Waldkiga - ja oder nein?

    • (1) 13.02.17 - 14:16

      Liebe Community,

      ich stelle meinen Beitrag bewusst in dieses Forum und erhoffe mir Antworten von Eltern deren Kids einen Waldkiga besucht haben und evtl. schon in der Schule sind.

      Mein Sohn (4,5 Jahre) hätte die Möglichkeit ab September einen Waldkiga besuchen.

      Zur Vorgeschichte:

      Er besucht bereits einen Kiga mit offenem Konzept mit derzeit ca. 60 Kindern. Da liegt auch schon das Problem. Er geht dort total unter und weiß morgens nicht wo er zuerst hinsoll, weil überall nur Gewusel herrscht.

      Er ist etwas Entwicklungsverzögert (u.a. schlechte Konzentration, Feinmotorik) aufgrund einer Sehschwäche die erst mit 3 erkannt wurde.

      Seitdem er seine Brille hat holt er viel auf, aber laut KiGa ist er nicht zeitgerecht entwickelt. Das offene Konzept würde ihn überfordern und der KiGa hat nicht die Möglichkeit und das Personal in mehr zu fördern. Er würde so die Schule nicht schaffen. Es sind aber noch 2,5 Jahre hin, wenn er zurückgestellt wird.

      Ich persönlich habe viel Vertrauen in mein Kind und glaube, dass er die Zeit einfach braucht.

      Jetzt könnte er ab September in einen Waldkiga mit 24 Kindern und 3 Erzieherinnen.

      Mein Sohn liebt es draußen zu sein und ich glaube einfach er könnte sich im Waldkiga "mit allen Sinnen" entwickeln und finde das Konzept total super.

      Hat jemand Erfahrungsberichte für mich? Bin ich vielleicht zu naiv zu glauben, dass er dort in seiner Entwicklung aufholen kann?

      Ich habe so viel tolles im Netz gelesen, höre von anderen aber immer nur schlechtes wie z.B. Wie soll sich das Kind dann an die Schule gewöhnen wenn es vorher nur draußen war? Was ist bei schlechtem Wetter? Usw...

      Liebe Grüße

      Katinka

      • (2) 13.02.17 - 14:30

        Ich denke, im Alter Deines Sohnes ist es am wichtigsten, dass die Kinder sich im Kindergarten wirklich wohl fuehlen. Denn nur, wenn sie sich sicher fuehlen, entspannen koennen und Spass haben, koennen sie, meiner Meinung nach, gut lernen und sich weiter entwickeln. Wenn er sich also in seinem jetzigen Kindergarten nicht wirklich eingelebt hat und Du ihn Dir in einem Waldkindergarten gut vorstellen kannst, dann wuerde ich es versuchen.

        Waldkindergaerten haben ja ein bisschen den Ruf, dass Graphomotorik (also malen, schreiben und so) etwas hinten runter faellt, was dann in der Schule ein Problem darstellen koennte. Ich finde aber, dass man das, wenn noetig, auch zu hause gut ueben kann. Fuer die Konzentration ist der Aufenthalt in der Natur mit weniger Laerm und Stress und einer kleineren Gruppe sicher sehr foerdernd.

        • (3) 13.02.17 - 20:10

          Vielen Dank für deine Meinung.

          Grundsätzlich würde ich schon sagen, dass mein Sohn sich wohlfühlt, wenn er denn mal angekommen ist.

          Es ist halt nur schwierig für ihn sich auf etwas zu konzentrieren, wenn um ihn rum so viel los ist. Er lässt sich so leicht ablenken. Außerdem kann er sich den gemeinsamen Arbeiten/Basteleien leichter entwinden, weil die Erzieherinnen da auch nicht mit ihm dranbleiben (können).

          Deswegen denke ich der Waldkiga würde ihm guttun.

      Pro Waldkiga, allein schon wegen der Gruppenstärke. Viele Waldkigas haben ja trotzdem ihre Gruppenräume, in denen nachmittags gebastelt und gemalt wird, die Feinmotorik also trotzdem geschult wird. Und wenn nicht, ich male und bastel ja auch mit meinen Kindern zu Hause, das kommt also nicht zu kurz.

      • In unserem wird es einen Bauwagen geben.

        Wir malen und basteln ja auch zu Hause, deswegen mach ich mir da auch weniger Sorgen.

