Referat 2. Klasse . Erfahrungen ?

    • (1) 17.03.17 - 13:16

      Hallo ihr lieben Schüler Eltern :-)

      Meine Tochter brachte heute ihre erste Note nachhause und war sehr traurig , da es eine 3 geworden ist .

      Die Kinder sollten eine buchvorstellung als Referat vor der gesamten Klasse vortragen . Bewertet wurde 50% Inhalt 50% Vortrag . Finde ich für das allererste Referat ziemlich heftig aber gut .zusätzlich sollten sie dann 4 min aus dem Buch .vorlesen was dann eine extra Note ergab.

      Meine Tochter ist wahnsinnig schüchtern . Vor einem halben Jahr ist die noch in Tränen ausgebrochen wenn sie nur was vor der Klasse lesen sollte.

      Sie hatte sich letzte Woche extrem reingehängt . Mir das Referat ca 50 mal vorgetragen . Gemalt , geklebt , geschrieben , ein handout erstellt.

      Heute kam sie eben weinend mit dem Rückmelde bogen wieder und meinte sie wäre die schlechteste . Rückgemeldet wurde folgendes . Inhalt : volle Punktzahl

      Vortrag : weniger als die Hälfte der Punkte weil , sie

      1.zu leise und schnell gesprochen hat

      2. viele Sätze auswendig gelernt hat
      3. Die Zuschauer zu wenig abgeschaut hat

      Lesenote war eine 2

      So ihr Selbstbewusstsein ist jetzt natürlich im Keller . Ich weiß auch nicht aber ich finde die Bewertung fürs erste Referat ziemlich heftig und ärgere mich jetzt und bin sehr traurig für sie war das so eine große Überwindung und trotz vollständigen , kreativen Inhalt dann eine 3. :-(

      Ihre Schwester ( gleiche Schule /3.klasse ) hat vor ein paar Monaten auch das erste Referat gehalten . Da hat jedes Kind schonmal eine 1 bekommen , weil es sich getraut hat und bewertet wurde dann nur so richtig der Inhalt .

      Habt ihr Erfahrungen ? Wie war das bei euch ?

      LG

      • (2) 17.03.17 - 13:23

        Ich halte nichts von "pädagogischen Noten", also der von dir angesprochenen 1 für die, die sich überhaupt trauten.

        Anscheinend wurde ja das Referat schon korrekt benotet - denn wenn sie eben zu leise/schüchtern war usw dann gibt das eben nicht die vollen Punkte.

        Wie soll die Lehrerin denn sonst die Kinder bewerten, die da einfach eben besser sind?

        Ja, ich weiss, die sind alle noch klein..habe selbst einen Erstklässler und eine Viertklässlerin. Aber wie lange gilt das "die sind noch klein" ? Wie lange gilt der Welpenschutz ?

        Dann passiert das was bei uns schon eine schöne Routine hat: Klasse 1 und 2 ist Weichspülgang und schöne Noten die nicht wirklich die Leistung spiegeln, und in Klasse 3 kommt die Realität. Schonungslos.
        Die Kids stürzen ab, moralisch und von der Leistung her. Die Eltern drehen durch.

        Katastrophe.

        Dann lieber von Anfang an "richtig".

        Später wird das Referat auch nicht "besser gemacht" nur weil die Schüchternheit angerechnet wird und der Mut einen extra Punkt gibt.

        Ihr könnt doch daran arbeiten, stärke dein Kind statt ins selbe Horn zu blasen.

        Meine Meinung.

        • (3) 17.03.17 - 13:44

          Ich kann deine Meinung verstehen . Wirklich . Mir ist auch klar , dass sie nicht der Typ dafür ist . Ich fande es für die allererste Note im allerersten Referat wo sie sich so reingekniet hat einfach nur sehr schade .

          Stell dir das mal vor du hast eh schon so große Angst , dass du zitterst und kaum schlafen kannst , traust dich dann trotzdem und bist die allerschlechteste .

