Gymnasium (BW) ! Übertritt, weiterführende Schule...die 100000 ;-)

    • (1) 10.03.17 - 11:39

      Hallo #winke

      Zuerst mal vorne weg, unsere Tochter hat sich bereits für's Gymnasium entschieden. Gestern Abend haben wir auch unser "Wunschgymnasium" angeschaut und wir sind echt begeistert :-D

      Es ist ein eher kleines Gymnasium (600 Schüler) mit hervorragenden Ruf.

      Und jetzt zu meinem eigentlichen Anliegen: Unsere Tochter bekam von ihrer KL eine "eingeschränkte Empfehlung" fürs Gymnasium, da sie von ihrem naturell eher schüchtern und ruhig ist! Die Noten sind Top: Durchschnitt 1.6 #schein
      Ich meine dass sie aufs Gymnasium geht IST klar, wie gesagt das möchte sie selbst ja auch. Nun zu meiner Frage tun sich schüchterne Kids soooo viel schwerer auf dem Gym? Ich meine schüchtern wäre sie auf der Realschule auch, auch da bekommt man doch die Noten nicht geschenkt #kratz ihre beste Freundin bekam mit einem etwas "schlechteren" Durchschnitt (2.0) eine uneingeschränkte Empfehlung DENN sie ist von ihrem naturell das genaue Gegenteil!

      Wie gesagt jetzt interessiert es mich eben, ob Schüchternheit ein "Bremsklotz" auf dem Gym ist? Also Mamas aus BW,;wie seht ihr das und was sind eure Erfahrungen?

      Glg, Sonia

      • (2) 10.03.17 - 11:44

        Hallo,

        ich glaube an ALLEN weiterführenden Schulen ist es so, das mündliche Mitarbeit teilweise mehr zählt als das Schriftliche.

        ´
        Das musste auch mein Sohn lernen, der zwar sehr kommunikativ ist, aber selten "unterrichtsorientiert" (so sagte seine Klassenlehrerin). So gab es in Englisch nur eine 3 trotz 2er Schnitt in den Klassenarbeiten.

        Also muss deine Tochter vor allem lernen sich zu melden und mündlich mitzuarbeiten.

        LG
        Tanja

        • (3) 10.03.17 - 21:29

          ? - Also in den "Hauptfächern" zählen Schulaufgaben doppelt - aber ansonsten zählt schriftlich und mündlich gleich.
          Das Problem, das aber in der Realschule auch auftritt - sind die vielen Lehrer, die deine Tochter dann hat.
          Und wenn jemand nur drei Stunden pro Woche vor 30 Schülern steht, dann gibt es halt die, die immer etwas zu sagen haben und leicht eine 1 oder 2 mündlich bekommen und die, die sich nie melden und die man aufruft, wenn man als Lehrer gerade mal meint, sie es dann vielleicht nicht wissen und so im mündlichen leicht auf drei oder vier rutschen (wer sich aktiv meldet, kann dies natürlich dann tun, wenn er etwas weiß) - eben weil der Lehrer die Schüler nicht sooo gut einschätzen kann, weil er sie sehr selten sieht (und bei einigen Kollegen ist es schon toll, wenn sie im Halbjahr wenigstens die Namen wissen ;-))

          Auch wenn sie sich nicht fragen traut, ist es sicherlich hinderlich - aber trotzdem würde ich eine sehr gute Schülerin aufs Gym schicken -da sitzen genug "Nerds" die kaum den Mund aufkriegen - da ist sie trotz allem eher unter "Ihresgleichen"

      Meine Tochter war in der GS auch ruhig und schüchtern (Meldemuffel, aus Angst vor der Klasse zu sprechen und sie könnte was falsch sagen und es könnten alle Lachen) ...ist jetzt in der 6.Klasse meldet sich stets, lässt sich freiwillig abfragen und ist Klassensprecher.

      Wenn Kinder von Jahr zu Jahr lernen, ihr Wissen besser einschätzen können, nimmt die Mitarbeitsfreudigkeit zu.

