Ich dreh durch- 5. Klasse Gymnasium wer kann mir einen Rat geben

    • (1) 11.12.16 - 22:00

      Hallo Ihr Lieben,

      unser Junior ist in der 5. Klasse, Gymnasium (Bayern). Er hat den Übetritt mit normalem Aufwand geschafft und wollte selbst aufs Gym.

      Nun habem wir folgendes Problem: Es fliegt ihm nicht zu, d.h. er muss lernen um einigermassen gute Leistungen zu erreichen.

      Setzte ich mich mit ihm hin funktioniert das auch ABER: er lernt fast nicht alleine.
      Ich bin dadurch super genervt und angestrengt und unser Haussegen hängt mittlerweile auch richtig schief.

      Beispiel:Ich sage ihm er soll die Vokabeln lernen, aber wenn ich ihn abfrage kann er nur die Hälfte davon.

      Folge: ich bin sauer, weil ich keine Lust habe sie ihm jedes mal durch wiederholtes Abfragen beizubringen.
      Versuch: Ich habe ihm gesagt er ist selbst verantwortlich für seine Vokablen und er soll die Vok. nachlernen die er nicht konnte. Ich frage ihn ab aber ich lerne sie ihm nicht.
      Ergebnis: er hatte im Abfragen ne fünf.

      Das ist natürlich echt Mist, da er viel lernen muss um eine 5 wieder wegzubekommen. Und ja ich war nicht begeistert über die fünf, schliesslich hätte er diese mit geringem Aufwand ( Vokabellernen) vermeiden können.

      Und so geht es leider in jedem Fach. Lerne ich mit ihm passt das Ergebnis, frage ich nur ab oder lasse ihn alleine machen wirds ne vier.. Ich merke selbst, dass wir in einem richtigem Teufelskreis sind. Wir streiten jeden Tag über die Schule, aber ich finde keinen Weg wie ich da rauskomme.

      Wenn ich ihn allzu oft auflaufen lasse, habe ich das nächste Problem an der Backe. Die Realschulen sind total voll und nehmen fast keine Kinder an....
      Ach ja, wir haben noch 3 weitere Kinder und mein Mann hat weinig Zeit mir hier unter die Arme zu greifen. Unser Sohn steht in jedem Fach auf einer ca. 3. Wobei schon auch mal Vieren dabei waren (natürlich immer dann wenn ich nicht mit ihm gelernt habe). Ich finde das Ergebnis nicht berauschend, aber er findet es ok.#schein

      Hat jemand einen konstruktiven Rat für mich? Oder eine Buchempfehlung?
      Ich wäre wirklich sehr sehr dankber.

      Mori

      • (2) 11.12.16 - 22:05

        Vlt hat er noch nicht die zu sich passende Lernmethode gefunden. Oft vieten vhs und co kurse zu dem Thema an. Ich habe in der schule für 20 Vokabeln lerben mittels lesen auch fast einen Nachmittag gelernt. Ich musste sie hören. Bin mehr der auditive typ. Habe dann die cd zum Schulbuch bekommen. Und siehe da. Vokabeln kann man aich alleine lernen.

        (3) 11.12.16 - 23:13

        Hallo,

        es liest sich so als ob er früher nicht viel lernen musste. Dann muss er vermutlich erst einmal das lernen erlernen. Bis dahin braucht er einen Grundstock an Wissen. Also hilf ihm dabei. Sonst macht sein Geist noch zu und will gar nicht mehr lernen. Und dann wäre eine Hauptschule noch zu anspruchsvoll.

        So lange er in mehr als einem halben Jahr versetzt wird, sind die Noten unwichtig hoch 10.

        Gruß Sol

        (4) 11.12.16 - 23:28

        Ich finde eine drei, wenn es auf eigener Leistung beruht genauso gut wie eine zwei wenn man dem Kind im Nacken sitzt. Eine drei heißt befriedigend, das ist doch keine schlechte Note!

        Regelmäßige Vokabeltests dienen dazu, dass die Kinder ihre Vokabeln regelmäßig in machbaren Portionen lernen und nicht irgendwann kurz vor der Klassenarbeit vor einem Riesenberg ungelernter Vokabeln stehen. Die Test-Noten zählen in ihrer Masse doch nur wenig.

        Eine bewährte Lernweise für Vokabeln ist übrigens der Karteikasten, damit können Schüler systematisch selbst lernen und sich auch selbst kontrollieren (bis auf die Aussprache natürlich, da bedarf es dann schon noch ein Gegenüber). Geht allein oder zu zweit.

