Wie weit seid ihr bereit Fahrdienste zu übernehmen (Hobbys) ?

    • (1) 02.02.17 - 22:21

      Hallo
      Um mich mal bei den ganzen Sport/Hobby Fragen einzureihen ;-)

      Würdet ihr eurem Kind erlauben einem Verein (Breitensport) beizutreten wenn von Anfang an klar ist, es werden aufgrund der Lage einige Fahrdienste anfallen?

      Hintergrund bei uns: Sohn (10) war seit letztem Sommer bis zum Winter bei einem Verein hier. Leider haben wir mit der Zeit gemerkt das dort einiges schief läuft. Auch als sich nach langen Gesprächen zwischen Eltern-Verein nichts änderte, haben einige Kinder den Verein letztendlich verlassen. Einige Kinder haben auch ganz aufgehört.
      So, mein Sohn würde jetzt gerne in den einen bestimmten Verein wechseln obwohl es auch nähere Vereine gäbe. Zum einen weil er die Mannschaft/Trainer als sehr sympathisch empfunden hat, sie sind in den letzten Monaten mehrmals aufeinander getroffen, und er kennt einen Jungen aus dem Verein der wohl auch viel positives erzählt hat. Ich war teilweise auch dabei und muss zugeben, der Umgangston und wie die Trainer das ganze aufziehen ist bei mir auch außerordentlich positiv im Kopf geblieben.
      Um das ganze in Zahlen zu fassen: mit Bus & Bahn (damit kennt er sich aus) würde er alles in allem 1 Stunde unterwegs sein. Mit dem Auto sind es je nach Verkehr 15-20 Minuten. Gerade nach dem Training sind die Öffentlichen aber weniger Option. Abholen müssten wir ihn also wahrscheinlich zu 99% der Zeit.
      Er will es unbedingt, hat sogar einer Pro und Kontra Liste erstellt.

      Ich finde es nicht toll mir bewusst Fahrdienste aufzubinden, umsetzbar wäre es schon irgendwie. Auf der anderen denke ich mir man ist nur einmal jung. Wenn das ganze wirklich so toll und harmonisch ist, sind das Erinnerungen fürs Leben.
      Lange Rede,kurzer Sinn: seid ihr bewusst so eine Entscheidung eingegangen ? Bereut ihr es? Habt ihr euch bewusst dagegen entschieden?

      GLG

      • Hallo ;-)
        Gute Frage, bei Sohn 1 haben wir da sehr drauf geachtet. Auch weil es ja um seinen Alltag geht und es aufgrund der Trainingszeiten ja schon beim örtlichen Verein teilweise haarscharf ist.
        Unser zweiter Sohn wird, wie es wohl aussieht, mit dem Turnen anfangen. Vor Ort haben wir da auch einen (kleineren) Verein aaaber da ich keine Ahnung hatte ob er als Junge dort einfach hin kann und es in der näheren Umgebung einen großen Verein mit eigener Jungenabteilung gibt stehen wir jetzt ebenfalls vor dieser Frage. Bloß ist er nochmal etwas jünger und es ist noch lange keine Option für ihn alleine hin zu fahren.
        Ich könnte mir auch schöneres vorstellen aber ich denke mir tatsächlich, er hat so eine Freude dran. Auch ich bin rückblickend sehr froh über solche Dinge die mir meine Mutter ermöglicht hat und solange es den Tagesablauf nicht komplett zerstört :-)

        Liebe Grüße #blume

        Ja, natürlich würde ich meinem Kind das ermöglichen. Ich seh das schon als meine Aufgabe, meine Kinder auch darin zu unterstützen, dass sie ihren Sport finden und umsetzen können.

        Meine Kinder sind erst 5 und 8 und natürlich werden sie zu jedem Training gebracht und abgeholt. Gut, wir haben es nicht sehr weit, aber ob ich nun 10 min fahre oder 15-20 macht den Kohl dann auch nicht Fett.

        Als Entlastung hab ich mir den Musiklehrer ins Haus geholt. :-)

        • Grundsätzlich sehe ich das wie Du - allerdings ist es halt nicht allen Eltern möglich. Ich arbeite im Schichtdienst und könnte regelmäßige Termine einfach nicht abdecken und fände das meinem Kind gegenüber unfair, weshalb beide Jungs hier in den örtlichen Vereinen sind, damit sie selbst hin und zurück kommen und nicht auf mich angewiesen sind.

          Auch mein knapp 8jähriger wird weder gebracht noch abgeholt, außer, er wünscht es sich mal ganz explizit (und ab und an gehe ich ja auch gern mal zuschauen ;-)). Geht natürlich nur, weil bei uns alles "um die Ecke" ist.

