"Erpressung" durch Mitschüler - Wie reagieren?

    • (1) 24.11.16 - 10:38

      Hallo!

      Meine Tochter (7J, 2. Klasse) kam gestern aus der Schule und sagte mir gleich, dass sie morgen (also heute) 5€ mit in die Schule bringen müsse. Ich hab natürlich erst einmal gefragt, wofür das Geld braucht, da sie den anstehenden Ausflug am Montag schon bezahlt hatte. Sie meinte, das Geld wäre für einen Klassenkameraden, dessen Lineal zerbrochen wäre, weil meine Tochter versehentlich den Ranzen umgestoßen hatte. Sie müsste ihm jetzt das Geld für das Lineal geben.

      Ich hab die Sache erst einmal unkomentiert stehen lassen, bis meine Tochter heute morgen von ihrem Taschengeld 3€ nahm (mehr hatte sie wohl nicht). So kamen wir dann doch über ins Gespräch über den genaueren Ablauf. Anscheinend hatte das Lineal in der Seitentasche des Ranzens (die Taschen für die Trinkflasche) gesteckt, der Ranzen war umgefallen und dabei dann das Lineal zerbrochen. Somit war im Grunde der betreffende Schüler nicht unschuldig an dem Bruch, und das habe ich meiner Tochter auch gesagt (war ihr auch klar). Darauf kam, aber der T. hat gesagt, wenn ich ihm heute das Geld nicht gebe, tritt er mich einen ganzen Monat lang (ich kenn das Kind und kann mir das auch so vorstellen).

      Als meine Tochter dann zur Tür rausgehen wollte, hatte sie wohl das Geld noch auf dem Tisch liegen lassen und wollte es noch holen. Ich hab ihr daraufhin erst einmal verboten, das Geld mitzunehmen, weil ich nicht möchte, dass sich meine Tochter erpressen läßt. Meine Tochter war daraufhin untröstlich und wollte nicht zum Bus gehen (Mama, wenigstens einen Euro!), weil sie Angst vor dem Jungen hatte (wohnt in der Nachbarschaft, sie trifft also schon an der Bushaltestelle auf ihn). Ich hab meiner Tochter geraten, sich an die Klassenlehrerin zu wenden, wenn der Junge seine Drohung wirklich wahr machen sollte, aber das will sie nicht. Wir hatten dann eine ganze Weile Tränen und Theater, weil die Kleine ohne das Geld nicht gehen wollte. Beruhigt hat sie sich erst, als ich ihr gesagt hab: "Wenn der T. fragt, sag ihm er soll sich das Geld mit der Mama zusammen heute abend bei uns abholen!" Mein Ziel ist es, dadurch einfach auch mit dem Jungen und seiner Mutter zusammen ins Gespräch über das Verhalten ihres Sohnes zu kommen. Mir geht es nicht darum, das Lineal zu ersetzen, aber erstens ist der Betrag deutlich zu hoch angesetzt (ein langes Kunststofflineal bekommt man für unter einen Euro!) und zweitens denke ich, dass man ein solchens Verhalten (wenn nicht, dann wirst du leiden) im Anfang unterbinden sollte. Jetzt gibt es zwar noch einen kleinen Anlass für die Geldforderung, aber wenn der Junge merkt, dass er damit durchkommt, will er vielleicht das nächste Mal ohne einen Anlass Geld...

      Was mich allerdings bei der Geschichte am Meisten schockiert hat, ist die Tatsache, dass meine Tochter so viel Angst vor einem Klassenkameraden hat (also ein fast gleichaltriges Kind), der ihr körperlich eigentlich deutlich unterlegen ist. Jetzt überlege ich, wie ich das Gespräch mit der Mutter (wenn sie denn wirklich kommen) aufziehen soll und vor allem wie ich meine Tochter besser gegen solche Situationen wappnen kann. Sie ist eigentlich ganz und gar nicht schüchtern und weiß sich gegen die meisten Schüler ganz gut zur Wehr zu setzen, aber bei diesem Jungen kommt sie einfach nicht klar.
      Was würdet ihr Euren Kindern sagen? Würdet ihr auf jeden Fall das Gespräch mit der Mutter suchen oder nur, wenn die Repressalien weiter gehen? Die Klassenlehrerin möchte ich eigentlich nicht einschalten bzw. nur wenn es wirklich zu ernsten Problemen kommt.