        Eltern sind nicht dafür verantwortlich, dass das Kind lernt. Ein Kind das keine Lust hat wird auch nichts behalten. Eltern können nur unterstützen (sofern das Kind das möchte), mehr nicht.

        Ich finde, die Eltern sind da schon in einer Falle: sie kümmern sich um Schule, bis das Kind das Gefühl hat nur die Leistung zählt und das "ich" wird gar nicht wahrgenommen.

        Mein Mann hat mich mal darauf hingewiesen: "Glaubst du tatsächlich er ist dir dankbar, wenn er beim Abi 'ne halbe Note besser ist? Oder wird er sich später nur daran erinnern, dass es ständig Streit gab wegen der Lernerei?" Und damit hat er recht. Ich will nicht, dass meine Kinder das Gefühl haben, ihre Schulleistungen sind mir wichtiger als sie. Inzwischen halte ich ohne Sorgen auch schlechte Noten aus, freue mich an guten, helfe nur wenn ich gefragt werde. Wie viele Erwachsenen hatten auch in der Mittelstufe eher durchschnittliche Noten, haben dann aber Gas gegeben, als es drauf ankam? Warum sollte das bei unseren Kindern anders sein?

        LG d.

        • (5) 12.12.16 - 09:58

          Hallo!

          Das hast du super geschrieben. Ich definiere meine Kinder nicht über deren Noten. Ich kenne einige Leute die in der Grundschule nicht gerade gut waren und danach Gas geben haben und heute einen guten Job haben. Unsere Große ist auch sehr schlau. Wir haben sie bewußt nicht ins Gymnasium gesteckt. Da zählen nur Noten und sonst nichts. Ihr geht es super gut in der Mittelschule und ihr stehen danach noch alle Wege offen.

          LG Gabi

      (6) 12.12.16 - 05:07

      Weiss Dein Sohn überhaupt, wie man Vokabeln effektiv alleine lernt?
      Karteikarten, Apps, etc?

      Ich habe es bei meinen Jungs in der 5.Klasse so gemacht, das ich 1-2 Wochen vor der Arbeit abgefragt habe. Dadurch wurde ihnen bewusst, wo sie Lücken hatten (hat man sie einfach gefragt 'Kannst Du's?' konnten sie selbstverständlich alles). Dann haben sie geplant, wann sie was lernen und 2-3 Tage vor der Arbeit wurde nochmal abgefragt. Im Internet findest Du übrigens sehr viele interaktive Seiten, mit denen sich die Kinder zu bestimmten Themen auch selber abfragen können.

      Und im Übrigen gebe ich Deinem Sohn Recht. Eine 3 ist eine durchaus solide Grundlage.

      Grüsse
      BiDi

    • (7) 12.12.16 - 06:34

      Ich würde ihn so lange unterstützen, bis er alleine zurecht kommt.

      Wie lernt er denn Vokabeln? Vielleicht wäre eine App das richtige? Oder er schreibt Karteikarten?

      Ich wurde sehr oft von meiner Mutter abgefragt. Irgendwann war es dann nicht mehr notwendig.

      Aber das dauert. Nicht jedes Kind hat direkt eine passende Lernstrategie.

      Oft wird hier für Vokabeln Phase 6 empfohlen. Wie gut die App ist, kann ich nicht beurteilen.

      Viele Grüße

      Julia

      • (8) 12.12.16 - 07:54

        Huhu,

        ich würde das auch so machen. Wenn er die HA macht, aber darüberhinaus nichts lernt, würde ich mir jeden Nachmittag/Abend eine halbe Stunde zum Lernen abzwacken. Da würde ich dann immer die Dinge lernen, die als nächstes anfallen.

        Mein Sohn nutzt Phase 6 sehr erfolgreich. Er verwendet sie nicht jeden Tag, sondern so 1-2x pro Woche: Das reicht im Moment aber völlig aus.

        Er schreibt dabei die Vokabeln nicht, sondern sagt sie auf, wie beim Abfragen.

        In der Schule nutzen sie keine Karteikarten, sondern es wurde als Zusatzmaterial der Vokabeltrainer des entsprechenden Lehrwerks bestellt.

