Oberschule oder Gymnasium.... ratlos...

    • (1) 10.04.17 - 11:49

      Hallo
      Letzte Woche hatten wir den Elternabend mit Direktor von Oberschule und Gymnasium. Seitdem bin ich völlig verwirrt. Der Oberschuldirektor sprach immer vom "goldenen Weg". Also erst Realschule und dann Abi hinten ran. Die Kinder hätten keinerlei Freizeit/Kindheit mehr (wenn Gym).

      Wiederum fällt meiner Jule alles zu. Sie hat 1.2 Durchschnitt (Verhalten 2 ;-) ). Wir müssen kaum was für die Schule machen. Eigentlich war "klar" das es dann Gym werden muss/sollte. Aber nun weiß ich gar nicht was richtig ist. Soll sie lieber "leicht" durch die Realschule rutschen und Kindheit haben?

      Was noch dazu kommt: meine Tochter geht in eine ganz kleine Dorfschule. 17 Kinder in der Klasse und sie fahren 1zügig. Das Gymnasium hat über 700 Schüler.

      Wie habt ihr sowas entschieden?

      Liebe Grüße Sophie

      • (2) 10.04.17 - 11:59

        Hallo,

        wir wohnen direkt angrenzend an Niedersachsen und dort ist die Oberschule eine einzige Katastrophe. Die Zusammenlegung von Haupt- und Realschule hat mal so gar nicht funktioniert. Das Klientel ist leider auch entsprechend, die Polizei wöchentlicher Gast auf dem Schulhof.

        Eine reine Realschule, wie hier in NRW, gibt es dort nicht mehr. Unsere Realschule ist top (mein Sohn geht dorthin)

        Bei den Noten deiner Tochter auf jeden Fall Gymnasium. An die größere Schule gewöhnen sich die Kinder in der Regel sehr leicht.

        LG
        Tanja

        Hallo,

        zu was tendiert denn deine Tochter? Wohin gehen ihre Freundinnen? Das wäre für mich z. B. auch ein Punkt, den ich in meine Entscheidung einbeziehen würde (vorausgesetzt, es würden beide Wege in Frage kommen, was bei deiner Tochter ja der Fall ist).

        Ich bin den "goldenen Weg" gegangen und habe mittlerweile promoviert. Mein Partner war auf dem Gymnasium, ist dann zur Uni gegangen, hat dann zur FH gewechselt, da er als Ingenieur bessere Chancen mit einem Abschluss der FH hatte (da praktischer).

        Heutzutage hat man zum Glück nicht nur einen Weg, sondern viele Abzweigungen, so dass man sich auch später noch "umorientieren" kann.

        (4) 10.04.17 - 12:10

        Hallo,

        was möchte Deine Tochter? Wenn ihr jetzt alles leicht fällt, ist auch das Gymnasium kein Problem, bzw. sollte es kein Problem werden.

        LG

      • Vielen Dank für eure Antworten. Meine Tochter möchte gern auf das Gymnasium. Sie macht es auch selber unabhängig davon, wer dort hin geht. Sie ist in der 1. Klasse neu in diese Klasse gekommen (alle anderen waren eine Kindergartengruppe).
        Wir haben so einen Zettel bekommen, wo drauf steht, was ein Kind an Eigenschaften mitbringen soll. Unter anderem, wie sie mit Misserfolgen und schlechten Noten umgeht. Ich kann das leider nicht einschätzen. Ich habe davor Angst, dass sie einknickt, wenn die 1en nicht mehr so geflogen kommen. Im Moment macht ihr die Schule wahnsinnig Spaß.

        • Hi,

          noch ein kleiner Denkanstoß zu
          >>Unter anderem, wie sie mit Misserfolgen und schlechten Noten umgeht. Ich kann das leider nicht einschätzen. Ich habe davor Angst, dass sie einknickt, wenn die 1en nicht mehr so geflogen kommen.<<

          Willst du wirklich dein Kind so erziehen, dass es nie die Gelegenheit hat, seine Grenzen zu entdecken, mit Niederlagen umzugehen und mit Widerständen fertig zu werden?
          Oder glaubst du, dass braucht sie in ihrem Leben eh nicht?#gruebel

          LG Helga

        • Hi,

          Meinerseits Tochter ist in der Grundschule auch alles zugeflogen. Musste nie lernen, wirklich nie!

