auch das Abitur schaffen, die nicht schon in der 5. Klasse nur noch die Noten eins und zwei bekommen.

        Dürfen stillere Kinder nur auf die Sekundarschule, trotz guter schulischer Leistungen? Andere Möglichkeiten gäbe es hier in NRW nämlich kaum noch.

        Liebe Grüße Andrea

    • (8) 17.11.16 - 12:29

      Was hat das denn mit dem Gymnasium zu tun?

      Die mündliche Mitarbeit wird ihr ja auf jeder Schule abgehen...

      Davon abgesehen ist es sehr, sehr unterschiedlich, wie fehlende Mitarbeit gewertet wird. Bei uns zählt das zB so gut wie gar nicht, bzw ist hat eine von vielen mündlichen Noten, die ja zusammen max. ein Drittel der Gesamtnote ausmachen.

      Zum Glück... #schein. Ich glaube, ich habe mich jahrelang kaum einmal dazu durchringen können, die Hand zu heben, zumindest in bestimmten Fächern. Erst war ich zu schüchtern, später definitiv zu faul.

      • (9) 17.11.16 - 12:34

        Weil ein schüchternes Kind, was bspw. in Mathe nicht mit kommt und auch nicht nach fragt, auf dem Gymnasium ganz schnell scheitern kann, ist ja doch ein anderes Pensum.
        Hier bei uns gibt es Noten auf Mitarbeit, von daher wäre es schwierig und darum habe ich nach gefragt.

        • (10) 18.11.16 - 08:53

          Schüchternheit hat doch nichts damit zu tun, ob ein Kind mit kommt oder nicht.

          Das ist eine Charaktereigenschaft, mehr nicht. Das hat nicht mit Gedächtnis, Auffassungsgabe. Begabung oder Intelligenz zu tun.
          Und ob man das "Pensum" besser schafft, wenn man aktiver ist, bezweifle ich. Lebhaftere Kind sind in der Regel auch geschwätziger, da bleibt dann wieder anderweitig etwas auf der Strecke...

          Und wieviele 5Klässler fragen überhaupt gezielt nach, wenn sie etwas nicht verstehen? Viele bekommen ja noch nicht mal sofort mit, dass sie etwas nicht verstehen. Das merken sie dann erst zu Hause oder schlimmstenfalls in der Schulaufgabe.

          Und davon mal abgesehen. Auch in der Realschule ist das "Pensum" hoch. Gerade in den unteren Klassen unterscheidet es sich kaum vom Gymnasium.

          Allerdings hast du Recht: Wenn 60% der Note aus reiner Mitarbeit bestehen, sollte man natütlich daran arbeiten aktiver zu werden. Sonst könnte es in der Tat schwer werden.

          • (11) 18.11.16 - 09:00

            Eben doch. Wenn das Kind zu schüchtern ist und nie nach fragt, wenn es etwas nicht versteht, teilweise auch die Klassenkameraden nicht fragt, kann das böse nach hinten los gehen. Dann noch ne schlechte Note in Mitarbeit und die Motivation ist dahin. Das ist auf den Realschulen bei uns anders. Da wird schon noch etwas mehr geschaut und nachgefragt, auf dem Gymnasium sind die knallhart.

            Wenn es hier um die weiterführenden Schulen geht, steht im Vordergung die Leistung, das Sozialverhalten, Ordnung, Mitarbeit, Fleiß und Betragen.
            Wobei meine persönliche Beobachtungen sind, daß am Ende alles mit dem Lehrer steht oder fällt.
            Mir geht es auch nicht um Intelligenz oder Schüchterheit, sondern um die Kombination. Natürlich macht ein ruhiges Kind auch seinen Weg ;-)

            • (12) 18.11.16 - 09:20

              Also, wenn ein Kind so schüchtern ist, dass es sich noch nicht mal traut mit den Klassenkameraden zu reden, dann hat es definitiv ein Problem, das über fehlende Mitarbeit hinaus geht;-).

              Und natürlich solch schüchtere Kinder werden es überall schwer haben.

              Und womit du absolut recht hast: Letzendlich steigt und fällt alles mit dem Lehrer, ganz egal auf welcher Schule. Und da gibts überall solche und solche...

    Ein ruhiges Kind ist auf der Realschule oder der Gesamtschule genauso ruhig, weshalb sollte man es nicht aufs Gymnasium schicken?!

Hallo
Besagte Tochter ist mittlerweile schon fertig mit der Schule aber nein, in dem Punkt hat sie sich nie wirklich geändert. Sie ist generell ein schüchterner, ruhiger und introvertierter Mensch der sehr bedacht ist. Als sie älter wurde hat sie es auch von selbst mal geschafft mehr aus sich raus zu kommen oder sich bei "jeder sagt jetzt etwas" von selbst zu melden aber mehr war es nicht. Wurde sie aufgerufen wusste sie zu 99% die Antwort.
Klar hatte sie nie eine 1 in mündlicher Mitarbeit aber lernten die Lehrer sie erstmal kennen war genau ihre Art etwas das immer positiv anmerkt wurde, mit dem Zusatz das es toll wäre wenn sie ihr Wissen selbst aktiv durch melden mitteilen würde.
Außer natürlich bei den paar wenigen Lehrern bei denen nur die lauten Schüler ,die ungefragt raushauen was sie sagen wollen, positiv bewertet werden weil "Durchsetzungskraft und Willensstärke"#augen

LG

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