    • (5) 10.03.17 - 12:33

      Heute zählt doch nicht nur die rein quantitative Meldetätigkeit für die mündl. Note.

      Auch das generelle Arbeitsverhalten, die Qualtität der Unterrichtsbeiträge, die Fähigkeit Arbeitsanweisungen ohne weitere Hilfestellung umzusetzen ............

      Bei uns arbeiten die Kinder sehr viel selbstständig an Arbeitsaufträgen.
      Währenddessen geht die Lehrkraft rum und schaut genau, inwieweit die Schüler in der Lage sind , ohne weitere Hilfestellung, auch komplexere Aufgaben zu bearbeiten.

      Schüchterne Schüler gehen so nicht unter, ihre Kompetenzen werden erfasst und honoriert.

      Ich erleben aber immer wieder motzende Mütter, die sich über schlechte mündliche Noten ihrer Kinder aufregen, OBWOHL diese sich ständig melden würden.
      Das sind dann häufig lebhafte Plappermäulchen, die sich viel und ausschließlich bei reinen Reproduktionsfragen melden, aber NIEMALS einen ' unterrichtsvoranbringenden" Beitrag leisten.
      Letzteres wird sehr viel mehr gewertschätzt , auch wenn man sich dann weniger beteiligt.

      Gott sei Dank ist Quantität nicht mehr gleich Qualität!!!!!

      • "Ich erleben aber immer wieder motzende Mütter, die sich über schlechte mündliche Noten ihrer Kinder aufregen, OBWOHL diese sich ständig melden würden."

        Sind die mit im Unterricht dabei oder über Web-Cam, woher wissen sie, dass sich ihre Kinder ständig melden, weil es die Plappermäulchen zu Hause erzählen?#schein#rofl#bla

      • Leider, leider mag das für euch zutreffen. Bei uns ist es für meine ruhige, große Tochter leider Realität.

        Da haben sogar DIE Kinder, die in der 6. Klasse noch nicht gelernt haben, dass man sich im Unterricht MELDET, wenn man was zu sagen hat und NUR nach Aufforderung auch spricht, bessere Noten als die ruhigeren Kinder. Denn diese hat man ja wenigstens GEHÖRT!

        Eine einzige Lehrerin bewertet das im aktuellen Schuljahr anders und siehe da: Mein Kind hat viele andere Kinder überholt.

        Also doch: Quantität vor Qualität gibt es auch heute noch! Und die betreffenden Lehrer stehen da auch voll zu, ob es den Kindern oder Eltern passt oder eben auch nicht.

        • Da habe ich die gleiche Erfahrung gemacht.
          Sehr unschön ist mir besonders ein Lehrer in Erinnerung geblieben, er hat für die mündliche Noten eine Strichliste entworfen die nach Meldungen ging. Letztendlich sah es so aus das jeder Mist der irgendwie reingerufen wurde zählte #kratz Alle die generell nicht so drauf waren,waren da untendurch.
          Gleiche Schule anderer Lehrer, genau diese Schüler werden explizit gelobt, es wäre schön wenn sie sich von sich selbst aus mehr melden würden denn er weiß das sie meist die Antwort wissen und er schätzt ihr ruhige,bedachte Art seh und denkt da können sich viele was abschneiden #schein

          (9) 10.03.17 - 14:15

          Ich dachte es gäbe da mittlerweile ein gewisse Einheitlichkeit.

          Das erste, was den Schülern an der Schule meiner Kinder zu Beginn des Schuljahres jedesmal ausgeteilt wird, sind die
          Bewertungskriterien für die laufende Mitarbeit in allen Fächern.

          Sehr gut:
          -löste die Aufgaben in allen Teilen souverän
          -den Anforderungen in besonderer Weise entsprechend
          -reichhaltige Einbringung differenzierter Detailkentnisse
          -Fähigkeit, die Kentnisse in eine sehr gute/ in allen Teilen überzeugende Transferleistung umzusetzen
          -hervorragende Befähigung zu Problem lösenden Denken
          -hervorragende Kompetenzen im Bereich der Dialogfähigkeit
          -klarer/ differenzierter (Fach-) Sprachgebrauch

          (mündlich ein sehr gut ist hier aber äußerst selten)

          für die Note "gut" sind dann z.b. kleine Hilfestellungen bei Transferaufgaben und minimale Unsicherheiten bei Detailkenntnissen und im Fachsprachgebrauch erlaubt.
          Meldetätigkeit reicht regelmäßig, nicht reichhaltig usw.

