Erfahrungen mit Mobbing?

    • (1) 20.11.16 - 19:11

      Hallo zusammen,

      ich bräuchte mal Euer Schwarmwissen.

      Mein Sohn ist im Sommer in die 5. Klasse gekommen. Er fühlt sich an der neuen Schule wohl, hat schon einige neue Freundschaften geschlossen und bringt bisher auch gute Leistungen.

      Alles könnte so schön sein, nur leider wird er seit Wochen von einem Jungen in der Klasse zunehmend gemobbt. Die beiden waren vorher zusammen in der Grundschule und auch etwas befreundet, seit dem Schulwechsel klappte es aber nicht mehr mit den Beiden, worauf mein Sohn sich nach einigen unschönen Vorfällen von diesem Jungen distanziert hat, was der meinem Sohn übel nimmt.

      Täglich wird mein Sohn nun seit Wochen von diesem Jungen in den Pausen bedroht, beschimpft, beleidigt und gedemütigt. Die anderen Kinder machen nicht mit, tun aber auch nichts dagegen, sodass ihre Passivität auf meinen Sohn wirkt, als stimmten sie dem Gesagten stillschweigend zu. Mein Sohn versucht zwar, ihm aus dem Weg zu gehen und sich an Kinder zu halten, die ihm wohlgesonnen sind, aber das ist halt auch nicht immer möglich. Zumal der Junge halt auch ziemlich cool ist, so hat er ein teures Handy und spielt darauf dann z.B. in der Pause böse Sprüche ab auf Knopfdruck, sodass eine Stimme z.B. sagt "Du bist ja schwul!", zeigt dabei auf meinen Sohn und dann lachen natürlich alle und finden das total witzig. Und ständig kommen Sprüche im Vorbeigehen wie "Du Opfer! Hau ab, du hast hier keine Freunde, verpiss dich, du Loser." Sucht mein Sohn dann in seiner Verzweiflung Hilfe und Trost beim Lehrer oder Mitschülern, heißt es von dem, er würde den Jungen bei allen grundlos schlecht machen und das heizt dessen Hass nur noch mehr an. Zwei Gespräche mit der Mutter haben inzwischen zu einem kompletten Zerwürfnis geführt, weil sie die Einstellung hat, dass mein Sohnes nicht anders verdient hat aufgrund der Tatsache, dass er ihrem Sohn die Freundschaft aufgekündigt hat.

      Ich wüsste nun gern, ob hier jemand auch Erfahrungen mit Mobbing gemacht hat und ob und wie das Problem gelöst wurde? Konfrontation in der Schule durch Lehrer bringt wie gesagt nix und verschlimmert die Situation nur. Allerdings ist den Lehrern schon aufgefallen, dass mein Sohn oft in sich kehrt und traurig wirkt, sodass ich es dort doch zur Sprache bringen muss, damit sie wenigstens wissen, woher das kommt. Eine befreundete Lehrerin meinte, es hilft meist nur, das gemobbte Kind aus der Klasse oder sogar von der Schule zu nehmen, das würde ich aber nur wollen, wenn es echt nicht mehr anders geht, weil mein Sohn eben ansonsten sich dort gut eingelebt hat - wenn nur dieser Junge ihn endlich mal in Ruhe ließe. :(

      Hat jemand einen Rat für uns?

      LG
      Sie71

      • (2) 20.11.16 - 20:16

        Hallo

        Ich würde die Schulsozialabeiter anrufen und den Fall schildern.

        • (3) 20.11.16 - 20:20

          Schulsozialarbeit er? Ist das dasselbe wie der schulpsychologische Dienst vom Jugendamt? Da wollte ich mich eigentlich nur bindenden, wenn ich durch Gespräch mit den Lehrern nichts erreiche. Die Schule sollte ja schon als Erstes davon erfahren, kommt da sicher nicht gut an, wenn ich mir direkt externe Hilfe suche, denke ich.

          • (5) 20.11.16 - 20:34

            In der Schule meines Sohnes gibt es 3 Schulsozialarbeiter.

            Die gehen bei uns auch in die Klassen und wenn ein Kind Probleme hat kann es sich an die Schulsozialarbeiter wenden.

            Mein Sohn hat zur 6. Klasse gewechselt und ist in eine Klasse gekommen wo ein Schulsozialarbeiter richtig mit den Kindern gearbeitet hat.

            Es ist eine tolle Klassengemeinschaft (nach meinem Geühl) und mein Sohn ist nun angekommen.