        Vielleicht schult es die Feinmotorik ja auch wenn die Kids im Wald kleine Käfer sammeln oder anderes Gedöns :-)

        Vielen Dank für deine Meinung!

    Hallo!

    Mein Sohn geht zwar noch nicht in die Schule, allerdings besucht er einen Waldkindergarten, seit er 3 ist.
    Ich muss ganz ehrlich sagen: Über seine Entwicklung in den vergangenen 2 Jahren bin ich mehr als erstaunt. Bereits im ersten 3/4 Jahr hat er sich zu einem ganz anderen Kind entwickelt, und Feinmotorisch steht er seinen Kollegen aus dem Regelkindergarten nichts nach. Allerdings hat sich da im vergangenen halben Jahr viel getan. Da ist der Kindergarten nämlich dazu übergegangen, nach dem Mittagessen eine Art Ruhezeit für alle Kinder einzuführen. In dieser Zeit können sich die Kids im Bauwagen still beschäftigen (i.d.R. malen sie) und bekommen dabei vorgelesen. Mein Sohn hat nie gerne gemalt und war da auch etwas hinterher, seit sie im Kindergarten malen, hat er total aufgeholt (auch wenn er immer noch eher zeichnet als dass er malt). Aber Feinmotorik kann man auch ohne Buntstifte erlerne - unsere Kids können mit Hammer und Nagel, mit der Säge, dem Messer und mit der Handbohrmaschine umgehen, auch das schult die Feinmotorik.

    Zu den Negativaspekten, die du anführst:
    1. Kinder, die die Möglichkeit hatten, sich auszupowern, können meist besser stillsitzen als Kinder, die immer dazu gezwungen wurden. Mein Sohn ist jetzt 5 und kann problemlos 1/2 Stunde mit seiner großen Schwester "Hausaufgaben machen" (sie macht Hausaufgaben, er beschäftigt sich mit Vorschulblöcken).
    2. Schlechtes Wetter? - Gibt es nicht, nur schlechte Kleidung! Ja, die Kinder sehen bei Regenwetter unter Umständen aus wie die Schweine. Da hilft oft nur noch der Gartenschlauch. Aber ich kenne kein Kind, was unglücklich ist, weil es sich schmutzig gemacht hat, wenn es nich von den Eltern anerzogen wurde. Und krank sind die "Draußenkinder" sicher nicht häufiger als Indoor-Kinder - ganz im Gegenteil.

    Einen großen Positiveffekt möchte ich aber noch aufführen: Kinder, die viel draußen toben, klettern und sich entfalten dürfen, haben i.d.R. ein super Körpergefühl und eine tolle Körperbeherrschung. Unsere Kids waren neulich zusammen auf dem Indoorspielplatz. Da gibt es einen großen Vulkan (ähnlich wie eine Hüpfburg), wo die Kinder hochklettern und runterrutschen können. Unsere Tochter (7,5) war schon recht oft auf diesem Indoor-Spielplatz und kennt den Vulkan schon sehr gut. Trotzdem hat sie voller Bewunderung über ihren Bruder gesagt: "Der R. ist total schnell auf den Vulkan geklettert! Bevor ich auch nur oben war, war der schon 2 Mal gerutscht!"

    LG

    • Vielen Dank für deine Antwort!

      Das hört sich toll an :-) und macht mir Mut mich dafür zu entscheiden!

      Mein Sohn ist auch absolut der Handwerker! Wenn er draußen ist dann ist er kaum zu halten und werkelt stundenlang rum.

      Bei den negativen Aspekten gebe ich dir voll recht.

      Ich habe eben auch die Hoffnung, dass wenn mein Sohn sich im Wald austoben und ausleben konnte, es ihm leichter fällt sitzen zu bleiben und sich zu konzentrieren.
      Das mit dem Wetter ist halt das Ober-Argument was man zu hören bekommt. Aber wie du schon sagst - die richtige Kleidung machts.
      Was die Wäsche betrifft, dem steh ich gelassen gegenüber.

