Wie kann man Konzentration/Schnelligkeit fördern?!

    • (1) 17.03.17 - 14:20

      Hallo ihr lieben!

      Frage steht schon oben!
      Es geht um meinen Sohn 1.klasse leider ADS und die Konzentration und Schnelligkeit ist vor allem in der Schule so eine Sache.
      Zuhause klappt es besser! Er kann die Sachen...Aber in der Schule lšuft es nicht!
      Aktuell hat er einen Mathetest wieder bekommen! Punkteergebnis finde ich gut 31 von 34.
      Allerdings hat er fast die 3fache Zeit wie die meisten benötigt!
      Gestern Diktat, 4von7 , Punkten nicht wegen Rechtschreibung nein wegen der Handschrift!

      Habt ihr Tipps wie man es fördern kann?
      Therapie läuft seid Dezember und evtl bekommt er eine Schulbegleitung.
      Danke!

      Viele Grüße
      Jenny

      • (5) 17.03.17 - 15:42

        Bei der Tochter meiner Freundin sieht es ähnlich aus. Die Lehrerin hat Ergotherapie zur Konzentrationsförderung empfohlen und die Kinderärztin war wohl einverstanden und hat es auch verschrieben.
        Ob es hilft, kann ich dir aktuell noch nicht sagen.

        Hallo!
        Wo sitzt dein Sohn denn in der Klasse?
        Wenn er ganz vorne und mit dem Blick zur Tagel sitzt, hat er weniger Ablenkung und kann sich wahrscheinlich auch besser konzentrieren.

        LG

      • Danke für eure Antworten!
        Einiges wurde schon probiert, er bekommt ja schon Medikamente!
        Dadurch ist es schon besser geworden!
        So blöd, zuhause kann er alles schneller, besser und in der Schule kann er es nicht so richtig zeigen! Es ist zum#heul#schrei!!
        Hilft wohl nur Geduld, abwarten das die Kombi aus Medis, Therapie und bald evtl. Begleitung hilft!#schmoll

        • Medikamente machen ja die Hirnfunktion auf "wie bei anderen" Version.

          also Filtern, sind wie eine Brille und Hörgerät in einem. (so würde ich es beschreiben, da ich es selbst nehme).
          Das hilft enorm !!!

          ABER
          es ist halt wie eine Brille und Hörgerät. Besser sehen, besser hören.
          Es ist kein Hochleistungsgenerator. Es bringt nur zu Tage, was man unter "normalen / guten Bedingungen leisten kann"

          so
          Unterschied zu Hause - Schule
          zu Hause : gute Bedingungen. Arbeitsplatz passend eingerichtet, Ruhe usw.

          Schule: viele Kinder, viel Ablenkungen usw. viel neues

          da haben es auch Kinder ohne ADHS schwierig.
          Mein Kind lernt zu Hause anders als in der Schule und anders in der AG und anders in jedem Fach.

          - Ruhe zu Hause
          - Schule, häufig was Neues / oder lange Leerlaufzeiten, bis die Blätter ausgeteilt sind usw.
          - AG - freiwillg, aber auch weniger Kinder
          - Fach - je nach Thema und Lehrer

          hinzu kommt bei Schule auch nicht auffallen wollen. Bloß nicht zu schnell oder zu langsam sein. Lieber nicht zugeben, wenn das Blatt schon fertig ist. Oder auch mal vertuschen, wenn man noch nicht fertig ist und lieber zu Hause in Ruhe fertig machen.

          je nachdem neben wem mein Kind sitzt, kommen unterschiedliche Resultate nach Hause.

          von "der hat die ganze Zeit geägert und ich wollte das nicht"
          über "wir haben gemeinsam nicht aufgepasst"
          bis "so gut wie der bin ich eh nieeee, also hab ich es gar nicht erst gemacht"

          wie gesagt, ich nehme selbst ADHS Medi, um vieles zu können, was ich von der Theorie her weiß, aber ohne schlicht nicht umsetzen kann (wie vor einer Mauer stehen und Blei in den Beinen zu haben)
          mit Medi kletter ich halt mal drüber.

          aber eine Mauer zu Hause ist halt machbar
          in der Schule oder in einem Großraumbüro oder wo auch Menschen ohne ADHS gestresst sind, da ist die Mauer halt glitschig. Machbar, aber glitschig. (ohne Medi würde ich den Unterschied nicht merken, sondern einfach davor stehen und nix können. Fast nichts. Die Theorie runterleiern, was ich tun MÜSSTE, würde gehen, nur umsetzen könnte ich es nicht).