            Habt ihr keine Schulsozialarbeiter oder weißt du es nicht?

            Bei uns wurden sie bei der Einschulung vorgestellt.

            • (6) 21.11.16 - 08:42

              Danke für deine Antwort. Doch, wir haben an der Schule auch Ansprechpartner, die nennen sich da nur anders, wir haben Streitschlichter (Oberstufenschüler), Vertrauenslehrer und -schüler, dann für schwerere Fälle auch ein Mobbing-Präventions-Team mit einer Schulpsychologin. Ich wende mich jetzt erst Mal an die Klassenlehrerin, weil die ja als Erstes informiert sein sollte, was in ihrer Klasse los ist, und dann werde ich von der sicher gesagt bekommen, was man machen kann.

      (7) 20.11.16 - 20:25

      HI,

      an unserer Schule machen da die Streitschlichter einen guten Job - oder die Beratungslehrkraft. Dass dioe Opfer Schule / Klasse wechseln müssen, soll gar nicht sein!

      LG

      • (8) 21.11.16 - 08:40

        Danke für deine Amtwort. :-) Wir haben auch Streitschlichter, das sind aber Oberstufenschüler, die können kleine Streitereien klären, aber hier Mobbing steht ja was Psychologisches mit Gruppendynamik, da werden die Streitschlichter nicht viel ausrichten können. Wir haben aber auch Mobbingbeauftragte an der Schule, ich rede jetzt erst Mal mit der Lehrerin und dann wird die mir ja sicher sagen können, wie man nun weiter vorgehen sollte.

        • (9) 21.11.16 - 16:37

          Hi,

          bei uns machen das auch die "Großen" - und die machen das echt gut. Bei Schwierigkeiten sind dann auch die Betreuungslehrer mit dabei.

          LG

    (10) 20.11.16 - 20:34

    Dein Sohn tut mir furchtbar leid.
    Ich würde keine Ruhe mehr geben, den Lehrern die Türen einrennen und mir auch die Mutter weiterhin vorknöpfen. Die hat ja wohl n Schatten wenn sie wirklich findet dass Mobbing inklusive solcher permanenten Beleidigungen in Ordnung geht, nur weil dein Sohn keine Freundschaft mehr wünschte! Diese verkorkste und arrogante, eingeschnappte Art gibt sie wohl an ihren Sohn weiter. Na toll.

    Es wird wohl im Vorfeld schon einiges gewesen sein, weswegen dein Sohn dann nicht mehr mit diesem Jungen befreundet sein wollte.

    Nein, ein Schulwechsel würde weder diesen Jungen ändern, noch seine Mutter und ihre Einstellung! Vorher würde ich erstmal penetrant werden.

    • Danke für deine Antwort. #herzlich Die Mutter werde ich mir nicht mehr vorknöpfen, siehe Beiträge unten, man kann mit ihr darüber nicht reden, denn es werden die Tatsachen einfach umgedreht und alles so gestrickt, dass ihr Sohn als unbeteiligtes Opfer MEINES Sohnes dasteht (das muss man erst Mal schaffen in so einer Situation #augen ). Aber in der Schule werde ich jetzt erst Mal tun, was ich kann, damit die da im Bilde sind und ein Auge drauf haben können.

(12) 20.11.16 - 21:56

Also das Gespräch mit den Eltern zu suchen ist nie eine gute Idee. Eltern der mobbenden Kinder neigen immer dazu ihre Kinder in schutz zu nehmen. Das habe ich im Bekanntenkreis schon zwei Mal erlebt. Ich würde das gespräch mit der Lehrerin suchen und wenn da nichts passiert würde ich mich an die Schulleitung wenden. In den meisten Schulen gibt es Strategien, wie man in solchen Fällen vorgeht, aber dazu muss die Schule involviert werden.

  • (13) 21.11.16 - 08:35

    Richtig, das Gespräch mit den Eltern bringt nichts, dazu ist man nicht objektiv genug. Ich habe mir daher auch verbeten, dass die Mutter mich noch mal anruft, denn lustigerweise beschwert SIE sich auch noch bei MIR über das Verhalten meines Sohnes ihrem gegenüber (dass meiner halt grundlos in der Schule heult und ihren Sohn damit bei den neuen Lehrern und Schülern schlecht macht - fraglich nur, wie der darauf kommt, wo mein Sohn doch nie jemandem den Grund für seine Tränen gesagt hat in der Schule :-p ).