          Hat aber so auch nicht gelernt zu lernen.
          Jetzt ist sie 6. Klasse Gymnasium und ja, sie hatte schon schlechte Noten. Warum? Weil auf einmal doch gelernt werden muss, was sie aber nie musste.

          Dass muss euch bewusst sein

          Dass es, egal auf welcher Schule, sein kann dass eurer Jule auf einmal nicht mehr alles zufliegt, denn Vokabeln muss man lernen, die haben nix mit Logik zu tun( bei uns das Problem )

          Aber...... Es ist auch so dass sie das Gymnasium liebt!!! Endlich spannende Themen (Grundschule war ja sooooo langweilig )und endlich andere Kinder die "auf einer Augenhöhe " sind und auch mal mitreden können über Urknall und Atome....(Beispiel )

          Mona

          und auf der Oberschule langweilt sie sich...Unterforderung ist genau so schlimm wie Überforderung, bei meiner ältesten habe ich erlebt was das bedeutet.

      (9) 10.04.17 - 12:23

      Wenn ihr bisher alls zuflog, dann schick sie aufs Gymnasium.

      Kinder, die wirklich fürs Gym geeignet sind, haben auch dort noch Freizeit und ein ganz normale Kindheit.

      Obs dann klappt, muss man sehen. Im Zweifelsfall kann man in den ersten beiden Jahren recht unkompliziert wechseln.

      (10) 10.04.17 - 12:54

      Ich stimme dem Oberschuldirex zu, wenn Eltern ihre 3-4er Grundschüler unbedingt am Gymnasium anmelden wollen. Das kann stressig werden. Aber bei einem Schnitt von 1.2 würde ich da nicht lange nachdenken.

      Meine Jungs gehen beide auf's Gymnasium und der Stress hält sich echt in Grenzen. Klar müssen sie mehr tun als auf der Grundschule, aber das ist auf Ober- oder Gesamtschule nicht anders.

      Und ein 'goldener Weg' ist Realschule -> Gymnasium keinesfalls. Eher im Gegenteil. Die Realschüler, die in die 10. (demnächst 11. in ND) auf's Gymnasium wechseln, haben ganz schön zu kämpfen. Was logisch ist: Selbst wenn die Oberschulen einen Gymnasialzweig auf dem Papier haben, sind die Anmeldungezahlen von Kindern mit Gymnasialbefähigung an einer Oberschule sehr, sehr niedrig. Also senken die Oberschulen in ihrem Gymnasialzweigen die Anforderungen oder können ihn wegen zuwenig Schülern nicht anbieten.

      Grüsse
      BiDi

      (11) 10.04.17 - 13:31

      Hallo,

      mein ältester Sohn ist 6. Klasse Gym (Thüringen). Mein Mittlerer kommt dieses Jahr in die 5. Klasse und auch hier stand das Thema weiterführende Schule an. Für mich war klar, dass er ebenfalls aufs Gym geht wie sein Bruder. Aber mir taten die Eltern der Kinder schon leid, die das zum ersten Mal entscheiden mussten. Hier wurde vom Rektor der Realschule die gleichen Argumente gebracht wie bei euch. Auch die Grundschullehrer sagten dies. Ergo waren die meisten Eltern verunsichert.