          Natürlich haben wir das mit dem laut sprechen und langsam geübt und geübt . Sie hat es mir ja sehr oft vorgetragen und der Oma und der großen Schwester . Aber wenn man vor einer Klasse steht ist es halt was anderes .um wirklich gut frei vor einer Gruppe zu sprechen bedarf es ( wenn man nicht der Typ ist ) meiner Meinung nach jahrelange Übung

          • Hallo
            Es gibt sehr sehr viele Schülern denen es so geht! Auch später, bei viel umfangreicheren Geschichten.
            Und mit 3 als Gesamtnote ist man am "allerschlechtesten"? Eine 3 ist befriedigend, wenn "wenn die Leistung im Allgemeinen den Anforderungen entspricht."
            Ich hoffe sehr du redest nicht vor deinem Kind so über eine 3 in der 2 Klasse..

            LG

            • Die anderen haben alle eine 1 oder 2 . Und sie sagt selbst sie hat die schlechteste Note . Mir würde im Traum nicht einfallen ihr da Druck zu machen . Wie du schon sagst 3= befriedigend . Aber für sie ist es so schlimm . Wenn gelernt wurde habe ich nie wegen Noten Stress gemacht .

              • Und selbst wenn ein Großteil eine 2 hat ist sie mit einer 3 nicht die "allerschlechteste" und Kilometer weit hinter den anderen.
                Ja natürlich darf man sich über seine Noten ärgern aber da muss sie ganz schnell lernen mitumzugehen, es kommen noch einige viele Noten und Präsentationen auf sie zu.

        (7) 17.03.17 - 13:44

        Das unterschreibe ich so komplett!
        Meiner Meinung nach wurde der Weichspülgang schon viel zu weit ausgedehnt. Kinder sollen beim Sprechen und Schreiben nicht korrigiert werden. Jeder in seinem Tempo. Individuell. Kreativ. Und irgendwann. Peng. Ist es doch da. Das echte Leben.
        Dann sind die Probleme und das Geschrei groß.

        Es tut mir sehr leid für die Tochter der TE. Ich kann mir ihre Not gut vorstellen. Für mich klingt es aber danach, als wurde dieses Referat und die Bewertung von so einer Leistung nicht gut genug vorbereitet (seitens der Schule). Sonst wäre sie da nicht so aus allen Wolken gefallen, oder? Gab es denn vorher keine Tests und Vorträge die eingeschätz wurden?

        • (8) 17.03.17 - 14:11

          Nein gab es nicht zumindestens nicht mit Bewertung . Es gab mal ein Gedicht auswendig zu lernen , da wurde bewertet ob man es auswendig kann oder nicht . Und ab und an musste man vorlesen .

          • (9) 17.03.17 - 16:35

            Hi,

            bei unserem Kind gab es vorher auch keine Übungen. Mir war klar, wie eine Buchvorstellung abläuft und so habe ich dann auch das Kind vorbereitet. Ich habe mich mittlerweile davon verabschiedet zu glauben, dass solche Vorbereitungen gänzlich in der Schule erfolgen. Natürlich hat mich so etwas am Anfang geärgert aber mittlerweile überrascht mich nichts mehr. Das hat nichts mit Härte, sondern mit der Realität zu tun. Ich hätte mir durchaus manches mal mehr Lob gewünscht aber die Realität ist nun mal die, das Leistung erwartet wird und das leider auch schon in der Grundschulzeit und deshalb bin ich auch immer irritiert, wenn davon gesprochen wird, das Kinder heute viel weniger leisten müssen als wir früher. Ich für mich - hatte eine tolle Grundschulzeit ohne Buchvorstellungen und Referate aber die Zeiten ändern sind nun mal.

    (10) 17.03.17 - 13:53

    Ich kann deine Entäuschung zwar verstehen, denke aber, dass es allgemein wahrscheinlich gerechter ist, den Vortrag genauso oder gewichtiger zu bewerten als den Inhalt.

    Inhaltlich bringen sich, gerade bei den Kleinen, noch sehr viel die Eltern mit ein.

    Das kann man nicht ausschließen, Kinder ohne unterstützendes Elternhaus sind benachteiligt.

    Gute Rethorik ist neunmal genauso wichtig, wie der Inhalt, warum sollte sie nicht objektiv benotet werden dürfen?

    Dass dein Kind so selbstständig an ihrem Thema gearbeitet hat, ist toll und eher die Ausnahme, gib DU ihr deine Wertschätzung dafür, der Inhalt war top!

    Alles andere wird deine Tochter lernen, aber vielleicht eher, wenn du sagst " Hey, der Inhalt war perfekt, super!" und nicht "wie fies, so eine schlechte Note!"