(14) 21.11.16 - 08:31

Guten Morgen und danke für Eure Antworten,

bei uns an der Schule gibt es auch Streitschlichter und auch ein Mobbing-Präventions-Team, sogar eine Mobbing-Beauftragte, das hat mir ja auch Hoffnung gemacht, dass man das Thema da ernst nimmt und an der Wurzel bekämpft. Um so erstaunter war ich dann, dass eben meine Bekannte, die Lehrerin an dieser Schule war vor ihrem Ruhestand, mir trotzdem sagte, im Grunde ist gegen Mobbing kein Kraut gewachsen, man kann da nur durch oder das gemobbte Kind von der Schule nehmen, wenn es nicht aufhört. Gegen mobbende Kinder wäre so gut wie nichts zu machen seitens der Schule, Anti-Mobbing-Programm hin oder her. Das hat mich geschockt, ehrlich gesagt.

Naja, ich habe heute das Gespräch mit der Klassenlehrerin und werde es dort auf jeden Fall zur Sprache bringen, allein nur, damit die Lehrer wissen, woher das auffällige Verhalten meines Sohnes herrührt (dass er eben oft nach den großen Pausen in den Stunden plötzlich total "zu" macht im Unterricht und nicht ansprechbar ist z.B., das macht er dann halt aus Selbstschutz, um nicht vor der ganzen Klasse in Tränen auszubrechen), denn ich möchte nicht, dass dieses Verhalten als Bocken und Leistungsverweigerung ausgelegt wird und zu schlechten mündlichen Noten führt, sondern dass die Lehrer erkennen, dass er wohl gerade wieder emotional sehr belastet ist und Hilfe braucht.

Erschreckend finde ich, wie auch MICH das fertig macht. Jeden Morgen schicke ich ein Zuhause mühsam wieder motiviertes und aufgebautes Kind in die Schule und bekomme mittags ein emotionales Wrack zurück. Und mit dieser Mutter kann ich wirklich nichts klären, die wirft meinem Sohn ja noch vor, er würde das alles nur schauspielern, um ihren Sohn in der Schule schlecht dastehen zu lassen (das erzählt ihr Sohn ihr, dabei SAGT mein Sohn ja gar keinem , WARUM er weint, als WEISS der Junge doch genau, dass es wegen ihm ist, wenn er meinem Sohn das Weinen negativ auslegt - wenn er angeblich gar nichts dazu beigetragen hat, dass mein Sohn weint, würde er sich ja gar nicht davon angesprochen und "beschuldigt" fühlen). Aber mit Logik kann man dieser Mutter leider nicht kommen, noch im Gespräch modifiziert sie die Geschichte dann einfach im Sinne ihres Sohnes, also, ist im Grunde auch nicht besser als er. :-[

  • Ich finde es toll dass du deinen Sohn so unterstützt und ihm hilfst. Dass du auch mit den Eltern gesprochen hast, mit den Lehrern, allein dass du dir Gedanken machst.
    Ich bin Jahre lang in der Schule durch die Hölle gegangen. Ich wurde immer in mich gekehrter und ängstlicher. Die allerschlimmste Erfahrung war unter anderem die Klassenfahrt.

    Irgendwann habe ich mehr und mehr geschwänzt und schließlich die Schule abgebrochen.
    Da in der Gruppe gemobbt wurde, fühlte ich mich machtlos und schämte mich. Ich dachte ich liefere auch die Gründe gemobbt zu werden, weil ich eben ein so schüchternes, hässliches, dummes Mädchen war. Also das habe ich mir immer eingeredet. Ich habe mich nie getraut mit jemandem zu reden.

    Ich hätte mir so gewünscht, meine Mutter oder die Lehrer wären aufmerksamer gewesen und hätten mir geholfen...
    Ich kann dir nur sagen: hilf deinem Sohn. Tu was du kannst. Und wenn es letztlich der Schulwechsel ist.
    Ich dramatisiere nicht wenn ich sage dass ich bis heute schwer darüber hinwegkomme und vorletztes Jahr eine Therapie anfing.
    Zwanghaftigkeit, Angstzustände, Depressionen können die Folge sein...

(16) 21.11.16 - 10:25

Hallo,

mir ist nicht so ganz klar, mit welchen Lehrern dein Sohn bisher gesprochen hat. Die jeweilige Pausenaufsicht? Oder ein eigener Fachlehrer?

Mobbing ist bei uns (wie fast an allen Schule) ein großes Thema. Handys sind schon länger an der Schule verboten, unter anderem aus solchen Gründen, wie von die beschrieben. Da greifen die Lehrer durch.Und es gibt extra Klassenleiterstunden, in denen die Probleme in der Klasse besprochen werden.