Wenn er mit den jetzigen 60 Kindern im offenen KiGa überfordert ist, würde ich auch wechseln, 1 Erzieherin auf 8 Kinder klingt sehr gut....unsere hatten 1 Erzieherin und 1 Kinderpflegerin auf 26 Kinder ;)

(10) 13.02.17 - 19:11

Hallo,

mein Sohn (mittlerweile 6. Klasse) war im Waldkindergarten und ich kann es nur empfehlen.
Es war eine tolle Zeit und gerade auch für die Persönlichkeits- und Sozialentwicklung sehr positiv.
Die Gewöhnung an die Schule ist ihm nicht schwerer gefallen als den Kindern, die einen "normalen" Kindergarten besucht hatten.
Und schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Kleidung ;-).

LG

  • Vielen Dank für deine Antwort!!

    Das macht mir Mut!

    Ich habe halt einfach ein gutes Gefühl dabei, höre aber überall nur "lieber nicht, lass ihn lieber im normalen KiGa". Aber ich weiß nicht ob es ihm gut tut wenn er dort bleiben würde.

    Andererseits würde ich ihn aus seiner Umgebung nehmen. Bei uns im Dorf gehen alle Kids in den KiGa und im Wald müsste er quasi neu anfangen. Dann müsste er sich im Wald wieder von seinen Freunden trennen und zur Schule wieder zurück ins Dorf.

    Seine "Dorffreunde" würde er aber weiterhin nachmittags treffen.

    Schwierig me Entscheidung...

Mein Sohn hat eine WaKi besucht und besucht jetzt die zweite Klasse.

Auch wir haben aus einem "normalen" Kiga bewusst in den Wald gewechselt, weil es diverse Probleme gab. Für meine Sohn war der Waldkindergarten der "tollste und beste Kindergarten der Welt" (O-Ton) und sein Lieblingsplatz ist heute noch der Wald.

Wir hatten keinerlei Probleme bei der Umstellung in die Schule. Im Vergleich zu meiner Tochter, die einen Regelkindergarten besucht hat, gab es im Waldkindergarten sogar eine viel intensivere Vorschularbeit. Stillsitzen ist bei allen Waldkindergarten kein Problem. Jetzt, nach 1,5 Jahren Schule kann ich zu Recht behaupten, dass die Waldkindergartenkinder zu den stärksten Schülern der Klasse gehören.

Ich bereue, dass meine Tochter einen Regelkindergarten besucht hat. Ich war damals auch unsicher. Heute würde ich nicht eine Sekunde zögern.

Wenn Du Fragen hast, kannst Du micht gerne kontaktieren.

LG

(13) 13.02.17 - 21:19

Leider kann ich nicht aus persönlicher Erfahrung sprechen. Aber würde es bei uns einen Waldkindergarten geben, wären meine Beiden auf alle Fälle dort hingegangen. Unsere Kita ist auch toll. 30 Kinder - 5 Erzieherinnen. Vormittags wird Gruppenweise etwas gemacht aber zusammen rausgegangen und nachmittags sind meistens alle Kinder zusammen. Aber trotzdem wäre ein Waldkindergarten toll. Mach es, wenn Du ein gutes Gefühl hast! VG Mona

(14) 13.02.17 - 21:30

1. meine großen war 3 Jahre km waldkiga und hatte keine Probleme beim schulstart. Sie war feinmotorischen etwas hintendran, hat das aber schnell aufgeholt. Jetzt ist sie in der 2. Klasse und alles ist super! Keines der waldkinder hatte Probleme!

2. meine zweite Tochter war 1,5 Jahre im Wald. Sie hat große sprachliche Defizite und deswegen auch andere Probleme, wie mangelndes Selbstvertrauen, etc...
Im Wald waren sie völlig überfordert mit der Situation. Als ich überlegte, sie in einen kiga zu geben, in dem speziell auf sprachliche Probleme einegangen werden kann, hätte ich das Gefühl, dass sie richtig erleichtert waren. Sie meinten, dass es halt grade im Winter schwierig ist, auf so spezielle Bedürfnisse ein zu gehen, wenn man doch eigentlich nur damit beschäftigt ist, alle Kinder warm zu halten etc.

der Wechsel war für unser Kind perfekt!

Für die große war der Wald gut, für die Schwester gar nicht. Sicher ist es von waldkiga zu waldkiga unterschiedlich. Aber überleg doch mal die Möglichkeit der frühförderstelle. Die kommen direkt in die kindergärten und "arbeiten" dort mit den Kindern. Das wäre doch evtl was für deinen Sohnn

(15) 14.02.17 - 08:22

selbst im Waldkindergarten gibt es Bauwägen, in denen auch mal drinnen-bastel-arbeiten gemacht werden und auch das übliche Vorschul-Programm gefahren wird ...

mehr "vorbereitung" auf die Schule braucht ein Kind nicht...

