In gefrorenem See eingebrochen

    • (1) 22.01.17 - 00:23

      Hallo
      Mein Sohn (10) und sein Freund haben heute eine Glanzleistung vollbracht. Sie waren draußen unterwegs und sind an einem gefrorenen See hängen geblieben. Sie kennen den See und am "Strandbereich" gibt es einen relativ breiten. u langen flachen Bereich, macht es nicht besser aber einfach mal um die Ausgangssituation darzustellen.
      Dort befand sich laut ihm schon ein Riss und es knackte, sie haben sich dennoch einen Spaß draus gemacht und sind rumgehüpft. Den Rest der Geschichte könnt ihr euch denken. An der besagten Stelle war die Wassertiefe zum Glück nur etwa bis zum Knie, Nass waren sie dennoch und das Prinzip ist das gleiche.
      Sowas her er (nach meinem Wissen) noch nie gemacht und ich war echt sauer. Mein Mann jedocht meint eine Standpauke reiche, was wir in unserer "Dorfkindheit" denn alles gemacht hätten, wovon kein Erwachsener etwas mitbekommen hat, mit dem Wissen wir dürfen es nicht, es ist gefährlich. Ich bin der Meinung das unser Sohn nun erstmal nicht mehr mit Freunden durch die Natur streifen darf, wenn er sich nicht angemessen verhalten will. Er muss wohl nochmal mit uns durchgehen was man macht, und was man nicht macht.
      Wie seht ihr das? Wie reagiert ihr in solch einer Situation?

      GLG

      • Hi,

        auch wenn ich gleich gesteinigt werde, ich sehe es wie dein mann! Ausserdem gehört zum heranwachsen auch das lösen von schwierigen Situationen.

        Ich würde neben einer Standpauke- die bei mir nix gebracht hätte- das ganze von einer anderen Seite aus angehen.

        Gut dann stellen wir uns mal vor ihr wärend eingebrochen. Und dann?.....
        Nicht als Vorwurf sondern als sachliche frage. Die Buben dann eher einen rote-Kreuz-Kurs besuchen lassen oder dlag schmupperkurs, unbezahltes praltilum in den nächsten ferien bei der feuerwehr usw.

        Irgendwas was bei euch möglich ist, nicht nur cool ist und im kausalen Zusammenhang. Vlt schicken andere Mütter der "bande" ihre jungs mit.

        Die Jungs sind 10, was ein fremder Trainer sagt könnte mehr Gewicht haben und wissen schadet nie.

        • Hallo
          Danke für die Antwort! Das mit einem Kurs wäre wirklich eine super Idee! Schlag ich der Mutter vom Freund (die war auch nicht gerade begeistert) morgen mal vor. Das kann ja generell nicht schaden.

          GLG

          • Sehr gerne ;-)

            Ich denke es vereint ein paar wichtige Punkte

            - kostet Zeit wie z.B. Hausarrest ist aber sinniger
            - schafft Bewusstsein, eher als die Predigt

            - bringt vlt nachhaltig einen Nutzen. Und wenn es nur ist dass er einen ersten positivem Eintrag in den Lebenslauf hat. Vlt findet er aber auch an einem Verein zum Beispiel rotes Kreuz gefallen.

            Ich würde mich sehr freuen wenn du mir erzählst was die andere Mutter gesagt hat und was ihr final entschieden habt.

            Lieben Gruß und ruhig Blut.

            Ps die nachbarsjungen haben letzten Herbst als es so trocken war ein feuer im Wald gemacht. Der Schwelbrand beschäftigte inklusive Brandwunden 3 Feuerwehren. Waren auch so in dem alter.....

            • Ja da hast du wohl recht. Das ganze einfach so stehen lassen will ich nämlich wirklich nicht, ich weiß nicht ob ICH sein Gefahrenbewusstsein überschätzt habe oder ob er einfach auf Risiko gegenagen ist.
              Ohje, das ist ja auch eine Nummer. Wie alt waren sie denn und weißt du wie die Eltern damit umgegangen sind?
              Klar ich melde mich dann nochmal. Ich bin aber auch auf die weiteren Antworten gespannt.

      ich denke der schock über den Einsturz ist lehre genug, so hat er halt gelernt, dass man nicht zum spass nicht aufs Eis geht.

      Ich würde da keine weiteren Strafen auferlegen.

