Einschulung: Welche Schule?

    • (1) 20.01.17 - 22:22

      Hallo ihr Lieben,

      unsere Kinder gehen in einen Kindergarten, der nicht bei uns im Wohnort ist. Die Gründe hierfür sind sehr umfangreich. Im Jahr 2018 soll der Große eingeschult werden. Jetzt stellt sich für uns die Frage, geht Marlon in die Schule in B (Wohnort) oder Z (Kindergarten). Ich habe schon alle maßgeblichen Vor- und Nachteile abgewägt und komme bisher auf kein Ergebnis. Ich habe mir gedacht, hier gibt es bestimmt einige Eltern, die in der selben Situation waren. Ich würde gerne wissen, wie ihr euch entschieden habt und ob sich die Entscheidung im Laufe der Zeit als richtig erwiesen hat bzw ihr was bereut habt.

      Erst noch ein paar Infos bzw. meine Beurteilung zu unseren Schulen:

      Schule im Ort des KiGa (Z):
      Vorteile: Meine Kinder kennen die anderen Kinder. Oma wohnt im Ort und kann auf die Schnelle einspringen bzw. die Kinder auch mal ohne Auto holen.
      Nachteile: Da es ja dann eine Gastschule ist, müssen wir die Kinder selbst bringen und holen. Grundsätzlich dürfte das kein Thema sein, da mein Mann und ich auf den Weg zur Arbeit beide durch Z müssen. Dadurch wird man aber als Eltern einiges unflexibler. Wir können erst später zur Arbeit. Aktuell fangen wir um 7:30 Uhr zu arbeiten an. Wenn ich mein Kind aber erst um kurz 7:45 Uhr an der Schule absetzen kann, mann ich erst frühestens um 8:30 Uhr also eine Stunde später anfangen. Aktuell habe ich um 12:30 Uhr Feierabend, dann hätte ich erst um 13:30 Uhr. Dann müssten die Kids in die Mittagsbetreuung.... Aber das müssen sie bei 12:30 Uhr ja auch... Stunden runter schrauben können wir aus finanziellen Gründen leider nicht. In der Hinsicht müsste ich eher nach oben gehen... Weiter bei den Nachteilen: Dann muss man immer pünktlich nach Schulschluss parat stehen zur Abholung. Verliert dazu als Arbeitnehmer einiges an Zeit. Mittagsbetreuung wird bei uns aber wahrscheinlich ohnehin ein Thema. Das ist aber das geringere Problem :-) Wenn man selbst mal richtig heftig krank ist, muss man die Kinder trotzdem zur Schule bringen und abholen.

      Schule im Wohnort (die Klassen sind auf zwei Nachbarorte verteilt):
      Vorteil: Kinder können mit dem Bus fahren. Können Zuhause rein, auch wenn ich auf dem Heimweg von der Arbeit mal im Stau stecken bleibe.
      Nachteile: Der Schulort ist in die entgegengesetze Richtung von meiner Arbeit. D. h. ich fahre auf dem Heimweg von der Arbeit u. a. erst durch Z, dann durch unseren Wohnort und dann in den Schulort. Nach der Mittagsbetreuung muss man die Kinder auch selbst abholen. Der Bus fährt nur direkt nach der Schule. Die Oma & Opa wohnen in Z und haben kein Auto. Mein Sohn kennt bisher keines der Kinder, nur flüchtig aus der Nachbarschaft. Wobei ich das jetzt auch nicht so eng sehe. Ich glaube Kinder in dem Alter schließen schnell Freundschaften und da gibt es Ausgrenzung nicht so heftig.

      Bin mal gespannt, wie ihr so entschieden habt und wie es bisher läuft. Bitte nur Antworten von Mitgliedern, die tatsächlich so eine Entscheidung getroffen haben und ihre Erfahrungen berichten können. Keine Vermutungen oder Tipps von Leuten, die das Problem nicht hatten. Danke Euch <3

      • Koenntet/wolltet ihr nach 'z' ziehen? ;)

        Ne, in Ernst, habt ihr die Schulen mal besucht? Ist ja noch ein bisschen hin, aber wo habt ihr und die Kinder das bessere Gefuehl?

        Ich hatte auch erst geplant, dass meine Kinder, (wenn der grosse auf die Weiterfuehrende Schule kommt,)auf die Schulen naeher bei unserem Haus gehen.... aber er hat so dicke Freundschaften geschlossen, ist so aufgeblüht und hat sicb von den Noten arg verbessert, dass ich ihn wohl mit seinen Freunden auf die weiter entfernteSchule schicken werde....

      Hallo,

      ich hätte noch ein paar andere Gedanken dazu.

      - wer holt die Kinder ab wenn sie plötzlich erkranken oder sich verletzen. Würden die Großeltern dann mit dem Taxi kommen? Oder müssten deine Kinder warten bis du vom Arbeitsplatz da bist?