(16) 14.02.17 - 11:50

egal ob Waldkiga oder "normaler" Kiga.

lass dein Kind ausprobieren
frage mal, ob du mit ihm schnuppern kommen darfst. also im Waldkiga. Ob er da mal einen Probetag machen darf.

Wenn es ihm dort gefällt super :-)
ansonsten schau dir mal andere Kindergärten an. Muss ja nicht gleich Wechsel sein. einfach mal informieren, was es bei euch so gibt.

Hier kann man zwar nur sehr schwer wechseln. Wenn aber z.B. gesundheitliche, arbeitstechnische oder andere wichtige Gründe vorliegen, kann hier Kindergarten gewechselt werden. und gilt hier Platz nach Alter. Ältere Kinder haben Vorang bei der Platzvergabe.

Durch ein Umschauen, wie es bei anderen Kindergärten ist
- relativiert sich entweder der Blickwinkel (woanders ist es auch nicht besser)
- oder gibt Möglichkeiten vielleicht doch zu Wechseln

ich bin zwar nicht dafür ständig und so zu wechseln. Aber wenn er (dauerhaft! nicht gerne in DIESEN Kindergarten geht, häufig überfordert ist usw.) würde ich es zu mindest in Erwägung ziehen.

Zu Waldkiga und Schule speziell kann ich nicht viel sagen. Wobei unser Kindergarten sehr sehr viel draußen war (ohne Wald).

Da gab es bei uns für alle Kinder (egal ob Waldkiga oder "normaler" Kiga) eine Art Vorschule, direkt in der Schule, wo sie sich eingewöhnen konnten. Nachmittags und freiwillig.

Hallo,

unser Sohn (jetzt 8 Jahre, 3. Klasse) ist mit 4,5 in den Waldkindergarten gekommen und es war die beste Entscheidung. Er war schon immer ein Kind das gerne draußen war, viel Bewegung braucht.

Bei uns gab es zwei Bauwägen. Jedes Kind konnte, wenn sie in dem Bereich waren, jederzeit in dem Bauwagen um sich aufzuwärmen, malen, basteln...
Im Wald gab es auch verschiedene Sitzgruppen, Spielsachen, Werkzeuge... die Kinder werden unheimlich kreativ. Unser Sohn hat zum Beispiel einmal einen ganz tollen Barfußpfad gemacht ????

Die Kinder bekommen eine starke Verbindung zur Natur, kennen sich sehr gut aus.

Haben auch Ausflüge gemacht: Erdebeerhof, Museum, Pferdehof, Feuerwehr...

Die Vorschulkinder sind bei uns vor den Sommerferien 1x in der Woche in die Schule gegangen. Kann jetzt nicht sagen dad unser Sohn in der Schule größere Anpassungsschwierigkeiten hatte als andere Kinder.

Ganz toller Nebeneffekt war das er wesentlich weniger jetzt krank wird. Davor hatte er immer ganz schlimme Bronchitis.

Nachteil: viel schmutzige Wäsche...aber die nimmt man gerne in Kauf ????

Bei Fragen, einfach melden. Kann auch wegen Kleidung gute Tipps geben

(19) 15.02.17 - 12:42

Huhu,

unser Sohn kam mit 1,5 in die Krippe. Er war kreuzunglücklich und wäre lieber zu seinen Geschwistern in den normalen KiGa gegangen. Mit 2,5 durfte er aufgrund massiver Probleme endlich wechseln. In der Zwischenzeit hatten wir uns schon nach einem neuen KiGa umgeschaut, so dass er nach einem halben Jahr KiGa wieder gewechselt hat. Vorher waren es ca. 120 Kinder, nach dem Wechsel 24. Er hat sich dort schon deutlich wohler gefühlt, wurde ruhiger, kam besser zurecht.

Nach einem Jahr sind wir umgezogen und haben ihn in die Waldkita gegeben. Er hat sich wahnsinnig entwickelt, hat Defizite in der Motorik aufgeholt, war so gut wie nie krank, war viel ausgeglichener und zufriedener.