        LG

        Hanna

    (9) 12.12.16 - 08:09

    Hallo,

    wenn Dein Sohn lernen soll, allein zu lernen...was für ein Wortspiel #schwitz....dann musst Du langam kürzer treten und eben nicht mehr im Nacken sitzen. Das ist in Klasse 5 jetzt auch nicht wirklich ein Drama, wenn das Kind auf der GS nicht groß lernen musste und plötzlich aber die Anforderungen steigen, muss es lernen, damit um zu gehen und das kommt in der Regel dann, wenn die ersten schlechten Noten abgefasst wurden ;-)

    LG

    (10) 12.12.16 - 08:15

    Hallo,

    in der 5. Klasse musste ich meine Jungs auch noch deutlich mehr unterstützen, als jetzt in der 6. Klasse. Eine Note 5 im Vokabeltest ist kein Beinbruch. Beim nächsten Mal weiß er, dass er mehr lernen muss. Vokabeln lernen müssen die Kinder alleine (auch mit Phase 6/auf Papier abschreiben etc.). Ich frage nur ab. Aber zum Vokabellernen animieren muss ich sie schon noch manchmal...

    Liebe Grüße Andrea

    (11) 12.12.16 - 08:22

    Wenn die Schule zu viel Raum einnimmt, ist es die falsche Schulart.

    Oder es fehlt ihm die richte Strategie.

    Oder er ist faul. Lass ihn doch auflaufen, dann die Klasse wiederholen. Denk dran, in der nächsten Klasse kommt schon die nächste Sprache.

    Das Problem mit dem Lernen an sich, hätte er dann ja auch in der Realschule. Auch dort lernen sich die Vokabeln nicht von alleine.

    Begrenze alles, was ihm Spaß macht auf ein Minimum. Für eine Vokabelabfrage bei dir, wo man merkt, dass er gelernt hat oder einen frei wiedergegebenen Eintrag in Bio oder Erdkunde, bekommt er z.B. 10 Minuten Konsole spielen oder sowas dazu. Belohnung keine Bestrafung.

    was sagen die Lehrer?

    • (12) 12.12.16 - 16:23

      <Begrenze alles, was ihm Spaß macht auf ein Minimum>>>

      Klingt sehr motivierend #klatsch

      Allen Ernstes, wegen 3er willst du alles was einem Kind Spaß macht, auf ein Minimum reduzieren? Was machst du denn, wenn das Kind 4en und 5en schreibt?

      • (13) 14.12.16 - 16:32

        Bevor Vergünstigungen als Belohnung erlebt werden können, muss man sie ja reduzieren.

        Beispiel: wenn das Kind jetzt pro Tag 1 Stunde fernsieht, dann würde ich das runterschrauben,
        auf 20 Minuten und dann, wenn eine Belohnung nötig ist belohnen, indem ich dann halt mal zwanzig Minuten drauf packe oder so

        DAS WAR JETZT NUR EIN BEISPIEL!

        Das Runterschrauben darf natürlich nicht im Zusammenhang mit dieser Note erfolgen. Sondern ganz normal erklärt. 20 Minuten sind erlaubt, mehr kann als Belohnung erworben werden.

        So war das gemeint!

        Wer es nicht versteht, gut, kann ich mit leben. Bei uns klappt das ganz hervorragend.

        Wobei ich sagen muss, dass die Noten passen, aber es gibt ja auch andere Dinge für die man Kinder mal belohnen kann. So verstärke ich das gewünschte Verhalten.

        Klingt geschwollen, ist aber ganz simpel!

(14) 12.12.16 - 08:29

Guten Morgen! :-)

Meine Tochter besucht auch aktuell die 5.Klasse des Gymnasiums.

Hier ein paar Tipps, die uns der Rektor direkt bei der Einschulung im Sommer gegeben hat.

-bis zu den Herbstferien gemeinsam den Rucksack packen, dabei nochmal in die jeweiligen Mappen des nächsten Tages schauen,um den Stoff vom letzten Mal aufzufrischen.

-im Hausaufgabenplaner sinnvoll die Hausaufgaben abarbeiten. Was erst Donnerstag abgefragt wird, lieber erst Mittwoch abarbeiten, dann weiß man noch wie es gemacht wurde.

-Vokabeln mit einem Karteikasten lernen, das geht super online mit Phase 6!

-Es ist normal, das die Kinder in der 5.Klasse von den Noten her auf 3-4 "rutschen". Auch wenn sie vorher nur 1en hatten. Sie müssen sich erst zurecht finden und ihren Weg zum Lernen finden.

-Eltern sollen bei schlechten Noten nicht schimpfen. Schließlich ist es für viele die erste 4 oder 5 in ihrem Leben, die erschrecken sich selbst schon genug.

