NRW - eingeschränkte Empfehlung für das Gymnasium

    • (1) 06.03.17 - 20:00

      Ich mache mir solche Gedanken wo ich meine Tochter hinschicken soll.

      Welche Kinder haben mit einer eingschränken Empfehlung für das Gymnasium dieses auch geschafft?

      Meine Tochter ist sicherlich nicht dumm, sondern faul und ich möchte auf keinen Fall jeden Tag stundenlang zu den Hausaufgaben mit ihr lernen müssen.

      Bitte Erfahrungsberichte.

      • was möchte denn das Kind.

        Zitat:" Ich mache mir solche Gedanken wo ich meine Tochter hinschicken soll."

        Naja, am Wichtigsten ist, wo deine Tochter unbedingt hin möchte. Wenn sie unbedingt auf ein Gymnasium möchte, müsste ihr Klargemacht werden, dass es ohne Lernen, Vorbereitungszeit ect. nicht lange so geht. Falls sie null Plan hat....würde ich es über die Noten entscheiden lassen oder mal auch mit ihrer Klassenleitung , über ihre ehrliche Einschätzung beraten lassen. Sie kann eher einschätzen wie weit man mit der momentanigen "Faulheit" kommt.
        Da bin ich froh, das es in Bayern klare Fakten von 2,33 (M/D/HSU) als Eignung gibt.
        Aber nicht mal die 2,33 sagen viel aus....ist eine 2 eher eine 1, ??? oder 2,4? In Bayern tun sich viele mit 2,33 wenn die Note näher auf 3, als wie in Richtung 1 ist, schon schwer auf dem Gym.

        • In NRW wird keinen Notendurchschnitt genommen, um zu entscheiden wohin die Reise geht.

          Es ist viel komplexer und 2 Kinder mit dem gleichen Zeugniss können 2 unterschiedliche Empfehlungen bekommen. Sachen wie Lernverhalten, selbständiges Lernen und ähnliches sind entscheidend.

          LG,
          Natalia

      Was will das Kind?

      Andererseits: ein Kind welches nur das allernötigste tut und die Einsicht, dass Tests gewissenhaft vorbereitet werden müssen, fehlt sollte meiner Ansicht nach nicht aufs Gymnasium.

      Meine Tochter hatte jetzt im Zeugnis einen Notenschnitt von 1,7. also Tiptop aber wir haben auch ab und zu eine Diskussion.

      Ich habe bereits in klasse 3 angefangen mit ihr auf Tests zu üben. Also zB nach den Hausaufgaben in dem Fach noch 10 min geübt pro Tag.

      In der 4.klasse haben wir es jetzt länger gemacht. Anfragen von Vokabeln usw auch.

      Sie weiß jetzt, was im Herbst an zusatzarbeit mindestens kommt, eher mehr. Aber sie will auf diese eine Schule (G8, Kunstprofil) also muss sie das in Kauf nehmen.

      Und sie weiß dass wenn Hausaufgaben zuhause zum Problem werden (hatten wir auch schon) wird sie in der Hausaufgabenbetreuung angemeldet.

      An den Eltern reibt man sich halt doch eher und ich will schule nicht als Dauerthema daheim.

      Sie ist immer die jüngste in der Klasse und wird noch reifen müssen. Aber ein wenig kann man den Kindern schon zumuten finde ich

      • "Andererseits: ein Kind welches nur das allernötigste tut und die Einsicht, dass Tests gewissenhaft vorbereitet werden müssen, fehlt sollte meiner Ansicht nach nicht aufs Gymnasium."

        Das sehe ich anders. Gerade in der Grundschule reicht es für viele Kinder (zumindest in NRW, woanders kenne ich mich nicht aus) ohne Vorbereitung, um gute Noten zu schreiben. Bei uns wurden die Leistungskontrolle immer ohne Ankündigung geschrieben, so dass man wenig vorbereiten konnte. Alle Lehrer meinten, regelmässige Hausaufgaben und aktives Mitmachen im Unterricht würden reichen.

        Mein Sohn hat nie ein Test in der Grundschule vorbereitet, weder gewissenhaft noch irgendwie anders. Wenn die Leistungen so stimmen, wofür lernen?

        Jetzt ist er in der 7. und nach und nach lernt er, dass er mehr machen muss.

