Privatschule, würdet ihr es wieder machen?

    • (1) 02.03.17 - 11:26

      Hallo :-)
      Mir geht es hier nur um das generelle, mir ist klar dass man die Schulen selbst nicht wirklich vergleichen kann da sie sehr unterschiedlich sind.
      Welchen Erfahrungen habt ihr mit Privatschulen gemacht? Hintergrund ist der Wechsel auf die weiterführende Schule meines Sohnes. Wir hatten Privatschulen nicht auf dem Radar. Dann sind wir durch Zufall auf den Tag der offenen Tür von solch einer Schule aufmerksam geworden und haben sie uns mal angeschaut. Mein Sohn war begeistert und auch ich muss zugeben, die Schule würde gut zu ihm passen. Leider gibt es keine öffentliche Schule mit vergleichbarem Zweig...
      Ich habe aber dennoch meine Bedenken. Wir haben das Geld, das wäre nicht das Problem, meine Sorge ist aber einfach das "privat" (suggeriert das nicht irgendwie es muss etwas besonderes sein und de öffentlichen Schulen sind nicht "gut genug"?)und der Fakt dass die Schule wohl in vielen Punkten einfach ihr Ding machen kann #kratz

      Zudem können sie sich die Schüler wohl auch freier aussuchen, ob er einen Platz bekommt ist also ohnehin noch unklar. Eine Freundin meinte es geht aber dabei mehr um die Zahlungsfähigkeit der Eltern als das Kind selbst #gruebel
      Würdet ihr die Entscheidung für eine Privatschule wieder treffen?

      Liebe Grüße #blume

      • Ja.

        Ich habe den direkten Vergleich. Zwillinge. Sohn Nr. 1 geht auf eine staatliche Realschule, Sohn Nr. 2 auf ein Privatgymnasium.

        Stand ich anfangs nicht ganz so dahinter, dieser elitäre Anstrich passt nicht zu uns und ist mir eher unangenehm. Die Entscheidung fiel mehr aus praktischen Gründen, da die Schule am Ort ist.

        Ich würde es nicht mehr missen wollen, sie ist wirklich gut geführt, der Dialog zu Eltern schnell und unkompliziert (per E-Mail), Termine/Infos bekommt man zeitnah, es gibt keinen Unterrichtsausfall, das Essen in der Mensa ist Qualitativ hochwertig, die Unterrichtsgestaltung vielfältig, die Schule optisch hochmodern - innen wie außen...insgesamt würde ich behaupten, fährt die schon auf einem echt hohen Niveau. Das Lehrpersonal ist allerdings auch entsprechend ausgebildet. Der Musiklehrer spielte an der Philharmonie, der Sportlehrer trainierte Olympioniken etc.pp.

        Wenn ich dagegen die staatliche Realschule sehe, was das für ein oller Kasten ist, wieviel Unterrichtsausfall die haben, wie schwer ich an Lehrer dran komme - vom Informationsfluss ganz zu schweigen#augen...da fällts keiner Sau auf, wenn mein Sohn das Schulgelände verlässt und heim fährt. So als kleines Beispiel. Das gäbs auf der Privatschule nicht. Kein Vergleich. Null. Da liegen Welten dazwischen.

        Gruss
        agostea

        • (3) 02.03.17 - 15:48

          Hallo!
          Ist den Kinder das egal, dass das eine auf eine 'normale' und das andere auf eine 'tolle' Schule geht?
          Und was waren eure Gruende, sie so zu splitten?

          • (4) 03.03.17 - 09:02

            Der Leistungsstand ist einfach zu unterschiedlich bei beiden, als dass man sie auf die gleiche Schule hätte schicken können.

            Mit Blick auf den Notenschnitt war ihnen das schon von selbst klar.