      LG

      • (2) 24.11.16 - 10:48

        Ich finde hast richtig reagiert, dennoch würde ich nicht nur die Mutter sondern auch die Klassenlehrerin einschalten. Ganz einfach darum, damit so ein Verhalten gleich im Keim erstickt wird, denn wenn Du Pech hast, interessiert das die Mutter gar nicht, und dann hat Dein Kind kein "Backing".

        Da scheint ja schon einiges vorgefallen zu sein, wenn Dein Kind Angst vor diesem Kind hat.

        Andrea

        • (3) 24.11.16 - 10:52

          Ganz ehrlich - ich bin entsetzt über diesen Beitrag. Ich habe auch ein Kind in der 2. und würde dem Bürschen ein deutliche Ansage machen, wenn da auch nur eine weitere Kleinigkeit vorfällt.

      (4) 24.11.16 - 10:56

      Hallo,

      ich würde auf jeden Fall die Lehrerin informieren. Wehret den Anfängen....

      Wahrscheinlich hätte ich meine Tochter zum Bus begleitet und den Jungen mit seiner Mutter für den Abend sehr freundlich zu einem Gespräch eingeladen. #cool

      LG
      Karin

    • Hallo,

      geht gar nicht. Weder Erpressung noch Angst vor Mitschülern haben.

      Ich hätte meine Tochter heute auch zum Bus gebracht, mir den Burschi geschnappt und ihn gefragt, wie er sich denn das so vorstellt.

      Doch, ich würde sogar die Klassleitung in Kenntnis setzen.

      Ich ersetze gerne das Lineal, aber das wird doch bitte unter den Eltern geregelt.

      Wir hatten vor ein paar Tagen auch große Probleme in der Klasse. Die sind aber andere Kaliber. Ich habe keine 24 Stunden später einen Termin beim Klassenlehrer gehabt, hat meiner Meinung nach wenig bis nichts gebracht, im Anschluss bin ich gleich zur Rektorin.

      Es gibt einfach gewisse Dinge, wofür Eltern da sind. Alles können die Kinder noch nicht selbst regeln und müssen es auch nicht.

      LG
      Caro

      (6) 24.11.16 - 11:08

      Hallo,

      ich wäre an dem Tag, da es so viele Tränen gab, mit in die Schule gegangen, die Zeit hätte ich mir irgendwie frei geschaufelt, und hätte gleich das Gespräch mit dem Jungen gesucht.

      Dass Du kein Geld mit gebeben hast, war richtig, auf jeden Fall.
      Setz Dich mit den Eltern des Jungen in Verbindung und auch mit der Klassenlehrerin, die sollte wissen, daß es Kinder in Ihrer Klasse gibt, die andere Kinder abzocken!

