Probleme am Gymnasium 5. Klasse

    • (1) 06.03.17 - 05:45

      Hallo,

      mein Sohn ist seit dem 1. Tag Grundschule ein Null-Bock-Kind. Deswegen gab's auch die eingeschränkte Empfehlung zum Gymnasium. Er wollte unbedingt. Ich war dagegen.

      Und nun sind alle die Probleme da, die ich kommen gesehen habe. In der GS musste er nix tun. Und schrieb immer 1 und 2.

      Jetzt schreibt er bestenfalls 3 und auch schon mal 2. 4,5 und 6 war auch schon dabei. Was ihn frustriert. Er sieht aber nicht ein, dass er jetzt was tun muss.

      Die Klassenlehrerin meinte beim Elternsprechtag, es wäre die richtige Entscheidung gewesen, er wäre nur noch nicht ganz angekommen.

      Aber dieses Theater hier zu Hause treibt mich an meine Grenzen. Ich hab noch zwei Kinder (9 und 3) , bin alleinerziehend und berufstätig.

      Er macht nur widerwillig Hausaufgaben und heult und tobt wenn er lernen muss.

      Ich weiß grad keine Lösung. :-(
      Grüße

      • (2) 06.03.17 - 06:31

        Ist er noch gerne auf dem Gymnasium oder ist ihm das inzwischen auch egal? Auch auf der Realschule müsste er ja lernen, es geht nunmal nicht ganz ohne.

        Theater würde ich gar nicht veranstalten. Entweder macht er Hausaufgaben oder eben nicht. Und wenn er nicht lernt, dann sieht er die Konsequenzen ja auch selbst. Lernhilfen wie Vokabelabfrage und feste Zeiten dafür würde ich vorgeben, ansonsten ihm klar machen, ist Schule sein Ding.
        Und wenn die Noten nicht reichen, dann sitzt er ganz schnell auch ohne tägliches Theater in der Realschule. Seine Entscheidung.

        Ich würde nochmal ein längeres Gespräch mit der Lehrerin führen und mit ihr ausmachen, dass sie auch nochmal mit ihm spricht. Sie scheint ja überzeugt zu sein, dass es bei ihm nur noch klick machen muss. Bei uns heisst es ganz klar, nicht die Noten alleine seien fürs Gymnasium ausschlaggebend, sondern vor Allem der Lernwillen des Kindes.

        Ich weiß ja nicht, wie sein Notenstand momentan ist und welches Bundesland. Sollten die Noten (Bundeslandentsprechend) ihn nicht versetzen lassen, müsste er die 5. Klasse Gymnasium, sowie auch beim Wechsel auf eine Realschule , auch nochmal die 5. Klasse wiederholen.
        Würde erstmal ein ausgiebiges Gespräch mit dem Sohn (und der Lehrerin) suchen , ob er mit lernen auf dem Gymnasium bleiben möchte, oder evtl. 5. Klasse Gym oder 5. Klasse Real wiederholen möchte oder evtl. sogar auf eine Mittelschuler runterwechseln müßte.
        Die Zukunft liegt in der Hand des Sohnes, du kannst ihn nur die Augen der Gefahren öffnen.

        (4) 06.03.17 - 09:00

        Hallo,

        das kann ich mir vorstellen, dass dich das an deine Grenzen treibt. Gibt es bei euch eine HA Betreuung in der Schule, wo er vielleicht hinkann? Wie sehen denn eure Regeln aus? Macht er die HA allein? Habt ihr schon mal einen Termin beim Beratungslehrer gemacht?

        Ich unterrichte selbst oft in Kl. 5 am Gym. und finde es immer gut, wenn man den Kindern auch Zeit lässt zum Ankommen, die KL scheint das ja auch so zu sehen. Natürlich, es muss sich was ändern, aber an der RS muss er ja auch HA machen und sich auf Klassenarbeiten vorbereiten, oder? Er muss erkennen, dass er nicht mehr in der GS ist, dass man Englischvorkabeln lernen muss und HA machen muss usw. das dauert bei manchen leider eine Weile, andere erkennen es schneller ;-) ist leider so. Was will er denn? Am Gymn. bleiben? Ich würde wirklich mal zum Beratungslehrer gehen!

        Alles Gute

      • (5) 06.03.17 - 09:06

        Hallo!

        Was wäre denn die Alternative zum Gymnasium? Die Realschule? Meinst Du, dass er dort

        1. nichts tun muss um bessere Noten zu bekommen und
        2. meinst Du, dass der Wechsel auf die RS zu einem deutlich besseren Arbeitsverhalten führen wird?