      Hi,

      sowohl ich als auch meine Kinder waren / sind an einer "privaten" Schule, ein staatlich anerkanntes (war mir wichtig) Gymnasium in kirchlicher Trägerschaft. Jederzeit wieder ... warum? Die Schule ist klein, nur 650 Schüler, die Lehrer sind der Schule sehr verbunden und tragen den dahinter stehenden Gedanken, es gibt - und das war mir besonders wichtig - keine Referendare bzw keinen steten Lehrerwechsel. Unser Ältester ist sehbehindert, nahezu blind, und ein permanenter Wechsel wäre für ihn nicht gut.

      Es gibt fixe Klassenstärken (momentan bei 22 Kindern in der Klasse), sie sind max. vierzügig, arbeiten nach einem besonderen System und haben eine musische Ausrichtung.

      LG

    • Unsere Tochter geht auf eine private, staatlich anerkannte Mädchenschule. Die sind bezahlbar, im Vergleich zu staatl.genehmigte Privatschulen.Wo im Vergleich zu staatlichen Schulen bei uns keine Ausfallstunden gibt. Sobald Lehrer krank sind, wird es durch den 2.Klassenleiter (oder anderen Fachlehrer) mit vernünftigen Unterrichtfortführung aufgefangen. An staatl. Schulen werden daraus oft Freistunden oder nur beaufsichtige Überbrückungsstunde gemacht. Bei uns gibt es auch von der 5.-7. Klasse das FSA Projekt, wo gewisse Fachbereiche, neue Themen und z.T. wiederholte Themen , weiter vertieft werden. Mensa kocht frisch, Mobbing an unserer Schule, durch konsequentes Durchgreifen, kein Thema.....versch. Methoden, von kostenlose Nachilfe, ob durch Fachlehrer oder nur Tutoren an der Schule, wenn ein Themagebiet mal schlecht ausfällt.
      Durch Auswahlverfahren, auch ein soziales Publikum im Gegensatz zu staatl.Schulen , vorallem in Großstädten.

      Hallo!

      Sohn Groß hat die gesamte GS auf einer internationalen Privatschule verbracht - war ein Gewinn, aber gemessen am Geld was da gelassen wurde waren die Vorteile dann doch nicht "preiswert".

      Sohn Klein war auf derselben Schule, wir haben aber nach der 1. Klasse ihn dort wieder rausgeholt und auf die Dorfschule geschickt.- DER war dort hervorragend aufgehoben und für ihn war die Dorfschule sehr viel besser.

      ALSO es kommt durchaus auf das einzelne Kind an.

      Worauf ich unbedingt geachtet habe ist, dass es eine staatlich genehmigte Ersatzschule ist, so dass ein Wechsel jederzeit auf eine "gleichrangige" staatlich Schule möglich ist. Man weiß ja nie welcher Schicksalsschlag einschlägt und man hat einfach kein Geld für die Schule, oder die Schule macht dicht!

      Wenn die Schule recht klein ist, stellt sich die Frage nach der Vielfalt der angebotenen (Leistungs-)fächer zum Abi.
      Die Sprachenwahl ist mitunter so exotisch gestaltet, dass man an der Schule bleiben MUSS auf Gedeih und Verderb (etwa Chinesisch als 2./3. FS, oder Spanisch als 2. FS) bzw. es durchaus mit Nachhilfe ein Problem werden könnte. Diese freiwillige Freiheitseinschränkung muss man haben wollen.

      Hier haben die 2 privaten Schulen ursprünglich als Abschluss das Abi angestrebt, als es zum Schwur kam, war es dann doch nur die mittlere Reife, bzw. IB angeboten. Da ist das Kind aber schon in den Brunnen gefallen ....

      Bei Schulen in kirchlicher Trägerschaft hätte ich keine Bedenken, dass sie inkompatibel zu dem staatl. Schulsystem wären.

      LG, I.

      Hallo,

      Ich kann mich den anderen nur anschließen.

      Auch wir würden immer wieder die Privatschule wählen. Bei uns geht es nicht nur ums Geld, es wurden in der Probezeit auch Schüler rausgeschmissen, deren Eltern viel Geld hatten.

