Schule oder Kiga ,sitzen zwischen den Stühlen.

    • (1) 28.01.17 - 07:25

      Guten Morgen!

      Falls wichtig ,wir wohnen in Baden Württemberg.

      Unsere Tochter wird im Juni 6 und sollte eingeschult werden.

      Aufgrund einer Darmerkrankung möchten wir als Eltern sie zurück stellen ,da noch Therapien und eine OP erfolgen und sie mehr das erste halbe Schuljahr versäumen würde.

      Hinzukommt durch eine LKGS ein sprachliches Problem.

      Sie geht in einen Regelkindergarten ,hat einen I- Status.

      Leider schafft man es nicht ,sich um unsere Tochter so zu kümmern wie es angedacht war. Und die Gelder ,die sie durch unsere Tochter bekommen fließen ins leere.Sie geben sich Mühe,ohne Frage aber sie zusätzliche Arbeitskraft die gedacht war gibt es einfach nicht obwohl laut Kindergartenausschuss die Möglichkeit besteht,da genug Personal vorhanden.

      Jetzt wurde uns mit geteilt, im Falle einer Zurückstellung können sie unsere Tochter nicht mehr im Kiga behalten, den so würde das ja nicht mehr gehen. Sie müsse woanders hin oder wir nehmen in kauf das man sich nicht mehr in den Umfang um sich kümmern kann.
      Der "Umfang" besteht darin unsere Tochter zur Toilette zu begleiten und zu wickeln ,sowie sie in die Gruppe der Kinder einzubinden da sie starke Rückzugsdezen hat und sich selbst ausschließt aus der Gruppe.(Verständigung ist sehr schwierig da sie das Niveau einer 4 jährigen hat und hinzukommt das es ihr schwer fällt mit den ausländischen Kindern (machen 80% des Kiga aus) zu kommunizieren. Und die Kinder in ihren Alter sind sprachlich natürlich viel weiter )

      Unsere Tochter ist zudem emotional sehr sensibel und braucht ein ruhiges Umfeld, weswegen eine Regelschule nicht in Frage kommt.

      Das schlimme ist für die eine (Förder)Schule ist sie "zu gesund" ,für die anderen Schulen"zu krank".

      Das SPZ ist über die Problematik informiert.

      Unsere Tochter selbst weiß garnicht mehr wo sie steht. Vorschulkind ja oder nein?Kindergarten ja oder nein.Sie steht zwischen den Stühlen und weiß nicht wohin mit sich.

      Eine Grundschulförderklasse fällt weg,da sie dafür angeblich "zu krank ist"
      Für sprachheilschule sollte sie körperliche in der Lage sein alleine aufs WC zu gehen.

      Die Förderschule sagt sie ist geistig zu fit.

      Und eine Mischung aus beiden gibt es nicht.

      Geistig hat sie sehr gut aufgeholt und ist gut im Mittelfeld dabei.

      Kennt hier jemand die Problematik? Was kann man noch tun? Wohin kann man sich noch wenden?

      • Guten Morgen!
        Ich antworte dir mal als Förderschullehrerin, allerdings komme ich aus NRW.

        Ich würde sie zurückstellen lassen, vor allem wenn ein längerer Krankenhausaufenthalt ansteht und sie im ersten Schuljahr direkt viel verpassen würde. Wahrscheinlich würde sie dann irgendwann zurückgesetzt werden und das ist für ein sensibles Kind, dass sich sowieso eher zurückzieht gar nicht gut.

        Gibt es bei euch heilpädagogische Kindergärten? Vielleicht kann sie dort noch ein Jahr bleiben!
        Wie groß sind die Möglichkeiten, dass sie eine Integrationskraft für die Schule bekommt. Diese könnte sie auf die Toilette begleiten und dann sollte eine Grundschulförderklasse oder eine Sprachheilklasse doch möglich sein!

        Wie weit ist sie sprachlich denn noch eingeschränkt? Ich würde wahrscheinlich zu einer Sprachheilschule raten, da die Klassen dort klein sind und sie dort im Unterricht permanent Therapie erhalten würde.

        Viele Grüße
        Basket

        • Danke!

          Die Regelschule hier möchte keine Kinder die eine I-Kraft benötigen dafür sei sie wohl nicht geeignet.

          Heilpädagogischen Kindergarten haben wir auch schon überlegt und stehen jetzt auf einer laaaannngen Liste.Irgendwo ganz hinten. Waren selbst überrascht das,es da eine großen "Antrang " gibt.

          Sprachheilschule wäre uns auch am liebsten aber dafür fehlen die körperlichen gesunden vorrausetzungen im Moment.