      LG

    • Hallo
      Meine Tochter war im ähnlichen Alter als ein Mädchen das etwas älter war die Klasse tyrannisierte. Ehrlich, so ein bösartiges Kind das gezielt andere gegeneinander ausspielt habe ich noch nie erlebt. Dann hat es auch noch eine Weile gedauert bis es überhaupt rausgekommen ist weil sich keiner getraut hat etwas zu erzählen da es auch etliche "Wenn du das machst/erzählst mache ..". Die Mutter war auch eine Sache für sich und sehr überzeugt von sich selbst und ihrem Kind. Als ich es dann erfahren habe, habe ich auch überlegt wie ich weiter vorgehen soll. Dann habe ich meine Tochter mal wegen irgendwas in die Schule gefahren und wer läuft an mir vorbei ? Das besagte Mädchen. Ich habe ihr in einem ruhigen Ton eine Ansage gemacht und danach war auch Schluss was das erpressen anging. Ich bin eigentlich nicht jemand der etwas so löst, in der Situation erschien es mir aber als einzige Lösung. Anhand der Reaktion des Mädchens war das wohl auch gut so.
      Highlight aus dieser Zeit war das sie einem anderen Mädchen einen Zahn (Milchzahn, wackelte sicher schon etwas aber trotzdem) ausschlug. Das bekamen die Lehrer mit, das aber mehr dahinter steckte wussten sie nicht.
      Mich schüttelt es immernoch wenn ich daran denke. Das Mädchen ist heute erwachsen und von ihr bekommt man nach wie vor nichts gutes mit...
      Alles gute euch! Mit der Erfahrung die ich gemacht habe würde ich heute Mittag mal versuchen zu schauen ob doch nicht mehr dahinter steckt, also ob mehrere Kinder betroffen sind oder warum genau deine Tochter so eingeschüchtert ist. Danach würde ich weiterschauen.

      LG

      Ich wäre sofort zur Klassenlehrerin gegangen und hätte darauf bestanden das der Vorfall geklärt wird.

      Morgen

      Das ist kein kleiner Lausbubenstreich und ich würde auf jeden Fall die Lehrerin darüber unterrichten, damit sie da intervenieren und ein Auge drauf haben kann. Und ich hätte mein Kind zum Bus gebracht. Das arme Mädel hatte doch tierische Angst von diesem Jungen, getreten und drangsaliert zu werden. Da hättest du besser deinem Kind beistehen sollen. So Pippikram sollten die Kinder wirklich erst einmal alleine regeln ,aber diese Sache ist weit davon entfernt.
      Dem Jungen muss sofort klar gemacht werden,dass er mit solchen Mitteln nicht weiter kommt.
      Abends würde ich auch auf jeden Fall die Initiative ergreifen und die Mutter anrufen.

      Wie gesagt: Hilf deiner Tochter.DAS kann sie noch nicht alleine regeln

      (10) 24.11.16 - 11:29

      Hmmm.

      Also so dramatisch wie meine Vorrednerinnen finde ich das jetzt nicht.

      Selbstverständlich ist das nicht in Ordnung, was der Junge da gemacht hat, aber Grundschulkinder sagen viel wenn der Tag lang ist. Wenn er jetzt nicht schon ständig mit Gewalttätigkeiten aufgefallen ist, kann das auch einfach ein wütender Ausspruch gewesen sein.

      Ich finde, wenn deine Tochter einsieht, dass sie (Teil-)Schuld an dem Missgeschick hat, dann sollte sie sich bemühen, dass es wieder in Ordnung gebracht wird. Selbstverständlich nicht mit 5 € sondern eher mit 50 Ct.-1 € oder einem neuen Lineal. Die Familie des Kindes her zu bestellen, um sich das Geld abzuholen finde ich nicht in Ordnung. Unabhängig von dem gesagten ist sein Lineal kaputt gegangen und deine Tochter war irgendwie daran beteiligt.

      Man darf bei so was nicht vergessen, dass man immer nur einen Teil der Geschichte kennt. Man weiß nicht warum der Junge so reagiert hat. Kennt er es nicht anders? War es ein besonders wichtiges Lineal? Hatte er schon einen schlechten Tag? Bekommt er Ärger zu Hause, wenn er mit einem kaputten Lineal kommt?
      Kam die Drohung sofort oder hat sich deine Tochter erstmal geweigert ihm Geld zu geben, weil er ja auch Mitschuld hat? usw.

      Natürlich sind solche Drohungen nicht in Ordnung und dagegen sollte man seine Kinder auch stark machen. Aber Kinder sind in solchen Momenten gern auch mal überfordert. Vielleicht hat sich der Junge unterlegen gefühlt oder was auch immer.