Da er so hibbelig ist, haben wir uns immer etwas Gedanken gemacht, wie das in der Schule werden soll und hatten etwas Angst, dass wir das Problem quasi nur aufgeschoben haben. Die ersten Wochen Schule waren nicht einfach. Er fand es nicht besonders toll, still zu sitzen und zu lernen. Sie hatten zwar eine tolle Vorschule in der Kita, aber sein Fokus lag immer deutlich auf Toben und Klettern.

Jetzt ist er seit einem halben Jahr in der Schule und hat festgestellt, dass er dort Erfolgserlebnisse hat. Er kommt sehr gut mit, gehört zu den Guten in der Klasse und das spornt ihn sehr an und sein Fokus ist jetzt mehr auf Schule ausgerichtet. Insofern hat der Wechsel also deutlich besser geklappt, als ich je für möglich gehalten habe! Er macht Nachmittags Sport in einer Gruppe, die eigentlich erst ab der 3. Klasse ist, weil er motorisch derart fit ist, dass er den älteren Kindern in nichts nachsteht ;-) In einigen Bereichen der Feinmotorik war er schlicht nicht so geübt wie andere Kinder, die von Natur aus gerne malen und im Kiga an Regentagen regelmäßig malen und basteln. Aber die Fähigkeit an sich hat er auch in der Waldkita gelernt und man sieht eine wahnsinnige Steigerung zu den seltenen Kitabildern, die er damals eher halbherzig produziert hat und den Bildern jetzt, wo er häufig malt.

LG
Jenny

Ich antworte jetzt mal allgemein für alle die mir noch geantwortet haben!

Habt vielen lieben Dank!

Es macht mir wirklich Mut und die Entscheidung dafür ist schon so gut wie getroffen.

Ich denke, es ist genau das richtige für meinen Sohn!
Inzwischen habe ich auch von anderen Eltern aus unserem jetzigen KiGa gehört, dass auch deren Kids dort total überfordert sind...es geht also nicht nur meinem Kind so.

Inzwischen habe ich von allen Eltern von Waldkiga-Kids nur positives Feedback erhalten, von euch aber auch aus meinem Bekanntenkreis.

Unser Waldkiga eröffnet erst nach den Sommerferien, daher kann man ihn noch nicht ansehen oder ausprobieren. Ab März wird wohl regelmäßige Treffen mit den zukünftigen Erzieherinnen und den anderen Kindern geben und dann kann man sich ja "beschnuppern".

Ich freue mich schon drauf :-)

Liebe Grüße und auf die ein oder andere von euch werde ich bei Fragen noch gerne zurückkommen.

(21) 15.02.17 - 21:47

Hallo Katinka,
meine beiden Jungs waren im Waldkindergarten und es hat ihnen sehr gut getan.
Sie sind jetzt in der 2. und 4. Klasse und hatten keinerlei Probleme beim Übergang auf die Schule, auch Feinmotorik war kein Thema, sie haben im KiGa viel geschnitzt und gewerkelt, zu Hause habe ich mit ihnen gemalt und gelesen. Vorschule war eher wenig und wenn, dann unkonventionell- dennoch konnten beide früh lesen und rechnen und sich sehr gut länger auf etwas konzentrieren. Heute sind beide sehr gut in der Schule.
Schlecht war das Wetter nur für die Eltern ( manchmal hatte ich ein schlechtes Gewissen, sie beim Sauwetter im KiGa abzuliefern)- die Kinder waren immer gut eingepackt und immer gerne draußen. Wichtig sind sehr gute Funktionsklamotten- und die sind auch recht teuer.
Allerdings kommt es immer auch auf die Kinder an, wir hatten auch welche dabei, für die das ständige draußen sein nichts war. In wie weit Entwicklungsdefizite aufgefangen werden, hängt im Wesentlichen von den Erziehern ab- egal, in welchem Rahmen sie arbeiten.

Ein klarer Vorteil eines Waldkindergartens ist - neben dem Offensichtlichen (Natur, Platz, Freiraum), dass meist weniger Kinder in der Gruppe sind und der Betreuungsschlüssel deutlich besser ist als in einem Standard Kindergarten. Die Kinder haben auch einfach mehr Ruhe - sie sind nicht mit einer lauten Horde auf engem Raum.
Liebe Grüße

Petra

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