          Da gibt es zwar immer noch Interpretationsspielraum, aber bei so eindeutigen Anforderungen
          geht hier kein intelligentes Kind aufgrund seines stillen Naturells unter.

          Wer sich gar nicht melden mag, kann in fast allen Fächern freiwillige Referate halten oder z.b. ein unterrichsbegleitendes Handout vorbereiten, um einen Beitrag für das gemeinsame Lernen zu leisten.
          Ich finde diese Sytem sooooo viel gerechter als noch zu meiner Zeit!!

          Ich dachte das wäre allmählich überall so.....#hicks

          • (10) 10.03.17 - 14:38

            Nee, leider nicht :-)

            BEziehungsweise hängt es halt stark vom Lehrer ab. Ich persönlich bin zum Beispiel von meinem sehr, sehr ruhigen Kind begeistert, weil sie sich regelmäßig freiwillige Vorträge an Land zieht. Sie haben das von Anfang an - seit der 1. Klasse - super vorbereitet und sind da nun fit drin.

            Sie hält also freiwillige Vorträge, bringt Zeitungsartikel mit und erzählt darüber im Unterricht und gestaltet den Unterricht auf diese Weise aktiv.

            Juckt aber nicht. Laut der Lehrerin gehört das alles nicht zur mündlichen Mitarbeit. Das ist nur melden und was sagen (ob aufgefordert oder nicht und der konkrete Inhalt ist auch egal).

            Ihr wurde jetzt ein klein wenig der Zahn gezogen, weil es jetzt ganz neu so einen Bewertungsbogen gibt. Aber wie du schon sagst: Sie WILL, dass diese Kinder eine schlechte Note bekommen. Schließlich sind sie ja still und damit eben in ihren Augen schlecht in Sachen Mitarbeit. Dann interpretiert sie die Sachen eben so, wie sie es braucht. Und fertig.

            Also ja: Ihre Ansichten werden ihr in der umsetzung schwerer gemacht, aber es hindert sie ja nicht an ihrer Einschätzung.

            Beispiel (sie ist leidenschaftlich an Geschichte interessiert): Sich zeitlich und räumlich orientieren können, heißt bei ihr, wie interessiert das Kind an Geschichte ist. Wen also Geschichte eher nicht so interessiert, kann sich zeitlich und räumlich eher schlecht orientieren.

            Gut.

    (11) 10.03.17 - 12:51

    Hallo

    ich finde die eingeschränkte Empfehlung fürs Gymnasium bei einem Notendurchschnitt von 1,6 absoluten Blödsinn!

    Wie ist sie denn auf SO gute Noten gekommen, wenn sie so ruhig ist? Auch in der Grundschule gibt es Noten für mündliche Mitarbeit und da habe ich Kinder erlebt, die auf Grund ihrer Mitarbeit von 2 auf 3, teilweise sogar auf 4 gerutscht sind.

    Also macht deine Tochter anscheinend genug mit in der Schule. Ich würde mir da keine Sorgen machen.

    Auf dem Gymnasium fließen auch ganz stark soziale Aspekte mit in die mündliche Note ein, weil die Lehrer dort ganz andere Ansprüche haben , wie z.b. an einer Grundschule.

    Mein Sohn ist auch nicht grad der "Hallo, da bin ich" Typ, aber er fühlt sich mega wohl auf dem Gymnasium und hat ausgezeichnete Noten.

    Nicht zuletzt weil er aufmerksam ist, mitarbeitet, gut aufpasst, seine Hausaufgaben macht und ein sehr angenehmes sympathisches Wesen hat

    Lg,

    Ich kann dir nicht wirklich aus Erfahrung berichten, da wir gerade in der gleichen Situation sind wie ihr.

