Hat jemand sein Kind in der 2. Klasse zurückstufen lassen in 1. Klasse und es bereut?

    • (1) 19.01.17 - 12:34

      Frage steht schon oben.

      • Hallo!

        Mein Sohn wurde 2/2016 von der zweiten in die erste Klasse versetzt und es war die beste Entscheidung! Er ist vor seinem 6 Geburtstag eingeschult und hat ein paar kleinere Baustellen. Trotzdem hatten wir eine Rückstellungen nicht durch bekommen.

        Jetzt passt es vom sozialen Aspekt und auch von der schulischen Leistungen her - beste Entscheidung ever!

        Lg

        Ich hab die Erfahrung zwar nicht selbst gemacht, doch passiv erlebt.

        Mein Sohn geht seit August 2016 in die 1. Klasse. Vor ein paar Wochen kam ein Zweitklässler zu ihm in die Klasse.

        Ich weiß nicht wie der Junge sich fühlt, aber ich finde das furchtbar schlimm für ihn, jetzt mit 8 Jahren in der ersten Klasse zu hocken. Gerade heutzutage, wo die frühe Einschulung mit bereits 5 Jahren so'n Trend geworden ist.

        Mein Sohn hat erzählt, dass dieser Junge den Anschluss gar nicht richtig finden kann, weil er nach wie vor die freie Zeit mit seinen alten Klassenkameraden nutzt, diese ihn aber auch immer mehr links liegen lassen. Find das richtig traurig :(

        Aber, da ich die Erfahrung durch habe, wie es ist, für sein Kind kämpfen zu müssen, wenn gewisses Fachpersonal und Eltern total unterschiedlicher Meinungen sind, sag ich Dir nur eins: Hol Dir nicht zu viele Meinungen ein und hör auf Dein Herz! Lass die Meinungen von Lehrkräften und Co. mal völlig aussen vor und versuche Dir selbst ein objektives Bild von Deinem Kind zu machen.

          • Heute kam LW LZK u. noch Grammatik Probe (Grammatik vergaß er unter der Bank) - LW 4 richtig von 17, von 4 Sätzen nur 1 Satz komplett richtig und das schlimme: genau so formulierte ich Sätze, die wir übten :-( ...........Hausaufgaben bei Mathe musste ich wieder bei 0 anfangen, weil er einfach nicht weiß, wie der Rechenweg geht. Aufgaben gemischt (64-4, 57-9, 22+13) ............weiß langsam echt nicht mehr was ich mit ihm üben soll - weil es so viel ist, was er mittlerweile nicht versteht, bzw. dann an dem Tag umsetzen kann, am nächsten schon nicht mehr anzuwenden weiß ................ich würde ihn so gern zurückstufen! Werden es auch tun - nach dem Zwischengespräch (Mitte Februar) Lg

            (6) 19.01.17 - 17:32

            Wenn die Eltern das möchten und das Gefühl haben, es ist das Richtige für ihr Kind, dann sollen sie sich dafür stark machen.

            Das ist ja das was ich meinte. Egal in welche Richtung das Denken geht, man sollte als Eltern auf sein Bauchgefühl hören.

      Hallo,

      also meine eigenen Kinder sind erst 2 Jahre und 7 Monate jung aber ich kann die Erfahrung von mir selbst erzählen.

      Ich bin als Extrem-Frühchen in der 26. SSW geboren, war lange in vielen Dingen meinen Gleichaltrigen hinterher....
      Ich bin mit 6 eingeschult worden, davor war ich in keiner Vorschule sondern nur im normalen Kindergarten, wovon ich die MEISTE Zeit krank oder im Krankenhaus war und letzten Endes nur ein halbes Jahr aktiv im KiGa teilgenommen habe.