Bei uns gab es einen Fall, bei dem ein Kind Außenseiter war, kaum Freunde, wollte sich nicht wirklich anpassen, wenn etwas gemeinsam gemacht wurde, andere Interessen, andere Hobbies. Da konnte der Lehrer nicht viel machen, nur dafür sorgen, dass es nicht schlimmer wird.

Kurse in Selbstbehauptung und Selbstverteidigung helfen auch oft, durch ein besseres Selbstbewusstsein aus dieser Opferrolle raus zu kommen.

Dein Sohn hat noch viel Freunde in der Schule und fühlt sich wohl. Und auf der anderen Seite ist bisher nur ein Junge, der Rest ist neutral. Somit sehe ich eigentlich gute Chancen, dass der Klassenlehrer das in den Griff bekommen könnte.

LG

(17) 21.11.16 - 14:49

Hallo,
zunächst mal finde ich es toll, dass Du Deinem Sohn helfen willst. Allerdings schreibst Du von dem bösen Täter und von den passiven Mitschülern, die nichts tun, aber auch nicht helfen, nur von Deinem Sohn schreibst Du nicht. Warum setzt er sich nicht selbst zur Wehr? Ich sehe hier im Moment eigentlich mehr ein ärgern, als mobbing. Der Oberteile Macker will sich präsentieren und sucht sich dafür ein Opfer. In Deinem Sohn hat er es gefunden, weil der sich nicht wehrt, sondern sich alles zu Herzen nimmt und höchstens mal beim Lehrer petzen geht.
Solchen Typen nimmt man nur den Wind aus den Segeln, wenn man sich ihnen mal laut und deutlich entgegen stellt.

Ich bin immer dafür, solchen Leuten aus dem Weg zu gehen, Sticheleien zu ignorieren, aber wenn es penetrant weiter geht, dann sollen und dürfen meine Kinder ihre Grenzen deutlich machen.

Nachdem Du jetzt schon mit der Schule gesprochen hast, würde ich von dort erwarten, dass sie mir mitteilen können, welche Schritte sie planen. Gleichzeitig würde ich aber auch mit meinem Kind überlegen, warum gerade er das Opfer geworden ist und wie er selbst sich wehren kann.
Viel Erfolg.

  • (18) 23.11.16 - 08:05

    Danke für deine Antwort! :-)

    Normalerweise sehe ich es wie du, ich habe meinen Kindern auch immer geraten, wenn jemand sie ärgert und haut, dass sie sich wehren müssen, ich bin selbst als Kind in der Grundschule ängstlich und schwächlich gewesen und habe mich daher nie gewehrt, da habe ich bei meinen Kindern schon von Anfang an dafür gesorgt, dass sie sich wehren können (Selbstverteidigungskurs) und es auch TUN.

    Nur bei DIESEM Jungen ist es so, dass er Andere provoziert, um GENAU das zu erreichen, dass der Andere irgendwann sich wehrt. Denn dann rennt er zur Mama nach der Schule und behauptet da, der Andere habe ihn völlig grundlos geschlagen. Dabei wird dann auch oft behauptet, dass ihm dadurch ein materieller Schaden entstanden ist, obwohl die Sachen noch intakt waren in der Schule. Solche Geschichten habe ich auch schon bei diesem Jungen vorher mit anderen Kindern erlebt, angeblich zerrissene Shirts, kaputte Sporttaschen, beschädigte Bücher...

    Meinem Sohn hat er in den letzten Wochen auch mehrfach unterstellt, ihm etwas kaputt gemacht zu haben oder eben FAST kaputt gemacht zu haben (so schubste er meinen Sohn, und als der ihn zurückschubste, behauptete er, ihm wäre dadurch fast sein 600€-Handy auf den Boden gefallen. Zuhause erzählte er dann, mein Sohn habe ihn völlig grundlos geschubst, worauf die Mutter mich erbost anrief und meinte, mein Sohn sei wohl neidisch auf das Handy ihres Sohnes und wolle es kaputt machen, er solle gefälligst sowas unterlassen).

    Aus diesem Grund habe ich meinem Sohn deshalb gesagt, er soll einfach Abstand zu diesem Kind halten und sich nicht von ihm provozieren lassen, denn dieses Kind will ja GENAU das erreichen, dass mein Sohn sich wehrt, damit er ihn dann dafür anschwärzen kann. Die Provokationen sind natürlich auch immer so gelegt, dass davon kein Lehrer was mitbekommt, wenn das provozierte Kind sich dann allerdings wehrt, DANN ist natürlich das Geschrei groß. So bekommen die gemobbten Kinder dann auch noch zusätzlich Ärger von den Lehrern.