(12) 17.03.17 - 13:55

Noten sind ganz normale Orientierungsbewertungen.
Referat lebt , abgesehen vom Inhalt (wo oft Eltern noch ihre Finger im Spiel haben) davon laut, deutlich und flüssig zu sprechen, mit gehobenen Kopf.
Das deine Tochter schüchtern ist, kann die Lehrein genauso wenig was dafür, als wenn ein anderes Kind im Mathe Schwierigkeiten hat.....die Vorgaben müssen eben benotet werden.
Meine Tochter hat in der GS auch immer bammel vor der Klasse zu sprechen, sie hielt stets ihre Referate zum üben vor den Großeltern, sogar vor unseren Angestellten #gruebel, damit sie die Hemmungen etwas in den Griff bekommt.
In jeder Jahrgangsstufen werden mehrmals Referate abgehalten, ob D/HSU oder später D/Bio/ Geschichte/ Englisch etc.

Meine Tochter visierte anfangs immer einen Punkt am Ende des Klassenzimmers an, damit ihr Blick und Kopf nicht zum Boden sank.
Wichtig ist immer...laut, deutlich und flüssig!

(13) 17.03.17 - 14:03

Egal wo ihr hingeht, ob Bäcker, zum Essen, Eisessen, Eintrittskarten kaufen ect. lass deine Tochter so oft wie es geht die Bestellung machen oder an der Kasse auch zahlen, wenn sie sich nicht alles merken kann, soll sie sich es erst zuvor aufschreiben und vorlesen, du wirst merken, das die Verunsicherungen immer mehr mindert.

  • Das tut sie sogar schon lange . hatt da auch kein Problem im Alltag . Es ist immer nur das vor der Klasse sprechen. Jetzt wird es natürlich noch schwerer und das macht mich einfach traurig .

    • (15) 17.03.17 - 14:39

      Aber verstärke das doch nicht noch!

      Ihr Selbstvertrauen darf doch nicht aufgrund einer Gesamtnote leiden.

      Einen wichtigen Teilaspekt hat sie doch hervorragend bearbeitet, die Anforderungen voll erfüllt.
      Lass sie darauf schauen, vor allem, wenn sie wirklich alles alleine bearbeitet hat.
      Das ist nämlich, und das weiß ich aus langjähriger Schulerfahrung mit meinen Kindern, nicht selbstverständlich.

      Wenn der Inhalt stimmt, wird die Form noch folgen.

      Aber bestärke sie nicht noch in dem Gefühl, versagt zu haben!

      Naja, einen Rückmeldebogen habt ihr ja bekommen, wo man weiß worin man noch üben muss. In der 2.Klasse Lesenote 2 ist ja nicht schlecht. Inhalt eine 1.
      Also muss im lauten Sprechen geübt werden und mit gehobenen Kopf "durch" die Klasse gucken. Ob zuviel auswendig gelernt oder nicht, irgendwie muss ja der Inhalt eingeprägt und im freien Sprechen wiedergeben werden. Vielleicht das schriftliche Referat zum Abgeben , zum Lernen nochmal extra niederschreiben , dann die Satzstellung und kleine Reihenfolge zum lernen etwas umstellen, falls der Lehrer ihr geschriebenes Referat beim Vortrag mitliest.

(17) 17.03.17 - 14:57

Also, ich vertrete nicht die "was uns nicht umbringt, macht uns haerter" Einstellung, die hier ja mehrheitlich vertreten wird. Ich finde, in der Schule sollte es darum gehen, das Maximum aus den Kindern heraus zu holen, ihre Staerken zu foerdern und ihnen zu helfen, an ihren Schwaechen zu arbeiten.

Das Maedchen ist in der 2. Klasse. Es WEISS dass es schuechtern ist und nicht gerne vor Gruppen spricht. Es hat sich unheimlich reingekniet und seine riesige Angst ueberwunden. Das Ergebnis war noch verbesserungswuerdig, aber sie hat es durchgezogen. Das finde ich toll! Und ich finde, bei einem Referat ist das durchaus auch Teil der erbrachten und zu burteilenden Leistung.