        Meine persönliche Erfahrung mit einem sehr faulen Schnellkapierer und einem sehr fleißigen weniger-Schnellkapierer ist, dass sich Nichts und die Hälfte davon durch Schulwechsel erzwingen lässt sofern die Schule nicht im Konzept stehen hat: "Wir kümmern uns sehr gerne und mit einem patentierten Erfolgs-Rezept um Stinkfaule!" - Ich suche auch noch nach dieser Schule ..... vergebens!

        Die Lösung wird wohl sein: tritt ihm in den Allerwertesteten solange Deine Kräfte reichen, ein anderer wird es an egal welcher Schule nicht tun und von ganz alleine wird sich nichts ändern!

        LG, I.

        (6) 06.03.17 - 09:34

        nimm den druck raus, gerade in Klasse 5 ist es so was von normal das die Noten in den Keller rutschen, neue Schule, neue Lehrer viele neue Fächer und wenn man sonst nie viel machen muss man plötzlich lernen um keine 6 zu kassieren.

        Sag ihm Hausaufgaben sind sein Ding, Schule ist sein Ding zu hilfst ihm wenn er möchte lässt ihn aber in Ruhe, sag ihm auch dass wenn er gar nichts macht es passieren das er nicht versetzt wird aber dass es dann sein Problem ist, und das du zu ihm stehst egal was passiert, ein anderer Punkt ist Ausgleich, er muss sport machen oder Freunde oder oder oder, um mal nen freien Kopf zu bekommen, lass ihn selber entscheiden wann er was macht und ob, einige Kinder können indem alter besser spät abebds lernen, oder früh am morgen.

      • (7) 06.03.17 - 10:00

        Huhu,

        ich glaube auch, dass "Nichtstun" an jeder Schulform ein Problem ist.

        Wir haben zuhause die Vereinbarung, dass wir Medienzeiten, Aufbleiben etc. etwas lockerer sehen, solange es in der Schule gut läuft (1-3) und die HA ohne Gezeter erledigt werden.

        Gäbe es anhaltende Probleme, die wirklich auf fehlendes Lernen und nichterledigte Hausaufgaben zurückzuführen sind, würde ich die Mediennutzung stark einschränken, mit der Begründung, dass zu viel Medien in der Regel Ursachen für sowas sind.

        Sicherlich würde ich das nicht bei einer einzelnen schlechten Note tun, denn die ist ja schon "Strafe" genug. Aber wenn ich feststelle, mein Sohn hängt deutlich lieber und mehr vor dem Rechner als über den Büchern, würde ich es verbieten oder zumindest deutlich einschränken.

        Also: Pflichten erledigt bedeutet mehr Rechte und umgekehrt. So hat er es selbst in der Hand.

        Diese Vereinbarung haben wir so getroffen und es reicht, dass ich meinen Sohn ab und an daran erinnere, wenn er über das Vokabellernen moppert. ;-)
        Ich helfe ihm auch beim Lernen, wenn er mich darum bittet.

        Vielleicht könntet ihr ja einen schriftlichen Vertrag machen, wo ihr Vereinbarungen (Rechte/Pflichten) für beide Seiten (also ihn als Schüler und dich als Mutter) festlegt. Wichtig wäre dabei, dass ihr den Vertrag gemeinsam macht und nicht nur er, sondern auch du dort Verpflichtungen hast.

        LG

        Hanna

        Hallo,

        ganz ehrlich von solchen etwas "weichgespülten" Aussagen wie "noch nicht angekommen" halte ich sechs Monate nach Schulbeginn nichts. Ich denke, da muss gehandelt werden. Du hast nicht besonders viel Alternativen.

        Das Problem ist, dass du irgendwann auf jeder Schulart lernen muss. Meine Tochter ist gerade in der 9. in der Realschule und da hat es nun zum Halbjahr einer ganzen Reihe Minimalisten den Stecker gezogen. Da gibt es auch welche, die seit der Fünften nichts machen und es nun z.B. gar nicht auf die Reihe bekommen, eine GFS oder ähnliches zu planen und zu halten.

        Wenn du jetzt nichts machst, verschleppt sich das Problem. Irgendwann versteht er z.B. in Englisch keine Texte mehr, wenn er keine Vokabeln lernt. Und wie gesagt, bei einem Schulwechsel "zehrt" er dann eine Weile vom Wissensvorsprung, aber dann hast du das gleiche Problem wieder.

