Schulwechsel während Schuleingangsphase Sachsen-Anhalt

    • (1) 02.04.17 - 20:46

      Hallo,
      ich habe eine sehr komplexe Frage und versuche ein wenig Erfahrungen oder gar Lösungen zu finden.
      Mein Patenkind wurde letzten Sommer eingeschult in Sachsen-Anhalt. Im Vorfeld ist er schon über das SPZ (Sozialpädiatrische Zentrum) in "Behandlung" und es wurde von Anfang an gesagt (da waren/sind sich Lehrer und Eltern einig) dass er die "normale" Grundschule nicht schafft. Doch das Landesschulamt hat das abgelehnt, mit der Begründung, dass er doch für die ersten beiden Schuljahre 3 Jahre Zeit hat. Nun kommt er aber wirklich in der Schule mit der Geschwindigkeit nicht klar. Ein Antrag auf Schulbegleitung wurde vom Jugendamt auch schon abgelehnt, mit der Begründung er erhält ja keine Förderung. Wobei die Lehrerin festgestellt hat, dass er besser klar kommt, wenn jemand sich zu ihn setzt. Nun ist es auch so, dass er schon gemobbt wird und dadurch nicht mehr gern in die Schule geht.
      Nun soll er noch eine Untersuchung oder einen Test machen. Den Termin dafür haben sie allerdings erst im August, ca. 1 Woche vor Beginn des nächsten Schuljahres.
      Nun versuche ich (ich habe Verwaltungsangestellte gelernt) das ganze zu beschleunigen um heraus zu finden, an welchem Hebel man als erstes ziehen sollte um das ganze Verfahren ein wenig zu beschleunigen. Meine Tante weiß mittlerweile nicht mehr ein noch aus! :-(

      • (2) 04.04.17 - 09:59

        Ich sehe grade dass Du noch gar keine Antworten bekommen hast.
        Weisst Du was mein erster Gedanken war, als ich dein Posting am Sonntag las?

        Wieso solltes Du jetzt die Mühlen der Verwaltung beschleunigen können "nur" weil Du Verwaltungsfachangestellte gelernt hast, aber offenbar ja doch nicht weißt, wo Du ansetzen musst?

        Ist nicht böse gemeint aber ein tolles Beispiel dafür, wie man sich anderer Leute Schuhe anzieht die einem gar nicht passen. Ich habe früher auch gerne versucht anderen Leuten zu helfen, obwohl ich auch nicht mehr wusste/konnte als die selbst, obwohl meine Position auch keine bessere war. Ich weiss auch nicht genau warum, vielleicht tat mir das selber gut, keine Ahnung. Aber es ist ja Unsinn. Genauso gut kann die Mutter (deine Tante) sich schlau machen, in einem Forum, beim Schulamt, wo auch immer.

        Meines Erachtens nach ist der einzige Hebel das Schulamt, die Instanz die den Termin angesetzt hat. Denen muss die Mutter klar machen, dass es zu spät ist, dass das Kind leidet. Das hiesige Schulamt (BW) ist in eiligen Fällen, in denen wo es dem Kind nicht gut geht, sofort bereit, zu helfen und kümmert sich.

        Ich wünsche dem Kind alles Gute und flotte, willige Sachbearbeiter/Psychologen im Schulpsychologischen Dienst beim Schulamt.

        • (3) 19.04.17 - 10:35

          Danke. Im Grunde hast du ja Recht dass meine Tante sich damit auseinander setzen müsste. Da sie aber 4 Kinder hat und jedes Kind irgendein gesundheitliches Problem hat und sie mit der ganzen Sache überfordert ist und mein/unser Opa mich gebeten hat mich doch mal umzuhorchen.
          Ich stehe nun mittlerweile in Kontakt mit dem Schulamt und die wollen sich der Sache mal annehmen. In welcher Form weiß ich natürlich noch nicht. Aber ich konnte vielleicht damit etwas anschieben.
          Ich glaube ich als Mutter würde in solchem Fall eigentlich selbst alle Hebel in Bewegung setzen. Da mein Kind ADS hat, weiß ich aber auch über die emotionale Tragweite des ganzen. Bei mir ist es nur ein Kind... Bei 4 ist das sicherlich noch extremer!
          Aber Danke nochmal!

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