Integrationskräfte Autisten frage an Betroffene

    • (1) 28.11.16 - 14:42

      Mein Kind leidet leider sehr unter der Tatsache das ein autistisches Kind nebst schulbetreuer in seiner Klasse ist es kommt immer wieder zu Aussetzern die er nicht versteht / er fürchtet sich vor ihm wurde auch schon Opfer körperlicher Gewalt durch dieses Kind. Nun zeigt sich auch noch das dieser verhaltensauffällige asperger Autist mit dem normalen Schulbus nach Hause fährt das allein ! Ich frage mich ob das in Ordnung ist denn da ist er ja auch gefährlich für alle anwesenden was kann ich hier tun ?

        • (5) 28.11.16 - 21:18

          Hallo,

          das ist aber nicht immer der Fall.

          Wir kennen auch ein autistisches Kind, das auf andere losgeht, wenn die etwas tun, was ihm nicht paßt (z.B. Klassensprecher werden, anstelle des Kindes, das der Junge sich gewünscht hatte). Er hat schon mehrere Kinder ernsthafter verletzt, und seine Klassenkameraden haben, verständlicherweise, Angst vor ihm.

          LG

          Heike

          Die TE hat extra geschrieben, dass dieses Kind eben zu Fremdaggression neigt. Autismus und Aggression ist nichts seltenes. Ja, du hast recht - oftmals ist das Autoaggression, oft aber auch gleichzeitig mit Fremdaggression, manchmal,auch nur Fremdaggression. Was nützt es der TE? Das Kind ist nun mal aggressiv und hat ihr Kind schon angegriffen.

      (7) 28.11.16 - 19:42

      Tja, meine Meinung ist da eine etwas Andere. Das Problem sind die Gelder...wie immer.
      Sicher sind die Eltern, die Schule, die Schulbegleitung und der behandelnde Psychiater alle der Meinung, dass die Begleitung unbedingt auch während des Schulwegs bestehen muss (bei Fremdgefährdung ist das sowieso Voraussetzung) und dass das Kind eine Einzelfahrt braucht.
      Nur wird sowas nur in absoluten Ausnahmefällen überhaupt genehmigt.

      Bei uns hat eine Frühkindliche Autistin (mit Eigen- und Fremdgefährdung) die Taxifahrerin von hinten während der Fahrt stranguliert. Es ist nichts passiert. Die Fahrerin konnte zum Glück noch anhalten. Aber danach hat sie sowohl ihrem Boss, als auch dem Landratsamt vermeldet, dass sie dieses Kind nie wieder fahren wird. Ebenso haben sich die Eltern der anderen Kinder beschwert über diese Fahrt (letztendlich hätten die Kinder alle tot sein können). Ab dem nächsten Tag hatte das Mädchen eine Einzelfahrt und ihre Schulbegleitung war ihre Begleitperson auf der Fahrt.
      Da muss erst etwas passieren, bevor jemand reagiert und eine Einzelfahrt und/oder Begleitperson für notwendig empfindet.
      Gerade in einem normalen Schulbus sollte so ein gewaltbereites Kind nicht sitzen ohne Jemanden, der das notfalls auffangen kann. Im Schulbus kann auch mal ein Kind sein, dass dieses Kind dann ärgert - diesen Wutausbruch kann dann keiner stoppen.

      (8) 28.11.16 - 21:45

      Hallo,

      hier schreiben viele, Autisten würden nur auf andere losgehen, wenn sie provoziert würden und man müsse so ein Kind nicht fürchten, wenn man einmal verstanden hätte, wie Autisten so ticken.
      Das stimmt nicht.

      Eine Freundin von uns hat einen autistischen Sohn und der ist leider ebenfalls eine Gefahr für andere Kinder, weil er sich von Dingen provoziert fühlt, die man als nicht behinderter Mensch gar nicht nachvollziehen kann. Das letzte Kind, das er angegriffen hat, ist Klassensprecher geworden, und der autistische Junge wollte, dass ein anderes Kind Klassensprecher wird.
      Da braucht also niemand anzukommen und ihn zu ärgern.

      Wenn er einmal ausrastet, ist er kaum zu stoppen, nicht einmal von einem Erwachsenen. Das schaffen nur seine Mutter, sein großer Bruder und eigens für den Umgang mit Autisten geschulte Betreuer.
      Sogar seine Mutter findet es vollkommen nachvollziehbar, dass die anderen Kinder ihn fürchten. Es gibt sogar Lehrer, die Angst vor ihm haben.
      Der Mutter ist es übrigens lieber, wenn wir zu ihr kommen, ohne unsere Kinder mitzubringen.

      Ich finde es daher grob fahrlässig, Kindern einzureden, man brauche vor Autisten generell keine Angst zu haben, weil die in ihrer eigenen Welt leben und keinem etwas tun, der sie in Ruhe läßt. Es gibt Autisten, die gewalttätig werden. Das ist nicht schön, aber die Realität.
      Ich würde zwar keinem Kind sagen, es solle sich von so einem Kind fern halten, aber wenn es das von sich aus tut, würde ich das akzeptieren. Schließlich bekommt das Kind die Schläge ab, wenn die Sache schief geht und nicht ich.

      Ich würde wegen der Sache mit dem Schulbus mal die Klassenlehrerin ansprechen. Mehr kann man da nicht machen, denke ich.

      LG

      Heike

      Hallo,

      ich habe beruflich mit sämtlichen kindlichen psychiatrischen Diagnosen im beruflichen Alttag u tun und muss dir sagen, dass ein typischer Asperger Autist sowas eher wenig tun würde. Es ist ein Beobachter. Wenn es, wie andere schreiben, in Ruhe gelassen wird, tut es anderen nicht. Die Kinder sind oft motorisch total ungeschickt.
      Man könnte denken, du schreibst von einem Tier.

      Wenn ein Kind gefährlich ist, so dass du dich fürchten musst, muss man gezielt schauen, was da passiert. Und dann reden. Mit der zuständigen Lehrerin, Leiterin der Schule... Genauso mit dem Betreuer.

      Ich finde aber das wichtigste, dass man bei sich selbst anfängt und sich eben informiert. Was ist Asperger Autismus. Wie äußerst es sich etc. Durch gezielte Informationen hilft man am Besten sich selbst und dem eigenen Kind.

      Ein mögliches Peoblem wäre dass du deine Ängste auf dein Kind überträgst.#liebdrueck

      Mit den neuen Gesetzen, die jetzt am 1.1.2017 in Kraft treten, wird Inklusion zur Normalität.

      Ich habe anderes Peoblem mit meinem Kind und was ich dadurch tagtäglich machen muss- reden und stärken.

      Viel Kraft wünsche ich Dir dabei#herzlich

    (12) 29.11.16 - 09:56

    Ich würde mich zunächst auch an die Klassenlehrerin wenden, nur glaube ich nicht dass sie das was ausrichten kann. Vermutlich würde ich mein Kind wohl selbst zur Schule fahren oder es mit dem Rad fahren lassen.

    Andrea

    (13) 29.11.16 - 23:23

    Entschuldige, aber deine Art zu Schreiben wirkt auf mich extremst prollig, ungebildet und einfach respektlos.
    Wenn mein Kind tatsächliche Schwierigkeiten hat mit einem anderen Kind, dann versuche ich etwas reflektierter, informierter und vorurteilsfreier an die Situation ranzugehen.
    Ich würde mich bemühen das Problem sachlich und objektiv zu erläutern und mir ein bisschen Mühe geben bei Formulierung und Rechtschreibung.

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