      - Mein Sohn geht auch nicht auf die Sprengel-Schule, wir bekommen trotzdem eine Fahrkarte, freie Schulwahl und man darf im angrenzenden Schulsprengel auch kostenlos fahren. Wäre mal eine Frage wert.

      - Müsste dein Kind immer in die Mittags Betreuung? Bei der zweiten Schule schreibst du es ist ein Vorteil mit der Busfahrt und aber auch das du ihn abholen musst. Wie oft müsstest du ihn holen?

      - Bus fahren macht Kinder selbstständiger und unabhängiger, ich hole meinen Sohn ca. 3 mal die Woche ab, finde es dann gut die Lehrerin kurz zu sehen. Morgens ist es aber sehr von Vorteil das er mit dem Bus fährt und ich früher zur Arbeit kann.

      Fazit: Wenn die Großeltern im Notfall mit dem Taxi kämen und du nur 2-3 mal die Woche abholen müsstest, würde ich die wohnortnahe Schule wählen.

      Am besten schaut ihr euch ab wirklich beide an, für uns war die Einstellung der Schule zum Kind entscheident. Mein Kind hat Spaß beim lernen, keine Angst in der Schule.....das bekommt leider noch nicht jeder Lehrer hin und wird bei unserer Sprengelschule immer wieder kritisiert von Eltern .... das war für mich der entscheidende Punkt

    • Hallo,

      ich bin mit meiner Tochter immer gefahren. In unserem Stadtteil kam es gar nicht in Frage, einen Kindergarten oder eine Schule zu besuchen. Dadurch entstehen in der Nachbarschaft aber dann auch keine Freundschaften. Kinder zum Spielen, gab es nur durch Verabredungen oder durch Sportvereine etc. Krank war glaube ich kein Thema bei mir. Als Mutter musst du dich halt hinschleppen! Bei mir lag die Schule auf dem Weg zur Arbeit, das hat dann gut gepasst.

      lg marci

      Hallo,

      unsere Tochter geht sozusagen auf die Schule Z - natürlich denke ich schon oft, puh, wäre es toll, wenn sie jetzt einfach heimlaufen könnte, das wäre bei uns der große Vorteil von unserer Schule B. Aber bei uns aus der Nachbarschaft gehen noch andere Kinder in Schule Z, sodass es auch unproblematisch ist, dh sie kann auch mal mit denen mitfahren bzw. ich nehme auch mal die anderen Kinder mit.

      Gibt es einen Tag der offenen Tür oder einen Elternabend, wo ihr euch die Schulen mal anschauen könnt? Bei uns war es dann relativ einfach, weil es sehr unterschiedliche Schulen waren B - staatliche GS, gerade neue Schulleitung, neues Hortkonzept (stellte sich auch als sehr schlecht heraus), alles war recht wenig einladen vs. Schule Z - Privatschule, Hortkonzept schon viele Jahre erprobt, es gibt viele Möglichkeiten die Kinder abzuholen usw. hat uns einfach mehr überzeugt, unsere Tochter geht sehr gerne hin und wir sind bisher auch sehr zufrieden.

      Nun denn, ob dir das jetzt weithilft weiß ich nicht. Aber schreib dir mal eine Liste, verteile Punkte, also nicht nur +/- sondern richtig gewichten. Vielleicht kommst du dann zu einem eindeutigeren Ergebnis? So haben wir es gemacht. Und eigentlich hatte B dann nur den + Punkt, dass sie selbst hin/zurücklaufen kann und es eine staatliche Schule (mit staatl. Lehrplan usw.) ist.

      LG

    • Du schreibst, Du fängst um 07:30 an, zu arbeiten. Wenn Ihr die Schule im Wohnort wählt, macht sich das Schulkind dann selbst fertig, frühstückt und geht zum Bus?

      • bei uns z.b. beginnt die Schule um 7.45, die Kinder müssen um 7.30 in der Schule sein und ab 7.05 (da kommt der erste Schulbus an) betreut eine Lehrkraft die Kinder. Hier ist das also durchaus möglich, um 7.30 mit der Arbeit anzufangen

        Als ich den Beitrag geschrieben habe, dachte ich, dass der Bus schon um kurz nach 7 Uhr fährt. Aber zwischenzeitlich habe ich erfahren, dass der erst um ca. 7:50 Uhr fährt. Also komme ich so auch nicht früher auf die Arbeit.

    Hallo.

    Ich würde mal generell sagen: die Kinder sollen/müssen an die GS, der sie schulsprengelmäßig zugeteilt sind, also wohl die am Wohnort.

    Solltet ihr die andere wählen, dann müsst ihr so und so nen Gastschulantrag stellen und dort auch PLAUSIBLE Gründe für euren Schulwunsch nennen. Zudem ist es nicht selbstverständlich, dass so einem Antrag stattgegeben wird.