      Gruss

      • (10) 02.03.17 - 14:02

        Immer und jederzeit wieder! Unsere Große geht auf ein staatliches Gymnasium, kommt dort gut klar, keine Probleme. Unser "Kleiner", jetzt 5. Klasse wechselte von Dorfgrundschule auf eine private Schule kirchlicher Trägerschaft und es ist: kein Vergleich. Sehr sehr selten Unterrichtsausfall, im Normalfall wird das sofort aufgefangen, die Lehrer KENNEN ihre Kinder, interessieren sich für sie. Klassengrösse 24. Kein Kind mehr! Dadurch viel persönlicher und auch ruhiger. Der Schulzusammenhalt ist fantastisch. Man ist eine Einheit.

        Wenn du dich fragst, warum unsere Große nicht auch da hin geht: die FES bietet leider kein Latein an - und sie LIEBT Latein. Das reicht ihr als Grund da zu bleiben, wo sie ist :-)

    Hallo.

    Ich selbst war ein paar Jahre auf einer Privatschule. Sie war staatlich nicht anerkannt. Also haben wir unsere Abschlüsse per externer Prüfung gemacht. Auf die Prüfung wurden wir gut vorbereitet. Es gab auch keinen Unterrichtsausfall. Ich hatte nie Nachteile durch diese Schule.

    Lg marci

    Naja, bei Privatschulen gibt es bei uns (Bayern) auch zwei Unterschiede.

    Staatlich anerkannte Privatschulen benötigen wie staatliche auch, Übertrittsvorrausetzungen...Gym 2,33 und Realschule 2,66 (aus M/D/HSU). Sind bayr. Lehrplan gebunden und dürfen , wie staatliche ihre Abschlussprüfungen an ihrer eigenen Schule ausüben. Haben zwar größtenteils Auswahlverfahren, müssen aber geringe Prozentanteil auch z.B. Kinder mit leichter Behinderung ect. nehmen.
    Haben dadurch im Vergleich, zur den nur " genehmigten" Privatschulen, deshalb geringere Schulgebühr, da sie vom Bundesland, als anerkannte mehr Zuschüsse z.B. Schulgeld bekommen. Über 3km Entfernung wird die Fahrkarte von der Stadt bezahlt. Unsere kostet zwar 135.- monatl./aber nur 35.- Selbstleistung /100.- übernimmt der Staat. Die andere kostet 90.- Eigenleistung. Es kann auch OGS dazugebucht werden.

    Staatlich genehmigte Privatschulen haben keine Übertrittsvorraussetzungen ( bzw. keine Empfehlung nötig) nehmen auch mit 3,0/3,5 .....können z.T. den Lehrplan selbst gestalten. Sind ca. das doppelte teurer , als als eine staatl.anerkannte Privatschule und meist nur als "gebundene Ganztagsschule"vorhanden. Ein Beratungsgespräch mit Eltern +Kind und Zahlungsfähigkeit entscheidet , dann das Auswahlverfahren (unsere Bekannten mußten Berufe und Einkommen offen angeben#augen. (Hat bei uns den Ruf: "Schafft es das Akademiker- Kind nicht auf eine weiterführende Schule, bewahren sie es gegen eine kl.Gebühr #schwitz vor der Mittelschule." Dazu dürfen sie selbst keine Abschlussprüfungen vollziehen, da müssen die Schüler an einer externen staatlichen Schule ihre Abschlussprüfung schreiben. Fahrkarte wird nicht bezahlt. Diese kostet 450.- /+80.- Essen/+ ca. Monatsfahrkarte.

    (13) 02.03.17 - 19:52

    Hallo,

    ja immer wieder, auch wenn die Ansprüche höher zu sein scheinen als an anderen Gymnasien.

    "Wir" sind aber nicht komplett privat, sondern eine staatlich anerkannte konfessionelle Schule. Schulgeld hält sich dementsprechend in Grenzen.