        LG,
        Natalia

    Hallo,

    ich würde danach gehen, was Deine Tochter möchte. Möchte sie denn auf's Gymnasium und ist bereit, dafür etwas zu tun?
    Wenn ja, würde ich es probieren, wenn nein, dann nicht.

    Schulkarrieren laufen grundsätzlich nicht unbedingt nach den Empfehlungen ab. Manche Kinder haben als Teenager keinen Bock mehr auf Schule und stürzen notenmäßig so ab, dass sie das Gymnasium verlassen müssen. Andere entwickeln erst spät Ehrgeiz, gehen nach der Realschule auf's Gymnasium und machen da ein gutes Abitur.

    Bei uns (auch NRW) ist es so, dass die Schüler mit eingeschränkten Empfehlungen schlechte Chancen haben, überhaupt bei einem Gymnasium angenommen zu werden.
    Da könntest Du Dich mal erkundigen.

    LG

    Heike

    Hallo!

    Meine ist auch so, hatte auch eine eingeschränkte Empfehlung und sie ist jetzt auf dem Gymnasium. Sie ist gut in der Schule, aber noch immer mehr oder weniger Stinkgefaul.

    Meine Tochter hatte nie wirklich Probleme in der Schule. Sie lag immer im Durchschnitt. Jeder Lehrer der sie kannte wusste ganz genau das sie mehr drauf hat als das was sie zeigt.

    Faulheit ist einfach kein Grund dafür auf eine Realschule zu gehen, denn da müßte sie ja auch etwas tun. Die ersten 2 Jahre (5-6 Klasse) sind hier bei uns in NRW vom Stoff her ähnlich wie auf einer Realschule. Bei uns gibt es ja auch noch die Erprobungsstufe....

    Meine Tochter ist Mittlerweile in der 8. Klasse und ihre Leistungen werden von Jahr zu Jahr immer etwas besser. Sie hat Spaß an manchem Unterricht, macht sehr viel mit, was hier mehr Bewertet wird als die Arbeiten. Mit dem Stoff selber hatte sie noch nie Probleme. Einer der Gründe warum sie für das Gymnasium geeignet ist.

    Hausaufgaben haben sie viel weniger auf. Hier wird eher Wert darauf gelegt das die Kids von alleine was machen. Sich also von alleine auf Arbeiten vorbereiten und Vokabeln lernen. Meine Tochter lernt nicht viel, bei den Noten muss sie das auch nicht wirklich, würde mir aber wünschen es wäre etwas mehr. Aber das Leben ist ja kein Ponyhof. Sie muss kein Überflieger sein, soll selber ihre Mitte finden. Damit fahren wir sehr gut bisher.

    Wenn es nur um Faulheit geht: Lernen muss sie auch auf einer Realschule.......für mich also kein Argument nicht auf ein Gymnastium zu gehen. Da müßte es dann schon noch andere Gründe geben.

    Was das Kind will......also meiner Tochter wäre lieber auf eine Realschule gegangen, aber mit dem Hintergrund das man da ja 'weniger' tun muss. Ansonsten konnte sie keine Gründe anführen.

    LG Sonja

    Mein Sohn hatte eine volle Empfehlung für das Gymnasium in NRW.

    Ich denke ihr solltet gemeinsam überlegen, was dein Kind möchte. Lernen muss sie überall, Vokabeln, für Arbeiten usw.

    Was für Möglichkeiten habt ihr in der Nähe. Hausaufgabenbetreuung/ Ganztag ...? Ihr werdet euch ja bestimmt Schulen angeschaut haben. Bei uns sind die Anmeldungen schon gelaufen!

    Mein Sohn geht auf ein beliebtes Ganztagsgymnasium. Es gibt immer mehr Anmeldungen als Plätze. Daher werden Kinder mit voller Empfehlung vorgezogen. An einigen, nicht so beliebten Gymnasien, werden auch Kinder mit Realschulempfehlung genommen.

    Ich kenne dein Kind nicht, daher würde ich nochmal mit der Lehrerin sprechen.