    ABER ich persönlich vertraue darauf, dass sich das Bild über meine Tochter im nächsten Schuljahr (neue Schule) drastisch ändern wird. Ich sage dir dann in einem Jahr bescheid, ob es so war ;-)

    (13) 10.03.17 - 13:13

    Hallo,

    habe einen ruhigen Jungen und der hatte keinerlei Probleme im mündlichen Unterricht. Zuerst werden diese Kinder oft schlechter eingeschätzt - das kann ich bestätigen. Schriftlich überraschen sie dann oft. Bei uns zählt die mündliche Mitarbeit in einigen Fächern 60 % und auch ruhigere Kinder kommen damit klar.

    (14) 10.03.17 - 13:15

    Man wächst mit seinen Aufgaben.

    Wenn sie nicht möchte oder sich herausstellt, dass sie wirklich überfordert ist, kann man das doch ändern. Aber so von vornherein ganz tief stapeln? Das hilft einem schüchternen Kind doch so gar nicht, oder?

    Ich war als Kind sehr gehemmt und schüchtern. Ich habe mich nicht getraut aus mir raus zu gehen und zu zeigen, was ich kann. Sinkende Ansprüche hätten mich nicht motiviert, denke ich.

    Aber vielleicht ist dein Kind ja doch so?
    Würde sie sich als Überflieger in der Klasse denn wohl fühlen?

    (15) 10.03.17 - 14:10

    Ich weiss gar nicht, wie diese "eingeschränkte" Empfehlung aussieht? Wir sind auch BW und da gibts meines Wissens nach ein Formblatt mit drei Kreuzchen. Und entweder ist das Kreuzchen unten bei Gymnasium, Realschule, Werkrealschule.... oder eben nicht.

    Aber vielleicht gibts ja verschiedene Formulare, das weiss ich natürlich nicht.

    Unsere Tochter hat auch einen Schnitt von 1,6 in der Halbjahresinformation gehabt und die Lehrerin gab auch zu Bedenken dass sie sehr jung sei (sie ist mit 5 eingeschult worden, daher immer die jüngste in der Klasse bisher), aber sich das wohl verwachsen wird.

    Schüchtern ist sie nicht, eher manchmal ein Quatschkopf.

    Also wie gesagt, erstens ist es in BW ja egal wie die Empfehlung aussieht, Elternwille zählt und zweitens kennt ihr euer Kind am besten.

    Ich glaube nicht, dass Schüchternheit den Schulerfolg gänzlich gefährdet. Im Gegenteil.

    • (16) 10.03.17 - 14:26

      Ja es stimmt natürlich dass hier in BW letztendlich der Elternwille zählt ;-)

      Das X ist auch pro Gymnasium...aber es gibt dazu ja immer (zumindest hier) noch ein Gespräch mit der KL und in diesem Gespräch meinte sie eben dass unsere Tochter von den Noten her definitiv auf ein Gymnasium gehört ABER dass ihr ihre Schüchternheit hier eventuell im Wege stehen könnte und sie so vielleicht auch um 1.5 - 2 Noten abrutschen könnte #kratz wobei ich bzw. wir uns dies nicht vorstellen können! Denn ihre Noten kamen ja schließlich nicht NUR durch die schriftlichen Arbeiten zustande ;-)

      Lg

(17) 10.03.17 - 14:18

Danke erstmal für eure Antworten!

Naja, es ist ja nicht so dass sie sich nie meldet aber eben durch ihre schüchterne Art eben nicht soo häufig....! Ihre KL sagt selbst dass sie es kann und ihre Antworten bzw. Beiträge zumeist auch richtig und passend sind, sie sich aber nicht immer traut....#kratz

An der Entscheidung fürs Gymnasium ändert dieser Beitrag bestimmt nichts, denn ihr doch sehr guter Notendurchschnitt spricht unserer Meinung nach eindeutig pro Gyomnasium....zumal es auch ihr eigener Wunsch ist #schein

Ihr könnt und dürft mir aber ruhig weiterhin eure Erfahrungen und Meinungen mitteilen ;-)