          • HI,
            kann sich denn eure zuständige Regelgrundschule so einfach aus der Affäre ziehen? Schließlich hat jedes Kind ein Recht auf Inklusion und viele andere Schulen mussten diesen Weg auch gehen, ohne besondere Eignung.
            Ich bin Lehrerin an einer Gemeinschaftsschule und wir haben I-Kinder, auch mit Windeln. Dafür war ein ausgewiesenes Behindertenklo nötig und der Schulbegleiter ist ständig an der Seite des Schülers, fällt er aus, kann der Schüler nicht kommen. Zusätzlich bekommt er Unterricht von einer Förderschulkraft. Wir konnten uns auch nicht dagegen sperren.

            Vlg tina

      Beraten lassen , fang beim Jugendamt an, frag dich durch.

      Ich komme aus NRW, da gibt es Familienzentren, dahin kann man sich wenden, wenn man solche Probleme hat wie du.

      So, wie sich dein Text lies würde ich mich aber auf jeden Fall für ein Verbleib in einem Kindergarten aussprechen.

      • Danke dir. Wir sind schon bei diversen Beratungstellen. Da heißt es immer nur abwarten wie sie sich entwickelt.

        Würden ja sofort zurück stellen, wenn wir einen Kigaplatz sicher hätten.

        Der jetzige Kiga wo 3 Jahre lang alles gut war,kann im neuen Jahr die Umfangreiche Betreuung nicht gewährleisten trotz I-Status.

        • Ja, das liest sich ja auch so. Aber du hast doch einen Rechtsanspruch auf einen Kindergarten platz. Rede mit dem Jugendamt, die sind schlußendlich für die Kindergartenplatzvergabe (was für ein Wort) zuständig. Dort die Situation erklären und nach dem Verbleib in deiner Kita fragen. Jeder Kindergarten hat sog. "Überhangplätze", die nur in solchen Situationen besetzt werden.

    Warum gibst du sie nicht dahin, wo eben das "Hauptproblem" besteht? Du beschreibst hier als erstes eine Darmerkrankung, die wohl auch noch zu einer OP führen wird. Therapien (sicher auch Logo wegen der Sprache durch die LKGS) gibt es auch noch.

    Das ist eigentlich nicht ein Fall für eine Sprachheilschule, sondern eher für eine Förderschule für Körperlich/Motorische Entwicklung. Hier würde ich allerdings die Rückstellung in die Vorklasse anstreben, falls es sowas bei euch gibt.
    Mit Förderbedarf KME kann sie lernzielgleich unterrichtet werden und erhält trotzdem alle notwendigen Hilfen.

Hallo,

helfen bzw. Tipps geben kann ich nicht wirklich, wollte nur sagen, dass ist ja echt ein riesen Mist, oder? Für die eine Schule zu fit, für die anderen zu krank ... der KiGa will / kann sich nicht richtig kümmern :-( schrecklich. Eure arme Tochter und für euch auch total blöd!!!!

Vielleicht könntest du mal in diesem Forum nachfragen http://www.rehakids.de/phpBB2/intro.html vielleicht hat da noch jemand Tipps oder Erfahrungen?

Ich wünsche euch alles Gute
LG

Hallo,
also ich kenne mich fachlich da überhaupt nicht aus würde aber aus dem Bauch heraus auf jeden Fall Eure Tochter nicht in die Schule schicken wenn sie dort fast ein halbes Jahr verpasst. Zumal sie ja noch ein Sommerkind ist, also auf jeden Fall zurück stufen.

Ich finde das ein starkes Stück, dass der Kiga sagen kann, dass er Eure Tochter nicht mehr nehmen kann. Mit I-Kindern kenne ich mich zwar nicht aus, aber gerade wenn ein Kind eher hinterher hinkt dann wäre es doch besser, wenn es nicht noch vor der Schule für 1 Jahr in einen anderen Kiga wechseln müsste...

Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr eine passende Entscheidung trefft und einen Kiga-Platz bekommt, an dem sich Eure Tochter wohlfühlt (falls Ihr Euch gegen Schule entscheiden solltet).
Viel Glück und alles Gute

Also ich komme aich aus BW ( nahe Stuttgart )
Bei uns gibt es sogenannte integrationsklassen mit 2 Lehrern und I- Kinder und normale Kinder gemischt. Das gibt es bestimmt nicht nur bei mir :-) Ich würde einfach mal beim Schulamt nachfragen

In Bayern gibt es den mobilen sonderpädagogischen Dienst, der für I-Kinder "aller Art" zuständig ist und mit dem entschieden wird, welche Hilfen ein Kind bekommt. Ich finde es aber vom Kindergarten unter aller Kanone.

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