      Hallo,

      er hat hoffentlich daraus gelernt und den Aufenthalt in der Natur würde ich dafür sicher nicht streichen - so ein Unsinn. Es ist nichts schlimmes passiert - die Standpauke, was hätte passieren können bei tieferem Wasser hat er erhalten und fürs Leben gelernt.
      Besser gehts doch nicht!

      Liebe Grüße Andrea

      Hallo,

      das ist mir als Kind auch passiert, wir wussten, dass der Teich nur knietief ist und keine wirkliche Gefahr besteht und haben es darauf angekommen lassen.
      Bei der Kälte mit nassen Klamotten und Schuhen nach Hause zu laufen zu müssen war uns Strafe und Lehre genug ;-).
      Was ich sinnvoll finde (bei meinem Sohn wurde das jeden Winter an der Grundschule gemacht) sind Eisrettungskurse für Kinder von der DLRG oder Wasserwacht, da geht es hauptsächlich um Prävention.

      LG

      Meine Schwester und ich waren in den Ferien bei unserer Tante beinahe (mehrmals) jährlich täglich am See.

      Ebbe, Flut, gefroren oder nicht - meine Schwester hat es täglich (und wenn am Morgen, dann spätestens (nochmals) am Nachmittag) geschafft die Gummistiefel mit Wasser zu füllen.

      Ganz abgesehen davon, dass wir die Steinwände rumgeklettern sind, provisorisch ein Springseil angebunden haben für die glatten Flächen... von health and safety haben wir beide nichts gehört.

      Ich finde, deinem Kind zu verbieten durch die Natur zu streifen, ist eine, gelinde gesagt, saudumme Idee. Ich meine, er kriegt frische Luft, tobt sich aus, lernt seine Grenzen kennen und die der Natur, macht sich auch mal dreckig und nass, wird robuster... wie sicherlich ein grosser Aspekt der Kindheit sein sollte.

      Aufklären, wenn es wirklich Gefahren gibt - klar. Aber verbieten draussen zu sein? Um Gottes Willen, nein!

      (11) 22.01.17 - 10:08

      Huhu,

      ich sehe es wie dein Mann.

      Die Jungs waren nass bis zum Knie, sonst nichts.

      LG
      Salo

      (12) 22.01.17 - 10:52

      Hallo
      Warum jetzt noch irgendwelche Strafen? Welchen Sinn sollen sie haben? Dein Sohn hat doch jetzt selber gemerkt, wie schnell man einbrechen kann. Nach diesem Vorfall wird er sicher nicht mehr auf diese Idee kommen oder sich sogar noch weiter raus trauen. Also was sollen da noch irgendwelche Strafen was bringen, wenn er selber bereits eine Lehre aus seinem Verhalten gezogen hat?

      LG

      "War doof, haste selbst gemerkt, wa?" Das hätte ich dazu gesagt.

      Ihn nicht mehr rausgehen zu lassen, fände ich sehr übertrieben. Muss deinem Mann da zustimmen.

      Liebe Grüße!

      (14) 22.01.17 - 11:16

      Ich war gestern abend mit meinem Mann joggen und wir liefen um einen See rum. Es war dunkel.

      Mitten auf dem zugefrorenen See waren zwei Kinder, vielleicht so um die 8 Jahre alt.....mein Herz blieb fast stehen.
      Wenn die dort eingebrochen wären..... und das im Dunkeln, kein Mensch außer uns war dort...... die wären ertrunken und keiner hätte gewusst wo sie sind.
      Was ein Alptraum.

      Ich habe vor Angst geschrien, dass sie sofort runtergehen sollen. Haben sie dann auch gemacht und sind schnell abgehauen......

      Das ist so leichtsinnig. Ich hoffe sie machen das nicht nochmal.

      Wäre ich die Mutter, ich würde ausrasten wenn ich sowas mitbekommen würde und alleine rausgehen wäre erstmal gestrichen.

      (15) 22.01.17 - 11:25

      Wir wohnen auch am See... ich kenn die Problematik.

      Ich verstehe Dich zwar sehr gut, sehe es aber trotzdem auch wie Dein Mann.

      Ich denke das der Schock bei den Jungs gewirkt hat.

      Sollte er sich etwas in der Art in nächster Zeit noch mal leisten, ist deine Konsequenz auch berechtigt.

      LG

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