    Leider ist Mobbing auch psychologisch komplexer als normale Streitereien, hier ist daher das typische "dann wehr dich doch einfach" leider etwas, was die Situation für das betroffene Kind noch schlimmer macht. Es wird dadurch von den Mobbern gezwungen, entweder die Schikanen zu dulden, oder zum Lehrer zu gehen und sich da zu beschweren - was dann wieder als Petzen ausgelegt wird von den Mobbern, und noch mehr Hass/Aggressionen in diesen verursacht, die sie wieder an dem Kind auslassen... Bis dieses Kind lernt, sowohl wehren als auch sich Hilfe suchen verschlimmert die Situation noch eher als dass es sie verbessert, also harren sie aus, kapseln sich ein und erdulden passiv ihr Schicksal.

    Hier ist man dann einfach als Eltern gefragt, seinem Kind da zu helfen und den anderen Eltern und den Lehrern die Augen zu öffnen, damit die selbst sehen, dass da was ganz und gar schief läuft. Ich werde hier nicht locker lassen, ich führe inzwischen ein Tagebuch, in dem ich jeden Tag jeden kleinsten Vorfall dokumentiere, und ich werde keine Ruhe geben, bis er meinen Sohn in Ruhe lässt. Momentan ist er so link und schmeißt sich an die letzten zwei Jungen, die NOCH zu meinem Sohn halten, auch noch ran, ganz bewusst, er sagte meinem Sohn "X und Y sind auch bald meine Freunde, dann hast du hier GAR keinen mehr!" - Und prompt bekam Kind X von der Mutter am Tag drauf eine Einladung zum Spielen. Und das, obwohl die Lehrerin gesagt hat, wir sollen auch die Freundeskreise getrennt halten, was mein Sohn auch tat, nur hält diese Familie sich nicht dran, sondern man will meinem Sohn scheinbar bewusst auch noch die letzten Freunde, die er in der Klasse hat, auch noch wegschnappen. Das ist alles so perfide, da fällt einem echt nichts mehr zu ein! :-(

    • (19) 25.11.16 - 12:24

      Ich verstehe, was Du meinst und ich kenne auch solche Kinder, die gibt es vermutlich überall.
      Vielleicht ist wehren nicht das richtige Wort, mir ging es eher darum, dass Dein Sohn sich eben nicht zum Schubsen provozieren lässt, sondern den anderen Jungen quasi "ins Leere laufen lässt". Sich also nicht provozieren lassen, aber auch nicht kuschen, sondern eher so nach dem Motto: "Pass auf ..., Du gehst mir auf die Nerven. Ich will gar nicht mit Dir streiten. Also hau ab." Und dann weggehen, am besten unauffällig in Richtung der Lehrer. Kommt er hinterher und fängt an zu schubsen, ihn nicht zurückschubsen, sondern nur Arm ausstrecken und laut und deutlich sagen:"Ich habe es Dir gerade schon gesagt, lass mich in Ruhe, ich will nicht mit Dir streiten". Auf diese Weise sollten zumindest die Lehrer mitbekommen, wer der Stänkerer ist. Und wenn die Mutter des Jungen wieder mal anruft, ebenfalls kurz und bündig das Gespräch beenden. Am besten auch dafür einen passenden Satz überlegen und direkt ans Telefon legen.

      • (20) 26.11.16 - 11:04

        Ach so, ja, das macht er schon so, er kuscht nicht und gibt auch entsprechende Ansagen, auch mal nicht so politisch korrekt, sagt ihm z.B. "Halt die Fresse!", wenn der Andere stänkert... Mein Sohn ist größer und auch stärker, der Andere will ihn gerade deshalb auch zu Taten provozieren, und da muss mein Sohn dann schon aufpassen, denn dann wird der Spieß halt sofort umgedreht. Gar nicht so einfach immer, ich hoffe, es kehrt bald mal Ruhe ein und der sucht sich ein anderes Ziel, wenn er merkt, dass mein Sohn nicht drauf anspringt.