    Wenn der Kleine nächstes Jahr eine eingeschränkte Empfehlung fürs Gymnasium bekommen sollte, schicken wir ihn eher zur Realschule. Aber das wird dir nicht weiterhelfen.
    Lg

    Hallo,

    wir (B-W) haben unsere Tochter mit einer "schlechten" Gymnasialempfehlung (bei uns gibt es das eingeschränkte nicht) auf eine RS geschickt. Sie ist heute in der 9ten. Damals unsere Gründe:

    (a) Sie war ziemlich schüchtern und wenig selbstbewusst, wir wussten nicht, wie die Pubertät verläuft und ob sie dann so "problemlos durchläuft". Wir dachten, es tut ihr gut, irgendwo nicht nur im Durchschnitt oder drunter mitzuschwimmen, sondern auch mal "gut" oder "sehr gut" zu sein.

    (b) Bei uns gibt es in guter Fahrdistanz und auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sehr viele berufliche Aufbaugymnasien, in die man nach der 10. Klasse Realschule wechseln kann und die sehr viele unterschiedliche Profile haben. Also war nichts "verloren"

    (c) Das Profil der Realschule bzw. die Fächer entsprachen mehr der Interessenlage von ihr als das Gymnasium. Sie ist nun niemand, der stundenlang Latein pauken würde.

    (d) Die Realschule differenziert total gut. Einige Arbeitsgemeinschaften des benachbarten Gymnasiums sind auch für Realschüler offen und umgekehrt.

    Sie ist nun wie gesagt in der 9ten, hat tolle Noten, ist nun sehr selbstbewusst, bringt sich gut ins Schulleben ein und hat schon ein bestimmtes berufliches Gymnasium im Auge, wo sie hin möchte. Als kürzlich ein Tag schulfrei war, hat sie dort einen Tag den Unterricht besucht, nur zum Schauen, ob es wirklich so ist, wie sie denkt.

    GLG
    Miss Mary

    Gibt es in NRW Gesamtschulen?
    Das wäre dann meine erste Wahl. Und natürlich ist es wichtig, das das Kind hinter der Entscheidung steht - sonst wird das eher nix, egal in welche Schule ihr sie schickt.

    Grüsse
    BiDi#schwimmer

Hi,

anders als der Großteil meiner Vorschreiberinnen würde ich nicht fragen "was will das Kind" denn meiner Ansicht nach kann ein 10jähriges Kind die Tragweite dieser Entscheidung nicht überblicken.

Meine Fragen wären eher - ist das Kind neugierig? Tut es sich mit dem Lernen leicht oder muss es an der Grundschule schon lernen, um eine 2 zu schreiben? Das wiederum wäre für mich ein Ausschlusskriterium.

Meine zweite kam mit einem Schnitt von 2,33 aufs Gymnasium - sie hatte in der Grundschule in Deutsch immer Probleme mit der Rechtschreibung, was ihr die 2er im Aufsatz verbaut hat. Ich hätte sie lieber an der Realschule gesehen, weil sie einfach recht schlampig war ... ihre Lehrerin sah sie klar auf dem Gymnasium - und - das Kind ist aufgeblüht, selbstsicherer geworden und - in schulischen Dingen - sehr ordentlich und gewissenhaft. Die Noten sind gut, wenn sie lernen würde, wären sie besser :-) So ist sie eine gute 2er Schülerin - witzigerweise auch in Deutsch.
Ich weiger mich allerdings auch, mit den Kindern in der Grundschule zu lernen - das müssen sie alleine hinbekommen und ihr Wissen aus dem Unterricht mitnehmen. Bislang geht meine Planung auf :-) und die Kinder tun sich auch auf der weiterführenden Schule leicht. Wenn du jetzt schon viel mit ihr lernen musst, damit sie gute / sehr gute Noten schreibt: lass es.

LG

  • (15) 07.03.17 - 09:31

    Also ich habe komplett andere Erfahrungen gemacht.

    Gerade die GS ist für Spätentwickler oft noch recht mühsam.

    Die Noten in dieser Zeit sagen nur bedingt etwas aus.

    Längeres, konzentriertes Zuhören ist vielen Grundschulkindern noch nicht möglich.

    Da ist es manchmal notwendig, den Unterricht zu Hause nachzubereiten.
    Zumal sich dieser nur auf einen bestimmten Lerntypen beschränkt.

    Ein Grundschulkind kann trotz mäßiger Noten später durchstarten.
    Ich kenne einige!

    Und es kann durchaus von Vorteil sein, wenn man schon früh gelernt hat zu lernen.

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