    Unterrichtsausfall gibt es in der Unterstufe / Mittelstufe nicht, es sei denn die Lehrkraft des nachmittagsunterrichts ist krank. Zur Zeit gibt es aber nur 1x die Woche nachmittagsunterricht.

    Die Lehrer sind engagiert, Kommunikation klappt problemlos.
    Wobei das auch bei uns in Grundschule auch so ist.

    Viele Grüße

    (14) 02.03.17 - 19:54

    Privatschule ist nicht gleich Privatschule. Es gibt gerade in dem Bereich gravirende Unterschiede. Es gibt ohne Frage sehr gute Privatschulen. Was mich an deiner Beschreibung stutzig werden lässt ist Bemerkung, dass es bei der Auswahl der Schüler mehr um die Zahlungfähigkeit der Eltern geht, als um das Kind geht. Da würde ich die Finger von lassen. Auf solchen Schulen sind verhaltensauffällige Kinder, die nicht selten schon irgendwo von einer anderen Schule geflogen sind keine Seltenheit. Die Tochter einer Bekannten war auf solch einer Privatschule. Genau ein Jahr und wechselte dann auf eine staatliche, weil die Klassensituation nicht mehr zumutbar war. Die Klasse hatte zwar nur 20 Schuler, aber wenn 8 davon verhaltensauffällig sind, dann ist kaum noch ein geregelter Unterricht möglich.

    Gute Privatschule schauen schon sehr genau, ob ein Schüler in die Schule passt oder nicht. Selbst die teuersten Privatschulen nehmen nicht jeden Schüler, dessen Eltern sich die Schule leisten können.

    • (15) 02.03.17 - 22:44

      Hallo
      Meine Freundin meinte damit nicht die Schule die bei uns infrage kommt sondern Privatschulen generell.
      Irgendwo ist glaube ich auch da was dran. An unserem alten Wohnort gab es eine private Grundschule die einen extrem guten Ruf hatte und von allem was Ahnung hat (natürlich nicht von den eigenen Mitarbeitern) in den Himmel gelobt wurde. Ich habe das Anmeldeformular gesehen und es war doch sehr interessant was sehr detailiert gefragt wurde...

      Liebe Grüße #blume

Hallo
Vielen lieben Dank für eure Erfahrungen. Sie haben mich ehrlich gesagt positiv überrascht. Jedoch weiß ich aus erster Hand dass es HIER auch extrem gute öffentliche Schulen gibt, zumindest sind die hier als besonders positiv angesprochenen Punkte dort selbstverständlich.
Wir werden mal sehen wie es weitergeht. Plan B ist vorhanden.

Liebe Grüße #blume

(18) 03.03.17 - 09:45

Hi,

meine Freundin ist in München Lehrerin auf einer Privatschule.

Privatschule hat nichts mit "die öffentlichen Schulen sind nicht gut genug" zu tun, teils werden da auch Schüler abgeschoben, die auf der öffentlichen Schule total versagen und die letzte Hoffnung sind die privaten Schulen. DIe werden da nämlich schon irgendwie durchgeschoben, wenn Mama und Papa spendet.

Achja, "besondere Schulen" die du vielleicht meinst, sine Elite-Internate, keine Privatschulen.

lg
lisa

  • (19) 03.03.17 - 11:34

    Es heißt ja nicht, dass öffentliche Schulen nicht gut genug sein sollen, sondern das Privatschulen(also staatlich anerkannte) gewisse Vorteile zu öffentlichen haben. Den selben Lehrplan, meist mit Zusatz-Konzepte meist vertiefter ...dazu kleinere Klassen, keine Ausfallstunden oder lehrplanlose Vertretungsstunden, ein normaleres Publikum (mit vereinzelte Ausnahmen) Nicht so ein friss oder stirb Konzept, wie es auf öffentlichen haben.
    "Durchgeschoben" werden da gar keine Kinder, eher das Gegenteil, mit Spenden was zu bewirken bei nur "genehmigten" reine Privatschulen .