Unsere Tochter hat die ersten Arbeiten und Tests alle versemmelt. Nur 4en und 5en. Sie hat oft geweint. Sie kannte das ja schließlich gar nicht. :-(
Dann ist ihr klar geworden, dass sie mehr tun muss, als in der Grundschule.

Sie lernt jetzt täglich 50 Vokabeln mit Phase 6 am PC. Schaut wirklich, wenn sie den Rucksack packt, in die Mappen.

Schaut sich zu Themen die sie nicht verstanden hat YouTube Videos an. Das klappt ganz toll! Inzwischen hat sie wieder zwei 2en geschrieben, auf ein paar Arbeiten warten wir gerade noch. Aber es wird langsam besser! :-) Sie musste quasi erstmal auf die Nase fallen. ;-) Sagt sie auch selbst!

Alles Gute!

(15) 12.12.16 - 08:35

Zwei Dinge:

Zum einen, Entpann dich. 3er sind doch völlig okay. Auch, dass ein paar 4er (oder schlechteres) dazwischen sind, ist doch wirklich keine Kathastrophe. Ihr wusstet doch, dass die Noten im Gym in der Regel abfallen und auch, dass die Kinder Zeit brauchen um in der neuen Schule anzukommen.

Zum anderen kann dein Sohn einfach noch nicht alleine lernen. Das ist ja auch nicht so einfach und er ist erst ein kleiner 5.Klassler. Wenn er tatsächlich 50% Vokabeln ohne deinen Hilfe lernen kann, ist das doch für den Anfang nicht schlecht. Er braucht einfach noch deine Unterstützung um es dann irgendwann mal ganz alleine zu können.

Viele 5. Klassler arbeiten gerne mit dem Karteikassensystem. Das ist eigentlich auch sehr elternfreundlich. Gewöhnt euch an, dass zumindest jeden 2. Tag 10 Minuten Vokabeln abgefragt werden. Die neuen natürlich, aber auch immer ein paar ältere. In der 5. Klasse ist das ja noch überschaubar. Die Vokabeln, die er nicht kann, werden also ständig wiederholt. Außerdem kannst du ihn auch die Vokabeln, die er nicht kann, bewusst zum Lernen geben (jedes Wort 3-5x abschreiben, schlimmstenfalls im Wechsel mit dem deutschen Wort, laut mitsprechen, englisch wie deutsch). Wichtig ist auch, dass immer schriftlich abgefragt wird.

Stur darauf zu beharren, dass er ja nun selbständig sein muss, bringt nichts außer Frustration auf beiden Seiten. Auch Vergleiche mit andern Kindern sind nicht angebracht, weil sich eben alle unterschiedlich entwickeln.

(16) 12.12.16 - 09:52

Hi,

durchaus möglich, dass er das Lernen erst lernen muss. Wenn er ohne großen Aufwand den Übertritt schaffte, kann das schon noch die Umstellung sein.

3er oder auch 4er sind doch ok, solange er durchkommt ist doch alles gut.

Bei uns hat es in der 5ten noch relativ gut angefangen. Ohne größere Probleme, aber die Sprachen! Uns wurde schon im Kindergarten gesagt, er hat ein Geschick für Sprachen. Prima! Wir haben uns für ein sprachliches Gym entschieden. Das war ein Griff ins Klo. Er kam gar nicht klar mit. Es hagelte 4er und 5er in Franz und Englisch. Bei der Nachhilfe war immer alles gut, er kam super mit, erledigte die Aufgaben. Vokabeln waren schwierig für ihn zu lernen. Er kam oft durcheinander und verwechselte beide Sprachen...#zitter Ab der 8ten wäre dann noch Spanisch dazugekommen. Die Lehrer legten uns ans Herz, dass es wohl die falsche Schulart ist.

Im Mai haben wir ihn dann raus - auch um das Wiederholen zu umgehen - und in eine Privatschule gesteckt. Nur noch zwei Sprachen. Und es gibt noch Erfolge! Es ist jetzt eine Ganztagesschule, das heißt, die Kinder haben Lernzeiten in der Schule. Mit ausgebildeten Pädagogen. Dort bekommen sie auch gleich Hilfe, wenn etwas nicht verstanden wird. Unser Sohn kommt also um 16.30 Uhr nach Hause und macht nichts mehr. Keine Hausaufgaben mehr, kein lernen und keine Abfragen mehr. Es ist wesentlich entspannter für uns alle. Er hat wieder genug Freizeit um gar nichts zu machen oder eben um Sport zu treiben. Das einzige, was ich noch mache ist vor Schulaufgaben ihn kurz abfragen oder mal einen Aufsatz schreiben lassen.