      (11) 24.11.16 - 11:55

      Ich hätte noch am Nachmittag ein neues Lineal gekauft und es meiner tochter am nächsten Morgen mitgegeben.

      Aber ganz sicher keine solchen Betrag für ein blödes Plastiklineal. Von dem Umständen mal abgesehen - sowas passiert und ich finde es auch richtig sowas zu im Zweifel zu ersetzen aber erpressen, anmachen und drohen..... nein sicher nicht.

      Dann hätte ich abgewartet was passiert. Entweder der Junge merkt, dass er nicht weit kommt, ansonsten hätte ich mir die Mutter vorgenommen und auch die Lehrerin informiert.

      (12) 24.11.16 - 11:57

      Ich wäre mit zur Bushaltestelle und hätte den Jungen angesprochen.

      Auf jeden Fall mit der Lehrerin sprechen!!!!

      • (14) 24.11.16 - 18:25

        Und die Tochter bestärken, dass diese sich bei sowas direkt an die Lehrerin wendet. So entschärft man nämlich die Situation, denn der Junge hätte dann gar nicht die Chance, das Mädchen unter Druck zu setzen. Sondern die Lehrerin regelt das dann und nicht das Kind.

    (15) 24.11.16 - 14:10

    Hallo.

    Ihr steht nicht alleine da. Wir haben jetzt kurzfristig eine Notelternversammlung, worin es auch um das Sozialverhalten der Kinder gegenüber den Lehrern und auch untereinander geht. Bei uns in der Klasse ist es auch extrem, sie sind übrigens dritte Klasse. Die Kinder trauen sich nicht mal mehr zu fragen, wenn sie was nicht verstanden haben. Sie werden ausgelacht, gehänselt sogar manchmal getreten. Das ist einfach zu krass. Bin gespannt, was da raus kommt.

    Ich würde mich auch mit der Mutter und Der Lehrerin inkl. den beiden Kindern zusammen treffen. Dann kann jeder seine "Version" erzählen.

    Alles Gute.

    LG

    (16) 24.11.16 - 14:22

    Hallo,

    aus Erfahrung sage ich dir, das Gespräche mit den Eltern meist nichts bringen und wenn Eltern andere Kinder ansprechen (in normalem Ton) wird da gern eine Bedrohung draus konstruiert.

    Dann stehst du dumm da.

    In so einem Fall bringt man nach Möglichkeit, das Kind selber zur Schule und gibt für die Lehrerin einen Brief mit , fordert diese auf, das zu klären und Erpressungen zu unterbinden, bzw. auf die Kinder dahingehend ein zu wirken und fordert auch ggf eine schriftliche Stellungnahme !

    Dann hat man auch immer was in der Hand.

    Das sind Grundschulkinder! Da finde ich diese Androhungen von Gewalt, nicht lustig - wegen einem Billigteil. Wenn das schon wegen einem Umfaller des Ranzen zerbricht, dürfte das 1 Euroshop Qualität sein.

    Ohne entsprechende Mitteilung für die Lehrerin wäre mein Kind jedenfalls nicht zur Schule gegangen.

    Grüße

    (17) 24.11.16 - 14:34

    Hallo,

    wie weit kennst du die Familie? Kannst du beurteilen, ob der Junge nur eine große Klappe hat oder zu denen gehört, die schnell austeilen? Ich würde da auch den Lehrer informieren, dass er ein Auge drauf halten kann und damit sich deine Tochter jederzeit an den Lehrer wenden kann, falls der Junge ihr wirklich weh tun will.