Ich persoenlich finde es vom paedagogischen Standpunkt aus nicht optimal, ihr dafuer als einzige in der Klasse eine 3 zu geben. Man muss nicht Paedagogik studiert haben, um sich an 2 Fingern abzaehlen zu koennen, dass das naechste Referant nun wirklich ein Drama und vermutlich vor lauter Versagensangst noch schlechter werden wird. Ich als Lehrerin haette ihr dann wohl die 2 gegeben mit der Rueckmeldung, dass sie fuer das naechste Mal vor allem an Lautstaerke und Geschwindigkeit des Vortrags arbeiten soll.

Ich meine, gerade in der Grundschule sollten individuelle Verbesserungen durchaus mit in die Note einfliessen. Denn in den Jahren werden einfach die Grundlage gelegt. Wenn ein Kind am Ende der 2. Klasse ueberzeugt ist, dass es im Fach XY eh nichts kann, dann wird das zu einer selbsterfuellenden Prophezeiung. Das hat nichts mit weichspuelen zu tun sondern damit, wie man Kinder am besten motiviert, ueber sich heraus zu wachsen und an sich zu arbeiten.

  • "Das Maedchen ist in der 2. Klasse. Es WEISS dass es schuechtern ist und nicht gerne vor Gruppen spricht. "
    Und wo zieht man die Grenze? Ab wann muss man wenn man schüchtern ist "klar kommen", bis wann sollte die Bemühung alleine reichen?
    Selbstverständlich fließen einige viele Faktoren in die Bewertung ein, diese sind aber bei allen gleich und nur die Bemühung alleine reißt auch nicht alles raus!
    Aber das ist ja nur eine Sache von vielen die in der Schule gemacht wird.
    Auch mit dem "die einzige mit einer 3" wäre ich mal vorsichtig. Die Aussage "ich bin der/die einzige..." fällt schnell. Das Gesamtbild ist aber meist komplett anders. Der Durchschnitt macht meist den Großteil aus, und darunter fällt eine 3. Sehr gut und sehr schlecht (!) sind die Ausnahmen.

    (19) 17.03.17 - 21:38

    Sehe ich exakt genau so!!!

    Zumal es das allererste Referat war und man beim ersten Mal z.b. einfach den Mut und die gestalteten Stücke benoten könnte.

    Das kann man den Kindern auch klipp und klar sagen, dass man sich von Mal zu Mal steigern muss und dann auch andere Dinge in die Bewertung mit einfließen lässt!

    Und mal ganz ehrlich. Ich arbeite gerade selbst in einer 2. Klasse und KAUM eins der Kinder könnte vor der Klasse vorne klar und deutlich ein selbst erarbeitetes Referat vortragen, dass ist doch völliger Humbug!

    (20) 17.03.17 - 21:42

    Wenn jetzt eine Klasse in einem Diktat, alle mit wenig Fehlern 1+2 er schreibt und ein Kind mit vielen Fehlern eine 3 schreibt, würdest du dann auch eine 2 geben und dazu geschrieben, sie solle nächstemal weniger Fehler machen? Lehrer haben sich an Vorlagen von Leistungsbewertungen zu halten und nicht an einer Bemühungsskala.
    Im Unterricht werden etliche Schulstunden lang die Schwerpunkte eines Referates besprochen und niedergeschrieben, wie was bewertet wird, was vom Inhalt alles per Auflistung klargestellt wird, was vorkommen muss und die Details was beim Vortraghalten wichtig ist und was bewertet wird....manche Kinder schreiben ohne Bemühung gute Noten, andere mit Bemühung und bei manchen, reicht leider trotz arger Bemühung die Leistung in gewissen Schwächen nicht aus.
    Eine drei, mit "versemmelten Vortrag" ist doch nicht schlecht, es ist keine 5 oder 6, wo man daran verzweifeln könnte, einer in der Klasse wird immer die schlechteste Punktzahl haben.

    • (21) 21.03.17 - 14:30

      Nein. Denn bei einem Diktat geht es praktisch NUR um Rechtschreibung. Bei einem Referat geht es aber um viel mehr als um langsames und deutliches Sprechen.