      Ich sage dir jetzt aus Erfahrung, dass meinem Großen bisher keine Minute seiner Kindheit für die Schule durch die Lappen gegangen ist. Klar, er an 2 Tagen eine Stunde länger als seine Kumpels auf der Realschule, aber es ist nicht so, dass er stundenlang mit Hausaufgaben und Lernen verbringt. Er geht weiterhin seinen Hobbys nach und trifft sich fast täglich mit Freunden. Klar sind die Anforderungen am Gym höher als auf einer Realschule, dafür haben die Kids aber eine gymnasial Empfehlung. Weil sie den Anforderungen gewachsen sind. Mein Bruder ist Gymnasiallehrer und hält nicht sehr viel davon, das Abi nach der 10. Klasse auf einem normalen Gym nachzuholen. Das würden nur wenige schaffen und die Meisten hätten dann massive Probleme. Er tendiert eher dazu gleich aufs Gym zu schicken, da die Kinder die komplette Schulzeit aufs Abitur vorbereitet werden.

      An deiner Stelle würde ich das Kind gleich aufs Gymnasium tun.

      LG
      Michaela

      (12) 10.04.17 - 13:32

      Das wurde bei uns auch gesagt (NRW). Ich glaube, sie wollen damit die Eltern der Kinder mit 2,5 Notendurchschnitt oder schlechter vom Gymnasium abhalten, die ihre Kinder für verkannte Genies halten, obwohl die Noten eine andere Sprache sprechen... ;-) Vermutlich werden sie aber damit genau diese Eltern nicht erreichen.

      Wichtig finde ich, dass die Noten in den Hauptfächern wirklich der Begabung und nicht übermäßigem Üben geschuldet sind.
      Mathematik wird auf dem Gymnasium bald deutlich komplexer als auf den anderen Schulen.
      Wenn das Kind in Englisch an der Grundschule schon Probleme hat, ist es auch kein Gymnasialkind, da dann ja noch eine zweite Fremdsprache dazu kommt.
      In Deutsch sollte das Kind die Fähigkeit mitbringen, verständliche Aufsätze zu schreiben.
      Ansonsten muss man noch in der Lage sein, halbwegs selbständig für die Lernfächer zu lernen.

      Ein Kind mit einem Einserdurchschnitt sollte auf dem Gymnasium eigentlich keine Probleme haben.

      Mein Sohn hat auf dem Gymnasium bisher nur gute Noten (sogar teils besser als auf der Grundschule) und er ist mit einem glatten 2er Schnitt gegangen.

      LG

      Hanna

      (13) 10.04.17 - 14:12

      Hallo!

      "Der Oberschuldirektor sprach immer vom "goldenen Weg". Also erst Realschule und dann Abi hinten ran. "

      Ja, klar, der bewirbt ja auch seine Schule. Der darf so reden, was aber nicht heißt, dass das automatisch für alle Kinder so passt.

      Hier geht die Grundschule über sechs Jahre. Zwischendurch war ich leicht verwirrt wie du und wusste auch nicht so recht. Letztendlich hat das Kind entschieden und geht zum Gymnasium.

      Er war in der Grundschule ein guter Schüler und ist es geblieben. In einigen Fächern ist er ein bisschen schlechter als vorher, in einigen ein bisschen besser. Kaputt macht er sich da nicht, trotzdem schreibt er meist Einsen. Mündlich ist ein Problem, aber das wäre es auf jeder anderen Schule auch gewesen.

      In der Grundschule waren es um die 500 Schüler, nun sind es doppelt so viele. Auf dem ersten Elternabend im neuen Halbjahr hatte ich total das Gefühl, dass die Lehrer wissen, wer mein Kind ist und wie es tickt.

      Mit einem Schnitt von 1,2 stellt sich die Frage, ob Gymnasium oder nicht aber irgendwie auch nicht wirklich, oder? Ob sie nun mit schlechteren Noten umgehen kann oder muss, wird sich zeigen bzw. wird sie das schon lernen, so wie wir alle das gelernt haben. Du kannst nicht erwarten, dass sie ihr ganzes Leben niemals Rückschläge erleben wird. Daran wächst man.

      LG

      (14) 10.04.17 - 14:17

      Hi,

      ich kann diese Bedenken verstehen, sie sind jedoch im nachhinein unbegründet gewesen.