    Bei dem Lineal würde ich selbst bei den Eltern nachfragen. Für mich wäre es selbstverständlich, dass ich ersetze, was mein Kind kaputt gemacht hat. Wenn es nun ein teures Lizenzprodukt war, dass eigentlich nichts in der Schule zu suchen hat, müsst ihr gemeinsam eine Lösung finden. Die Sache mit dem Lineal würde ich einfach getrennt von der Drohung sehen. Da hätte ich eigentlich schon direkt an dem Tag reagiert, an dem es passiert ist.

    Der Tochter würde ich aber ganz deutlich machen, dass ihr das Lineal ersetzt, weil sie es kaputt gemacht hat und nicht, weil sie sonst getreten wird.

    LG

    Ich würde es weder überbewerten noch einfach so hinnehmen . Waren Mutter und Sohn bei euch bzw. gab es ein Telefongespräch ? Ich würde mal nicht schätzen das die andere Mama wegen eines zerbrochenen Lineals bei euch vor der Tür stand ich vermute mal sie weiß nichts davon oder höchstens das deine Tochter das Lineal ihres Sohnes zerbrochen hat das sie ihm Geld geben soll hat er garantiert nicht seiner Mutter erzählt, würde mich sehr wundern .

    Natürlich geht es so nicht vor allem nicht das er ihr droht ! Das er 5€ als Ersatz verlangt und das dieser Betrag unangemessen ist können Kinder noch nicht einschätzen sie wissen nicht was ein Lineal kostet .Auch kann es gut sein das dieser Junge schon einige seiner Sachen verloren oder selber kaputt gemacht hat.. er scheint offenbar nicht sehr achtsam damit zu sein wenn das Lineal schnell in die Seitentasche gesteckt worden ist das ist natürlich trotzdem kein Grund aber vielleicht hat die Mama da schon mit ihm geschimpft weil sie ständig Sachen neu kaufen muss und deswegen ist er auf das Geld gekommen ?! Ich würde die Lehrerin beim nächsten Elterngespräch darauf ansprechen (extra dafür kontaktieren würde ich sie nur wenn es weiter gehen sollte ) zunächst aber würde ich die andere Mutter darauf ansprechen ( anrufen ) erkläre ihr was passiert ist ,das du es nach und nach erst raus bekommen hast und das deine Tochter Angst vor ihm hat und warum + du das Lineal ersetzen wirst . In diesem Alter kann man als Eltern noch eingreifen es kann wirklich gut sein /ist hoffentlich so das die andere Mutter erstmal aus allen Wolken fällt und das mit ihrem Spross regelt .

    (19) 26.11.16 - 08:14

    Hallo!

    Generell wurde ja schon alles gesagt. Da ich Erfahrung in ähnlichen Dingen mit anderen Eltern habe....ein Rat von mir: Nicht mit jedem Elternteil kann man über das 'schlechte' Benehmen ihres Kindes vernünftig reden. Die Meisten machen leider zu und dann wird der Kram nur noch schlimmer.

    Da diese Sache in der Schule passiert ist, ist die Schule dafür auch Verantwortlich. Also von daher sollte man das UNBEDINGT der Schule melden, egal wem. Meistens spricht man die Klassenlehrerin darüber. Es ist sehr wichtig das die Schule in Kenntnis gesetzt wird. Die soll sich dann angemessen um das Problem kümmern. Es ist nicht deine Aufgabe in diesem Fall mit den Eltern zu reden, das geht meistens nach hinten los, glaube mir.

    Ich würde auch nicht anfangen mit Geld zu hantieren. Keiner weiss wirklich wie das abgelaufen ist und von daher: Schule soll sich darum kümmern, sich Notfalls mit den Eltern in Verbindung setzen (auch wegen der Erpressung) usw.

    Also, sag der Klassenlehrin Bescheid, sag deinem Kind das diese Angelegenheit in der Schule geklärt wird (sie kann das ja auch der Klassenlehrerin sagen). Wir sie von dem Jungen nach Geld gefragt soll sie sagen das klärt die Lehrerin.
    Über irgendwie Ersatz wegen dem Linieal......kann man ebenfalls ÜBER die Schule klären.