    LG

    Hallo,

    wir haben auch so eine Konstellation. Wir wohnen in Dorf A und unsere Kinder gingen in Dorf B in die Grundschule, nachdem sie in Dorf A im Kindergarten waren (Oma wohnt in Dorf B). Bei uns war der Grund der, dass unsere Grundschule eine verpflichtende Ganztagsschule mit eher mäßig erfolgreicher Umsetzung des Konzepts wurde und ich das nicht wollte - daher ging auch der Gastschulantrag durch, da es viel mehr "Interessenten" aus den Dörfern B und C gab.

    Ich habe sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht:

    Kind 1 (Mädchen): Schulisch lief es vier Jahre lang toll, sie fand nicht den Anschluss in der Klasse, den sie sich gewünscht hatte und spielte die gesamte Grundschulzeit mit den alten Kindergartenfreunden (da war sie super integriert). Wir haben am Anfang versucht, Freundschaften durch Spieleinladungen etc. zu fördern, mussten aber irgendwann einsehen, dass es irgendwie sinnlos war. Vorteil: Sie suchte die weiterführende Schule frei aus, weil sie niemanden hatte, mit dem sie weiterhin zur Schule gehen wollte.

    Kind 2 (Junge). Tat sich mit der Schule am Anfang sehr schwer und fand keinen Anschluss zu den Jungs. Allerdings hatte er auch Pech, die Jungs in seiner Klasse bestanden aus zwei "Gruppen", die sehr eng verflochten waren: die erste Gruppe kannte sich seit dem Krabbelalter, spielten alle gemeinsam im Fußballverein und waren in der gleichen Kindergartengruppe, die Eltern kannten sich schon praktisch "seit Geburt" (ist auch ein Minidorf). Die zweite Gruppe waren chinesische Kinder, die alle gemeinsaml lebten, verwandt waren und deren Eltern gemeinsam ein chinesisches Restaurant führen. Innerhalb der Klasse war er sehr alleine. Freundschaften ergaben sich nur außerschulisch.

    Kind 3 (Junge). Fand sofort Freunde und nach der ersten Schulwoche stand das Telefon nicht mehr still. Ist super in der Klasse integriert und hat viele feste Kontakte, keinen Kontakt mehr zu den Kindergartenfreunde und er verabredet sich regelmäßig zum Spielen. Klassen-
    feste sind immer sehr nett.

    Fazit: Jedes Kind/ Konstellation der Umgebung ist irgendwie dann doch anders.
    GLG
    Miss Mary

    Wir haben uns für den KiGa im Wohnort entschieden. Wir fanden es einfach wichtig, dass die Kinder hier im Ort Freunde finden und zu Fuß nachmittags zu ihnen gehen können. Warum sollen sie immer auf meine Fahrdienste angewiesen sein, nur weil ich eine andere KiGa-Pädagogik für sie wollte?

    Wobei zumindest bei uns in der Gegend in eurem Falle die entscheidendere Frage wäre: wo bekommt ihr jetzt noch für nächstes Jahr einen Platz in der Mittagsbetreuung? Ist das bei euch so leicht? (Bei und wird spätestens zu, Beginn des Vorschuljahres eine Vormeldung im Hort und Mittagsbetreuung angeraten, meist machen es alle schon früher). Wenn ihr keinen Platz mehr bekommt, dann bleibt ja nur Ort Z, wegen der Oma.

    • Unsere Kinder gehen in Z in den Kindergarten aus praktischen Gründen. In unserem Wohnort gibt es ja keinen KiGa. Ich müsste ja auch in die entgegengesetzte Richtung meines Arbeitsplatzes fahren um die Kinder zu dem Kindergarten der Gemeinde zu bringen. Ein weiterer Grund war, dass ich damals aus finanziellen Gründen (Raten für das Haus) mir nicht leisten konnte, viel weniger zu arbeiten. Der KiGa aus unserer Gemeinde hat aber nur bis 14 Uhr auf. Das war damals für mich zu wenig. Gründe waren eben dass ich sie direkt auf dem Arbeitsweg bringen und holen kann, dass der KiGa länger auf hat, dass die Abholzeiten total flexibel sind (in der Gemeinde kann man immer nur alle paar Stunden abholen in einem Zeitfenster von 15 Minuten und muss immer zur gleichen Zeit kommen) und natürlich dass die unmobile Oma in der Nähe wohnt.

Wir haben uns übrigens für die Schule in Z entschieden. Den Gastschulantrag habe ich schon gestellt und von der Direktorin der Schule Z schon eine vorläufige Zusage erhalten. Sie meinte, dass der Direktor der Schule B wahrscheinlich auch zustimmen wird, aufgrund unserer Begründung. Ich hatte auch vor längerer Zeit schon mal mit dem Direktor telefoniert und da fand er die Begrünung auch ausreichend und meinte, er würde dem Antrag zustimmen.

Allerdings müssen wir ihn Anfang nächstes Jahr nochmal stellen, weil es denen jetzt noch zu früh ist. Obwohl der Direktor der Schule B damals gesagt hat, wir sollen den Antrag mindestens ein Jahr vorher stellen. Naja. Auf jeden Fall scheint es zu klappen.

Vielen Dank für Eure Antworten, Erfahrungen und Denkanstösse.

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