Hallo,

kurze Antwort: ja.

Meine Tochter war in einer schwierigen Grundschulklasse (staatlich) und ist in der Sekundarstufe auf eine Privatschule gewechselt. Man muss klar sagen, dass sie ca. 4/5 Bewerbungen für einen Schulplatz hatten und wirklich keine "Chaoten" genommen wurden, daher läuft die Klasse (von kleinen Ausnahmen abgesehen) sehr ruhig.

Die Eltern sind alle bereit, Geld in die Bildung ihrer Kinder zu investieren (die Schule ist nun aber nicht "teuer") - es gibt keine desinteressierten Eltern und man kann viel auf die Beine stellen, was an einer staatlichen Schule schon am Desinteresse scheitert. Zudem stellen die Eltern z.T. auch überzogene #schein Ansprüche, so dass an der Schule viel angeboten wird.

Stunden fallen aus, z.T. auch ziemlich viele, aber es ist so, dass in der Klasse so viel Disziplin herrscht, dass sie z.B. auch mal eine Stunde ohne Lehrer Matheaufgaben üben. Insgesamt ist das Schulgebäude ansprechend und es gibt auch tolle Angebote.

Es gibt auch einige Nachteile:

Das Bewerberverfahren ist völlig undurchsichtig und mitunter gibt es doch Klüngelbildung ... die "großen Namen" bekommen immer einen Platz, allerdings keine weiteren Vorteile bei der Vergabe von Plätzen in AGs oder so.

Die Schule ist sehr auf Außenwirkung bedacht, dass der November/ Dezember immer sehr anstrengend ist, weil viele Konzerte stattfinden, gleichzeit aber viele Klassenarbeiten geschrieben werden und oft der Fahrdienst der Eltern in Anspruch genommen wird.

Nicht alle Aktionen finde ich super (z.B. gibt es immer einen Kuchenverkauf um Spenden zu generieren, ich würde viel lieber so spenden, aber mein Kind will auf keinen Fall irgendwie rausfallen ....) und oft schießen die Eltern mit dem Aktionismus etwas über das Ziel hinaus. Der Elternbeirat organisiert ständig Dinge und wollen sich treffen - ich muss auch eigentlich nicht mit zu einem Sommerfest in der 9. Klasse, aber wäre wirklich die einzige Mutter, die da nicht aufläuft.

Z.T. sind recht "reiche" Kids in der Klasse, die das auch sehr gerne mal raushängen lassen.

Aber alles in allem. Ja. Kind fühlt sich wohl.
GLG
Miss Mary

Hallo,

meine Tochter ging auf eine private Grundschule.
Danach entschieden wir uns für ein staatliches Gym.

Nach 1,5 Jahren haben wir dann doch auf ein privates Gym gewechselt.

Es ist eben ein wahnsinniger Unterschied.
Wobei es ja immer auf die Schule und das Kind ankommt.

Für uns war die private GS ein absoluter Gewinn und der Wechsel vom staatlichen aufs private Gymnasium hat zum Glück auch das Ruder wieder herum gerissen.

Grüße

In unserer Gegend gibt es nur zwei Typen von Privatschulen:

*) Privatschulen mit Trägerverein katholische Kirche: kommt für uns nicht in Frage, da unserer Meinung die Kirche in der Schulbildung nichts zu suchen hat

*) Reine Mädchen- bzw. Jungenschulen: finde ich extrem altmodisch und ich halte einfach viel von gemischten Klassen

Bei uns fällt das also flach...