    LG Sonja

    wie ist es ausgegangen'?

    Hallo!

    Vielen Dank erst einmal für Eure zahlreichen Antworten. Die meisten von Euch sehen diese Angelegenheit offensichtlich noch ernster als ich.

    Ich habe am Donnerstag abend noch einmal mit meiner Tochter gesprochen und hab mir auch noch einmal den genauen Vorgang schildern lassen. Hier wurde mir klar, dass eigentlich meine Tochter kaum etwas dafür konnte, dass das Lineal aus dem Ranzen fiel. Das Lineal hatte wohl halbherzig in der Seitentasche gesteckt, beim Einsteigen in den Bus kam es zu einer kleinen Schieberei, der Junge lief vor meiner Tochter, war von ihr wohl etwas geschoben (nicht geschupst) worden mit dem Kommentar :"Lauf mal ein bißchen schneller!" Daraufhin hat sich der Junge umgedreht und dabei ist das Lineal aus der Tasche gefallen. Meine Tochter war also im Grunde nur am Rande beteiligt.
    Ansonsten hat der Junge wohl am Donnerstag noch einmal gedroht, dann aber nichts weiter gemacht. Ich schätze, er hat sich einfach geärgert und im Zorn diese Drohung ausgesprochen. Die Kosten waren natürlich deutlich zu hoch für ein Plastiklineal, was bei einem einfachen Sturz aus Tischhöhe (höher ist ja der Ranzen bei 2.Klässlern nicht) zerbricht, aber das weiß ein Kind in dem Alter noch nicht. Ich hab meiner Tochter erklärt, was so ein Lineal kosten kann und ihr ein neues Lineal für den Jungen mitgegeben. Das hatte sie aber am Freitag mittag noch im Ranzen.

    Für mich ist die Angelegenheit fürs Erste damit erledigt, meine Tochter weiß aber, das sie mir sofort erzählen soll, wenn es wieder einen derartigen Vorfall gebe sollte. Dann werden ich auf jeden Fall einschreiten. Dass ich mit der Klassenlehrerin spreche, wollte sie auf keinen Fall. Allerdings werde ich bei nächster Gelegenheit die Klassenlehrerin darüber informieren. Da ich die Klasse nächste Woche auf einen Ausflug begleiten werden, kann ich mir auch das Verhalten des Jungen im Klassenverband einmal anschauen. Ich kenn den Jungen nur aus der Nachbarschaft, und da wirkt er auf mich eher wie ein Hund, der laut bellt aber nicht beißt. Aber im Klassenverband - unter Umständen mit dem Rückhalt der Freunde - kann das ja anders aussehen.

    LG

Nachtrag

Hallo noch einmal!

Ich hab gerade ein 15jähriges Nachbarmädchen getroffen, was morgens mit dem gleichen Bus fährt wie unsere Tochter und der besagte Junge. Da meine Tochter so jetzt nichts mehr über den Vorfall gesagt hatte, hab ich sie einfach einmal gefragt, ob sie Streitigkeiten zwischen den beiden beobachtet hätte. Ihr war jetzt in den letzten Tagen nichts aufgefallen, allerdings wäre der Junge immer ziemlich fies zu meiner Tochter. So würde er sie als fette Sau beschimpfen oder Sätze sagen wie "Deine Eltern sind Scheiße!", "Du bist Scheiße!" ... Originalton des Nachbarmädchens: "Es ist manchmal schon ziemlich heftig, was da so abgeht bei T."
Das grenzt in meinen Augen hart an Mobbing, und darum werde ich wohl doch einmal mit der Mutter und mit der Klassenlehrerin sprechen.
Und mit meiner Tochter werde ich noch einmal sprechen, dass sie mir so etwas sagen soll und sie bestärken, dass sie sich so etwas nicht gefallen lassen soll.

LG und vielen Dank noch einmal für Eure Antworten!

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