Sein Notendurchschnitt ist um gut 2,5 Noten besser geworden. Klar gibt es Ausrutscher, aber die kann man ausbügeln.

Unsere Schule hat zwar auch Macken und wir haben andere Probleme, aber schulische Leistung passt! Sind aber auch motivierte und engagierte Lehrer dort. Es wird halt sofort eingegriffen, wenn erkannt wird, dass der Stoff nicht so sitzt wie erforderlich.

LG
Caro

  • Hallo Caro und TE,

    ja, das Problem habe ich auch momentan mit meinem Kind. 6. Klasse Gym. Die Tipps hier klingen ja alle durchwegs sinnvoll und zielführend - aber leider nur, wenn das Kind "lieb" und motiviert ist. Steckt das Kind aber in der Pubertät (wie bei uns), ist frech und will absolut nicht mehr mit Mama lernen, dann sieht es schon wieder ganz anders aus. Wir drehen uns auch gerade im Hamsterrad, einerseits will Kind gute Noten haben, muss auch einiges dafür tun, was er auch macht. Vielleicht auch etwas zu viel, denn Freizeit ist momentan echt wenig drin. Natürlich folgen dann Phasen der Überlastung und Kind hat überhaupt keinen Bock aufs Lernen. Im nächsten Moment ist es wieder voll motiviert. Lernen gelernt hat es auch nie richtig, aber von Mama sagen lässt es sich auch nichts. Es will von mir nur vorgefertigte Zettel mit Aufgaben und Lösungen, das ist wiederum für mich zu viel Arbeit. Macht er dann einen Zettel, sind viele falsch gelöste Aufgaben drauf, will ich es ihm erklären, blockiert es.
    Es ist momentan für unsere Familie echt zu viel und wir überlegen ernsthaft, Kind auf eine Privatschule zu tun. Caro, darf ich fragen, für welche "Art" Schule ihr euch entschieden habt?
    Ich bin hin und her gerissen, ob es Sinn macht, Kind auf Realschule zu tun oder eine private Schule aussuchen soll. Und wenn ja, welche. Da unser kleinstes Kind auch nächstes Jahr in eine weiterführende Schule kommt (will ebenfalls ins Gym#zitter), sehe ich für unser Familienleben ziemlich schwarz. Am liebsten hätte ich eine Alternativschule, ohne diesen ständigen Druck, das heißt nicht, dass nichts gelernt werden soll. Aber ich empfinde es momentan wirklich so, dass sowohl die Kinder als auch die Eltern ständig unter Strom stehen . Selbst die Wochenenden sind ausgefüllt mit Lernen, wenn man mehrere Kinder hat. So ist es kein Spaß.

(18) 12.12.16 - 10:58

Hallo,

ja, das kenne ich. Es wird aber schon besser - jetzt 6. Klasse und ich glaube, manche Kinder brauchen einfach länger - vielleicht auch Jungs ? Anfang des Jahres kam Latein dazu....
(Mama, ich lerne jetzt Vokabeln....) beim Abfragen stellte sich mir dann die Frage, was hat er in der Zeit tatsächlich gemacht ? Da muss ich jedoch den Lateinlehrer loben. Alle 2 Wochen Vokabeltests und mittlerweile mit Wiederholung der Vokabeln aus vorherigen Lektionen - so dass man gezwungen ist, immer wieder zu wiederholen. Das schöne an diesen Vokabeltests ist, dass sie regelmäßig sind und sie dadurch gezwungen sind, kontinuirlich zu lernen. Außerdem beginnt Latein jetzt langsam Spaß zu machen, weil man tatsächlich Erfolge beim Übersetzen hat. Natürlich gibt es Fächer da läuft es rund und ohne viel Gerede von Mama aber es gibt auch die Fächer, da benötigt er noch Unterstützung sonst würden vielleicht auch mehr 3er und 4er erfolgen.
Im Übrigen war hier auch schon mal Thema, dass andere Kinder alleine lernen und wo denn das Problem bei uns ist. Pfiffig wie er ist, hat er dann wohl in der Runde mal gefragt - Ergebnis: Die, die nicht so gut sind, lernen alleine und die anderen mit Mama und auch mit dem Papa. Ich höre auch immer nur, dass machen meine Kinder alleine - man muss nicht alles glauben....wie gesagt, es ist schon viel besser geworden und ich glaube einfach, manche Kinder brauchen kleine Unterstützungen. Ich glaube auch nicht, dass das mit der falschen Schulwahl zu tun hat, sondern mit dem Reifegrad der Kinder