      Als wir uns damals die Schulen angesehen haben, haben wir trotz des Durchschnitts (so wie bei deiner Tochter) auch die Realschule und die IGS in Betracht gezogen. Wir wollten uns einfach alles anhören. Wir haben damals auch mit der Rektorin der Realschule gesprochen (Zusammenlegung mit Hauptschule ist erfolgt). Diese meinte, bei ruhigeren Kindern Realschule etc. Ich bin damals sehr unsicher nach Hause gegangen.

      Eigentlich dachte ich damals IGS oder Gym. IGS war dann von der Präsentation so, dass sie sofort abgehakt wurde. Wir haben uns dann fürs Gym. entschieden und können sagen, bislang die richtige Entscheidung. Es läuft natürlich nicht immer alles gut z.B. gibt es mehr Stundenausfall als an der IGS und manches ist auch etwas veraltet und die Strukturen noch so, wie zu meiner Zeit. Ansonsten sehe ich jedoch, dass unser Kind sich wohl fühlt. Er schwimmt in meisten Fächern im oberen Bereich mit und was viel wichtiger ist, er fühlt sich sehr wohl. Seine Klassenlehrerin hat mir damals gesagt, wenn nicht er, wer dann ? Ihre Meinung war richtig. Wir haben diese sog. Eingewöhungsphase in der 5. nicht gehabt.

      Bei uns ist es auch so, dass viele in der 10. Klasse auf ein Wirtschaftsgymnasium wechseln oder dann auf eine KGS oder IGS. Wir werden es sehen und auf uns zukommen lassen.

      • (15) 10.04.17 - 14:31

        was mir noch einfällt....

        IGS beispielsweise auch da muss der Schnitt dann zur Oberstufe passen......und entscheidend ist dann auch das Sozialverhalten und Arbeitsverhalten. Hier an der IGS ist es in diesem Jahr so, wer kein gut hat, muss evtl. sein Abi an einer Schule machen.

        Das Lernpensum habe ich in den letzten 1,5 Jahren als eher normal empfunden. Natürlich gibt es Zeiten, da wird mehr gemacht. Ich kann jedoch sagen, dass es immer nur wenige Tage sind, wo hier wirklich mal richtig gelernt werden muss. Die meiste Zeit läuft so ab:

        Hausaufgaben höchstens 30 Minuten - mit Vokabeln (Latein und Englisch).
        Vorbereitungszeit: Eher selten.....mündlich läuft trotzdem im 1er und 2er Bereich.
        Arbeiten: Hier kommt es aufs Fach an und da sind eher die Nebenfächer arbeitsintensiver als die Hauptfächer. Die Hauptfächer sind notentechnisch so, wie in der Grundschule.

    NRW:

    Mein Sohn besucht die 7. Klasse an einem Gymnasium.
    Alle 2 Wochen hat er an einem Tag in der Woche 8 Stunden, sonst immer 6.
    Das was er an Hausaufgaben auf bekommt ist ein (schlechter) Witz ca, 15min am Tag, da muss meine Tochter (3. Klasse) mehr arbeiten.

    Ich finde mein Sohn hat genug Freizeit, trotz G8.

    (17) 10.04.17 - 15:36

    Hallo,

    Bei dem notendurchschnitt würde ich gar nicht nachdenken.mein großes Kind ist über die Aufnahmeprüfung aufs Gymnasium gekommen und die Noten haben sich im Vergleich zur Grundschule nicht verändert.
    Das zweite Kind wechselt in diesem Sommer an die Oberschule. Abgesehen von den Noten unterscheidet die Kids auch ihre Motivation fürs lernen.
    Mein großes Kind weiß dass es jederzeit vom Gymnasium abgehen kann sollten die Noten nicht stimmen um an der Oberschule die Prüfung zu machen.danach kann er jederzeit das Fachabitur machen.

    Nachbars Nichte ist den weg gegangen. Sie ist in der Pubertät vom Gymnasium runter, hatte dann einen super Oberschule Schluss, hat drei Jahre Fachabitur gemacht und studiert jetzt Lehramt.