          LG

          a79

              • So ein Quatsch, ein schlechtes Gewissen muss man ja nun wirklich nicht haben. Dass Du arbeitest hat ja für Deine Kinder auch viele Vorteile.

                Jeder hat seine eigenen Lebensumstände und jeder hat Sachen, die er toll macht und die er aus bestimmten Gründen nicht machen kann. Ich gehe z.B. nicht mit auf Massenveranstaltungen, weil ich da Anflüge von Panik bekomme. Eine Bekannte leidet u.a. an Epilepsie und kann auch nicht alles mit den Kindern machen, was sie gerne würde. Sowohl meine als auch ihre Kinder sind trotzdem glücklich, und ich wette, das trifft auch auf Deine zu.

      Wenn sich das Kind so bewusst, wie es dein Sohn tut, mit dem Thema, dem Verein und den Pro und Contra Argumenten auseinander setzt, sieht man ja schon, wie wichtig es ihm ist.

      In dem Fall würde ich, wenn irgend möglich versuchen, ihm den Wunsch zu erfüllen.
      Wir haben vor einiger Zeit mit unserer jüngeren (sehr sportlichen) Tochter vor den gleichen Fragen gestanden. Allerdings war sie sich nicht wirklich sicher was sie machen wollte, ihr Traum war Kunstturnen, allerdings war sie dafür zu spät angefangen und kam in den Leistungsverein nicht mehr rein, der Hobbyverein war so voll, dass wir heute (fast 2 Jahre später) immer noch auf einer Warteliste stehen. Fahrtzeit wären 15 Minuten einfacher Weg gewesen.
      Ballett war auch eine Option, auch da hätten wir vergleichbar weit fahren müssen wie ihr. Sie hat 2 Schulen ausprobiert und sich noch Bedenkzeit erbeten.
      Im Endeffekt hat sie sich jetzt dafür entschieden ihr Schwimmen zu intensivieren (sie ist seit der 1.Klasse im Verein) und schwimmt jetzt 2mal die Woche und trainiert wesentlich intensiver. Da haben wir Glück. das ist hier am Ort.

      Hätte sie jedoch Ballett machen wollen und wäre richtig davon überzeugt gewesen hätte ich sie auch gefahren.
      Vielleicht habt ihr ja auch Glück und ein anderes Kind muss auch annähern die gleiche Richtung, dann kann man sich auch gut abwechseln. Tochterkind hat auch noch andere Hobbys, u.a. ist sie im Chor, da fahren wir und die Mutter ihrer Freundin abwechseln, jede Woche ist einer dran.
      LG

      Guten Abend,

      wie viel von deiner Zeit würde es verschlingen?
      Wäre es für euch problemlos machbar?
      Was gibt es für euch für Möglichkeiten, Sachen zu erledigen, wenn ihr ihn bringen und zurückfahren müsst?
      Wie oft würden zusätzliche Fahrdienste (z. B. zu Wettkämpfen und extra Trainings) anfallen?

      Bei uns sieht es so aus: Kind geht ins Ballett, was 1x Woche statt findet. Ich muss es bringen, da es keine Verbindung gibt und die Wegstrecke ist einfache Fahrt 25 Km.
      In dieser Zeit fahre ich natürlich nicht mehr heim, sondern erledige kleinere Einkäufe.
      Mit den anderen Eltern hat sich auch eine tolle Gemeinschaft entwickelt, so dass ich ab und an auch einfach ratsche.

      Großer Auftritt ist 1x jährlich, Extraproben gibt es zuvor maximal 2.

      Ehrlicherweise würde ich mich sehr freuen, wenn ich nicht immer fahren müsste. Andererseits ist das Kind sehr glücklich mit diesem Sport und das ist es, was zählt.

      VG midnatsol

      hallo,
      ich würde ihn mit öffis hinfahren lassen und mit dem auto abholen (warten an verabredetem punkt, ins auto reinspringen, losdüsen. nicht: in halle gehen, quatschen mit hinz und kunz, über den gesamten sportplatz zum auto gehen etc pp.).
      so machen wir es mit unserer ältesten, wenn sie zum ballett geht.
      im sommer (helligkeit) käme auch eine rückfahrt mit den öffis in frage, wenn es dir mal nicht passt (geschwisterkind krank, termin usw.).
      lg

      • "im sommer (helligkeit) käme auch eine rückfahrt mit den öffis in frage, wenn es dir mal nicht passt (geschwisterkind krank, termin usw.)."
        Hast du dich verschrieben oder meinst du mich?
        Wie geschrieben, zurück fahren ist keine wirkliche Option.Das würde aufgrund der Uhrzeit nämlich nochmal ein gutes Stück länger dauern mit Wartezeit und unnötig vielen Umstiegen. Eine Option die wir aber anschauen könnten wäre ein Treffpunkt der in der Nähe liegt (Bahnhof,..). Das müsste ich mal schauen.