  • (19) 12.12.16 - 11:18

    hier werden die Lateinvokabeln so gelernt 5 - 10 Vokabeln am Tag und dann die Vokabeln vom Vortag mit wiederholen. Karteikarten findet unser Sohn doof - er hat die Vokabeln im Vokabelheft und lernt meist bei sportlicher Bewegung oder mit Musik. Da ist ja jedes Kind anders. Englisch (Lerncd von Greenline in den PC und ich frage dann ab und zu ab)

(20) 12.12.16 - 11:12

Hallo,

ich konnte auch immer am besten durch Abfragen lernen. Wir hatten an der Schule eine Hausaufgabenbetreuung, da durften wir zu zweit vor die Tür und durch gegenseitiges Abfragen den Stoff lernen. Wenn wir der Meinung waren, dass klappt, wurde es aber trotzdem noch vom Erzieher kontrolliert.

Falls dein Sohn auch so ein Lerntyp ist, kann er vielleicht die Hausaufgaben mit einem Freund/Klassenkameraden zusammen machen und danach noch spielen. Dann hast du nicht mehr die zusätzliche Arbeit mit dem Einpauken, das könnte sich wieder entspannend auf die Familie auswirken.
Realschule würde ich jetzt nicht als Alternative sehen, da müssen die Kinder nicht weniger lernen.

LG

(21) 12.12.16 - 11:51

Hallo,
ich kann dir nur empfehlen eine drei nicht als schlechte Note an zu sehen, wenn er damit zufrieden ist. Biete deine Hilfe beim lernen an und zeige ihm, wie er alleine lernen kann und Spaß dabei hat. Vielleicht klappt es ja mit einem Klassenkameraden zusammen sogar besser?
Wenn er in der Grundschule nichts machen musste und jetzt erst anfängt zu lernen, finde ich seine Ergebnisse super! Hier funktioniert Grundschule etwas anders. Dieses Stadium in dem ihr gerade steckt, haben wir schon in der ersten hinter uns gelassen. Natürlich muss ich beim lernen helfen, so weit ist ein Kind in der zweiten Klasse nun mal in keinem Fall, aber die Notwendigkeit etwas zu tun (außer Hausaufgaben und Schule generell) wird hier den Kindern immer wieder eindringlich klar gemacht, von Seiten der Lehrer ... Nicht in so großen Umfang wie an den weiterführenden Schulen, aber durchaus mehr als in anderen Bundesländern, wenn ich mir hier manche Antworten so ansehen. Für gute Noten muss man hier auch in der GS schon was tun, auch wenn man begabt ist und einem eigentlich vieles zu fliegt.
Also Gedult und Toleranz! Hilfe anbieten, aber nicht aufdrängen. Wenn du ihm ewig im Nacken sitzt lernt er nicht aus seinen Fehlern und du mußt ihn ewig unterstützen. Ich weiß auch das das nicht leicht ist, aber da muss man durch. Ihr schafft das schon #winke

(22) 12.12.16 - 14:36

Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für die vielen Antworten. Ich bin jetzt sehr motviert mit vielen Vorsätzten in die neue Woche gestartet.
Vg
Mori

(23) 13.12.16 - 11:12

Hi,

bei uns sind einige Kids in der Klasse, die nach ihrem Verhalten absolut nicht Gym tauglich sind.

Und da meine ich nicht, das die Noten ausschlaggebend sind.

Sicherlich müssen die Kinder mehr machen als auf der Grundschule aber sollte mein Kind extrem viel lernen und nur noch zicken, etc. dann würde ich mir überlegen, ob es die richtige Schulwahl ist.
Viele Gyms bieten Nachhilfe am Nachmittag an, professionell ausgebildete Schüler, die den jüngeren Nachhilfe geben.....vielleicht ist es ja etwas für Euch, um den Druck von Dir und Deinem Sohn zu nehmen.

Ansonsten, lass ihn das Jahr machen und wenn er kein Bock hat, sorry, dann muss er lernen mit den schlechten Noten umzugehen.

Meiner hatte auch in den ersten Woche eher die Einstellung "Mut zur Lücke" und hat gleich bei der ersten Ex eine 5 kassiert. Naja, er ist so intelligent und merkt, das er was tun muss. #schwitz

Und ehrlich, wegen einem 3er oder 4er mache ich keinen Aufstand.

LG
Lisa

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