(23) 05.03.17 - 02:15

Hallo, unsere Tochter ist seit der Einschulung in einer privaten Schule und wir würden uns immer wieder dafür entscheiden.
Ein großer Grund war, dass wir bei der Besichtigung der regulären Schule in unserem Bezirk sofort dachten:Nein!
Ok, dass die Klassenzimmer komplett schlimm aussahen, wäre hinnehmbar gewesen, da kann man ja auch mal ne Elterninitiative auf die Beine stellen zum Instandsetzen etc. Dazu kamen noch die Vandalismusspuren (kaputte Türen, demolierte Waschbecken, "Fo..e" als Wandschmiererei im Flur- und das bei einer reinen Grundschule!) Anfragen von anderen Eltern ("Nach welchem Konzept wird Lesen/Schreiben gelernt?") wurden mit " Das geht Sie gar nichts an!" niedergebügelt.
Auf die Frage einer Nachbarin "Wie groß ist der Ausfall von Unterrichtsstunden?" (das ist hier an den Schulen ein großes Problem, das Fachunterricht ausfällt und dann quasi nur Betreuung stattfindet ) kam wieder zurück "Das geht Sie nichts an, das werden Sie nicht mal mitbekommen, die Kinder bleiben ja mindestens bis 14 Uhr und mehr hat Sie nicht zu interessieren!"- das ganze in einem Tonfall, der richtig patzig war und das obwohl die Fragen wirklich nett gestellt wurden.
Ganz zu Schweigen davon, dass das Verhalten der Kinder auf dem Schulhof mehr nach Herr der Fliegen als nach Grundschule aussah.

Die Privatschule war gar nicht elitär oder steif oder reich sondern wie eine ganz normale staatliche Grundschule vor 30 Jahren, so wie mein Mann und ich das noch kannten.
Ganz normale Kiddies aus aller Welt, alle Religionen (bzw auch religionslos), Eltern normal und freundlich, ganz normal tobende, raufende, spielende Kinder. Auch massiver Einsatz für Integration und Inklusion.
Dazu ein Vorgespräch, wo das Konzept vorgestellt wurde (damit eben die Eltern mitbekommen, dass fast alles anders gelehrt wird als früher) und alle Fragen normal beantwortet wurden.

Wir haben es kein Stück bereut.
Unsere Tochter ist superglücklich, sie hat engagierte und fordernde/fördernde Lehrer (da wurden wir auch mal drauf angesprochen von anderen Eltern, ob die Schule nicht zu anspruchsvoll sei, es gebe da Gerüchte...nö, in der Grundschule war einfach wichtig, dass alle Grundlagen sitzen und dass Rechtschreibung und Grundrechenarten etc richtig sitzen, ist mir auch wichtig).Es gibt soziale Projekte in Mengen, auch auf gutes Miteinander wird extrem Wert gelegt.
Schön zB das Projekt "Roots of Empathy", wo ein Jahr lang ein Baby die Klasse begleitet (alle 6 Wochen).
Besonders gut: Egal, welche Schulform es später werden soll, ist die Vorbereitung aufs Berufsleben/Studium sehr gut und intensiv.

Ich lass mir auch kein schlechtes Gewissen einreden:
Meine Freundin hat eine ordentliche staatliche Grundschule vor der Haustür, hätten wir auch so eine, hätten wir nicht nach einer Alternative gesucht.

Eine Privatschule hatten wir so gar nicht auf dem Schirm, bis wir gesehen haben, was das für eine Schule ist, wo unsere Tochter hätte hingehen müssen.

Die Privatschule war einfach die beste Alternative in der näheren Umgebung.

Wie gesagt, wäre die Regelschule nicht so unter aller Kanone gewesen, hätten wir das nicht gemacht.

Von den Eltern die wir kennen, deren Kinder da hingehen hören wir, dass da zwar auch ein paar gute Lehrer sind, die sicher ihr Bestes geben. Aber das macht leider nicht wett, wieviel Unterricht ausfällt bzw. wie wenig aufgefangen wird.
Keiner will sein Kind auf die dazugehörige Gesamtschule schicken, weil die Qualität da momentan (ist ja nicht in Stein gemeißelt)noch schlechter ist.

Also ich würde mir immer die Schule angucken und dann entscheiden, wir würden das ganze Extra-Geld nicht ausgeben, wenn es eine gute staatliche Schule bei uns im Einzugsgebiet gegeben hätte.

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