    Wir fahren beide Kinder mehrmals die Woche zum Training/Spiele.... wirklich alleine werden sie wohl erst gehen koenben, wenn sie den Fuehrerschein haben ;)
    Es war uns von Anfang an bewusst, dass es viel Fahrerei, Schlepperei und Warterei sein wird....

    (13) 03.02.17 - 07:47

    Hallo,

    ja natürlich mache ich das, wenn ich es ermöglichen kann.
    Wenn man - so wie wir - ländlich wohnt, stellt sich diese Frage gar nicht. Unsere Busverbindungen sind mehr als schlecht, in unserem Dorf gibt es keine Sportvereine, also fährt man seine Kinder ständig irgendwohin.

    Mein Sohn macht Leistungsschwimmen, d.h. wir fahren ihn fünfmal die Woche zum Training und holen ihn wieder ab - eine knappe halbe Stunde pro Strecke. Natürlich ist das ein riesiger Aufwand für mich, zumal ich auch berufstätig bin, aber wenn es irgendwie geht, sollte man seinem Kind so etwas ermöglichen - finden wir.

    Gruß, Lena

    (14) 03.02.17 - 07:50

    Hallo #blume

    wir haben Sportarten und Vereine nach Möglichkeit so gewählt, dass die Kinder alleine ins Training kommen und auch alleine zu den Wettkämpfen. Das ist echt nicht einfach, da dadurch einige Sportarten nicht machbar waren, z.B. Volleyball, Badminton und Basketball.

    Ich habe wahrlich Besseres zu tun, als jede Woche 4-6 Mal das Privattaxi meiner Kinder zu spielen, zumal ich selbst noch 2 Vereinen angehöre und noch ein kleiner Bruder da ist, der dann jedes Mal mitgeschleppt werden müßte. Wenn der Kleine auch noch eine Sportart hat, wären wir bei 9 Mal die Woche plus meine eigenen Termine.

    Und natürlich macht jedes Kind eine andere Sportart. Für die gleichen Hobbies interessiert sich hier irgendwie niemand (incl. meinen eigenen Hobbies). Also haben wir hier zur Zeit 6 verschiedene Sportarten, davon 3 mit aktivem Ligabetrieb am Wochenende zu bedienen.

    Das heißt natürlich nicht, dass ich nicht bereit bin, auch mal Fahrdienste zu übernehmen, wenn Auswärtsspiele sind. Das mache ich durchaus oft. Aber ich mache das nicht regelmäßig und vor allem nicht nach Plan. Ich mache das, wenn es paßt oder Not am Mann ist. Und ich habe eine gute Freundin und mein Schwimu und mein Papa, die mir auch schon Fahrdienste abgenommen haben, wenn ich nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen kann.

    Bisher gab es noch nie Probleme.
    Auch sprechen sich die Eltern untereinander ab. Aber ich plane mein Leben sicher nicht um die Auswärtsspiele meiner Kinder herum. Naja, irgendwie vielleicht doch, aber das Maß ist noch erträglich. Auch habe ich nur einmal die Mannschaftstrikots in der Saison zu waschen. Das könnte schlimmer sein (bei allen anderen Sportarten gibt´s das nicht #schein ).

    Hilft Dir das weiter? Sicher nicht, dazu ist das alles zu individuell.

    #liebdrueck
    Sanne #sonne

    (15) 03.02.17 - 08:10

    Ich empfinde deine Frage als sehr ... befremdlich! Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, "Fahrdienste" für meine Tochter zu übernehmen. Das ist keinen Gedanken und keine Diskussion wert.

    Sie hat einmal wöchentlich Schwimmtraining - 15 km, nicht mit dem Bus erreichbar von Dorf zu Dorf. Ein weiteres Mal Turnen, diese selbe Situation - allerdings kann sie dort im Sommer mit dem Fahrrad fahren.

    Auch zu allen anderen Touren bin ich gerne bereit. Wenn meine Tochter später mal in das Alter des abendlichen Ausgehens kommt, würde ich sie immer und überall auch mitten in der Nach Abholen oder ihr Taxigeld mitgeben, da ich nicht möchte, dass sie bei jemandem ins Auto steigt, der ggf. getrunken hat. So hat es meine Mutter übrigens auch gemacht.

    FG H. #klee

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