      Um bei Deinem Beispiel zu bleiben: Wenn ein Kind, das sich mit der Rechtschreibung sehr schwer tut und von dem ich weiss, dass es deshalb grosse Angst davor hat, frei zu schreiben, einen total phantasievollen Aufsatz abgibt, bei dem es fuer Inhalt und Aufbau eine glatte 1 und z.B. fuer Schrift und Gestaltung eine 2 bekaeme, und wenn alle anderen Kinder der Klasse im Bereich 1-2 laegen, dann wuerde ich diesem, wenn irgendwie moeglich, keine 5 in Rechtschreibung und damit die einzige 3 in der Gesamtnote reindruecken.

      Und ich wiederhole nochmal. Es geht mir nicht um Weichspuelerei. Es geht mir um Motivation und darum, Kinder dazu anzustacheln, das Maximum aus sich heraus zu holen. Meine Erfahrung ist einfach, dass die absolute Mehrheit der Kinder eben NICHT besser wird, wenn man sie moeglichst hart bewertet sondern wenn man ihnen das Gefuehl gibt, dass sie es schaffen koennen.

      • (22) 21.03.17 - 18:34

        In einem Aufsatz fließt Rechtschreibung nur zu 20% in die Bewertung ein, also 1/5 von der Gesamtnote.Ein Referat ist und bleibt ein "Vortrag" zu einem Thema. Bei Referat gilt der Vortrag mit dessen Inhalt als Schwerpunkt, mit einzelnen Bewertungskriterien, die einzeln mit Punkten bewertet werden müssen, wenn diese gar nicht oder in geringer Punktzahl nur erfüllt werden, werden es Tropfen auf den heißen Stein.Halbe Punktzahl schon eine 4.
        Hier mal ein Punktesystem einer Büchervorstellung, woran sich Lehrer auch halten müssen.
        http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/buchvorstellung__bewertung.pdf

        • ist diese Liste wirklich schon fürs 2. Schuljahr gedacht und müssen sich die Lehrer daran halten, wenn das Kind zum ersten mal einen Vortrag hält?
          Ich kannte es bisher so, dass Kinder in der Schule üben, Rückmeldungen erhalten, sich somit verbessern können und erst danach ihre Leistung benotet wird.

          Aber das scheint wohl an jeder Schule anders geregelt zu sein.

      (24) 22.03.17 - 11:16

      Hä?

      Ich habe ein Kind, das hat seine größte Schwäche in Rechtschreibung. Und das andere Kind hat seine größte Schwäche im lauten, deutlichen, dem Publikum zugewandten Sprechen.

      Das ist Fakt. Ist jetzt die eine Schwäche weniger schlimm als die andere? Ich persönlich finde: Nein.

      Ich habe es mit beiden Kindern gleich gehandhabt: ICH als Mutter (und der Vater natürlich auch) bin dafür verantwortlich, meine Kinder bei "Rückschlägen" (zum Beispiel einer schlechten Note) aufzufangen. Neben dem Trösten habe ich immer Möglichkeiten (!!!) an der Hand, wie man dem Problem, das zur schlechten Note geführt hat, begegnen kann.

      Das eine Kind hat Stück für Stück an sich gearbeitet und nun einen Punkt erreicht, wo die konkrete Schwäche kaum noch eine Bedeutung hat (nach 6 Jahren Schule). Dem anderen Kind war das alles 3 Jahre lang egal, dann plötzlich nicht mehr. Und nun holt es in einem Jahr alles auf, worauf es vorher keinen Bock hatte.

      Beide Kinder gehen also auf IHRE Art mit ihren Schwächen um (natürlich unterstützt durchs Elternhaus, Freunden etc.). Aber das ist es, was sie fürs Leben lernen müssen.

      Blöd ist nur (bei uns passiert), wenn der Lehrer nicht merkt, dass sich das Kind verbessert (in diesem Fall das ruhige, schüchterne Kind) und in "Mitarbeit" (was man ja so schön Weichspüler-Schwamm-mäßig bewerten kann) immer eine 3 gibt, weil das Kind da ja schon immer eine 3 hatte. #augen

      Aber auch da hilft: trösten, drüber reden und dem Kind helfen, die EIGENEN Rückschlüsse zu ziehen.

      Allen Kindern immer eine 1 bis 2 zu geben, um sie nicht vielleicht doch noch zu motivieren, ist definitiv keine Lösung!

(25) 18.03.17 - 16:53

Ich befürworte Deine Meinung voll und ganz und finde es ganz schrecklich, dass scheinbar nur der Lauteste gewinnt......!!

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