        Versuch dir Hilfe zu holen, z.B. beim Beratungslehrer oder beim Schulpsychologen. Bei unseren Kindern hilft eine klare Strukturierung. Es hängt der Stundenplan und ein Plan mit den Nachmittagsaktivitäten klar sichtlich im Wohnzimmer. Sie kommen heim, essen, machen Hausaufgaben. Da sind wir total unerbittlich, die Kinder wissen inzwischen auch, dass sich "verhandeln" gar nicht lohnt und probieren es gar nicht. Danach wird noch etwas gelesen, das Instrument geübt und der Ranzen für den folgenden Tag gepackt. Dann hat das Kind Freizeit. Das System klappt total gut, weil es für die Kinder ziemlich übersichtlich ist.

        Wie laufen denn solche Diskussionen ab? Welches Verhältnis habt ihr? Ihr braucht glaube ich eine sehr klare Stukturierung mit klaren Ansprüchen, was dein Kind zu erledigen hat. Bevor das nicht erledigt ist, ist auch freizeitmäßig nichts zu holen. Das muss man manchmal einfach "aushalten", auch den Konflikt, mein Sohn hat 1x vier Stunden für die Hausaufgaben in der Grundschule gebraucht und ging nach dem Abendessen ins Bett. Fußballfreunde wurden weggeschickt mit dem Hinweis, dass er heute lieber trödelt. Das ist nur einmal passiert, dann hat der Lerneffekt eingesetzt.

        Wenn du das nicht zeitlich leisten kannst/ willst schau dich doch nach geeigneten Angeboten um - es muss eben was sein, wo das Kind nicht durchs Netz schlüpfen kann. Die meisten Hausaufgabenbetreuungen schauen nicht mal nach der Vollständigkeit. Vielleicht ein stukturierter Hort? Ein Wechsel auf eine Ganztagesschule? Eine Betreuung, die zu euch nach Hause kommt?

        GLG
        Miss Mary

        • Nur mal so als Rückmeldung:

          Aus meiner Sicht ist das absolut der falsche Weg! Es sei denn, ihr steuert da Stück für Stück gegen.

          Denn: Wenn ihr als Eltern alles vorgebt und strukturiert, wie bitte soll Kind (in eurem Fall alle 3) lernen, SICH SELBST zu strukturieren? Denn darauf wird es für den Rest des Lebens ankommen.

      (10) 06.03.17 - 16:22

      Hallo,

      mein Tipp ist einfach locker bleiben. Ich würde ihn nicht in den Hintern treten, denn das muss einfach von ihm kommen. Er scheint ja nicht blöd zu sein und mehr als Sitzenbleiben, auf eine Realschüler zu müssen kann ja nicht passieren. Er muss die Erfahrung einfach machen. Entweder er tut was für die Schule oder nicht. Die Konsequenzen wird er alleine tragen müssen.
      In der 5. Klasse kann er auch noch ausprobieren ob es klappt oder nicht. Da würde ich noch nicht so hinterher sein. Wichtig ist das er weiss was passiert wenn er weiter absackt. Wenn ihm die Schule wichtig ist, wird er sich fangen, wenn nicht steht eben ein Schulwechsel an. Er muss lernen das ihm nicht immer alles einfach zu zufliegt.

      Wenn er die Hausaufgaben nicht macht.... Lass ihn in der Schule auflaufen. Die werden ihm da schon ein paar Takte sagen dazu. Erinnere ihn daran und ob er sie macht oder nicht muss er selber wissen. Sich da Stundenlang hinzusetzen und ihn heulen zu lassen bringt einfach keinen weiter. Sollte er sie aber machen, wäre es wichtig das auch zu honorieren und zu loben, denn das spornt an.

      Meine Tochter ist auch Stinkefaul. Hausaufgaben macht sie aber, weil sie die Konsequenzen nicht so mag, bzw es ihr auch Peinlich ist. Ich muss da nie hinterher sein. Sie lernt auch sehr wenig, aber ihre Noten sind in Ordnung. Ich brauche keinen Überflieger, aber einen Menschen der von sich aus aktiv ist. Ich hoffe das irgendwann mal der groschen fällt und sie von sich aus ihr Potential mal voll ausschöpft. Erzwingen kann man das aber nicht. Sie ist jetzt in der 8 Klasse und so langsam findet sie auch Spaß daran, da sie auch positives Feedback bekommt.