      Also wurde ich mit 6 eingeschult, meine Eltern merkten schnell, ich komm mit dem Stoff nicht mit, wir haben so lange und so oft geübt, sehr oft waren meine Eltern in der Schule - die Lehrerin, ihr erstes Jahr, eine neue junge Lehrerin also - sah aber in der ersten Klasse kein Problem darin, ich würde das schon packen und aufholen. Zudem war ich sehr schüchtern und habe auch mündlich nie mitgemacht. Konnte mich nicht konzentrieren auch zu Hause nicht. Meine Eltern waren nach dem 2. Schulhalbjahr der ersten Klasse irgendwann bei der Schulleitung, diese sagte, ich soll in die 2. Klasse versetzt werden, meine Eltern hätten gern dass ich die 1. Klasse wenigsten wiedeehole.

      2. Klasse alles ging wie in der ersten Klasse weiter... wie du schreibst, auch sie wussten nicht, was und wie sie mit mir noch üben können, seitens der Lehrkräfte das gleiche... Naja, meine Eltern haben darauf bestanden, dass ich die 2. Klasse wiederhole und das tat ich dann auch, aber erst zum neuen Schuljahr, also konnte ich wieder nicht von der 2. auf die 1. das wäre vllt noch besser gewesen. Aber es war für mich toll, mein Selbstwertgefühl war gestiegen, ich bin jetzt 26 und erinnere mich so gut an die 2. Klasse mit dieser tollen Lehrerin und ich hab mich selbst so arg gefreut, wenn ich die Aufgaben viel besser lösen konnte und für meine Aufgaben gelobt wurde.

      In der 4. Klasse habe ich eine empfehlung zur Hauptschule bekommen, von der Noten her ginge die Realschule schon aber die Lehrerin wollte nicht, dass ich von Real- auf Hauptschule "runterversetzt" werde... also ging ich ab der 5. Klasse in die Hauptschule ich hatte super Noten, der Stoff war viel zu leicht für mich, ich machte super im Unterricht mit, ab der 7. Klasse war ich in der Realschule, ab der 10. klasse war ich auf dem Gymnasium und habe meinen Abi gemacht :-)

      Das war die beste Entscheidung, die meine Eltern getroffen haben, bereut habe weder ich es, noch sie als Eltern. Ok, ich war immer älter als andere aber irgendwann kamen neue Schule, die nicht versetzt worden sind, so war ich nicht immer die älteste der Klasse. Wäre ich in der 2. Klasse zurückgestuft, wäre es wohl besser für mich gewesen.

      LG Sally

      Hi,

      wir haben unsere Jüngste die erste Klasse wiederholen lassen - und sind mehr als zufrieden mit unserer Entscheidung.

      Sie hat sich beim ersten Mal schwer getan, war die langsamste in Allem und schwer darauf konzentriert, sich mit dem Schulalltag zurecht zu finden. Ihre lehrerin meinte damals, sie würde sie mit in die zweite KLasse nehmen, aber da würde sie immer kämpfen und rudern müssen, um mitzuhalten. Sie hat stockig gelesen, beim Schreiben fast alle Vokale ausgelassen, rechnen ohne Finger? Keine Chance ... Nun macht sie die ersten Klasse noch einmal und es läuft super. Klassenbeste, Hausaufgaben in Nullkommanix gemacht, zufrieden und ausgeglichen. ...7 ist sie gerade geworden und lange nicht die Älteste in der KLasse ...
      Allerdings waren die Sommerferien nicht wirklich so toll, immer wieder war sie mit unserer Entscheidung nicht glücklich, wie du dir sicher vorstellen kannst. Um so froher ist sie nun :-)

      Allerdings muss ich sagen, dass sie mit 5 eingeschult wurde, ein November Kind ist. Im Kindergarten hat sie einmal komplett uns einmal ab 4 1/2 die Vorschule mitgemacht, war immer vorndran und fit. Und wir dachten uns, sie packt das locker. Bei drei älteren Geschwistern und fit wie sie war (nicht unbedingt im kognitiven, aber im sozialen und motorischen) - tja, wir haben sie überschätzt.

      In ihrer neuen Klasse ist sie glücklich und zufrieden, vom ersten Tag an. Im Übrigen haben wir ab Weihnachten schon mit unserer Entscheidung gehadert sie eingeschult zu haben. Sowohl Kindergarten, Schule als auch Schulärztin haben sie für 100 %ig fit gehalten.

      LG und alles Gute - hör auf dein Bauchgefühl.

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