    Vg geli

    (18) 10.04.17 - 16:37

    Hallo #blume

    was soll sie denn noch für Noten haben, um aufs Gym zugehen? Ihr fällt alles zu, schreibst Du. Prima.

    Keine Sekunden würde ich zögern und sie aufs Gym schicken.

    Alle, die ich kenne (und ich kenne viele), haben noch ein Leben neben dem Gym (alle G8).

    Runter geht immer. Aber das muss ja nicht so sein. Und mit Niederlagen umgehen lernen, gehört zum Leben dazu. Was glaubst Du, wie viele Kinder hier in der 5. Klasse in ein mehr oder wenig tiefes Loch fallen? 75 % der Klasse sind/waren da keine Seltenheit. Meine zwei übrigens inklusive. Die größte Überraschung war: huch, ich muss lernen für gute Noten. Mist. Ich lerne und die Noten sind immer noch schlecht. Tja, so macht jeder seine Erfahrungen.

    Dann kommt man da entweder wieder raus oder nicht.

    Das wird schon. Man sollte den Kindern einfach mal mehr zutrauen.

    Und in die Zukunft blicken, können wir alles nicht.#winke

    #liebdrueck
    Sanne #sonne

    (19) 10.04.17 - 18:41

    Meine Tochter ist auf einer Gesamtschule (6. Klasse) und das läuft wunderbar.
    Sie kann dort nach 13 Jahren Abitur machen.
    Es gibt E und G-Kurse, d.h. G= Grundkurs, E= Erweiterungskurs, je nachdem wie die Kinder im jeweiligen Fach stehen.
    Also ich kann nicht klagen.

    (20) 10.04.17 - 18:47

    der goldene Weg ist, was zu deinem Kind besser passt ;-)

    es kann so oder so laufen...

    a) Dauerunterforderung auf Realschule, abschalten, Lücken aufbauen, Frust, weil alles langsamer geht... müssen nie lernen, weil alles zufällt und schaffen dann den Wechsel zum Gymnasium nicht, weil sie plözlich doch lernen müssen.

    Erfolgserlebnisse am Gymnasium, weil auch schwierigeres klappt.

    b)
    oder Realschule passt, Tempo passt, Übergang klappt, weil Lernen gelernt wurde. Leicht, aber doch mit Lernen
    Gymnasium viel lernen

    ...
    beide Schulformen haben Vor- und Nachteile und kommt auf dein Kind an.

    Was möchte dein Kind?
    wo fühlt sie sich wohler?
    Ist es ein G8 oder G9 Gymnasium?
    Wie sind die Schulen aufgebaut? (viel Mittagschule, viele Hausaufgaben etc.)

    (21) 10.04.17 - 19:04

    Hallo

    der Direx der Oberschule macht es sich ganz schön einfach.

    Niedrigere Anforderungen bedeuten nicht zwangsläufig eine angenehmere Schullaufbahn.

    Es gibt definitiv Kinder, die mit den niedrigeren Anforderungen zurecht kommen und mit lauter 1en und 2en durch solche Schule gehen und anschließend darauf aufbauen.

    Dann gibt es aber die Kinder, die sich mit zu niedrigen Anforderungen quälen, die Konkurrenz auf demselben Niveau brauchen. Die Herausforderungen benötigen und sich auch gerne mal dafür anstrengen. Ich hab hier seit fast 4 Jahren ein völlig unterfordertes Grundschulkinder mit einer sehr unkooperativen Grundschullehrerin und das war alles andere als schön.

    Anstatt so locker flockig da durch zu gehen, schaltet sie momentan nämlich komplett ab im Unterricht und ich mach drei Kreuze, wenns endlich aufs Gymnasium geht

    Aber was leben wir den Kindern denn vor, wenn man sie immer den Weg des geringsten Widerstandes gehen lassen?

    Kinder, die ohne viel Zutun ihr gutes Grundschulzeugnis bekommen, gehören in der Regel auch aufs Gymnasium und haben trotzdem genügend Kindheit.