Sonia

(18) 10.03.17 - 14:55

das kommt sehr auf den Lehrer, das Fach und die Verteilung an.

kurz:
bei manchen Lehrern haben schüchterne Kinder einen "Bonus", werden unbewusst!! als positiver wahrgenommen, weil sie nicht dazwischen quatschen

anderen Lehrern sind wieder Kinder recht, die auch ihre Meinung kund tun.

manche Lehrer bewerten mehr die Häufigkeit des Meldens und die Häufigkeit an der mündlichen Teilnahme des Unterrichts

andere wiederum sagen, es kommt nicht auf die Quantität an, sondern darauf, WAS das Kind sagt. Denkt das Kind mit? macht es sich Gedanken zum Stoff?
oder quasselt es nur sinnlos was dazwischen.

eine Sportlehrerin hat bei uns auch mal eine mündliche Note gegeben. Das zählte in einem Schuljahr als Note mit.

andere rechnen die mündliche Note überwiegend zur Mitarbeit oder als ein Test.

in manchen Fächern zählt mündlich schriftlich 1:1

es gibt so viele Varianten.

schwierig wird es allenfalls, wenn ein Kind gar nichts sagt. soooo schüchtern ist, dass Kind nicht mal um Hilfe fragen kann. Selbständigkeit dadurch beeinträchtigt wird.
auch das gibt es.

und wer weiß, wie es in ein paar Jahren ist.
auch laute Kinder wurden schon ruhig (wenn sie sich in sich zurück zogen) und leise wurden in der Pubertät wild und meinungsstark

vielleicht nicht sooo oft, aber auch das gibt es. ;-)

(19) 10.03.17 - 18:00

Hallo Sonia,

meine Tochter ist erst in der 2. Klasse, aber ich unterrichte selbst am Gym. in BW und nein, so ist es nicht, wobei es schon darauf ankommt, was man so unter schüchtern versteht. Meldet sie sich gar nicht im Unterricht und sagt nur was, wenn der Lehrer sie aufruft? Eigentlich (!) sollte sich das dann nur in einer "schlechten" Mitarbeitsnote (bzw. in diesen Verbalbeurteilungen, die es in 5 und 6 noch gibt, aber sie zählen nicht als Noten oder so) auswirken, in der mündlichen Note nicht, da das die Holschuld des Lehrers ist, ich muss schauen, ob das Kind etwas weiß oder nicht und es geht Qualität vor Quantität. Aber nun ja, das ist glaube ich auch Lehrer-abhängig, wobei es bei uns jedes Mal am Anfang des Schuljahres durch den Schulleiter eine "Belehrung" dahin gehend gibt. Also sollte ich alle Kinder mal in der Std. aufrufen, auch die, die sich nicht melden. In meinen Fächern (D+E) zählt das Schriftliche immer mehr als das Mündliche, meist mache ich 2/3 zu 1/3, bei einigen Kollegen ist es 50:50, in Nebenfächern kann es auch mal mehr sein (60 Mündl). Das beschließt aber die Fachschaft einer jeden Schule selbst, dh es kann einen Beschluss geben, dass es so oder so ist oder es jeder selbst bestimmen darf.

Eine eingeschränkte Empfehlung deshalb finde ich etwas seltsam, ich würde mein Kind da auch aufs Gym. schicken. Wer weiß, vielleicht ist sie ja dort ganz anders?

Alles Gute

Hallo,

mein Sohn (5. Klasse Gym, B-W) hatte den gleichen Notenschnitt wie deine Tochter und es wurde beim Gespräch auch gesagt, dass er auf dem Gymnasium mehr aus sich raus gehen muss ....

Er geht nun seit September aufs Gymnasium, ich weiß natürlich nicht, ob er sich nun mehr meldet, aber seine mündlichen Noten entsprechen nun genau den schriftlichen Leistungen. Er selbst meint, dass in der Grundschule manchmal stundenlang rumgeeiert wurde, z.B. wurde über die Kartoffel gesprochen und dann haben 15 Kinder erzählt, wie und wo und wann sie Kartoffeln am liebsten haben ... #schein Mitunter war dann auch gar kein Aufschrieb im Heft.