      Wenn die Klassenlehrerin von sich aus der Meinung ist das er es drauf hat, würde ich ihr das mal glauben.
      Ich denke wenn man mit ihm darüber gesprochen hat, dann braucht man das auch nicht zu wiederholen. Verbessern sich seine Noten nicht, dann muss er die Schule wechseln, weil er dann auch Sitzenbleiben wird. Ist ja im Grunde einfach zu verstehen. Es liegt in seiner Hand. Was ich machen würde ist sagen das man ihm helfen wird, wenn er das will. Also Abfragen, etwas erklären usw. Er wäre also damit nicht alleine. Der Wille sollte aber von ihm kommen.

      LG Sonja

      (11) 06.03.17 - 21:33

      Ich vertrete ja die Ansicht, dass es der "Job" von Kindern ist, ihre Schule ordentlich zu meistern.

      So wie jeder kann aber mit dem nötigen Engagement, jeder seinem Niveau entsprechend.

      Aber: faul und bockig gibt's nicht.

      Ich finanziere meinen Kindern Haus Kleidung Essen Hobbys Urlaub Taschengeld usw und dafür erwartenich, dass sie ihren Job ordentlich tun.

      So wie es später von Ihnen auch erwartet wird.
      Ich habe mit den Kindern einen Hausaufgabenvertrag. Mit Rechten und Pflichten.

      Und ich denke je früher die Kinder das verstehen desto besser.

      Läuft es mit Hausaufgaben oder Test Vorbereitungen nicht oder nur mit Drama: geht's halt mal nicht zum Tanzen oder Fußball oder oder oder

      Und wenn nur Hausaufgaben das Problem sind: Hausaufgabenbetreuung gibt es hier am Gymnasium eine funktionierende und die wird Kind 1 ab Herbst nutzen WENN es nicht läuft daheim.

      Klingt hart und nach erziehungscamp aber so ist das nicht. Regeln, Pflichten und dann Rechte und Privilegien.

      Bis jetzt funktioniert es so. Und ich hoffe dass das in der Pubertät auch so bleibt weil wir es von Anfang an etabliert haben.

      (12) 08.03.17 - 11:38

      >> Aber dieses Theater hier zu Hause treibt mich an meine Grenzen. Ich hab noch zwei Kinder (9 und 3) , bin alleinerziehend und berufstätig.

      Er macht nur widerwillig Hausaufgaben und heult und tobt wenn er lernen muss.<<

      Ich weiß, dass das jetzt doof klingt aber was bin ich froh, dass meine Tochter schon von der ersten Klasse an eine Ganztagschule (erst GS jetzt Gymi 7. Klasse) besucht!

      Ich würde täglich ausrasten, wenn mich auch noch um Hausaufgaben und Mittagsessen kümmern müsste #schock#schock#schock

      Klar Ganztag gibts natürlich nicht überall.

      Wenn ich die Möglichkeit jedoch hätte - würde ich mich IMMER für GANZTAG entscheiden.

      Bei uns ist das Gymi sogar mit gebundenem Ganztag, also mit Unterricht bis 16:15 Uhr.. - das nimmt uns viel Spannung aus dem Familienalltag denn sie ist mit allem fertig wenn sie nach Hause kommt ;-)

      Nur lernen tut sie abends noch.

      >> Jetzt schreibt er bestenfalls 3 und auch schon mal 2. 4,5 und 6 war auch schon dabei. Was ihn frustriert. Er sieht aber nicht ein, dass er jetzt was tun muss. <<

      Und naja....
      Ich musste jetzt in der 7. Klasse Halbjahr feststellen, dass die Noten sich genau um eine Note verschlechtert haben.

      Jetzt. Wo die Orientierungsstufe vorbei ist und sie in der Mittelstufe angekommen ist.

      5. & 6. Klasse waren unsere Noten genauso wie in der Grundschule. Nur einser und zweier.

      Ich würde an Deiner stelle jetzt mal abwarten, was das Zeugnis am Jahresende sagt und dann nicht vielelicht doch ein Wechsel auf die Realschule sinnig wäre.#kratz

      Man weiß ja. Viele Wege führen nach Rom. Auch mit Realschulabschluss kann man später noch studieren. und auch sonst stehen einem viele Wege offen.

      Alles besser als schlechte Noten, ein frustriertes Kind und eine noch frustriertere Mutter.

      Alles Gute!!!

      #klee

      Petra mit Joelina 13 und Tim 4 (zum Glück noch im Kindergarten)

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