    Lg

    (22) 10.04.17 - 22:59

    Hallo,

    hat diese Realschule denn weniger als 700 Schüler? #kratz

    700 Schüler wäre hier eine kleinere weiterführende Schule. Die großen Schulen haben hier 1200 Schüler oder so.
    Wichtiger als die Größe der Schule finde ich aber die Größe der Klassen.

    Wir sind hier in NRW, und unsere Tochter (4. Klasse) hat nur Einsen, außer in Sport und Religion, wo sie Zweien hat. Sie macht auch wenig für die Schule und jammert, dass die Lehrerin, für ihre Begriffe, zu langsam vorwärts geht.
    Andere Eltern und Kinder jammern dagegen, dass die Lehrerin zu anspruchsvoll sei.

    NRW hat an Gymnasien leider grundsätzlich G8.
    Natürlich wollen wir auch nicht, dass unsere Tochter den Mega-Stress auf dem Gymnasium bekommt, aber die Alternative wäre hier Gesamtschule mit G9 bzw. Realschule, und ich bin mir ziemlich sicher, dass unsere Tochter dort vor Langeweile die Wände hoch gehen würde. Schlimmstenfalls hat man dann ein Kind, was sich verweigert, weil es sich unterfordert fühlt.

    Mal ehrlich, welche Kinder sollen denn überhaupt ein Gymnasium schaffen, wenn nicht die mit den Noten, wie unsere Töchter sie haben?
    Nachdem, was ich so mitbekomme, haben hauptsächlich die Kinder auf dem Gymnasium Stress, die es entweder so gerade dorthin geschafft haben, oder die, wo die Eltern schon in der Grundschule viel mit den Kindern geübt haben, damit sie die nötigen Noten bekommen.
    Bilinguale Zweige sind wohl auch noch ein Stressfaktor, weil da viele Vokabeln gelernt werden müssen bzw. wenn man Pech hat, und das Kind doch nicht so sprachbegabt ist, wie erhofft. Aber die muss man ja nicht belegen.

    LG

    Heike

    (23) 11.04.17 - 11:42

    Hallo!

    Na klar, der OBERSCHULDIREKTOR macht Werbung für SEINE Schule ..... und so Pauschalaussagen, dass Oberschule dann Abi DER Goldene Weg für ALLE wäre - das wäre für mich schon das absolute KO-Kriterium überhaupt den für voll zu nehmen!

    Kinder sind eben unterschiedlich und für manche ist der Weg über die Oberschule zum Abi besser als der Weg über G8 für andere ist G8 genau goldrichtig!
    Das Kind und seine Eltern gehen den gewählten nicht der Oberschukldrirektor!

    Lasst Euch nicht verunsichern und guckt genau Eure Tochter an, was sie will, was ihr besser seht.

    Eines meiner Kinder war auf einer privaten GS - einzügig mit 14 Kinder in der Klasse und das andere Kind war in der Dorfschule - 2zügig mit 150 Kinder in der GS.
    Beide Kinder sind jetzt in demselben Gym - G8 mit 1400 Kinder. Mit ihnen gewechselt in dieselbe Schule (nicht Klasse!) sind jeweils 1 Kind bzw. 3 Kinder. Zu tun hatten sie mit diesen Kinder weder davor noch danach viel. Das Verhältnis ist gleich geblieben.

    LG, I.

    (24) 11.04.17 - 12:29

    Hallo.

    Da gibt es doch gar nichts zu überlegen ...

    ... in Anbetracht der Noten und des Klientels, was sich auf Oberschulen so tummelt.

    LG

    (25) 11.04.17 - 23:44

    starke kinder langweilen sich in der oberschule, der Kopf will Stoff, hier bei uns ist um 13uhr bis zur 11Klasse Schulschluss, da bleibt jede Menge Freie Zeit, gut hier ist wieder g9 seid einiger Zeit.

    Aber ansonsten hat man doch viele Lücken und kann nicht einfach anschliessen, von real aufs gym.

    Runter gehts immer , rauf ist schwer.

Top Diskussionen anzeigen