          Begleittherapie ist gut

          und viele Kinder brauchen in der ersten Klasse erst mal Zeit. Mit oder ohne ADHS (bzw. zusätzlich zum eingestellten ADHS).

          Naja, in der 1.Klasse gibt es in der Schule noch vieles , wo man sich durch andere noch gerne abgelenken lässt.

      Ich habe übrigens sein ein ADHSler Kind das dazu leider noch Autismus hat.

      Daher weiß ich wie das bei euch abläuft. Aber hast du dir auch schonmal überlegt wieso er daheim in der Regel anders ist als in der Schule?
      In der Schule ist viel Gedönse um ihm herum, sehr viele Eindrücke für die Sinne, viel Lautstärke und das fällt ihm schwerer zu sortieren.

      Daheim ist die gewohnte Umgebung, mehr Struktur und dazu noch weniger los. DAs macht ihm vieles einfacher.

      Wie ihr jedoch in der Schule dran arbeiten könnt ist so ne Frage. Mein Sohn hat nämlich aufgrund des Autismus noch eine Integrationshilfe.

      Kopfhörer helfen teilweise, extra Räume, mein Sohn hat Medis ( leider unvermeidbar), und in einem Fach hat mein Kind einen Nachteilsausgleich.

      Wie gesagt es gibt sicherlich einige Möglichkeiten wie man deinem Sohn helfen könnte. ABer eine Garantie gibts wohl nicht.

      Ela

      (11) 18.03.17 - 16:58

      Hi,Mein Sohn hat auch ADS, ohne Hyperaktivität, typischer Träumer.

      In der ersten Klasse war die Träumerei ganz schlimm. Selbst zu Hause musste ich ihn bei den Hausaufgaben alle 2-3 Minuten dran erinnern, weiter zu machen. Zudem hat er extrem langsam gearbeitet; wie in Zeitlupe. Im zweiten Schuljahr wurde es ein wenig besser, aber leider nur ein wenig. Zudem taten sich gerade in Mathe enorme Lücken auf, dadurch dass er im ersten Schuljahr rund 90% der Zeit vor sich hin geträumt hat und Zahlen waren zudem irgendwie nicht seine Welt. Daher haben wir uns mit der Lehrerin zusammen entschieden, dass er ein Jahr länger in der Schulanfangsphase verbleibt. Zur Erklärung hier werden erst und zweit Klässler zusammen unterrichtet. Im allgemeinen bleiben die Kinder zwei Jahre in der Anfangsphase und wechseln dann in die dritte Klasse. Es besteht aber auch die Möglichkeit schon nach einem Jahr oder nach drei Jahren in die dritte Klasse zu wechseln, diese wird dann mit den Kinder aus der Parallelklasse zusammen gebildet.

      Jetzt ist er also in das dritte Jahr in die Schule und macht den Stoff der zweiten Klasse.
      Er kam jetzt besser mit, blieb aber trotzdem noch weit unter seinen Möglichkeiten. Zu Hause klappte es mittlerweile gut, nur in der Schule träumte er noch viel und war viel zu langsam.

      Daher bekommt er jetzt doch seit 8 Wochen zusätzlich zu der Ergotherapie (die er seit kurz nach der Einschulung bekommt) Medikinet und jetzt läuft es wirklich viel besser und ich bin sicher, dass er nächstes Schuljahr die dritte Klasse meistern wird:)

      Hallo,

      ich würde mich erkundigen nach:
      - ergotherapie

      - gruppentherapie

      - marburger konzentrationstraining
      - Entspannung (progressive muskelentspannung für Kinder zum Beispiel, das könntest du mit ihm üben)

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