An unserem Gymnasium ist viel Unterricht wohl recht "klassisch". Es findet ein kurzer Einstieg statt, dann wird oft in Einzel- oder Partnerarbeit ein Text erarbeitet und eine Ergebnissicherung gemacht. In manchen Stunden gibt es auch lange Heftaufschriebe. Am Elternsprechtag war von seiner "Schüchternheit" nicht mehr die Rede.

Außerdem sind sehr viele Mädchen in der 4. Klasse sehr schüchtern. Meine Tochter (heute 9. Klasse) war in der Schule auch sehr leise und ruhig, das wurde auch immer bemängelt. Mit der Pubertät kam das Selbstvertrauen und jetzt kann man sich nicht vorstellen, dass sie mal schüchtern war #schein.

Tu das Kind aufs Gymnasium. Meine Tochter ist auf einer RS, da zählt mündliche Mitarbeit genaus viel/ wenig wie auf dem Gymnasium. Wie auch Zahnweh schreibt - es ist mitunter lehrerabhängig. Einmal hat sie in Bio eine 2,5 bekommen, obwohl sie 2x eine 1,0 geschrieben hat. Da meinte die Biolehrerin, das läge an der Mitarbeit. Das war aber auch das einzige Mal nun in 4,5 Schuljahren.

GLG
Miss Mary

(21) 11.03.17 - 20:55

Hi,

bei uns in der weiterführenden Schule wird extrem viel Wert auf die mündliche Mitarbeit gelegt.
Das wurde schon bei der Schulvorstellung in den Vordergrund gehoben.

Ich merke hier auch einen riesigen Unterschied zur Grundschule, OK, wir sind in Bayern.

lg
lisa

(22) 12.03.17 - 21:51

Hallo,

ich lese so etwas in letzter Zeit öfter und finde, das grenzt schon an Diskriminierung. #aerger

Wenn Deine Tochter ein Gymnasium nicht schaffen könnte, hätte sie schlechtere Noten. So einfach ist das.

Ich war auch immer schüchtern und mündlich schlecht und habe ein Abi von 2,4. Wäre ich mündlich besser gewesen, wäre es vielleicht eine 2,0 oder so geworden. Und deswegen hätte ich nicht auf's Gymnasium gehen sollen, oder wie? #kratz

Natürlich steht man sich irgendwo selbst im Weg, wenn man sich wenig beteiligt und sich dadurch mündlich schlechte Noten fängt.
Nur stehen sich andere Kinder anderweitig im Weg, weil sie faul sind, oder die halbe Zeit nicht zuhören, oder mit bestimmten Fächern auf Kriegsfuß stehen, oder einen Blackout kriegen, wenn sie die Klassenarbeit sehen oder was auch immer.
Die Freundin Deiner Tochter scheint auch irgendwas falsch zu machen, denn sonst hätte sie mit ihrer regen mündlichen Beteiligung bessere Noten, als Deine Tochter...
Klar, wenn es überall gut läuft, ist es schöner und selbstverständlich solltest Du versuchen, Deine Tochter dazu zu bewegen, mehr mitzuarbeiten.
Meine Eltern haben das auch probiert. Nur hatte ich immer Angst, was falsches zu sagen. Das hat sich erst in der Oberstufe bedingt gegeben. Da gab es zumindest Fächer, wo ich besser mitgearbeitet habe.

Die mündlichen Noten von ruhigen Kindern führen auch an anderen Schulen zu schlechteren Leistungen, da hast Du Recht. Deswegen ist das für mich überhaupt kein Argument für oder gegen eine Schulform.

Ich gehe schwer davon aus, dass die Bewerbung Deiner Tochter an einem Gymnasium positiver gesehen werden wird, als die der Freundin mit dem Durchschnitt von 2.0, egal, was genau die Lehrerin in die Empfehlungen der Mädchen geschrieben hat, denn die Noten beeinhalten auch in der Grundschule einen mündlichen Anteil, und trotzdem ist Deine Tochter besser als die Freundin, die sich viel beteiligt.

LG

Heike

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