(22) 21.11.16 - 15:01

Also ich bin hier ehrlich gesagt entsetzt das die Schule nicht schon längst mehr gemacht hat wenn dein Junge immerhin schon zu den Lehrern ging! Und das die Mutter dieses Bengels sagte er sei selbst schuld wenn er die Freundschaft mit ihrem Jungen gekündigt hat! Hallo muss man denn ein Leben lang mit den gleichen Leuten befreundet sein auch wenns irgendwann nicht mehr passt? Es gibt doch keine Verpflichtung! Und ehrlich hier würde ich den Lehrern auch auf den Sack gehen bis sie mich nicht mehr sehen können. Wer hier so tatenlos zuschaut hat seinen Beruf mehr als verfehlt! Und solche Schulsozialarbeiter da würde ich denen auch die Türe einrennen. Sollte sich auch dann nichts tun würde ich von außen her die nächst höhere Stelle wie Schulamt und was geht kontaktieren. Von der Schule wegzugehen wäre immer noch die letzten Möglichkeit!

Ela

  • (23) 23.11.16 - 08:14

    Danek für deine Antwort. Das Problem war, dass mein Sohn zwar weinend von Lehrern und Mitschülern öfter angetroffen wurde, aber dann niemandem sagte, WARUM er weint. Dieser Junge hat nur behauptet Zuhause, dass mein Sohn bei den Lehrern gepetzt hat und ihn da schlecht macht, ich habe auch erst jetzt von der Klassenlehrerin erfahren, dass mein Sohn zwar öfter weinte, aber eben nie gesagt hat, WARUM. (Was ja auch noch beweist, dass er niemanden schlecht gemacht hat sondern dieser Junge im Gegenteil sehr wohl der Auslöser fürs Weinen war, denn sonst hätte er das ja nicht auf sich bezogen, obwohl mein Sohn über die Gründe nichts gesagt hat).

(24) 21.11.16 - 19:04

Hallo Sie71.

Das ist fast die identische Geschichte wie sie meinem Sohn widerfahren ist. Nur bei uns zog sich die Misere über 2,5 Jahre hin, bis mir der Kragen geplatzt ist.

Ich machs mal kurz:

Mein Sohn war in der 4. Klasse und hatte zum Glück sein Übertrittszeugnis schon in der Tasche, als die Situation eskalierte. Die Lehrerin wollte sich (wie immer) nicht einmischen....
Als mein Sohn daraufhin nicht mehr zur Schule gehen wollte, ging ich eines Mittwoch morgens zur Klasslehrerin und teilte ihr mit, dass xy aus den ganzen diversen Mobbinggründen nicht mehr zur Schule kommen wolle. Die Lehrerin meinte, ich solle ihn halt den Rest des Schuljahres "krank schreiben lassen". Dies lehnte ich ab, da er ja nicht krank sei und ich nicht klein beigeben wollte. Ich erklärte ihr ruhig und sachlich, dass wenn xy am Montagmoren nochimmer bei seiner Meinung bleiben würde, ich am Montagvormittag beim Schulamt antreten und denen den Grund erkären würde, warum sich mein Sohn nicht mehr an der Schule halten kann. Der Schulamtsrektor solle dann entscheiden, wie weiter verfahren wird.

Das hat dann letztendlich geholfen... Die Lehrerin knöpfte sich die gesamte Bande vor. Der "Mobber" brach in Tränen aus (vor Wut), wollte sich aber keineswegs für sein Verhalten entschuldigen. Die restliche Klasse war sehr einsichtig und hat meinem Sohn ein Entschuldigungsschreiben geschickt und ihn gebeten, wieder zur Schule zu kommen.

xy ging am Montag wieder hin - und die Welt war soweit in Ordnung, dass er das Schuljahr dort zu Ende bringen konnte. Zum Glück wechselte der Mobber auf eine andere Schule. Seitdem ist Frieden.

Ich kann dir nur raten, dich sofort an die Klassleitung zu wenden, damit diese ganz energisch einschreitet. Auf die Sozialarbeiter kannst du nicht bauen - war zumindest bei uns so.

Alles gute!

  • (25) 23.11.16 - 08:11

    Hallo und danke für die Schilderung deiner eigenen Erfahrungen. Ich finde, da hast du echt gut und knallhart reagiert. Sollte es bei uns auch sich soweit verschlimmern, dass mein Sohn irgendwann nicht mehr in die Schule gehen will, werde ich mir das auch mal merken, das war echt eine gute Strategie, die die Schule zwingt, zu handeln. Ich hoffe jedoch noch, dass es bei uns einvernehmlich ZUSAMMEN mit der Schule klappt, das in den Griff zu bekommen, denn mein Sohn soll da ja eigentlich noch ein paar Jahre hingehen. ;-)

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